Schlafstörungen: Ursachen für Probleme beim Ein- und Durchschlafen
7. Oktober 2026ca. 14 Minutenvon mybody®x Redaktions- & Fachteam
Das Wichtigste in Kürze
Etwa eine halbe Stunde bis zum Einschlafen ist laut IQWiG (2024) normal. Von einer Schlafstörung spricht das IQWiG (2024) erst, wenn du in mindestens drei Nächten pro Woche über mehr als einen Monat so schlecht schläfst, dass deine Lebensqualität leidet. Dahinter kann Stress stecken, aber auch eine Erkrankung wie die Schlafapnoe mit nächtlichen Atemstillständen (IQWiG, 2024).
Probleme beim Ein- oder Durchschlafen hat laut IQWiG (2024) etwa ein Drittel der Menschen.
Bei einer Insomnie, also Schlafproblemen über mindestens einen Monat mit Folgen am Tag, empfiehlt die S3-Leitlinie Insomnie bei Erwachsenen (DGSM, 2025) zuerst eine kognitive Verhaltenstherapie.
Bei der ärztlichen Abklärung wird laut IQWiG (2024) neben einer körperlichen Untersuchung auch Blut abgenommen, um eine Erkrankung als Ursache zu klären.
In diesem Artikel
Ab wann sind Schlafprobleme eine Schlafstörung?
Laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG, 2024) dann, wenn du in mindestens drei Nächten pro Woche und mehr als einen Monat lang so schlecht schläfst, dass deine Lebensqualität darunter leidet. Eine einzelne unruhige Nacht gehört nicht dazu.
Das Licht ist aus, der Kopf noch nicht. Du drehst dich auf die andere Seite und rechnest nach, wie lange es noch bis zum Wecker ist. Wer das kennt, fragt sich irgendwann, ob das noch normal ist oder schon eine Störung.
Schlafprobleme bedeuten laut IQWiG (2024), keinen erholsamen Schlaf zu finden und sich deshalb tagsüber müde und abgeschlagen zu fühlen. Das kann zum Beispiel daran liegen, dass du
- sehr lange zum Einschlafen brauchst,
- nachts unruhig schläfst und oft aufwachst (IQWiG, 2024),
- nachts aufwachst und lange wach liegst,
- morgens viel zu früh aufwachst und nicht wieder einschlafen kannst.
Belegte Fundstelle
„Falls es nach dem Löschen des Lichts noch etwa eine halbe Stunde bis zum Einschlafen dauert, ist das ganz normal und kein Grund zur Sorge.“
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
gesundheitsinformation.de, „Schlafprobleme und Schlafstörungen (Insomnie)“, 2024
Lange wach zu liegen ist also nicht automatisch eine Schlafstörung. Zum Thema wird es erst, wenn sich die schlechten Nächte über Wochen wiederholen und der Tag darunter leidet.
Die S3-Leitlinie Insomnie bei Erwachsenen der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM, 2025) verwendet dafür einen eigenen Begriff. Eine Insomnie liegt dort vor, wenn Betroffene mindestens einen Monat lang schlecht ein- oder durchschlafen und dies ihre Leistungsfähigkeit oder ihr Wohlbefinden am Tag beeinträchtigt (DGSM, 2025). Auch frühmorgendliches Erwachen zählt dazu. Ein- und Durchschlafstörungen beschreiben dabei Beschwerden, keine zwei getrennten Diagnosen (DGSM, 2025).
Wie verbreitet sind Ein- und Durchschlafstörungen?
Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen hat laut IQWiG (2024) etwa ein Drittel der Menschen. Ein Insomnie-Syndrom fand eine Befragung in Deutschland bei 5,7 Prozent der Erwachsenen (Schlack u. a., 2013).
Die Zahl stammt aus der Gesundheitsbefragung DEGS1 (Schlack u. a., 2013). In den vier Wochen vor der Befragung berichtete dort etwa ein Drittel der Befragten über möglicherweise behandlungsbedürftige Ein- oder Durchschlafprobleme, etwa ein Fünftel über schlechte Schlafqualität (Schlack u. a., 2013). Als Insomnie-Syndrom zählte erst, wer zusätzlich am Tag beeinträchtigt war, etwa durch Müdigkeit oder Erschöpfung. Frauen waren doppelt so häufig betroffen wie Männer, statistisch bedeutsame Altersunterschiede zeigten sich nicht (Schlack u. a., 2013).
