ISO-zertifizierte Laboranalysen 🇩🇪

Spare 10% mit dem CareClub Code 💙 - CLUB10

Was sind Biomarker?

Biomarker sind messbare Werte aus deinem Körper, die zeigen, wie dein Organismus aktuell arbeitet – zum Beispiel in den Bereichen Nährstoffversorgung, Hormone, Stoffwechsel, Entzündungsprozesse oder Organfunktion.

Mit den mybody® Analysen werden diese Biomarker gezielt ausgewertet, um dir ein klares und verständliches Bild deiner aktuellen Gesundheitssituation zu geben. Sie helfen dabei, mögliche Ungleichgewichte frühzeitig zu erkennen, Entwicklungen im Zeitverlauf sichtbar zu machen und deinen Körper besser zu verstehen.

✔️ Früher erkennen
✔️ Verlauf verstehen
✔️ Personalisiert handeln

Führende Plattform für Labor- & Selbsttests

Der mybody Unterschied

Von Experten entwickelt

Unsere Tests und Empfehlungen wurden in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftler & Ernährungsfachkräften entwickelt

Höchster Qualitätsstandard

Unsere Analysen sind nicht nur ISO-zertifiziert, sondern auch als medizinische Selbsttests anerkannt.

Wissenschaftliche Auswertungen

Unsere personalisiert, wissenschaftlich fundiert Ergebnisse sind leicht verständlich & einfach in deinem Alltag anzuwenden.

Persönlicher Kundenservice

Bei uns erhältst du eine kostenfreie Beratung und Besprechung deiner Ergebnisberichte.

Wie oft sollte ich testen?

Deine Werte sind kein fester Zustand. Sie verändern sich mit Ernährung, Training, Stress, Jahreszeit und Medikamenten – erst der Verlauf zeigt, ob deine Maßnahmen wirken.

Großer Gesundheitscheck

Alle 6 bis 12 Monate

Der vollständige Überblick über alle Marker – als Standortbestimmung und Vergleichswert für später.

Gezielte Nachkontrolle

Alle 3 bis 6 Monate

Für einzelne Werte, an denen du gerade arbeitest. Vitamin D und Ferritin brauchen rund drei Monate, bis sich eine Veränderung zeigt.

Auffällige Werte

1 bis 2 mal pro Jahr

Werte, die schon einmal außerhalb des Referenzbereichs lagen, gehören regelmäßig im Blick behalten.

Du bist unsicher, welcher Rhythmus zu dir passt? Unsere kostenfreie Beratung hilft dir weiter.

Vitamin D 34 ng/ml
21 28 34

Drei Messungen über neun Monate

Alle 67 Biomarker bei mybody x auf einen Blick

Suche, filtere und entdecke alle Marker – von Mikronährstoffen über Hormone bis zur Herz-Kreislauf-Gesundheit.

Beliebt:
67 Marker

Vitamin D ist streng genommen ein Hormon, das der Körper unter Einwirkung von UV-B-Strahlung in der Haut selbst bildet. Gemessen wird die Speicherform 25-OH-Vitamin-D3, weil sie den Versorgungszustand über mehrere Wochen zuverlässig abbildet. Vitamin D steuert die Aufnahme von Calcium aus dem Darm und wirkt darüber hinaus auf Muskulatur und Immunsystem.

TestvoraussetzungenKeine besonderen Voraussetzungen
Referenzbereichausreichend ab 30 ng/ml (Mangel unter 20 ng/ml)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

In Deutschland reicht die Sonneneinstrahlung von Oktober bis März nicht aus, um ausreichend Vitamin D zu bilden. Mängel sind daher weit verbreitet und bleiben meist unbemerkt, weil die Beschwerden – Müdigkeit, Muskelschwäche, Infektanfälligkeit – unspezifisch sind.

Zu hoher Wert

Sehr hohe Werte entstehen praktisch nur durch überdosierte Präparate und können über einen erhöhten Calciumspiegel schaden. Eine Überdosierung durch Sonne allein ist nicht möglich.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte begünstigen Knochenabbau, Muskelschwäche und Infektanfälligkeit. Risikogruppen sind ältere Menschen, Menschen mit dunkler Haut, Schichtarbeitende und alle, die sich wenig im Freien aufhalten.

Häufige Fragen

Wann sollte man den Vitamin-D-Wert messen?
Am aussagekräftigsten ist eine Messung am Ende des Winters, also im Februar oder März, wenn die Speicher am niedrigsten sind.

Wie lange dauert es, bis sich der Wert bessert?
Bei regelmäßiger Einnahme steigt der Spiegel über etwa acht bis zwölf Wochen an. Eine Kontrollmessung ist frühestens nach drei Monaten sinnvoll.

Reicht Sonne im Sommer aus?
Bei hellem Hauttyp genügen im Sommer oft 10 bis 20 Minuten Sonne auf Gesicht und Unterarmen um die Mittagszeit. Im Winter steht die Sonne in Deutschland zu tief für eine relevante Eigenproduktion.

Alanin verbindet Muskel- und Leberstoffwechsel. Bei körperlicher Belastung oder Nahrungskarenz gibt der Muskel Stickstoff in Form von Alanin ab. Die Leber nutzt es, um daraus neuen Traubenzucker zu bilden – der sogenannte Glukose-Alanin-Zyklus, der den Blutzucker auch im Fasten stabil hält.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereich200–580 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Alanin gibt Hinweise auf den Eiweiß- und Energiestoffwechsel und darauf, wie stark der Körper Muskeleiweiß zur Energiegewinnung heranzieht.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte finden sich bei hoher Eiweißzufuhr, Insulinresistenz und Lebererkrankungen.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte treten bei ausgeprägtem Eiweißmangel auf.

Häufige Fragen

Was ist der Glukose-Alanin-Zyklus?
Ein Kreislauf zwischen Muskel und Leber: Der Muskel liefert Alanin, die Leber baut daraus Glukose und schickt sie zurück. So bleibt der Blutzucker auch bei längerer Nahrungskarenz stabil.

Verwandte Marker

Albumin ist das mengenmäßig häufigste Eiweiß im Blut und wird in der Leber gebildet. Es hält das Wasser in den Blutgefäßen und transportiert Hormone, Calcium, Fettsäuren und viele Medikamente. Weil es ausschließlich in der Leber entsteht, spiegelt sein Spiegel die Syntheseleistung dieses Organs wider.

TestvoraussetzungenKeine besonderen Voraussetzungen
Referenzbereich35–52 g/l
Testintervallalle 12 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Albumin zeigt Leberleistung, Ernährungszustand und Nierenfunktion in einem Wert. In der Alternsforschung gilt ein gut erhaltenes Albumin als einer der stabilsten Marker für körperliche Belastbarkeit im Alter. Zudem ist es für die Berechnung des freien Testosterons und des korrigierten Calciums nötig.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte entstehen fast immer durch Flüssigkeitsmangel und sind keine eigenständige Erkrankung.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte finden sich bei Lebererkrankungen, Eiweißverlust über die Nieren oder den Darm, bei Mangelernährung sowie bei chronischen Entzündungen.

Häufige Fragen

Warum wird Albumin für die Testosteronberechnung gebraucht?
Ein Teil des Testosterons ist locker an Albumin gebunden und bleibt biologisch verfügbar. Zur Berechnung des freien und bioverfügbaren Testosterons braucht es deshalb Albumin und SHBG.

Verwandte Marker

Arginin ist die Ausgangssubstanz für Stickstoffmonoxid, ein Botenstoff, der die glatte Muskulatur der Gefäßwände entspannt und damit die Gefäße erweitert. Das senkt den Blutdruck und verbessert die Durchblutung von Muskulatur und Organen. Arginin ist außerdem Teil des Harnstoffzyklus, über den der Körper Ammoniak entgiftet.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereich40–120 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Der Argininstatus ist bei Fragen zu Gefäßgesundheit, Blutdruck, Regeneration und Wundheilung aufschlussreich. Im Verhältnis zu ADMA lässt sich zusätzlich die Funktion der Gefäßinnenwand einschätzen.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte entstehen meist durch Supplemente.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte finden sich bei erhöhtem Bedarf nach Verletzungen, Operationen und bei starker körperlicher Belastung.

Häufige Fragen

Verbessert Arginin die sportliche Leistung?
Die Studienlage ist gemischt. Ein Nutzen zeigt sich am ehesten bei nachgewiesen niedrigem Ausgangswert oder eingeschränkter Gefäßfunktion, nicht pauschal bei jedem.

Verwandte Marker

Asparagin war die erste Aminosäure, die jemals isoliert wurde – aus Spargelsaft, woher auch ihr Name stammt. Sie dient als ungiftige Transportform für Stickstoff im Körper und ist an der Bildung von Glykoproteinen beteiligt, die für die Erkennung zwischen Zellen wichtig sind.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereich35–75 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Asparagin gehört zum vollständigen Aminosäureprofil und hilft, den Stickstoffhaushalt im Gesamtbild einzuordnen.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte sind selten und meist ohne Krankheitswert.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte treten bei ausgeprägtem Eiweißmangel auf.

Häufige Fragen

Woher stammt der Name Asparagin?
Die Aminosäure wurde 1806 erstmals aus Spargelsaft gewonnen – lateinisch asparagus – und war damit die erste überhaupt isolierte Aminosäure.

Verwandte Marker

Asparaginsäure ist eine nicht-essenzielle Aminosäure mit zwei zentralen Aufgaben: Sie schleust Stickstoff in den Harnstoffzyklus ein, über den der Körper Ammoniak entgiftet, und sie ist Teil des Malat-Aspartat-Shuttles, der Reduktionsäquivalente in die Mitochondrien transportiert. Zusätzlich wird sie für den Aufbau der Erbsubstanz benötigt.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereichunter 25 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Der Wert ergänzt die Beurteilung von Entgiftungsleistung und Energiestoffwechsel im Aminosäureprofil.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte finden sich bei Störungen des Harnstoffzyklus.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte sind meist ohne eigenständige Bedeutung.

