DNA ausgeschrieben: was die Abkürzung bedeutet
3. Oktober 2026ca. 15 Minutenvon mybody®x Redaktions- & Fachteam
Das Wichtigste in Kürze
DNA ist die Abkürzung für das englische deoxyribonucleic acid, auf Deutsch Desoxyribonukleinsäure. Daneben steht das deutsche Kürzel DNS: Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache führt es in der Biochemie als Synonym zu DNA (DWDS, 2020). Gemeint ist in beiden Fällen das Erbmaterial des Menschen und fast aller anderen Lebewesen (MedlinePlus Genetics, NLM, 2021).
Der Wortteil „Nuklein“ geht auf den Schweizer Arzt Friedrich Miescher zurück, mit dem die Geschichte der DNA 1869 beginnt (Dahm, 2005).
SNP steht für single nucleotide polymorphism und bezeichnet einen Unterschied in einem einzelnen DNA-Baustein (MedlinePlus Genetics, NLM, 2022).
Gennamen wie FTO führt das HUGO Gene Nomenclature Committee mit Kurzsymbol und ausgeschriebenem Namen in seiner Datenbank (HGNC, 2025).
In diesem Artikel
Wie heißt DNA ausgeschrieben?
DNA heißt ausgeschrieben deoxyribonucleic acid (MedlinePlus Genetics, NLM, 2021), auf Deutsch Desoxyribonukleinsäure (DWDS, 2020). Das Kürzel folgt dem englischen Namen, gemeint ist das Erbmaterial des Menschen.
Die drei Buchstaben findest du in der englischen Langform wieder: deoxyribonucleic acid. MedlinePlus Genetics, das Genetik-Angebot der National Library of Medicine (NLM), stellt diese Langform an den Anfang seiner Erklärung (NLM, 2021). Die deutsche Langform Desoxyribonukleinsäure ist die Grundform, die das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) beim Kürzel DNS angibt (DWDS, 2020).
Belegte Fundstelle
„DNA, ausgeschrieben deoxyribonucleic acid, ist das Erbmaterial des Menschen und fast aller anderen Lebewesen.“
National Library of Medicine (NLM), MedlinePlus Genetics
„What is DNA?“, Help Me Understand Genetics, 2021 · aus dem Englischen übertragen
Was die DNA in der Zelle leistet, erklärt der Beitrag Was ist die DNA? – dort geht es um ihre Aufgabe, hier um ihren Namen und die Kürzel rund um sie. Für den Namen genügt ein kurzer Blick auf die Bausteine, denn auch sie tragen Abkürzungen.
Welche Buchstaben stecken in der DNA?
Die Information der DNA steckt in vier chemischen Basen, also Bausteinen, die jeweils mit einem Buchstaben abgekürzt werden (MedlinePlus Genetics, NLM, 2021). Adenin (A) bildet ein Paar mit Thymin (T), Cytosin (C) eines mit Guanin (G).
Solche Paare heißen Basenpaare, abgekürzt bp nach dem englischen base pairs (Piovesan u. a., 2019). Die menschliche DNA besteht aus etwa 3 Milliarden Basen, und mehr als 99 Prozent davon sind bei allen Menschen gleich (MedlinePlus Genetics, NLM, 2021). Wer einen Abschnitt der DNA aufschreibt, schreibt deshalb eine Folge aus diesen vier Buchstaben.
Fast jede Körperzelle eines Menschen trägt dieselbe DNA, der größte Teil davon liegt im Zellkern (MedlinePlus Genetics, NLM, 2021). Dieser Zellkern kehrt im Namen wieder, wie das nächste Kapitel zeigt.
Was bedeuten die Wortteile von Desoxyribonukleinsäure?
Das Wort verbindet den Namen des Zuckers Desoxyribose mit dem Wort Nukleinsäure. Den Kern „Nuklein“ prägte Friedrich Miescher, weil der Stoff in den Zellkernen vorkam (Dahm, 2005).