Welche Ursachen können hinter Schlafstörungen stecken?
Die Liste ist lang: Sie reicht laut IQWiG (2024) von Sorgen bis zu Erkrankungen wie der Schlafapnoe. Die S3-Leitlinie Insomnie bei Erwachsenen (DGSM, 2025) führt außerdem Substanzen wie Koffein und bestimmte Medikamente auf.
Wer nach den Ursachen seiner Schlaflosigkeit sucht, kann die Möglichkeiten in fünf Gruppen ordnen und dazu die Frage nach den Nährstoffen stellen. Die Reihenfolge ist keine Rangfolge.
Können Sorgen und Stress den Schlaf stören?
Ja. Sorgen und Stress stehen in der Liste des IQWiG (2024), ebenso belastende Lebensereignisse wie eine Trennung oder eine schwere Erkrankung.
Tagsüber trägt der Alltag, abends im Dunkeln kreisen die Gedanken um das Gespräch von morgen oder den Streit von gestern. Ob daraus eine Schlafstörung wird, entscheidet nach der Definition des IQWiG (2024) nicht die einzelne Nacht, sondern ob sich die schlechten Nächte über Wochen wiederholen und der Tag darunter leidet.
Welche Substanzen bringen den Schlaf durcheinander?
Alkohol gehört dazu, auch wenn er sich zunächst anders anfühlt. Das Einschlafen kann danach schneller gehen, der Schlaf wird aber unruhiger und weniger erholsam (IQWiG, 2024).
Die S3-Leitlinie Insomnie bei Erwachsenen (DGSM, 2025) führt unter anderem diese Substanzen auf, deren Einnahme den Schlaf stören kann:
- Alkohol
- antriebssteigernde Antidepressiva
- blutdrucksenkende Mittel wie Betablocker
- Hormonpräparate
- Koffein als stimulierendes Genussmittel
- illegale Drogen
Alkohol ist damit kein Schlafmittel, sondern selbst ein möglicher Störfaktor. Ein verordnetes Medikament setzt du wegen dieser Liste nicht auf eigene Faust ab: Die Frage gehört in die Praxis, wo laut Leitlinie (DGSM, 2025) ohnehin aktiv nach schlafstörenden Substanzen gefragt werden soll.
Welche Beschwerden und Erkrankungen können den Schlaf stören?
Körperliche Beschwerden gehören laut IQWiG (2024) ebenso dazu wie Erkrankungen von Organen und Psyche, zum Beispiel:
- Schmerzen
- nächtlicher Harndrang
- Hitzewallungen
- eine chronische Nierenschwäche
- Schilddrüsenerkrankungen
- Herz- und Lungenerkrankungen
- psychische Erkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen
Insomnie tritt laut Leitlinie (DGSM, 2025) außerdem gehäuft im Zusammenhang mit der Menopause auf. Dem Schlaf in dieser Lebensphase widmet sich ein eigener Beitrag über Schlafstörungen in den Wechseljahren.
Was sind Schlafapnoe und Restless-Legs-Syndrom?
Beides sind Erkrankungen, die den Schlaf selbst stören: Eine Schlafapnoe bedeutet nächtliche Atemstillstände, das Restless-Legs-Syndrom eine Unruhe in den Beinen (IQWiG, 2024). In derselben Liste stehen das Zähneknirschen, fachlich Bruxismus genannt, und das Schlafwandeln (IQWiG, 2024).
Ob beim Restless-Legs-Syndrom der Eisenhaushalt mitspielt, ist ein eigenes Thema. Der Beitrag über den Eisenhaushalt bei Restless Legs geht dem nach; hier geht es um die Ursachen von Schlafstörungen insgesamt.
Können Schichtarbeit und Lärm den Schlaf stören?
Ja, beide nennt das IQWiG (2024) ausdrücklich unter den möglichen Störfaktoren.
Zum Rhythmus gehört auch die innere Uhr. Ihr Tageszyklus beträgt laut IQWiG (2024) nie genau 24 Stunden; unter Laborbedingungen pendelt er sich bei 25 Stunden ein. Melatonin, ein körpereigener Stoff, wird laut IQWiG (2024) vor allem nachts zwischen 21 Uhr und 8 Uhr gebildet.
