Vitamin D ist streng genommen ein Hormon, das der Körper unter Einwirkung von UV-B-Strahlung in der Haut selbst bildet. Gemessen wird die Speicherform 25-OH-Vitamin-D3, weil sie den Versorgungszustand über mehrere Wochen zuverlässig abbildet. Vitamin D steuert die Aufnahme von Calcium aus dem Darm und wirkt darüber hinaus auf Muskulatur und Immunsystem.
Warum wird dieser Wert gemessen?
In Deutschland reicht die Sonneneinstrahlung von Oktober bis März nicht aus, um ausreichend Vitamin D zu bilden. Mängel sind daher weit verbreitet und bleiben meist unbemerkt, weil die Beschwerden – Müdigkeit, Muskelschwäche, Infektanfälligkeit – unspezifisch sind.
Zu hoher Wert
Sehr hohe Werte entstehen praktisch nur durch überdosierte Präparate und können über einen erhöhten Calciumspiegel schaden. Eine Überdosierung durch Sonne allein ist nicht möglich.
Zu niedriger Wert
Niedrige Werte begünstigen Knochenabbau, Muskelschwäche und Infektanfälligkeit. Risikogruppen sind ältere Menschen, Menschen mit dunkler Haut, Schichtarbeitende und alle, die sich wenig im Freien aufhalten.
Häufige Fragen
Wann sollte man den Vitamin-D-Wert messen?
Am aussagekräftigsten ist eine Messung am Ende des Winters, also im Februar oder März, wenn die Speicher am niedrigsten sind.
Wie lange dauert es, bis sich der Wert bessert?
Bei regelmäßiger Einnahme steigt der Spiegel über etwa acht bis zwölf Wochen an. Eine Kontrollmessung ist frühestens nach drei Monaten sinnvoll.
Reicht Sonne im Sommer aus?
Bei hellem Hauttyp genügen im Sommer oft 10 bis 20 Minuten Sonne auf Gesicht und Unterarmen um die Mittagszeit. Im Winter steht die Sonne in Deutschland zu tief für eine relevante Eigenproduktion.