Am leichtesten liest du das lange Wort von hinten. Nukleinsäuren heißt die Stoffgruppe, zu der DNA und RNA gehören; beide sind Ketten aus Bausteinen, den Nukleotiden, mit etwas unterschiedlichen chemischen Eigenschaften (MedlinePlus Genetics, NLM, 2021). Vor dem Wort Nukleinsäure steht der Zuckername, und er trennt die beiden Moleküle.
Woher kommt „Nuklein“ im Namen der DNA?
„Nuklein“ stammt von dem jungen Schweizer Arzt Friedrich Miescher, mit dem die Geschichte der DNA 1869 beginnt (Dahm, 2005). Er benannte den neuen Stoff nach seinem Vorkommen in den Zellkernen.
Gleich nach seiner Ausbildung zum Arzt ging Miescher nach Tübingen in das Labor des Biochemikers Hoppe-Seyler, um die Bausteine des Lebens zu klären (Dahm, 2005). Als Ausgangsmaterial wählte er Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und untersuchte zunächst deren Proteine. Dabei gelang ihm die erste grobe Reinigung von DNA. Laut Dahm ist sein Begriff im heutigen Namen Desoxyribonukleinsäure erhalten geblieben.
Welcher Zucker steckt im Namen der DNA?
Im Namen steckt der Zucker der DNA, die Desoxyribose, während die RNA Ribose trägt. Beide Zucker unterscheiden sich an der Position 2′ (Paladino und Zangi, 2013).
An dieser Stelle trägt die Ribose eine Hydroxylgruppe (OH-Gruppe), die Desoxyribose dagegen ein Wasserstoffatom (Paladino und Zangi, 2013). Neben der Base Uracil, die die RNA statt Thymin trägt, ist das nach den beiden Autoren der chemische Unterschied der beiden Moleküle. Für den Namen heißt das: Der Zucker mit der Vorsilbe „Desoxy“ ist der mit dem Wasserstoffatom an Position 2′, der ohne Vorsilbe der mit der OH-Gruppe (Paladino und Zangi, 2013).
Als Eselsbrücke reicht ein Buchstabe: Desoxyribose beginnt mit D wie DNA, Ribose mit R wie RNA.
Was ist ein Nukleotid in der DNA?
Ein Nukleotid ist der einzelne Baustein der DNA-Kette: eine Base, an der ein Zuckermolekül und ein Phosphatmolekül hängen (MedlinePlus Genetics, NLM, 2021).
Damit lässt sich das lange Wort Stück für Stück lesen. Desoxyribo- nennt den Zucker der Kette, -nuklein- erinnert an die Zellkerne, in denen Miescher den Stoff fand (Dahm, 2005). Nukleotide sind die Glieder der Nukleinsäure (MedlinePlus Genetics, NLM, 2021).
Kapitel auf einen Blick
Desoxyribonukleinsäure verbindet den Zuckernamen Desoxyribose mit dem Wort Nukleinsäure. Den Wortteil „Nuklein“ prägte Friedrich Miescher, dessen Arbeit 1869 die Geschichte der DNA eröffnet (Dahm, 2005). Ribose und Desoxyribose unterscheiden sich an Position 2′ des Zuckers (Paladino und Zangi, 2013). Ein Nukleotid ist das einzelne Glied der Kette: eine Base mit angehängtem Zucker und Phosphat (MedlinePlus Genetics, NLM, 2021).
DNA oder DNS: Was ist der Unterschied?
In der Bedeutung keiner: Das DWDS führt DNS in der Biochemie als Synonym zu DNA (DWDS, 2020). DNA folgt dem englischen Namen, DNS der deutschen Grundform Desoxyribonukleinsäure.
DNS und DNA sind zwei Kürzel für dasselbe Molekül. Der Unterschied steckt im letzten Buchstaben: Das S steht für das deutsche „Säure“, das A für das englische „acid“. Die ersten beiden Buchstaben stimmen überein, weil sich Desoxyribo- und deoxyribo- ebenso entsprechen wie Nuklein- und nucleic.