Hängen Vitamine im Blut mit dem Schlaf zusammen?
Ein Zusammenhang ist beschrieben, eine Ursache nicht belegt. In einer US-Querschnittsstudie mit 2.459 Erwachsenen hingen nur wenige der untersuchten Nährstoffwerte im Blut mit dem Schlaf zusammen (Beydoun u. a., 2014).
Beim Vitamin B12 ging ein höherer Wert mit kürzerer Schlafdauer einher (Beydoun u. a., 2014). Bei Vitamin D gingen höhere Werte mit weniger Schläfrigkeit einher, bei Folat mit weniger Schlafstörungen (Beydoun u. a., 2014).
Eine Querschnittsstudie zeigt Zusammenhänge, aber keine Ursache: Die Autoren halten Studien über einen längeren Zeitraum für nötig, um Reihenfolge und mögliche Ursache zu klären (Beydoun u. a., 2014). Was über einzelne Nährstoffe bekannt ist, behandeln eigene Beiträge zu B-Vitaminen und Schlafstörungen und zu Vitamin D und Schlafstörungen.
Mögliche Ursachen im Überblick
| Ursache | Beispiele | Quelle |
|---|---|---|
| Belastung | Sorgen und Stress belastende Ereignisse |
IQWiG (2024) |
| Substanzen | Alkohol und Koffein bestimmte Medikamente |
IQWiG (2024) DGSM (2025) |
| Erkrankungen | Schmerzen Schilddrüsenerkrankungen Herz- und Lungenerkrankungen |
IQWiG (2024) |
| Schlafstörende Erkrankungen | Schlafapnoe Restless-Legs-Syndrom |
IQWiG (2024) |
| Rhythmus und Umgebung | Schichtarbeit Lärm |
IQWiG (2024) |
Wann solltest du mit Schlafproblemen zum Arzt?
Wenn deine Schlafprobleme die Schwelle einer Schlafstörung erreichen: laut IQWiG (2024) mindestens drei Nächte pro Woche über mehr als einen Monat, mit spürbaren Folgen für die Lebensqualität. Auch der Verdacht auf nächtliche Atemstillstände oder unruhige Beine ist ein Anlass für die Praxis.
Selbstprüfung
Takt und Dauer Schläfst du in mindestens drei Nächten pro Woche schlecht, und das seit mehr als einem Monat (IQWiG, 2024)?
Folgen am Tag Fühlst du dich tagsüber müde und abgeschlagen, sodass deine Lebensqualität leidet (IQWiG, 2024)?
Treffen beide Punkte zu, spricht das IQWiG (2024) von einer Schlafstörung. Das ist eine Beschreibung, noch keine Diagnose; die stellt die Ärztin oder der Arzt.
Wie läuft die ärztliche Abklärung von Schlafstörungen ab?
Im Gespräch fragt die Ärztin oder der Arzt laut IQWiG (2024) unter anderem, ob und wann du koffeinhaltige Getränke oder Alkohol zu dir nimmst. Auch nach Drogen wird gefragt.
Die S3-Leitlinie Insomnie bei Erwachsenen (DGSM, 2025) verlangt, aktiv nach Substanzen zu fragen, die den Schlaf stören können. Ebenso sollen körperliche Erkrankungen, insbesondere schlafmedizinische, und psychische Störungen abgeklärt werden (DGSM, 2025).
Neben einer körperlichen Untersuchung wird laut IQWiG (2024) auch Blut abgenommen, um zu klären, ob eine Erkrankung die Schlafprobleme verursacht haben könnte. Die Leitlinie (DGSM, 2025) sieht eine solche organmedizinische Abklärung, also die Suche nach körperlichen Erkrankungen, die sich gezielt behandeln lassen, bei allen Menschen mit Insomnie vor.
Besteht der Verdacht, dass nächtliche Atemstörungen oder Beinbewegungen den Schlaf stören, kann laut IQWiG (2024) eine Untersuchung im Schlaflabor sinnvoll sein. Zum Termin kannst du eine Liste deiner Medikamente mitnehmen, denn nach schlafstörenden Substanzen soll laut Leitlinie (DGSM, 2025) ausdrücklich gefragt werden.