Häufige Fragen

Steigert D-Asparaginsäure das Testosteron?
Frühe Studien deuteten darauf hin, größere und besser kontrollierte Untersuchungen konnten den Effekt bei trainierten Männern jedoch nicht bestätigen.

Verwandte Marker

Bicarbonat ist die zentrale Puffersubstanz des Blutes. Es fängt überschüssige Säuren ab und hält den pH-Wert in dem sehr engen Bereich, in dem Enzyme und Zellen arbeiten können. Lunge und Nieren regeln den Bestand gemeinsam: Die Lunge über die Abatmung von Kohlendioxid, die Nieren über die Rückgewinnung von Bicarbonat.

TestvoraussetzungenKeine besonderen Voraussetzungen
Referenzbereich22–29 mmol/l
Testintervallnach Bedarf
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Der Wert zeigt, ob der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen ist. Er wird ergänzend zu Natrium, Kalium und Chlorid bestimmt und hilft, Stoffwechsel- und Nierenstörungen einzuordnen.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte deuten auf eine Verschiebung ins Basische hin, etwa nach anhaltendem Erbrechen oder unter entwässernden Medikamenten.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte sprechen für eine Übersäuerung, wie sie bei Nierenschwäche, schwerem Durchfall oder entgleistem Diabetes auftritt.

Häufige Fragen

Ist Bicarbonat dasselbe wie eine Übersäuerung im alternativmedizinischen Sinn?
Nein. Der medizinische Begriff beschreibt eine messbare Verschiebung des Blut-pH-Werts und ist ein klar definierter Zustand. Er ist nicht gleichzusetzen mit dem Konzept einer allgemeinen Gewebeübersäuerung.

Verwandte Marker

Rund 99 Prozent des Calciums stecken in Knochen und Zähnen, wo es für Stabilität sorgt. Das eine Prozent im Blut übernimmt jedoch Aufgaben, die lebenswichtig sind: Es steuert die Muskelkontraktion, die Reizweiterleitung in Nerven und die Blutgerinnung. Der Blutspiegel wird von Vitamin D, dem Parathormon und Calcitonin sehr eng gehalten – notfalls auf Kosten der Knochen.

TestvoraussetzungenKeine besonderen Voraussetzungen
Referenzbereich2,15–2,55 mmol/l
Testintervallalle 12 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Weil der Körper den Blutwert um jeden Preis konstant hält, verrät ein abweichendes Calcium meist eine Störung der Regelkreise selbst – etwa der Nebenschilddrüse, der Nieren oder des Vitamin-D-Haushalts.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte können auf eine Überfunktion der Nebenschilddrüse, auf hoch dosierte Vitamin-D-Präparate oder auf Tumorerkrankungen hinweisen und sollten immer abgeklärt werden.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte entstehen durch Vitamin-D-Mangel, Nierenerkrankungen, einen Magnesiummangel oder eine Unterfunktion der Nebenschilddrüse. Typisch sind Kribbeln in Fingern und um den Mund sowie Muskelkrämpfe.

Häufige Fragen

Sagt der Calciumwert etwas über meine Knochendichte aus?
Nein. Der Blutwert bleibt auch bei fortschreitendem Knochenabbau lange normal, weil der Körper Calcium aus dem Knochen nachliefert. Für die Knochendichte ist eine Messung per DXA nötig.

Warum wird Calcium zusammen mit Albumin bestimmt?
Ein Teil des Calciums ist an Albumin gebunden. Bei niedrigem Albumin fällt das Gesamtcalcium niedriger aus, ohne dass ein echter Mangel besteht – der Wert wird dann rechnerisch korrigiert.

Verwandte Marker

Chlorid ist das häufigste negativ geladene Teilchen im Blut und begleitet Natrium in nahezu allen Regulationsvorgängen. Es hält die elektrische Neutralität des Blutes aufrecht, ist am Wasserhaushalt beteiligt und liefert den Grundstoff für die Salzsäure des Magens.

TestvoraussetzungenKeine besonderen Voraussetzungen
Referenzbereich98–107 mmol/l
Testintervallnach Bedarf
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Zusammen mit Natrium und Bicarbonat erlaubt Chlorid eine Einschätzung des Säure-Basen-Haushalts. Der Wert hilft, Störungen einzuordnen, die sich aus den Einzelwerten allein nicht erklären lassen.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte treten bei Flüssigkeitsmangel, bei bestimmten Nierenstörungen und bei einer Übersäuerung des Blutes auf.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte entstehen durch anhaltendes Erbrechen, durch entwässernde Medikamente oder bei einer Verschiebung in Richtung basischer Blutwerte.

Häufige Fragen

Wird Chlorid einzeln beurteilt?
Nein. Chlorid ist immer im Zusammenhang mit Natrium, Kalium und Bicarbonat zu betrachten. Erst diese Kombination erlaubt Rückschlüsse auf den Säure-Basen-Haushalt.

Verwandte Marker

Citrullin ist Teil des Harnstoffzyklus und wird in der Niere zu Arginin umgewandelt. Weil es im Gegensatz zu Arginin nicht schon im Darm und in der Leber abgebaut wird, hebt zugeführtes Citrullin den Argininspiegel im Blut zuverlässiger an – und damit auch die Bildung von Stickstoffmonoxid. Ursprünglich wurde es aus der Wassermelone isoliert.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereich20–50 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Citrullin ist zugleich ein etablierter Marker für die Funktionsfähigkeit der Dünndarmschleimhaut, da es dort gebildet wird. Niedrige Werte weisen auf eine verminderte Darmzellmasse hin.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte finden sich bei eingeschränkter Nierenfunktion und bei Supplementeinnahme.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte sprechen für eine geschädigte Dünndarmschleimhaut, etwa bei Zöliakie oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.

Häufige Fragen

Warum wirkt Citrullin besser als Arginin?
Arginin wird bereits in Darm und Leber weitgehend abgebaut. Citrullin passiert beide Organe und wird erst in der Niere zu Arginin umgewandelt – der Argininspiegel steigt dadurch zuverlässiger an.

Was sagt Citrullin über den Darm aus?
Citrullin wird in den Zellen der Dünndarmschleimhaut gebildet. Ein niedriger Wert gilt als Hinweis auf eine verminderte funktionsfähige Darmzellmasse.

Verwandte Marker

Cortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet und folgt einem ausgeprägten Tagesrhythmus: Am höchsten ist es kurz nach dem Aufwachen, am niedrigsten um Mitternacht. Es mobilisiert Energie, hält den Blutdruck aufrecht und dämpft Entzündungen. Ohne Cortisol ist der Körper nicht belastungsfähig.

TestvoraussetzungenBlutabnahme morgens zwischen 7 und 9 Uhr, ausgeruht
Referenzbereichmorgens 6–23 µg/dl
Testintervallnach Bedarf
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Cortisol ordnet Beschwerden wie anhaltende Erschöpfung, Schlafstörungen, Muskelabbau und Zunahme des Bauchfetts ein. Wegen des Tagesrhythmus ist der Zeitpunkt der Blutabnahme entscheidend für die Aussagekraft.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte finden sich bei akutem Stress, unter Cortisonpräparaten, in der Schwangerschaft, bei Einnahme der Pille sowie beim Cushing-Syndrom.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte können auf eine Nebennierenschwäche hindeuten und gehören ärztlich abgeklärt, da ein ausgeprägter Mangel gefährlich werden kann.

Häufige Fragen

Warum muss Cortisol morgens gemessen werden?
Der Wert schwankt im Tagesverlauf um ein Vielfaches. Nur eine Abnahme am frühen Morgen erlaubt eine sinnvolle Einordnung anhand der Referenzbereiche.

Zeigt ein normaler Cortisolwert, dass ich keinen Stress habe?
Nein. Ein Einzelwert erfasst eine Momentaufnahme. Für die Beurteilung chronischer Belastung sind Verlaufsprofile über den Tag aussagekräftiger.

Das C-reaktive Protein ist ein Eiweiß, das in der Leber gebildet wird, sobald im Körper eine Entzündung abläuft. Innerhalb von 6 bis 12 Stunden nach Beginn steigt der Wert messbar an und fällt nach dem Abklingen ebenso schnell wieder ab. Damit eignet es sich, um Entzündungsprozesse zu erkennen und den Verlauf einer Behandlung zu verfolgen.

TestvoraussetzungenKeine besonderen Voraussetzungen
Referenzbereichunter 5 mg/l (hs-CRP: unter 1 mg/l günstig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

CRP zeigt, ob im Körper eine Entzündung aktiv ist – auch dann, wenn noch keine Beschwerden spürbar sind. In der hochsensitiven Variante wird der Wert außerdem zur Einschätzung des langfristigen Herz-Kreislauf-Risikos genutzt.

Zu hoher Wert

Deutlich erhöhte Werte sprechen für eine akute bakterielle Infektion, eine Verletzung oder eine entzündliche Erkrankung. Leicht erhöhte Werte finden sich bei viralen Infekten, Übergewicht, Rauchen oder starker körperlicher Belastung.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte sind der Normalfall und gelten als unauffällig. Ganz zu Beginn einer Infektion schließt ein niedriges CRP eine Entzündung allerdings nicht aus.

Häufige Fragen

Was bedeutet ein erhöhter CRP-Wert?
Er zeigt an, dass im Körper eine Entzündung abläuft. Bei bakteriellen Infektionen fällt der Anstieg meist deutlich stärker aus als bei viralen.