Wie das Kürzel im Satz steht, zeigt das Wörterbuch an Wortverbindungen wie „die DNS im Zellkern“ (DWDS, 2020). Von DNS verweist es auf den eigenen Eintrag DNA, der Weg führt also zum selben Begriff.
Ist die Abkürzung DNS falsch?
Falsch ist keine der beiden Formen. Das Wörterbuch führt DNS als gleichbedeutendes Kürzel der Biochemie (DWDS, 2020).
Welche Form du verwendest, ist damit keine Frage von richtig oder falsch. Hilfreich ist, innerhalb eines Textes bei einem Kürzel zu bleiben, damit niemand zwei verschiedene Stoffe vermutet. In der englischen Quelle MedlinePlus Genetics steht DNA, weil die Langform dort deoxyribonucleic acid lautet (NLM, 2021).
DNS und DNA sind zwei Kürzel für dasselbe Molekül.
In diesem Artikel steht DNA, weil auch die Kürzel und Gennamen der folgenden Kapitel englischen Langformen folgen.
Welche Abkürzungen gibt es rund um die DNA?
Die Kürzel rund um die DNA lösen sich in englische Langformen auf: RNA steht für ribonucleic acid (MedlinePlus Genetics, NLM, 2021), bp für base pairs (Piovesan u. a., 2019).
Ein Muster hilft beim Lesen: Ein kleiner Buchstabe vor RNA nennt die Art der RNA, m für messenger, t für transfer (NLM, 2021). Die Tabelle löst die Kürzel auf, die dir in Lehrbuch oder DNA-Bericht begegnen können. Zu jedem Eintrag nennt sie Quelle und Jahr.
Wie sich DNA und RNA in Bau und Aufgabe unterscheiden, zeigt der Beitrag Unterschied zwischen DNA und RNA. Die Größen in Basenpaaren für den ganzen Menschen rechnet der Beitrag DNA des Menschen in Zahlen durch.
Abkürzungen rund um die DNA
| Kürzel | Langform | Bedeutung |
|---|---|---|
| DNA | deoxyribonucleic acid, deutsch Desoxyribonukleinsäure | Erbmaterial des Menschen und fast aller anderen Lebewesen (NLM, 2021) |
| DNS | Desoxyribonukleinsäure | deutsches Kürzel, in der Biochemie Synonym zu DNA (DWDS, 2020) |
| A und T | adenine und thymine | Adenin und Thymin, zwei der vier Basen der DNA; sie bilden ein Basenpaar (NLM, 2021) |
| C und G | cytosine und guanine | Cytosin und Guanin, die beiden übrigen Basen; auch sie bilden ein Paar (NLM, 2021) |
| RNA | ribonucleic acid, deutsch Ribonukleinsäure | Nukleinsäure mit dem Zucker Ribose (Paladino und Zangi, 2013); sie übernimmt bei der Transkription, dem ersten von zwei Hauptschritten zum Protein, Information aus der DNA im Zellkern (NLM, 2021) |
| U | uracil, deutsch Uracil | Base der RNA, die dort an der Stelle von Thymin steht (Paladino und Zangi, 2013) |
| mRNA | messenger RNA, deutsch Boten-RNA | trägt die Information für ein Protein aus dem Zellkern ins Zytoplasma, die Flüssigkeit um den Kern (NLM, 2021; NLM, 2018) |
| tRNA | transfer RNA, deutsch Transfer-RNA | baut das Protein Aminosäure für Aminosäure auf, also Baustein für Baustein (NLM, 2021) |
| rRNA | ribosomal RNA, deutsch ribosomale RNA | eine weitere RNA-Art, von MedlinePlus Genetics als „chemischer Verwandter“ der DNA bezeichnet (NLM, 2018) |
| bp | base pairs, deutsch Basenpaare | Längenmaß der DNA; die Chromosomen 1 bis 22 samt X und Y, je einmal gezählt, umfassen zusammen 3.088.269.832 bp (Piovesan u. a., 2019). Chromosomen sind die Pakete, in die die DNA im Zellkern verpackt ist (NLM, 2018). |
| Gbp | Gigabase pairs, deutsch Gigabasenpaare | Milliarden Basenpaare; die Kern-DNA einer männlichen Körperzelle umfasst 6,27 Gbp, die einer weiblichen 6,37 Gbp (Piovesan u. a., 2019) |
| SNP | single nucleotide polymorphism | Unterschied zwischen Menschen in einem einzelnen Nukleotid (NLM, 2022) |
| HGNC | HUGO Gene Nomenclature Committee | Komitee, das Gensymbole und Gennamen in der Datenbank genenames.org führt (HGNC, 2025) |
Quelle und Jahr stehen in jeder Zeile; die Quellen stammen aus den Jahren 2013 bis 2025.