Kapitel auf einen Blick
Von einer Schlafstörung spricht das IQWiG (2024) ab mindestens drei schlechten Nächten pro Woche über mehr als einen Monat, wenn die Lebensqualität leidet. In der Praxis geht es auch um Koffein und Alkohol (IQWiG, 2024). Bei der Abklärung wird laut IQWiG (2024) neben der körperlichen Untersuchung auch Blut abgenommen, um eine Erkrankung als Ursache zu klären. Ein Schlaflabor kommt bei Verdacht auf nächtliche Atemstörungen oder Beinbewegungen in Frage (IQWiG, 2024).
Was kannst du bei Ein- und Durchschlafstörungen selbst tun?
Selbst in der Hand hast du zum Beispiel, wann du Koffein trinkst und wie du mit Alkohol umgehst; beides gehört zu den Regeln für gesunden Schlaf in der S3-Leitlinie Insomnie bei Erwachsenen (DGSM, 2025). Liegt eine Insomnie vor, ist die erste Behandlung laut Leitlinie (DGSM, 2025) aber eine Therapie.

Zwei Regeln aus der Tabelle der Leitlinie (DGSM, 2025) lassen sich direkt im Alltag umsetzen. Die erste: nach dem Mittagessen keine koffeinhaltigen Getränke mehr. Die zweite: Alkohol weitgehend vermeiden und keinesfalls als Schlafmittel einsetzen. Zu den koffeinhaltigen Getränken zählt die Leitlinie (DGSM, 2025) ausdrücklich auch Schwarztee und Cola.
Schichtarbeit und Lärm nennt das IQWiG (2024) ebenfalls als mögliche Störfaktoren. Ob sie bei dir eine Rolle spielen, kannst du selbst am ehesten einschätzen.
Die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie, kurz KVT-I, soll laut S3-Leitlinie (DGSM, 2025) allen Menschen mit Insomnie als erste Behandlungsoption empfohlen werden. Eine medikamentöse Behandlung kann laut Leitlinie (DGSM, 2025) angeboten werden, wenn die KVT-I nicht ausreichend wirkt oder nicht durchführbar ist, bei älteren Menschen nur mit großer Zurückhaltung.
Der Einwand liegt nahe: Warum nicht einfach Kaffee und Wein streichen? Schlafregeln dieser Art gelten in der Evidenzübersicht der Leitlinie als weniger wirksam als die KVT-I (DGSM, 2025). Sie haben ihren Platz, ersetzen bei einer Insomnie aber keine Behandlung. Welche Behandlung im Einzelfall passt, klärst du in der Praxis.
Selbst ändern, wenn …
du nach dem Mittagessen noch koffeinhaltige Getränke trinkst oder Alkohol als Einschlafhilfe nutzt (DGSM, 2025).
Schichtarbeit oder Lärm deinen Schlaf stören könnten (IQWiG, 2024).
Ärztlich abklären, wenn …
du in mindestens drei Nächten pro Woche über mehr als einen Monat schlecht schläfst und die Lebensqualität leidet (IQWiG, 2024).
der Verdacht auf nächtliche Atemstillstände oder unruhige Beine besteht (IQWiG, 2024).
Was kann ein Bluttest bei Schlafstörungen zeigen?
Eine Schlafstörung zeigt kein Bluttest. Bei der ärztlichen Abklärung wird laut IQWiG (2024) Blut abgenommen, um zu klären, ob eine Erkrankung die Schlafprobleme verursacht haben könnte.
Das ist der Rahmen, in dem eigene Messwerte Sinn ergeben: als Vorbereitung auf das Arztgespräch, nicht als Ersatz für die ärztliche Abklärung. Beschäftigt dich eher die Müdigkeit am Tag, obwohl die Nächte lang genug sind, geht der Beitrag über Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf dieser Frage nach.
Zwei Bluttests von mybody®x (MYBODY Lab GmbH) passen in diesen Rahmen. Beide nutzen Kapillarblut, das du per Fingerpieks zu Hause selbst entnimmst; ausgewertet wird in einem Fachlabor in Deutschland. Der Women’s Wellness Check misst unter anderem TSH, einen Schilddrüsenwert, und das Hormon Cortisol. Dazu kommen der Eisenwert Ferritin und 25-OH-Vitamin-D3 sowie Vitamin B12, insgesamt 18 Werte aus einer Blutprobe (Stand der Angaben: 07.10.2026).