Was ist der Unterschied zwischen CRP und hs-CRP?
Es wird derselbe Stoff gemessen, nur mit unterschiedlicher Messgenauigkeit. Das hochsensitive hs-CRP erfasst auch sehr kleine Konzentrationen und dient der Risikoeinschätzung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Cystatin C ist ein kleines Eiweiß, das alle kernhaltigen Zellen gleichmäßig produzieren. Es wird ausschließlich über die Nieren gefiltert und dort vollständig abgebaut. Anders als Kreatinin hängt der Wert nicht von der Muskelmasse ab und liefert deshalb bei sehr muskulösen oder sehr schlanken Menschen die verlässlicheren Ergebnisse.

TestvoraussetzungenKeine besonderen Voraussetzungen
Referenzbereich0,53–0,95 mg/l
Testintervallalle 12 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Cystatin C erkennt eine nachlassende Nierenfunktion früher als Kreatinin – oft schon in einem Bereich, in dem das Kreatinin noch völlig normal aussieht. Für Kraftsportler, ältere Menschen und alle mit ungewöhnlicher Körperzusammensetzung ist es der aussagekräftigere Wert.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte sprechen für eine eingeschränkte Filtrationsleistung der Nieren. Auch eine Schilddrüsenüberfunktion und hoch dosiertes Cortison können den Wert anheben.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte sind unauffällig.

Häufige Fragen

Was ist besser: Kreatinin oder Cystatin C?
Cystatin C ist unabhängig von der Muskelmasse und deshalb bei Kraftsportlern, sehr schlanken und älteren Menschen zuverlässiger. Am genauesten ist die Berechnung der Filtrationsrate aus beiden Werten kombiniert.

Beeinflusst Krafttraining den Wert?
Nein. Genau das ist der Vorteil gegenüber Kreatinin, das bei viel Muskelmasse erhöht sein kann, ohne dass die Nieren beeinträchtigt sind.

Verwandte Marker

DHEA-S wird in der Nebennierenrinde gebildet und dient als Vorstufe, aus der der Körper bei Bedarf Testosteron und Östrogene herstellt. Es ist das mengenmäßig häufigste Steroidhormon im Blut und zeigt anders als Cortisol kaum Tagesschwankungen. Der Spiegel erreicht um das 25. Lebensjahr seinen Höhepunkt und nimmt danach kontinuierlich ab.

TestvoraussetzungenKeine besonderen Voraussetzungen
Referenzbereichstark altersabhängig, z. B. Männer 30–49 J. 80–560 µg/dl
Testintervallalle 12 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

DHEA-S bildet die Leistungsfähigkeit der Nebennierenrinde ab. Bei Frauen mit vermehrter Körperbehaarung, Akne oder Zyklusstörungen zeigt der Wert, ob die männlichen Hormone aus der Nebenniere oder aus den Eierstöcken stammen.

Zu hoher Wert

Deutlich erhöhte Werte deuten auf eine vermehrte Androgenproduktion der Nebenniere hin und sollten abgeklärt werden.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte finden sich bei Nebennierenschwäche, unter längerer Cortisontherapie und altersbedingt.

Häufige Fragen

Warum ist DHEA-S altersabhängig zu beurteilen?
Der Spiegel sinkt ab etwa dem 25. Lebensjahr kontinuierlich. Ein Wert lässt sich deshalb nur im Vergleich zur passenden Altersgruppe sinnvoll einordnen.

Das Serumeisen erfasst den kleinen Anteil an Eisen, der gerade im Blut unterwegs ist – gebunden an das Transportprotein Transferrin. Der Wert schwankt stark im Tagesverlauf und reagiert unmittelbar auf die letzte Mahlzeit oder Tabletteneinnahme. Deshalb ist er allein wenig aussagekräftig und wird immer gemeinsam mit Ferritin und Transferrin beurteilt.

TestvoraussetzungenNüchtern, morgens; Eisenpräparate 24 Stunden vorher pausieren
ReferenzbereichFrauen 6,6–26 µmol/l, Männer 11–28 µmol/l
Testintervallalle 6 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

In Kombination mit Transferrin ergibt sich die Transferrinsättigung – die zuverlässigste Kennzahl dafür, wie gut der Körper aktuell mit verfügbarem Eisen versorgt ist.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte finden sich nach Eisenpräparaten, bei Lebererkrankungen und bei der erblichen Eisenspeicherkrankheit Hämochromatose.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte deuten auf einen Eisenmangel hin, treten aber auch bei akuten Entzündungen auf, weil der Körper Eisen dann bewusst zurückhält.

Häufige Fragen

Reicht der Eisenwert allein, um einen Mangel festzustellen?
Nein. Der Wert schwankt zu stark. Für die Beurteilung des Eisenstatus ist Ferritin der wichtigste Wert, ergänzt um Transferrin und CRP.

Warum sinkt Eisen bei einer Erkältung?
Der Körper entzieht Krankheitserregern gezielt Eisen, indem er es aus dem Blut in die Speicher verlagert. Ein niedriger Wert während eines Infekts bedeutet daher nicht automatisch einen Mangel.

Verwandte Marker

Estradiol ist das wirksamste der Östrogene. Bei Frauen wird es überwiegend in den heranreifenden Eibläschen gebildet und steuert Zyklus, Gebärmutterschleimhaut und Fruchtbarkeit. Es schützt zudem Knochendichte, Gefäße und Gehirnfunktion. Auch Männer bilden Estradiol – aus Testosteron über das Enzym Aromatase – und benötigen es für Knochen, Libido und Fettverteilung.

TestvoraussetzungenBei Frauen: Abnahme am 3. bis 5. Zyklustag, sofern nicht anders angegeben
ReferenzbereichFrauen zyklusabhängig 20–400 pg/ml, Männer 10–40 pg/ml
Testintervallnach Bedarf
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Bei Frauen ordnet Estradiol Zyklusstörungen, unerfüllten Kinderwunsch und Wechseljahresbeschwerden ein. Bei Männern erklärt ein erhöhter Wert Beschwerden wie Brustdrüsenwachstum, Wassereinlagerungen und Libidoverlust – oft im Zusammenhang mit Übergewicht.

Zu hoher Wert

Bei Frauen in der Zyklusmitte physiologisch. Dauerhaft erhöhte Werte finden sich bei Übergewicht, Lebererkrankungen und bestimmten Zysten. Bei Männern ist Übergewicht die häufigste Ursache, da Fettgewebe Testosteron in Estradiol umwandelt.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte sprechen bei Frauen für Wechseljahre, starkes Untergewicht, Leistungssport oder eine Störung der Hirnanhangsdrüse. Bei Männern beeinträchtigen zu niedrige Werte Knochendichte und Libido.

Häufige Fragen

Wann im Zyklus sollte Estradiol gemessen werden?
Für die Basisdiagnostik am dritten bis fünften Zyklustag, gemeinsam mit FSH und LH. Für andere Fragestellungen können andere Zeitpunkte sinnvoll sein.

Warum ist Estradiol auch für Männer wichtig?
Männer brauchen Estradiol für Knochendichte, Libido und einen normalen Fettstoffwechsel. Sowohl zu hohe als auch zu niedrige Werte verursachen Beschwerden.

Verwandte Marker

Ferritin ist das Speicherprotein für Eisen. Es bindet Eisen in Leber, Milz und Knochenmark und gibt es bei Bedarf wieder ab. Der Ferritinwert im Blut spiegelt näherungsweise wider, wie gut die Eisenspeicher gefüllt sind – und sinkt bereits, lange bevor der Hämoglobinwert abfällt.

TestvoraussetzungenKeine besonderen Voraussetzungen
ReferenzbereichFrauen 15–150 µg/l, Männer 30–400 µg/l
Testintervallalle 6 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Ferritin erkennt einen Eisenmangel im Frühstadium, also bevor eine Blutarmut entsteht. Typische Beschwerden wie Müdigkeit, Haarausfall, Konzentrationsprobleme oder Kurzatmigkeit lassen sich damit oft erklären.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte entstehen durch Entzündungen, Lebererkrankungen, hohen Alkoholkonsum oder eine Eisenüberladung. Weil Ferritin auch ein Akute-Phase-Protein ist, sollte es immer zusammen mit dem CRP beurteilt werden.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte belegen einen Eisenmangel. Häufige Ursachen sind starke Monatsblutungen, eisenarme Ernährung, Ausdauersport, Schwangerschaft oder Blutverluste im Magen-Darm-Trakt.

Häufige Fragen

Ab welchem Ferritinwert spricht man von Eisenmangel?
Werte unter 15 µg/l gelten als sicherer Eisenmangel. Viele Fachgesellschaften sehen bereits Werte unter 30 µg/l als behandlungsbedürftig an, wenn typische Beschwerden vorliegen.

Warum ist mein Ferritin normal, obwohl ich Symptome habe?
Bei einer gleichzeitigen Entzündung steigt Ferritin unabhängig vom Eisenstatus an und kann einen Mangel verdecken. Deshalb wird zusätzlich das CRP bestimmt.

Wie lange dauert es, die Eisenspeicher aufzufüllen?
Mit einer oralen Eisentherapie dauert es in der Regel drei bis sechs Monate, auch wenn sich die Beschwerden oft schon nach wenigen Wochen bessern.

Verwandte Marker

Folat ist die natürliche Form von Vitamin B9 und wird für jede Zellteilung gebraucht. Besonders hoch ist der Bedarf dort, wo sich Gewebe schnell erneuert: im Knochenmark bei der Blutbildung und in der frühen Embryonalentwicklung. Gemeinsam mit Vitamin B12 baut Folat außerdem Homocystein ab.