Zwei Einträge der Tabelle bekommen eigene Kapitel. Das nächste behandelt die Gennamen des HGNC, das übernächste den SNP.
Gennamen ausgeschrieben: Wofür stehen Kürzel wie FTO?
Ein Gensymbol ist die kurze Buchstabenfolge, unter der das HUGO Gene Nomenclature Committee (HGNC) ein Gen in seiner Datenbank führt; daneben steht der ausgeschriebene Name (HGNC, 2025). FTO heißt dort heute „FTO alpha-ketoglutarate dependent dioxygenase“.

Laut MedlinePlus Genetics (NLM, 2021) tragen die meisten Gene die Information für funktionsfähige Moleküle, die Proteine. Die Datenbank ordnet alle drei als „gene with protein product“ ein, als Gen mit Proteinprodukt (HGNC, 2023; HGNC, 2025). Das Komitee hat außerdem Richtlinien für die Benennung veröffentlicht (Bruford u. a., 2020). Die drei Gene unten stehen als Beispiele für Namen, nicht als Auswahl nach Bedeutung.
MTHFR ausgeschrieben: Wofür steht das Symbol?
MTHFR steht für „methylenetetrahydrofolate reductase“, auf Deutsch Methylentetrahydrofolat-Reduktase (HGNC, 2023). Der Name beschreibt das Enzym, für das das Gen die Anleitung trägt.
Die Buchstaben des Symbols findest du im ausgeschriebenen Namen wieder. Zwei frühere Fassungen des Namens verzeichnet die Datenbank ebenfalls, sie unterscheiden sich durch chemische Zusätze (HGNC, 2023). Das Gen liegt auf Chromosom 1 am Ort 1p36.22; sein Symbol ist seit 1994 eingetragen (HGNC, 2023).
FTO ausgeschrieben: Wie hieß das Gen früher?
FTO hieß früher „fat mass and obesity associated“, übersetzt: mit Fettmasse und Übergewicht verbunden (HGNC, 2025). Heute lautet der Name „FTO alpha-ketoglutarate dependent dioxygenase“.
Das Symbol blieb, der Name beschreibt jetzt die Enzymfunktion – das Symbol selbst steht dabei am Anfang des neuen Namens. Als weitere frühere Schreibung führt die Datenbank dieselbe Fassung mit einem Komma nach FTO (HGNC, 2025). Das Gen liegt auf Chromosom 16 am Ort 16q12.2; sein Symbol ist seit 2007 eingetragen (HGNC, 2025).
COMT ausgeschrieben: Was beschreibt der Name?
COMT steht für „catechol-O-methyltransferase“, auf Deutsch Catechol-O-Methyltransferase (HGNC, 2023). Wie bei MTHFR beschreibt der Name das Enzym.
Auch hier lassen sich die Buchstaben des Symbols im Namen wiederfinden. Einen früheren Namen verzeichnet die Datenbank für COMT nicht. Das Gen liegt auf Chromosom 22 am Ort 22q11.21; sein Symbol ist seit 2001 eingetragen (HGNC, 2023).
Für ein unbekanntes Gensymbol hilft ein Leseweg in zwei Schritten: zuerst der ausgeschriebene Name, danach die früheren Namen. Ein alter Name zeigt, unter welchem Begriff ein Gen einmal geführt wurde; ein Befund ist er nicht.