Der Men’s Wellness Check misst ebenfalls TSH und Cortisol, dazu Ferritin und 25-OH-Vitamin-D3. Vitamin B12 enthält er nicht; insgesamt sind es 17 Werte aus einer Blutprobe (Stand der Angaben: 07.10.2026). Die erste Karte unten richtet sich an Frauen, die zweite an Männer.
Was die Werte nicht leisten, gehört dazu: Eine Insomnie erkennt keiner von ihnen. Für eine Schlafapnoe oder eine Depression gilt dasselbe. Ferritin allein deckt die Eisendiagnostik bei Restless Legs nicht ab.
Ein Bluttest zeigt den Zustand jetzt, und ein auffälliger Wert bedeutet nicht automatisch Krankheit. Ein Selbsttest ersetzt keine Diagnose; er hilft dir, mit konkreten Zahlen ins Arztgespräch zu gehen.
Aus dem mybody®x-Sortiment · Bluttest für Frauen
Women’s Wellness Check | Frauen-Gesundheits-Test
18 Werte aus einer Blutprobe, darunter TSH und Vitamin B12, ausgewertet in einem Fachlabor in Deutschland. Eine Schlafstörung erkennt der Test nicht; er bereitet das Gespräch in der Praxis vor.
Laborauswertung 3–5 Werktage nach Probeneingang
Aus dem mybody®x-Sortiment · Bluttest für Männer
Men’s Wellness Check | Männer-Gesundheits-Test
17 Werte aus einer Blutprobe, darunter TSH und Cortisol, ausgewertet in einem Fachlabor in Deutschland. Vitamin B12 ist nicht enthalten, und eine Schlafstörung erkennt der Test nicht: Er liefert Zahlen mit Einordnung, keine Diagnose.
Laborauswertung 3–5 Werktage nach Probeneingang
Grenzen: Was Studien und Bluttests zum Schlaf nicht zeigen
Keine der Quellen und keiner der Tests kann sagen, warum gerade du schlecht schläfst. Sie ordnen ein, sie diagnostizieren nicht.
Die S3-Leitlinie Insomnie bei Erwachsenen (DGSM, 2025) gilt für Erwachsene. Ihre Tabellen zu Erkrankungen und Substanzen sind Beispiellisten ohne Rangfolge.
Die Zahlen für Deutschland beruhen auf Selbstangaben aus einer Befragung (Schlack u. a., 2013). Ausgewertet wurde für diesen Beitrag die Zusammenfassung der Studie.
Die Nährstoffstudie aus den USA ist eine Querschnittsstudie und zeigt Zusammenhänge, aber keine Ursache (Beydoun u. a., 2014). Die Patienteninformation des IQWiG (2024) hat den Stand vom 3. Juli 2024; die nächste Aktualisierung ist für 2027 geplant.
Die beiden Bluttests erkennen keine Schlafstörung. Sie liefern Messwerte für das Gespräch in der Praxis, die ärztliche Abklärung bleibt der Weg zur Diagnose.
Schlafstörungen: Wo fängt die Suche nach Ursachen an?
Das Licht ist aus, der Kopf noch nicht: Das allein ist noch keine Schlafstörung. Hält der schlechte Schlaf über Wochen an und leidet dein Tag darunter, beginnt die Suche bei dem, was du selbst beobachten kannst, etwa beim Kaffee am Nachmittag oder beim Glas am Abend. Mit diesen Beobachtungen gehst du in die Praxis, wo Gespräch und Untersuchung die möglichen Ursachen eingrenzen. Liegt eine Insomnie vor, steht am Anfang der Behandlung laut Leitlinie (DGSM, 2025) eine Therapie, nicht die Tablette.
Häufige Fragen
Wie viel Schlaf brauchen Erwachsene?
Im Durchschnitt brauchen Erwachsene laut IQWiG (2024) ungefähr sieben Stunden Schlaf. Das ist ein Durchschnittswert, kein persönliches Soll. Schlafprobleme beschreibt das IQWiG (2024) nicht über eine Stundenzahl, sondern darüber, ob du erholsam schläfst und dich tagsüber müde und abgeschlagen fühlst. Wer sich trotz ausreichender Stunden erschöpft fühlt, kann das beim nächsten Arzttermin ansprechen.