TestvoraussetzungenNüchtern empfohlen
Referenzbereichüber 4 ng/ml
Testintervallalle 12 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Ein Folatmangel verursacht eine Blutarmut mit vergrößerten roten Blutkörperchen, die sich im Blutbild leicht mit einem B12-Mangel verwechseln lässt. Bei Kinderwunsch ist eine gute Versorgung schon vor der Empfängnis entscheidend.

Zu hoher Wert

Hohe Werte entstehen durch Präparate und sind in der Regel unbedenklich. Sie können jedoch einen gleichzeitigen B12-Mangel im Blutbild verschleiern.

Zu niedriger Wert

Ursachen sind gemüsearme Ernährung, Alkohol, chronische Darmerkrankungen, Schwangerschaft sowie bestimmte Medikamente.

Häufige Fragen

Wann sollte mit der Folsäure-Einnahme bei Kinderwunsch begonnen werden?
Empfohlen wird der Beginn mindestens vier Wochen vor der Empfängnis, da sich das Neuralrohr in den ersten Schwangerschaftswochen schließt – oft bevor die Schwangerschaft bekannt ist.

Was ist der Unterschied zwischen Folat und Folsäure?
Folat ist die natürliche Form aus Lebensmitteln, Folsäure die synthetische Form in Präparaten. Folsäure wird besser aufgenommen, muss im Körper aber erst aktiviert werden.

Nur etwa ein bis zwei Prozent des Testosterons zirkulieren ungebunden im Blut und können direkt an die Zellen andocken. Dieser freie Anteil wird nicht direkt gemessen, sondern aus Gesamttestosteron, SHBG und Albumin berechnet. Das Ergebnis bildet die tatsächliche Hormonwirkung deutlich besser ab als der Gesamtwert allein.

TestvoraussetzungenBlutabnahme morgens zwischen 7 und 11 Uhr
ReferenzbereichMänner 50–210 pg/ml (alters- und methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialBerechnung aus Blutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Bei erhöhtem SHBG – etwa im höheren Lebensalter, bei Schilddrüsenüberfunktion oder unter Östrogeneinnahme – kann das Gesamttestosteron unauffällig sein, während das freie Testosteron bereits deutlich zu niedrig liegt. Genau diese Fälle erklärt der berechnete Wert.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte treten bei niedrigem SHBG auf, etwa bei Übergewicht, Insulinresistenz oder beim PCO-Syndrom.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte trotz normalem Gesamttestosteron sprechen für ein erhöhtes SHBG und erklären häufig Beschwerden, die sich aus dem Gesamtwert nicht ableiten ließen.

Häufige Fragen

Warum wird das freie Testosteron berechnet statt gemessen?
Die direkte Messung ist aufwendig und störanfällig. Die Berechnung aus Gesamttestosteron, SHBG und Albumin gilt als zuverlässiger und ist der internationale Standard.

FSH wird in der Hirnanhangsdrüse gebildet und wirkt direkt auf die Keimdrüsen. Bei Frauen regt es die Eibläschen zum Wachsen an, bei Männern steuert es die Spermienproduktion in den Hoden. Lässt die Funktion der Keimdrüsen nach, steigt FSH an – der Körper versucht dann, stärker gegenzusteuern.

TestvoraussetzungenBei Frauen: Abnahme am 3. bis 5. Zyklustag
ReferenzbereichFrauen zyklusabhängig 3–12 IU/l, Männer 1,5–12,4 IU/l
Testintervallnach Bedarf
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

FSH ist der wichtigste Wert zur Einordnung der Eierstockreserve und zur Erkennung der Wechseljahre. Beim Mann unterscheidet es eine Störung der Hoden von einer Störung der übergeordneten Steuerzentrale.

Zu hoher Wert

Bei Frauen sprechen deutlich erhöhte Werte für eine nachlassende Eierstockfunktion oder die Wechseljahre. Bei Männern deuten sie auf eine gestörte Spermienbildung hin.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte weisen auf eine Störung der Hirnanhangsdrüse oder des Hypothalamus hin, etwa bei Untergewicht, Leistungssport, starkem Stress oder erhöhtem Prolaktin.

Häufige Fragen

Was sagt ein hoher FSH-Wert bei der Frau aus?
Ein am dritten Zyklustag deutlich erhöhtes FSH spricht für eine verminderte Eierstockreserve. In den Wechseljahren steigt der Wert dauerhaft stark an.

Verwandte Marker

Trijodthyronin ist die aktive Form des Schilddrüsenhormons. Der größte Teil entsteht nicht in der Schilddrüse selbst, sondern wird in Leber, Nieren und Muskulatur aus T4 umgewandelt – ein Vorgang, für den unter anderem Selen benötigt wird. T3 steuert den Grundumsatz, die Körpertemperatur und die Herzfrequenz.

TestvoraussetzungenBiotinpräparate 2 Tage vorher absetzen
Referenzbereich2,0–4,4 ng/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 12 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

fT3 zeigt, ob die Umwandlung von der Speicher- in die Wirkform tatsächlich funktioniert. Bei anhaltender Müdigkeit trotz normalem TSH kann eine gestörte Umwandlung die Erklärung sein.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte finden sich bei Überfunktion und bei bestimmten Formen der Hormontherapie.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte treten bei Unterfunktion auf, außerdem bei schweren Erkrankungen, starkem Kaloriendefizit oder chronischem Stress – der Körper drosselt dann bewusst den Energieumsatz.

Häufige Fragen

Was bedeutet ein niedriges fT3 bei normalem TSH?
Das kann auf eine gedrosselte Umwandlung von T4 zu T3 hindeuten, wie sie bei starkem Kaloriendefizit, chronischem Stress oder schweren Erkrankungen vorkommt. Der Befund gehört ärztlich eingeordnet.

Verwandte Marker

Thyroxin ist das Haupthormon, das die Schilddrüse ausschüttet. Es wirkt selbst nur schwach und dient überwiegend als Vorrat, aus dem der Körper bei Bedarf das aktive T3 herstellt. Gemessen wird der freie, nicht an Transportproteine gebundene Anteil, da nur dieser in die Zellen gelangt.

TestvoraussetzungenBei Hormontherapie: Tablette erst nach der Blutabnahme einnehmen
Referenzbereich9–19 ng/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 12 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

fT4 zeigt gemeinsam mit dem TSH, ob eine Funktionsstörung leicht oder ausgeprägt ist. Es dient außerdem der Kontrolle bei einer Behandlung mit Schilddrüsenhormonen.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte sprechen für eine Überfunktion oder eine zu hoch dosierte Hormontherapie. Typisch sind Herzrasen, Nervosität, Gewichtsverlust und Schwitzen.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte bei gleichzeitig hohem TSH belegen eine manifeste Unterfunktion. Niedrige Werte bei niedrigem TSH deuten auf eine Störung der Hirnanhangsdrüse hin.

Häufige Fragen

Warum wird das freie und nicht das gesamte T4 gemessen?
Über 99 Prozent des T4 sind an Transportproteine gebunden und wirkungslos. Nur der freie Anteil gelangt in die Zellen – deshalb ist er der aussagekräftige Wert.

Verwandte Marker

Die Gamma-GT ist ein Enzym, das vor allem in den Zellen der Gallenwege sitzt. Sie reagiert besonders empfindlich auf Alkohol und auf Störungen des Gallenflusses und ist damit ein wichtiger Ergänzungswert zu den übrigen Leberwerten.

TestvoraussetzungenKein Alkohol in den 3 Tagen vor der Abnahme
ReferenzbereichFrauen bis 40 U/l, Männer bis 60 U/l
Testintervallalle 12 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Kein anderer Leberwert reagiert so früh und so deutlich auf regelmäßigen Alkoholkonsum. Zusätzlich zeigt die Gamma-GT an, ob der Abfluss der Galle gestört ist.

Zu hoher Wert

Typische Ursachen sind Alkohol, eine Fettleber, Gallenstau, bestimmte Medikamente sowie Übergewicht.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte gelten als unbedenklich.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis die Gamma-GT nach Alkoholverzicht sinkt?
Die Halbwertszeit liegt bei etwa zwei bis drei Wochen. Nach vollständigem Verzicht normalisiert sich der Wert meist innerhalb von vier bis acht Wochen.

Ist eine erhöhte Gamma-GT immer auf Alkohol zurückzuführen?
Nein. Fettleber, Medikamente, Gallenstau und Übergewicht sind ebenso häufige Ursachen.

Verwandte Marker

Cholesterin ist ein lebenswichtiger Baustein aller Zellmembranen und Ausgangsstoff für Gallensäuren, Vitamin D und sämtliche Steroidhormone. Der weit überwiegende Teil wird vom Körper selbst gebildet, nur ein kleiner Anteil stammt aus der Nahrung. Das Gesamtcholesterin fasst LDL, HDL und weitere Fraktionen zusammen.

TestvoraussetzungenNüchtern empfohlen (12 Stunden)
Referenzbereichunter 200 mg/dl
Testintervallalle 12 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Der Wert dient als schneller Überblick über den Fettstoffwechsel. Für die Risikoeinschätzung ist jedoch die Aufteilung in LDL und HDL entscheidend – ein normales Gesamtcholesterin kann ein ungünstiges Verhältnis verdecken.

Zu hoher Wert

Ursachen sind genetische Veranlagung, Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel und eine Schilddrüsenunterfunktion.

Zu niedriger Wert

Sehr niedrige Werte finden sich bei Schilddrüsenüberfunktion, schweren Lebererkrankungen oder Mangelernährung.

Häufige Fragen

Ist ein niedriges Gesamtcholesterin automatisch gut?
Nein. Entscheidend ist die Zusammensetzung. Ein niedriges Gesamtcholesterin bei gleichzeitig sehr niedrigem HDL ist ungünstiger als ein etwas höherer Wert mit gutem HDL-Anteil.