Im Bericht des NutriCare | INFINITY DNA-Tests von mybody®x (MYBODY Lab GmbH) begegnet dir das Symbol FTO in der Analyse zur Veranlagung bei der Reaktion auf Kohlenhydrate. Was eine Variante in einem solchen Gen bedeutet, ordnet der Beitrag genetische Varianten und ihr Einfluss auf die Ernährung ein.
Was bedeutet SNP in der DNA?
SNP steht für single nucleotide polymorphism, einen Unterschied zwischen Menschen in einem einzelnen DNA-Baustein, einem Nukleotid (MedlinePlus Genetics, NLM, 2022). Als SNP gilt eine Variante, die bei mindestens 1 Prozent der Bevölkerung vorkommt (NLM, 2022).
Mehr als 99 Prozent der etwa 3 Milliarden Basen der menschlichen DNA sind bei allen Menschen gleich (MedlinePlus Genetics, NLM, 2021). Die Unterschiede zwischen Menschen liegen also in einem kleinen Anteil der Basen. SNPs nennt MedlinePlus Genetics die verbreitetste Art genetischer Unterschiede zwischen Menschen (NLM, 2022).
Ein ausgedachtes Beispiel zeigt die Idee. Steht an einer Stelle der DNA bei dem einen Menschen ein C, bei einem anderen ein T, unterscheiden sich beide dort in einem einzelnen Nukleotid. Zum SNP wird eine solche Variante erst, wenn sie bei mindestens 1 Prozent der Bevölkerung vorkommt (NLM, 2022).
Im Durchschnitt kommt fast einmal je 1.000 Nukleotide ein SNP vor; daraus ergeben sich rund 4 bis 5 Millionen SNPs im Genom eines Menschen, also in seiner gesamten Erbinformation (MedlinePlus Genetics, NLM, 2022). Diese Zahl ist eine Hochrechnung, keine Zählung. Weltweit haben Forschende mehr als 600 Millionen SNPs gefunden (NLM, 2022).
SNPs in Zahlen
fast 1 je 1.000
Im Durchschnitt fast ein SNP je 1.000 Nukleotide (NLM, 2022)
rund 4–5 Mio.
SNPs im Genom eines Menschen, hochgerechnet (NLM, 2022)
mind. 1 %
Anteil der Bevölkerung, ab dem eine Variante als SNP gilt (NLM, 2022)
über 600 Mio.
SNPs, die Forschende weltweit gefunden haben (NLM, 2022)
Quelle: MedlinePlus Genetics, National Library of Medicine (NLM), 2022
Wie sich das gezielte Auslesen einzelner SNPs von einer Sequenzierung unterscheidet, erklärt der Beitrag Genotypisierung oder Sequenzierung. Für das Lesen eines Berichts reicht zunächst die Langform: Ein SNP ist eine Stelle, an der sich Menschen in einem Buchstaben unterscheiden.
Was liest ein DNA-Test aus der Speichelprobe?
Ein Speicheltest wie der NutriCare | INFINITY DNA-Test liest vorab festgelegte SNPs. Das Verfahren ist SNP-Genotypisierung mit über 700.000 SNPs, keine Ganzgenomsequenzierung (mybody®x, Stand 2026).
Genotypisierung heißt: An vorab festgelegten Einzelpositionen wird geprüft, welche Variante vorliegt, also der Genotyp an dieser Stelle. Eine Ganzgenomsequenzierung liest dagegen das gesamte Genom (mybody®x, Stand 2026). Gelesen werden also Varianten der DNA an diesen Einzelpositionen.
Zum Größenvergleich: Den über 700.000 geprüften SNPs (mybody®x, Stand 2026) stehen rund 4 bis 5 Millionen SNPs im Genom eines Menschen gegenüber (MedlinePlus Genetics, NLM, 2022). Ausgewertet werden 140 Genvariationen, also Varianten in Genen, aus einer Speichelprobe (mybody®x, Stand 2026). In den Worten von mybody®x: „Untersucht werden ausgewählte SNPs, also einzelne vererbbare Abschnitte deiner DNA.“
Zu den Namen und Kürzeln dieses Artikels hat der Test keine eigene Analyse. Er ist die Stelle, an der dir Gensymbole wie FTO im eigenen Bericht begegnen können.