Macht Alkohol das Einschlafen leichter?
Das Einschlafen kann nach Alkohol schneller gehen, der Schlaf wird dadurch aber unruhiger und weniger erholsam (IQWiG, 2024). Die S3-Leitlinie Insomnie bei Erwachsenen (DGSM, 2025) führt Alkohol unter den Substanzen, die den Schlaf stören können. In ihren Regeln für gesunden Schlaf rät sie, Alkohol weitgehend zu vermeiden und keinesfalls als Schlafmittel einzusetzen (DGSM, 2025).
Bis wann darf ich Kaffee trinken?
Nach dem Mittagessen besser nicht mehr: Das ist eine der Regeln für gesunden Schlaf in der S3-Leitlinie Insomnie bei Erwachsenen (DGSM, 2025). Sie gilt für koffeinhaltige Getränke allgemein, die Leitlinie (DGSM, 2025) nennt ausdrücklich auch Schwarztee und Cola. Koffein führt die Leitlinie (DGSM, 2025) zudem unter den Substanzen, die den Schlaf stören können. Auch in der ärztlichen Abklärung wird laut IQWiG (2024) gefragt, ob und wann du koffeinhaltige Getränke trinkst.
Haben Frauen häufiger Schlafstörungen?
Ja, Schlafstörungen sind bei Frauen häufiger als bei Männern (IQWiG, 2024). In der Gesundheitsbefragung DEGS1 waren Frauen doppelt so häufig von einem Insomnie-Syndrom betroffen wie Männer (Schlack u. a., 2013). Die S3-Leitlinie Insomnie bei Erwachsenen (DGSM, 2025) weist außerdem darauf hin, dass Insomnie gehäuft im Zusammenhang mit der Menopause auftritt.
Wann ist ein Schlaflabor sinnvoll?
Laut IQWiG (2024) dann, wenn der Verdacht besteht, dass nächtliche Atemstörungen oder Beinbewegungen den Schlaf stören. Dahinter können Erkrankungen wie die Schlafapnoe oder das Restless-Legs-Syndrom stehen, die das IQWiG (2024) unter den möglichen Störfaktoren aufführt. Zur Abklärung gehören laut IQWiG (2024) außerdem ein ärztliches Gespräch und eine körperliche Untersuchung mit Blutabnahme.
Nächster Schritt
Werte für das Arztgespräch
Wenn du vor dem Termin wissen möchtest, wo Werte wie TSH oder Ferritin bei dir liegen, kannst du sie aus Kapillarblut bestimmen lassen. Eine ärztliche Abklärung ersetzt das nicht.
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Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), Spiegelhalder K. u. a.: S3-Leitlinie Insomnie bei Erwachsenen – Update 2025, AWMF-Registernummer 063-003 (Stand 2025) – register.awmf.org
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de: „Schlafprobleme und Schlafstörungen (Insomnie)“ (Stand 2024) – gesundheitsinformation.de
- Schlack R. u. a.: „Häufigkeit und Verteilung von Schlafproblemen und Insomnie in der deutschen Erwachsenenbevölkerung (DEGS1)“, Bundesgesundheitsblatt (Stand 2013) – europepmc.org
- Beydoun M. A. u. a.: „Serum nutritional biomarkers and their associations with sleep among US adults“, PLoS One (Stand 2014) – europepmc.org
Definition und Abklärung stützen sich auf [1] und [2]. Die Zahlen für Deutschland stammen aus [3]; zum Zusammenhang zwischen Nährstoffwerten und Schlaf siehe [4]. Die Angaben zur inneren Uhr und zu Melatonin stammen aus dem IQWiG-Beitrag „Wie wird der Schlaf gesteuert?“ (2024). Die Angaben zu den beiden Tests stammen von mybody®x. Stand der Angaben: 07.10.2026.
mybody®x Redaktions- & Fachteam
Schlaf Blutwerte
Das mybody®x Redaktions- & Fachteam schreibt über Gesundheitsthemen auf Grundlage von Leitlinien und Studien. Wer dahinter steht, zeigt die Autorenseite.
Veröffentlicht am 07.10.2026 · Zuletzt aktualisiert am 07.10.2026
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Die Bilder in diesem Artikel sind mit KI erstellt, die abgebildeten Personen sind nicht real.





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