Glutamin macht rund 60 Prozent des freien Aminosäurepools der Muskulatur aus und ist die häufigste Aminosäure im Blut. Zellen der Darmschleimhaut und des Immunsystems nutzen sie als bevorzugten Brennstoff. Bei starker Belastung, Verletzungen oder Infekten steigt der Verbrauch so stark an, dass die Eigenproduktion nicht mehr genügt – Glutamin gilt dann als bedingt essenziell.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereich420–700 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Bei Sportlerinnen und Sportlern mit hoher Trainingslast, bei wiederkehrenden Infekten und bei Darmbeschwerden zeigt der Glutaminwert, ob dieser zentrale Brennstoff ausreichend zur Verfügung steht.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte sind meist unbedenklich.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte finden sich bei Übertraining, nach Operationen, bei schweren Infekten und bei chronischen Darmerkrankungen.

Häufige Fragen

Warum sinkt Glutamin bei Übertraining?
Intensive Belastung erhöht den Verbrauch in Immun- und Darmzellen über die Neubildungsrate hinaus. Ein niedriger Wert gilt daher als möglicher Hinweis auf eine Überlastung.

Glutaminsäure ist der mengenmäßig bedeutendste erregende Neurotransmitter im Zentralnervensystem und zugleich ein zentraler Umschlagplatz im Stoffwechsel: Über sie werden Stickstoffgruppen zwischen Aminosäuren übertragen. Aus Glutaminsäure entstehen unter anderem Glutamin, GABA und ein Baustein des Glutathions.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereich20–110 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Der Wert ergänzt die Beurteilung des Aminosäureprofils und gibt Hinweise auf das Gleichgewicht zwischen erregenden und dämpfenden Systemen.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte finden sich bei Lebererkrankungen und bei gestörtem Ammoniakstoffwechsel.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte sind selten und meist ohne eigenständige Bedeutung.

Häufige Fragen

Ist Glutaminsäure dasselbe wie der Geschmacksverstärker?
Der Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat ist das Natriumsalz der Glutaminsäure. Die Aminosäure selbst kommt natürlicherweise in fast allen eiweißhaltigen Lebensmitteln vor.

Glycin ist die einfachste Aminosäure und macht rund ein Drittel des Kollagens aus – damit ist sie der mengenmäßig wichtigste Baustein von Haut, Sehnen, Knorpel und Bindegewebe. Zusammen mit Cystein und Glutamat bildet der Körper daraus Glutathion, das wichtigste körpereigene Antioxidans. Im Nervensystem wirkt Glycin beruhigend.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereich150–400 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Obwohl der Körper Glycin selbst herstellen kann, reicht die Eigenproduktion bei hohem Bedarf oft nicht aus. Der Wert ist bei Fragen zu Bindegewebe, Entgiftungsleistung und Schlafqualität aufschlussreich.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte sind meist unbedenklich.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte finden sich bei erhöhtem Verbrauch durch Entgiftungsprozesse, bei Kollagenaufbau nach Verletzungen und bei einseitiger Ernährung.

Häufige Fragen

Warum gilt Glycin als Longevity-Aminosäure?
Glycin ist Vorstufe von Glutathion und zentral für den Kollagenaufbau. Beide Systeme lassen mit dem Alter nach, weshalb Glycin in der Alternsforschung besondere Aufmerksamkeit erhält.

Verwandte Marker

Die GPT, international ALT genannt, ist ein Enzym, das fast ausschließlich in den Leberzellen vorkommt. Werden Leberzellen geschädigt, tritt es in den Blutkreislauf über. Weil GPT so stark auf die Leber konzentriert ist, gilt sie als der spezifischste der klassischen Leberwerte.

TestvoraussetzungenKein intensives Training 2–3 Tage vorher
ReferenzbereichFrauen bis 35 U/l, Männer bis 50 U/l
Testintervallalle 12 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

GPT ist der empfindlichste Frühindikator für eine Leberbelastung. Sie steigt oft schon an, bevor Beschwerden auftreten – etwa bei einer Fettleber, bei regelmäßigem Alkoholkonsum oder bei einer Virushepatitis.

Zu hoher Wert

Häufigste Ursache leicht erhöhter Werte ist heute die nicht-alkoholische Fettleber. Weitere Gründe sind Alkohol, bestimmte Medikamente, Virushepatitiden und sehr intensives Krafttraining.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte haben in der Regel keinen Krankheitswert.

Häufige Fragen

Was bedeutet ein erhöhter GPT-Wert?
Er weist auf eine Schädigung oder Belastung der Leberzellen hin. Die häufigste Ursache in Deutschland ist die Fettleber, gefolgt von Alkohol und Medikamenten.

Wie kann man die Leberwerte senken?
Wirksam sind Alkoholverzicht, Gewichtsreduktion bei Übergewicht, mehr Bewegung und das Überprüfen von Medikamenten und Supplementen.

Verwandte Marker

Wenn Zucker im Blut ist, lagert er sich an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin an. Weil rote Blutkörperchen etwa 120 Tage leben, lässt sich am Anteil des so verzuckerten Hämoglobins ablesen, wie hoch der Blutzucker in den vergangenen zwei bis drei Monaten im Mittel war.

TestvoraussetzungenKeine besonderen Voraussetzungen
Referenzbereichunter 5,7 % (Prädiabetes 5,7–6,4 %, Diabetes ab 6,5 %)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Vollblut

Warum wird dieser Wert gemessen?

Anders als der Nüchternblutzucker ist der HbA1c unabhängig von einer einzelnen Mahlzeit und von der Tagesform. Er ist damit der zentrale Wert zur Erkennung eines Prädiabetes und zur Verlaufskontrolle bei Diabetes.

Zu hoher Wert

Werte ab 5,7 Prozent gelten als Prädiabetes, Werte ab 6,5 Prozent erfüllen das Kriterium für einen Diabetes mellitus. Auch eine Eisenmangelanämie kann den Wert leicht anheben.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte sind meist unauffällig. Bei verkürzter Lebensdauer der roten Blutkörperchen kann der Wert falsch niedrig ausfallen.

Häufige Fragen

Muss man für den HbA1c nüchtern sein?
Nein. Der HbA1c kann zu jeder Tageszeit und unabhängig von Mahlzeiten bestimmt werden – das ist einer seiner großen Vorteile gegenüber dem Nüchternblutzucker.

Wie schnell verändert sich der HbA1c?
Da er einen Durchschnitt über mehrere Wochen abbildet, zeigt sich eine Lebensstiländerung erst nach etwa acht bis zwölf Wochen deutlich im Wert.

HDL nimmt Cholesterin aus den Geweben und aus den Gefäßwänden auf und bringt es zur Leber zurück, wo es abgebaut wird. Dieser Rücktransport ist der Grund für die Bezeichnung gutes Cholesterin.

TestvoraussetzungenNüchtern empfohlen (12 Stunden)
ReferenzbereichFrauen über 45 mg/dl, Männer über 40 mg/dl
Testintervallalle 12 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

HDL wird gemeinsam mit LDL und Triglyceriden als Teil des Lipidprofils bestimmt und fließt in gängige Risikorechner für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein.

Zu hoher Wert

Höhere Werte galten lange pauschal als günstig. Sehr hohe Werte über 90 mg/dl bringen nach heutigem Kenntnisstand allerdings keinen zusätzlichen Schutz.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte gelten als eigenständiger Risikofaktor. Sie treten häufig gemeinsam mit Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen und erhöhten Triglyceriden auf.

Häufige Fragen

Wie kann man das HDL erhöhen?
Am wirksamsten sind regelmäßige Ausdauerbewegung, Rauchverzicht und Gewichtsreduktion. Medikamente, die gezielt das HDL anheben, haben in Studien keinen Nutzen gezeigt.

Was ist wichtiger, HDL oder LDL?
Für die Risikoeinschätzung ist das LDL der entscheidende und behandelbare Wert. Das HDL wird ergänzend betrachtet, ist aber kein eigenständiges Behandlungsziel.

Histidin ist für Kinder essenziell und auch bei Erwachsenen nur begrenzt herstellbar. Aus ihm entsteht Histamin, der zentrale Botenstoff bei allergischen Reaktionen, in der Magensäureproduktion und in der Nervenübertragung. Histidin ist außerdem Bestandteil des Hämoglobins und puffert Säuren in der Muskulatur.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereich60–120 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Niedrige Werte werden mit Blutarmut und mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Der Wert ergänzt die Beurteilung von Eisenstatus und Entzündungsmarkern.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte sind selten und meist ernährungsbedingt.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte finden sich bei chronischen Entzündungen, rheumatischen Erkrankungen und Eisenmangelanämie.

Häufige Fragen

Hat Histidin etwas mit Histaminintoleranz zu tun?
Histidin ist die Vorstufe von Histamin. Bei einer Histaminintoleranz liegt das Problem jedoch im Abbau des Histamins, nicht in der Zufuhr von Histidin.

Verwandte Marker

Nur etwa 20 Prozent des Vitamin B12 im Blut sind an Transcobalamin gebunden und können tatsächlich in die Zellen aufgenommen werden. Genau diesen verwertbaren Anteil misst das Holo-Transcobalamin. Der Rest zirkuliert an ein anderes Protein gebunden und steht dem Stoffwechsel nicht zur Verfügung.

TestvoraussetzungenB12-Präparate mehrere Tage vorher pausieren
Referenzbereichüber 50 pmol/l
Testintervallalle 12 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Holo-TC ist der früheste Marker eines B12-Mangels und fällt bereits ab, wenn das Gesamt-B12 noch im Normbereich liegt. Damit lässt sich gegensteuern, bevor Nervenschäden entstehen.

Zu hoher Wert

Hohe Werte sind unbedenklich und entstehen meist durch Supplementierung.