Aus dem mybody®x-Sortiment · DNA-Test
NutriCare | INFINITY DNA-Test
Liest per SNP-Genotypisierung über 700.000 SNPs aus einer Speichelprobe, ausgewertet in einem Fachlabor in Deutschland; analysiert werden 140 Genvariationen. Das Verfahren ist keine Ganzgenomsequenzierung. Der Test ist kein diagnostisches Verfahren.
Stand der Angaben: 03.10.2026
Laborauswertung 15–25 Werktage nach Probeneingang
Grenzen: Was sagt ein Genname über deine DNA nicht aus?
Ein Name ordnet ein, er misst nichts. Aus dem Symbol eines Gens lässt sich nicht ablesen, welche Variante du trägst oder was sie bewirkt.
Das zeigt FTO: Der frühere Name „fat mass and obesity associated“ ist ein Eintrag in einer Datenbank, keine Aussage über dein Gewicht (HGNC, 2025). Auch ein SNP ist zunächst nur ein Unterschied an einer Stelle. MedlinePlus Genetics hält dazu fest, aus dem Englischen übertragen: „Die meisten SNPs wirken sich nicht auf Gesundheit oder Entwicklung aus“ (NLM, 2022).
Veranlagung ist ein Faktor unter mehreren. Die Anlage ist keine Festlegung: Genetische Varianten beschreiben Wahrscheinlichkeiten in Bevölkerungsgruppen, kein festes Ergebnis für dich.
Für den NutriCare | INFINITY DNA-Test gilt: Er ist kein diagnostisches Verfahren und ersetzt keine ärztliche Beratung (mybody®x, Stand 2026). Fragen zu einem Befund gehören in die ärztliche Praxis, wo sie jemand mit Blick auf deine Vorgeschichte einordnen kann.
DNA ausgeschrieben: Wie merkst du dir den Namen?
Mit zwei Bausteinen: dem Zucker Desoxyribose und dem Wort Nukleinsäure. Aus der englischen Form deoxyribonucleic acid wird DNA, aus der deutschen Form DNS.
Für Gennamen gilt ein eigener Merksatz: Ein Symbol ist ein Name, kein Befund. Wer es auflöst, kennt den Namen eines Gens. Über die eigene Variante weiß er damit noch nichts.
Eine kleine Übung zum Schluss: Löse tRNA auf, ohne nachzusehen. Das t steht für transfer, RNA für ribonucleic acid, auf Deutsch Ribonukleinsäure. Wer das kann, liest auch mtDNA ohne Tabelle.
Drei Buchstaben stehen vorn, ein langes Wort steht dahinter. Wer die Teile kennt, liest darin keine Hürde mehr, sondern eine kurze Geschichte über einen Zucker und einen Zellkern.
Häufige Fragen
Was heißt DNA auf Deutsch?
Auf Deutsch heißt DNA Desoxyribonukleinsäure; das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache nennt diese Grundform beim deutschen Kürzel DNS (DWDS, 2020). Beide Kürzel meinen dasselbe Erbmaterial. Wer das Wort zerlegt, findet den Zucker Desoxyribose und den Wortkern „Nuklein“. Ihn prägte Friedrich Miescher, mit dem die Geschichte der DNA 1869 beginnt (Dahm, 2005).
Was heißt DNA auf Englisch?
Auf Englisch heißt DNA deoxyribonucleic acid, und aus dieser Langform stammt das Kürzel (MedlinePlus Genetics, NLM, 2021). Die RNA heißt entsprechend ribonucleic acid (NLM, 2021). Auch die Basen behalten ihre Buchstaben, etwa adenine als Adenin (A) und thymine als Thymin (T). Die englische Quelle beschreibt die menschliche DNA mit etwa 3 Milliarden Basen (NLM, 2021).
Heißt es die DNS oder das DNS?