Zu niedriger Wert

Werte unter 35 pmol/l sprechen für einen Mangel, Werte zwischen 35 und 50 pmol/l gelten als Graubereich und werden meist durch Methylmalonsäure oder Homocystein ergänzt.

Häufige Fragen

Was ist besser: Gesamt-B12 oder Holo-TC?
Holo-TC misst den biologisch aktiven Anteil und erkennt einen Mangel deutlich früher. Das Gesamt-B12 kann trotz beginnendem Mangel noch normal ausfallen.

Homocystein entsteht als Zwischenprodukt beim Abbau der Aminosäure Methionin. Normalerweise wird es rasch weiterverarbeitet – dafür braucht der Körper Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin B6. Fehlt eines dieser Vitamine, staut sich Homocystein an und schädigt die Innenwand der Blutgefäße.

TestvoraussetzungenNüchtern
Referenzbereichunter 10 µmol/l
Testintervallalle 12 Monate
MaterialEDTA-Plasma, sofort gekühlt

Warum wird dieser Wert gemessen?

Erhöhtes Homocystein gilt als eigenständiger Risikofaktor für Gefäßerkrankungen und wird zudem mit kognitivem Abbau in Verbindung gebracht. Der große Vorteil: Ein erhöhter Wert lässt sich mit B-Vitaminen meist gut senken.

Zu hoher Wert

Ursachen sind ein Mangel an Folsäure, B12 oder B6, eine eingeschränkte Nierenfunktion, Rauchen, hoher Kaffeekonsum sowie eine genetische Variante im Folatstoffwechsel.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte sind günstig und ohne Krankheitswert.

Häufige Fragen

Wie senkt man einen erhöhten Homocysteinwert?
In den meisten Fällen wirksam ist die gezielte Gabe von Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin B6 nach vorheriger Bestimmung der jeweiligen Spiegel.

Warum muss die Probe schnell verarbeitet werden?
Nach der Blutabnahme geben die roten Blutkörperchen weiter Homocystein ab. Wird die Probe nicht rasch gekühlt und zentrifugiert, fällt der Wert falsch hoch aus.

Isoleucin gehört wie Leucin und Valin zu den verzweigtkettigen Aminosäuren. Es wird direkt in der Muskulatur verstoffwechselt statt in der Leber und dient dort als schnell verfügbare Energiequelle. Zusätzlich fördert es die Aufnahme von Glukose in die Muskelzelle.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereich40–110 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Isoleucin wird gemeinsam mit Leucin und Valin beurteilt. Das Muster der drei Werte gibt Hinweise auf Eiweißversorgung, Regenerationsfähigkeit und Belastungszustand.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte entstehen durch hohe Eiweißzufuhr oder Supplemente.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte deuten auf eine unzureichende Eiweißversorgung oder eine erhöhte Beanspruchung durch Training hin.

Häufige Fragen

Warum werden die BCAA immer zusammen betrachtet?
Leucin, Isoleucin und Valin teilen sich dieselben Transport- und Abbauwege. Erst das Verhältnis der drei Werte zueinander erlaubt eine sinnvolle Einordnung.

Verwandte Marker

Rund 98 Prozent des Körperkaliums befinden sich im Inneren der Zellen. Das Konzentrationsgefälle nach außen erzeugt die elektrische Spannung, die Nerven- und Muskelzellen zum Arbeiten brauchen – auch die des Herzmuskels. Schon kleine Abweichungen im Blut haben deshalb spürbare Folgen. Die Regulation übernehmen vor allem die Nieren und das Hormon Aldosteron.

TestvoraussetzungenBlutabnahme ohne langes Stauen
Referenzbereich3,5–5,1 mmol/l
Testintervallnach Bedarf
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Kalium ist einer der wenigen Laborwerte, bei denen sowohl zu hohe als auch zu niedrige Werte unmittelbar gefährlich werden können, weil sie Herzrhythmusstörungen auslösen. Typische Beschwerden sind Muskelschwäche, Krämpfe, Verstopfung und Herzstolpern.

Zu hoher Wert

Ursachen sind eine eingeschränkte Nierenfunktion, kaliumsparende Entwässerungsmittel, bestimmte Blutdruckmedikamente sowie ein starker Zellzerfall. Auch eine zu lange gestaute Blutabnahme kann falsch hohe Werte verursachen.

Zu niedriger Wert

Ursachen sind entwässernde Medikamente, anhaltendes Erbrechen oder Durchfall, Abführmittelmissbrauch, hoher Schweißverlust sowie ein Magnesiummangel, der einen Kaliummangel oft aufrechterhält.

Häufige Fragen

Welche Lebensmittel enthalten viel Kalium?
Reich an Kalium sind Bananen, Aprikosen, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Nüsse, Spinat und Tomatenmark. Bei eingeschränkter Nierenfunktion sollte die Zufuhr ärztlich abgestimmt werden.

Warum hängen Kalium und Magnesium zusammen?
Ein Magnesiummangel führt dazu, dass die Niere vermehrt Kalium ausscheidet. Ein Kaliummangel lässt sich deshalb oft erst dauerhaft beheben, wenn auch der Magnesiumhaushalt ausgeglichen ist.

Verwandte Marker

Kupfer wird für die Aufnahme und den Einbau von Eisen in den roten Blutfarbstoff gebraucht. Außerdem ist es Bestandteil von Enzymen, die Bindegewebe und Gefäßwände stabilisieren, Pigmente bilden und Nervenzellen schützen. Der Transport im Blut erfolgt überwiegend gebunden an das Protein Coeruloplasmin.

TestvoraussetzungenKeine besonderen Voraussetzungen
Referenzbereich11–22 µmol/l
Testintervallalle 12 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Ein Kupfermangel kann eine Blutarmut verursachen, die sich mit Eisen allein nicht beheben lässt. Er tritt vor allem bei dauerhaft hoher Zinkeinnahme und nach Magen-Darm-Operationen auf.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte finden sich bei Entzündungen, in der Schwangerschaft, unter Einnahme östrogenhaltiger Präparate sowie bei Lebererkrankungen.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte entstehen durch hoch dosierte Zinkpräparate, durch chronische Darmerkrankungen oder nach bariatrischen Eingriffen.

Häufige Fragen

Warum werden Kupfer und Zink gemeinsam betrachtet?
Beide Spurenelemente konkurrieren im Darm um dieselben Transportwege. Eine dauerhaft hohe Zinkzufuhr kann deshalb einen Kupfermangel auslösen – das Verhältnis der beiden Werte ist aussagekräftiger als jeder Einzelwert.

Verwandte Marker

LDL transportiert Cholesterin von der Leber in die Gewebe. Ist zu viel davon im Blut, lagert es sich in den Gefäßwänden ab und bildet dort Plaques – der Beginn einer Arteriosklerose. Deshalb wird LDL umgangssprachlich als das schlechte Cholesterin bezeichnet.

TestvoraussetzungenNüchtern empfohlen (12 Stunden)
Referenzbereichrisikoabhängig: unter 116 mg/dl bei niedrigem, unter 70 mg/dl bei hohem Risiko
Testintervallalle 12 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Der Zusammenhang zwischen LDL-Höhe und Herz-Kreislauf-Risiko ist einer der am besten belegten in der Medizin. Der Zielwert ist dabei nicht für alle gleich, sondern richtet sich nach dem persönlichen Gesamtrisiko.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte entstehen durch genetische Veranlagung, Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel sowie durch eine Schilddrüsenunterfunktion. Sehr hohe Werte können auf eine familiäre Hypercholesterinämie hindeuten.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte gelten für Herz und Gefäße als günstig und sind in der Regel unbedenklich.

Häufige Fragen

Gibt es einen allgemeinen LDL-Normwert?
Nein. Der sinnvolle Zielwert hängt vom gesamten kardiovaskulären Risiko ab. Wer bereits einen Herzinfarkt hatte, braucht einen deutlich niedrigeren Wert als eine gesunde junge Person.

Wie lässt sich LDL senken?
Wirksam sind der Austausch gesättigter durch ungesättigte Fette, mehr Ballaststoffe, Gewichtsreduktion und Bewegung. Reicht das nicht aus, kommen medikamentöse Optionen infrage.

Leucin ist eine essenzielle, verzweigtkettige Aminosäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Es ist nicht nur Baustein für Muskelprotein, sondern zugleich Signalstoff: Leucin aktiviert den mTOR-Signalweg, der die Muskelproteinsynthese in Gang setzt. Damit ist es die entscheidende Aminosäure für den Anabolismus.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden; Proteinshakes 24 Stunden vorher meiden
Referenzbereich75–200 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Der Leucinstatus zeigt, ob die Eiweißversorgung für Muskelaufbau und Regeneration ausreicht. Relevant ist das besonders bei intensivem Training, im höheren Alter und bei pflanzenbetonter Ernährung.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte entstehen durch hohe Eiweißzufuhr oder Supplemente. Dauerhaft erhöhte verzweigtkettige Aminosäuren werden mit Insulinresistenz in Verbindung gebracht.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte finden sich bei zu geringer Eiweißzufuhr, in Phasen starker Belastung und bei Resorptionsstörungen im Darm.

Häufige Fragen

Wie viel Leucin braucht man für den Muskelaufbau?
Als Schwelle gelten etwa 2,5 bis 3 Gramm Leucin pro Mahlzeit, um die Muskelproteinsynthese anzustoßen. Diese Menge steckt in rund 25 bis 30 Gramm hochwertigem Protein.

Verwandte Marker

LH stammt wie FSH aus der Hirnanhangsdrüse. Bei Frauen führt ein steiler LH-Anstieg in der Zyklusmitte zum Eisprung – genau diesen Anstieg messen auch Ovulationstests aus der Apotheke. Bei Männern regt LH die Leydig-Zellen im Hoden zur Testosteronbildung an.

TestvoraussetzungenBei Frauen: Abnahme am 3. bis 5. Zyklustag
ReferenzbereichFrauen zyklusabhängig 2–12 IU/l, Männer 1,7–8,6 IU/l
Testintervallnach Bedarf
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Beim Mann klärt LH gemeinsam mit dem Testosteron, wo die Ursache eines Mangels liegt: Ist LH hoch, liegt das Problem im Hoden. Ist LH niedrig, liegt es in der übergeordneten Steuerung. Bei Frauen hilft das Verhältnis von LH zu FSH bei der Einordnung eines PCO-Syndroms.

Zu hoher Wert

Bei Frauen physiologisch zur Zyklusmitte, dauerhaft erhöht in den Wechseljahren und häufig beim PCO-Syndrom. Bei Männern spricht ein hohes LH bei niedrigem Testosteron für eine Störung im Hoden.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte deuten auf eine Störung der Hirnanhangsdrüse hin – etwa bei erhöhtem Prolaktin, starkem Untergewicht oder unter Anwendung von Testosteronpräparaten.

Häufige Fragen

Was bedeutet ein hohes LH-FSH-Verhältnis?
Ein deutlich über FSH liegendes LH kann auf ein PCO-Syndrom hindeuten. Für die Diagnose sind zusätzlich Ultraschall und weitere Hormonwerte nötig.

Verwandte Marker

Lipoprotein (a) ist ein LDL-ähnliches Partikel mit einem zusätzlichen Eiweißanhang. Seine Konzentration ist zu über 90 Prozent erblich festgelegt und bleibt lebenslang weitgehend konstant. Es fördert sowohl die Verkalkung der Gefäße als auch die Bildung von Blutgerinnseln.

TestvoraussetzungenKeine besonderen Voraussetzungen
Referenzbereichunter 30 mg/dl
Testintervalleinmalig ausreichend
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Lp(a) erklärt einen Teil der Herzinfarkte bei Menschen mit ansonsten unauffälligen Werten. Weil der Spiegel konstant bleibt, genügt in der Regel eine einzige Messung im Leben – sie hat aber weitreichende Konsequenzen für die Vorsorge.

Zu hoher Wert

Etwa jeder fünfte Mensch hat erhöhte Werte. Da sie sich durch Lebensstil kaum beeinflussen lassen, richtet sich die Behandlung darauf, alle übrigen Risikofaktoren – insbesondere das LDL – konsequenter zu senken.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte gelten als günstig und erfordern keine Maßnahmen.

Häufige Fragen

Warum wird Lp(a) nur einmal gemessen?
Der Wert ist genetisch bestimmt und schwankt im Leben kaum. Eine einmalige Bestimmung reicht deshalb aus, um das lebenslange Risiko einzuordnen.

Kann man Lp(a) senken?
Durch Ernährung oder Sport praktisch nicht. Deshalb liegt der Fokus auf den beeinflussbaren Faktoren. Medikamente, die gezielt Lp(a) senken, befinden sich in der Entwicklung.

Lysin ist eine essenzielle Aminosäure und zentraler Baustein von Kollagen – dem Gerüsteiweiß in Haut, Sehnen, Bändern und Knochen. Zusammen mit Methionin bildet der Körper daraus Carnitin, das Fettsäuren zur Energiegewinnung in die Mitochondrien schleust. Lysin fördert außerdem die Calciumaufnahme aus dem Darm.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereich120–280 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Getreide enthält wenig Lysin, weshalb es bei getreidebetonter oder veganer Ernährung die begrenzende Aminosäure sein kann. Der Wert zeigt, ob die Bausteine für Bindegewebe und Knochen ausreichen.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte sind meist ernährungs- oder supplementbedingt.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte finden sich bei getreidebetonter Kost, veganer Ernährung ohne Hülsenfrüchte und bei erhöhtem Bedarf in Wachstums- oder Regenerationsphasen.

Häufige Fragen

Welche Lebensmittel liefern viel Lysin?
Reich an Lysin sind Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte und Hülsenfrüchte. Getreide ist vergleichsweise arm daran.

Magnesium ist an sehr vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt, unter anderem an der Energiegewinnung, der Muskelentspannung und der Reizweiterleitung in den Nerven. Der größte Teil sitzt in Knochen und Zellen, im Blut zirkuliert nur etwa ein Prozent des Gesamtbestands.

TestvoraussetzungenKeine besonderen Voraussetzungen
Referenzbereich0,75–1,05 mmol/l
Testintervallalle 6 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Typische Beschwerden bei Mangel sind Muskelkrämpfe, Verspannungen, Lidzucken, innere Unruhe und Herzstolpern. Sportlerinnen und Sportler verlieren zudem messbare Mengen über den Schweiß.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte sind selten und entstehen meist bei eingeschränkter Nierenfunktion oder durch hoch dosierte Präparate.

Zu niedriger Wert

Ursachen sind einseitige Ernährung, Alkohol, chronischer Durchfall, entwässernde Medikamente, Magensäureblocker sowie hohe Verluste über den Schweiß.

Häufige Fragen

Warum ist mein Magnesiumwert normal, obwohl ich Symptome habe?
Im Blut zirkuliert nur rund ein Prozent des Gesamtmagnesiums. Der Körper hält diesen Wert konstant, indem er Magnesium aus den Knochen freisetzt – ein Mangel im Gewebe kann daher trotz normalem Serumwert bestehen.

Wann nimmt man Magnesium am besten ein?
Die Einnahme am Abend wird häufig empfohlen, weil Magnesium muskelentspannend wirkt. Entscheidend ist vor allem die Regelmäßigkeit.

Verwandte Marker

Methionin ist eine essenzielle, schwefelhaltige Aminosäure und steht am Anfang jeder Proteinsynthese. Aus ihr entsteht SAM, der wichtigste Methylgruppen-Überträger des Körpers, der an der Regulation von Genen, an der Bildung von Botenstoffen und an Entgiftungsprozessen beteiligt ist. Beim Abbau entsteht Homocystein.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereich15–45 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Methionin steht in direktem Zusammenhang mit dem Homocysteinspiegel und dem Bedarf an Folsäure, B12 und B6. Der Wert hilft, Störungen im Methylierungsstoffwechsel einzuordnen.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte finden sich bei sehr eiweißreicher Ernährung und bei bestimmten Lebererkrankungen.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte deuten auf eine unzureichende Eiweißversorgung hin.

Häufige Fragen

Hängen Methionin und Homocystein zusammen?
Ja, direkt. Homocystein entsteht beim Abbau von Methionin. Fehlen Folsäure, B12 oder B6, staut sich Homocystein an.

Natrium ist das mengenmäßig bedeutendste positiv geladene Teilchen im Raum zwischen den Zellen. Es bestimmt, wie viel Wasser der Körper im Kreislauf hält, und ist damit direkt an der Regulation von Blutvolumen und Blutdruck beteiligt. Gemeinsam mit Kalium erzeugt Natrium außerdem die elektrische Spannung an den Zellmembranen, ohne die weder Nerven noch Muskeln arbeiten können. Der Spiegel wird von den Nieren und dem Hormon ADH sehr eng geregelt.

TestvoraussetzungenKeine besonderen Voraussetzungen
Referenzbereich135–145 mmol/l
Testintervallnach Bedarf
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Der Natriumwert zeigt, ob Wasser- und Salzhaushalt im Gleichgewicht sind. Abweichungen entstehen oft schleichend und äußern sich unspezifisch durch Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Muskelschwäche.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte entstehen fast immer durch Flüssigkeitsmangel – etwa bei zu geringer Trinkmenge, starkem Schwitzen, Fieber oder Durchfall. Seltener stecken hormonelle Ursachen dahinter.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte sind die häufigste Elektrolytstörung überhaupt. Ursachen sind entwässernde Medikamente, Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen, sehr hohe Trinkmengen bei Ausdauersport sowie bestimmte Antidepressiva.

Häufige Fragen

Was bedeutet ein niedriger Natriumwert?
Meist liegt kein Salzmangel vor, sondern ein Wasserüberschuss – das Natrium ist verdünnt. Häufige Auslöser sind entwässernde Medikamente oder sehr große Trinkmengen bei langen Ausdauerbelastungen.

Kann ich den Natriumwert über die Ernährung steuern?
Nur begrenzt. Gesunde Nieren gleichen Schwankungen der Salzzufuhr sehr zuverlässig aus. Der Blutwert sagt daher wenig über den Salzkonsum aus.

Verwandte Marker

Ornithin wird nicht in Proteine eingebaut, sondern ist die Drehscheibe des Harnstoffzyklus: Es nimmt Ammoniak auf, das beim Eiweißabbau entsteht, und ermöglicht dessen Umwandlung in ungiftigen Harnstoff. Ammoniak ist besonders für das Gehirn schädlich, weshalb dieser Kreislauf lebenswichtig ist.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereich30–110 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Bei sehr eiweißreicher Ernährung, bei Lebererkrankungen und bei belastungsbedingter Ermüdung zeigt Ornithin, ob die Ammoniakentgiftung mit dem Anfall Schritt hält.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte finden sich bei Störungen des Harnstoffzyklus.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte deuten auf einen erhöhten Verbrauch bei hoher Eiweißlast hin.

Häufige Fragen

Wie hängen Ornithin, Citrullin und Arginin zusammen?
Alle drei sind Stationen desselben Harnstoffzyklus. Sie wandeln sich ineinander um und werden deshalb gemeinsam beurteilt.