Es heißt die DNS: Das DWDS führt das Kürzel für Desoxyribonukleinsäure als Femininum und nennt den Plural ungebräuchlich (DWDS, 2020). Auch im Genitiv bleibt es bei DNS, also der DNS. „Das DNS“ ist ein eigener, zweiter Wörterbucheintrag und meint das Domain Name System. In einem Text über Biologie gehört deshalb der weibliche Artikel vor das Kürzel.
Wofür steht mtDNA?
mtDNA steht für mitochondrial DNA, auf Deutsch mitochondriale DNA (MedlinePlus Genetics, NLM, 2021). Mitochondrien liegen im Zytoplasma (der Flüssigkeit um den Zellkern); jede Zelle enthält Hunderte bis Tausende davon (MedlinePlus Genetics, NLM, 2018). Ihre eigene DNA umfasst beim Menschen etwa 16.500 Basenpaare mit 37 Genen; sie ist ein kleiner Bruchteil der gesamten DNA einer Zelle (NLM, 2018).
Wie spricht man SNP aus?
SNPs spricht man laut MedlinePlus Genetics wie „Snips“ aus (NLM, 2022). Das Kürzel steht für single nucleotide polymorphism, einen Unterschied in einem einzelnen Nukleotid. Im Genom eines Menschen sind es hochgerechnet rund 4 bis 5 Millionen solcher Stellen (MedlinePlus Genetics, NLM, 2022). Weltweit haben Forschende mehr als 600 Millionen SNPs gefunden (NLM, 2022).
Nächster Schritt
Varianten im eigenen Bericht nachlesen
Der NutriCare | INFINITY DNA-Test liest per SNP-Genotypisierung ausgewählte SNPs aus einer Speichelprobe. Wie das abläuft, kannst du vorher in Ruhe nachlesen.
Zum NutriCare | INFINITY DNA-Test Wie ein DNA-Test aus der Speichelprobe Varianten liest Ratgeber zum Ablauf eines DNA-TestsWeiterlesen
Quellen
- National Library of Medicine, MedlinePlus Genetics: What is DNA? (Stand 2021) – medlineplus.gov
- Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Eintrag DNS (Stand 2020) – dwds.de
- Dahm R.: Friedrich Miescher and the discovery of DNA, Developmental Biology (2005) – europepmc.org
- HUGO Gene Nomenclature Committee: genenames.org, Eintrag FTO (Stand 2025) – genenames.org
Langform der DNA und Bausteine: [1]. Kürzel DNS: [2]. Herkunft von „Nuklein“: [3]. Gennamen: [4], für MTHFR und COMT in der Fassung von 2023. Die Angaben zu SNPs stammen aus MedlinePlus Genetics (NLM, 2022). Für die mitochondriale DNA gilt die Fassung von 2018, für die RNA-Arten die von 2021 (NLM, 2018; NLM, 2021). Den Unterschied der Zucker beschreiben Paladino und Zangi (2013). Die Längenangaben in Basenpaaren stammen aus Piovesan u. a. (2019), der Hinweis auf die Richtlinien des HGNC aus Bruford u. a. (2020). Die Angaben zum NutriCare | INFINITY DNA-Test stammen von mybody®x; Stand der Angaben: 03.10.2026.
mybody®x Redaktions- & Fachteam
Genetik-Lexikon Molekularbiologie
Diesen Lexikonartikel hat das mybody®x Redaktions- & Fachteam geschrieben; jede Zahl stammt aus den oben genannten Quellen. Mehr über das Team findest du auf der Autorenseite.
Veröffentlicht am 03.10.2026 · Zuletzt aktualisiert am 03.10.2026
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Die DNA-Analyse dient der Ernährungs- und Lebensstilberatung. Sie ist kein diagnostisches Verfahren, stellt keine Krankheitsvorhersage dar und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Beratung. Genetische Varianten beschreiben Wahrscheinlichkeiten in Bevölkerungsgruppen, keine Festlegung für einzelne Personen.
Die Bilder in diesem Artikel sind mit KI erstellt, die abgebildeten Personen sind nicht real.






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