Verwandte Marker

Phenylalanin ist eine essenzielle Aminosäure, die der Körper zu Tyrosin umwandelt. Aus Tyrosin entstehen anschließend die Botenstoffe Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin sowie die Schilddrüsenhormone. Damit steht Phenylalanin am Anfang einer Kette, die Antrieb, Wachheit und Stressreaktion steuert.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereich35–85 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Das Verhältnis von Phenylalanin zu Tyrosin zeigt, ob die Umwandlung funktioniert. Eine Störung kann Antrieb und Konzentration beeinträchtigen.

Zu hoher Wert

Deutlich erhöhte Werte finden sich bei der angeborenen Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie, die im Neugeborenenscreening erfasst wird.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte sprechen für eine unzureichende Eiweißzufuhr.

Häufige Fragen

Was ist Phenylketonurie?
Eine angeborene Stoffwechselerkrankung, bei der Phenylalanin nicht zu Tyrosin umgewandelt werden kann. Sie wird in Deutschland im Neugeborenenscreening erkannt und erfordert eine lebenslange Diät.

Verwandte Marker

Phosphat bildet gemeinsam mit Calcium die harte Substanz von Knochen und Zähnen. Darüber hinaus steckt es in jedem ATP-Molekül, der universellen Energiewährung der Zelle, sowie in der Erbsubstanz und in allen Zellmembranen. Der Spiegel wird eng mit dem Calciumhaushalt abgestimmt.

TestvoraussetzungenNüchtern empfohlen
Referenzbereich0,84–1,45 mmol/l
Testintervallalle 12 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Phosphat ergänzt die Beurteilung von Calcium, Vitamin D und Nierenfunktion. Auffällige Werte sind ein früher Hinweis auf Störungen im Knochen- und Mineralstoffwechsel.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte finden sich vor allem bei eingeschränkter Nierenfunktion, da Phosphat dann nicht mehr ausreichend ausgeschieden wird.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte entstehen bei Vitamin-D-Mangel, Alkoholabhängigkeit, schweren Mangelernährungszuständen oder durch phosphatbindende Medikamente.

Häufige Fragen

Nehme ich über Fertigprodukte zu viel Phosphat auf?
Phosphatzusätze in verarbeiteten Lebensmitteln und Cola-Getränken werden deutlich besser aufgenommen als natürliches Phosphat. Bei gesunden Nieren ist das meist unproblematisch, bei Nierenschwäche jedoch relevant.

Verwandte Marker

Progesteron entsteht nach dem Eisprung im Gelbkörper, der aus dem entleerten Eibläschen hervorgeht. Es bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf eine Einnistung vor, hält eine bestehende Schwangerschaft aufrecht und wirkt beruhigend auf das Nervensystem. Bleibt der Eisprung aus, bleibt auch der Progesteronanstieg aus.

TestvoraussetzungenAbnahme etwa 7 Tage nach dem Eisprung (bei 28-Tage-Zyklus um Tag 21)
Referenzbereichmittlere Lutealphase: über 3 ng/ml belegt einen Eisprung, über 10 ng/ml spricht für eine ausreichende Gelbkörperfunktion
Testintervallnach Bedarf
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Ein Progesteronwert etwa sieben Tage nach dem Eisprung ist der einfachste Beleg dafür, dass tatsächlich ein Eisprung stattgefunden hat. Bei Kinderwunsch, Zyklusstörungen und prämenstruellen Beschwerden ist das die zentrale Information.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte sind in der zweiten Zyklushälfte und in der Schwangerschaft normal.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte in der zweiten Zyklushälfte sprechen für einen ausgebliebenen Eisprung oder eine Gelbkörperschwäche. Häufige Auslöser sind Stress, Untergewicht, Leistungssport, Schilddrüsenstörungen und das PCO-Syndrom.

Häufige Fragen

Wann wird Progesteron gemessen?
Rund sieben Tage nach dem Eisprung, bei einem 28-Tage-Zyklus also etwa an Tag 21. Bei längeren oder unregelmäßigen Zyklen verschiebt sich der Zeitpunkt entsprechend.

Was bedeutet ein niedriges Progesteron?
Meist hat kein Eisprung stattgefunden oder der Gelbkörper arbeitet nicht ausreichend. Beides ist eine häufige und gut abklärbare Ursache für unerfüllten Kinderwunsch.

Verwandte Marker

Prolaktin wird in der Hirnanhangsdrüse gebildet und regt nach der Geburt die Milchbildung an. Außerhalb von Schwangerschaft und Stillzeit bremst ein erhöhter Spiegel die Ausschüttung von FSH und LH – und damit die gesamte Sexualhormonachse. Der Wert reagiert empfindlich auf Stress, Schlaf und körperliche Belastung.

TestvoraussetzungenMorgens, ausgeruht, mindestens 20 Minuten sitzend vor der Abnahme; kein Sport und kein Geschlechtsverkehr am Vortag
ReferenzbereichFrauen unter 25 ng/ml, Männer unter 18 ng/ml
Testintervallnach Bedarf
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Ein erhöhtes Prolaktin ist eine häufige und gut behandelbare Ursache für ausbleibende Regelblutungen, unerfüllten Kinderwunsch und Libidoverlust – bei Frauen wie bei Männern.

Zu hoher Wert

Ursachen sind Stress, bestimmte Medikamente wie Neuroleptika und Magenmittel, eine Schilddrüsenunterfunktion sowie gutartige Tumoren der Hirnanhangsdrüse.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte haben in der Regel keinen Krankheitswert.

Häufige Fragen

Warum muss man vor der Prolaktin-Messung ruhen?
Prolaktin steigt bei Stress, körperlicher Anstrengung und sogar durch die Blutabnahme selbst an. Eine Ruhephase von mindestens 20 Minuten verhindert falsch hohe Werte.

Was tun bei erhöhtem Prolaktin?
Zunächst wird die Messung unter optimalen Bedingungen wiederholt und die Schilddrüse überprüft. Bestätigt sich der Wert, folgt eine ärztliche Abklärung der Hirnanhangsdrüse.

Verwandte Marker

Prolin ist eine nicht-essenzielle Aminosäure mit einer besonderen Ringstruktur, die dem Kollagen seine charakteristische Stabilität verleiht. Für den Einbau wird Prolin zu Hydroxyprolin umgewandelt – ein Schritt, der zwingend Vitamin C erfordert. Ohne ausreichend Vitamin C bleibt das Kollagen instabil.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereich120–400 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Bei Fragen zu Hautalterung, Gelenkbeschwerden, Wundheilung und Gefäßelastizität zeigt Prolin, ob die Bausteine für den Kollagenaufbau vorhanden sind.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte sind meist unbedenklich.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte finden sich bei erhöhtem Bedarf in Heilungsphasen und bei eiweißarmer Ernährung.

Häufige Fragen

Warum braucht Kollagenaufbau Vitamin C?
Vitamin C ist nötig, um Prolin in Hydroxyprolin umzuwandeln. Erst diese Form gibt dem Kollagen seine Zugfestigkeit – der Grund, warum Vitamin-C-Mangel früher zu Skorbut führte.

Das prostataspezifische Antigen ist ein Eiweiß, das ausschließlich in der Prostata gebildet wird und normalerweise das Ejakulat verflüssigt. Ein kleiner Teil gelangt ins Blut. Wächst oder entzündet sich die Prostata oder entsteht dort ein Tumor, steigt der messbare Anteil im Blut an.

Testvoraussetzungen48 Stunden vorher kein Radfahren, kein Geschlechtsverkehr, keine Tastuntersuchung
Referenzbereichunter 4 ng/ml (altersabhängig)
Testintervallalle 12 Monate ab 45 Jahren
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

PSA ist der einzige breit verfügbare Wert zur Früherkennung von Prostatakrebs. Er ist organspezifisch, aber nicht krebsspezifisch – erhöhte Werte haben häufig harmlose Ursachen. Aussagekräftiger als ein Einzelwert ist die Entwicklung über die Zeit.

Zu hoher Wert

Neben einem Tumor kommen eine gutartige Vergrößerung, eine Entzündung der Prostata, Radfahren, Geschlechtsverkehr oder eine Tastuntersuchung kurz vor der Blutabnahme als Ursache infrage.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte gelten als unauffällig. Bestimmte Medikamente gegen gutartige Prostatavergrößerung halbieren den PSA-Wert – das muss bei der Beurteilung berücksichtigt werden.

Häufige Fragen

Bedeutet ein erhöhter PSA-Wert Krebs?
Nein. Die meisten erhöhten Werte haben harmlose Ursachen wie eine gutartige Vergrößerung oder eine Entzündung. Ein auffälliger Wert sollte kontrolliert und urologisch abgeklärt werden.

Ab wann sollte man PSA bestimmen lassen?
Fachgesellschaften empfehlen ein Angebot ab 45 Jahren, bei familiärer Vorbelastung ab 40 Jahren. Die Entscheidung sollte nach ärztlicher Aufklärung getroffen werden.

Selen ist Bestandteil von Enzymen, die Zellen vor oxidativem Stress schützen. Besonders wichtig ist es für die Schilddrüse: Die Umwandlung des Speicherhormons T4 in das aktive T3 ist selenabhängig, und das Organ enthält die höchste Selenkonzentration des gesamten Körpers. Die Böden in Mitteleuropa sind selenarm, weshalb die Zufuhr über pflanzliche Lebensmittel hier geringer ausfällt als in anderen Regionen.

TestvoraussetzungenKeine besonderen Voraussetzungen
Referenzbereich70–130 µg/l
Testintervallalle 6 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Ein Selenmangel kann die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen und autoimmune Prozesse begünstigen. Auch das Immunsystem und die Fruchtbarkeit sind auf eine ausreichende Versorgung angewiesen.

Zu hoher Wert

Sehr hohe Werte entstehen durch überdosierte Präparate und können zu Haarausfall, brüchigen Nägeln und einem knoblauchartigen Atemgeruch führen. Der Abstand zwischen Bedarf und Zuviel ist bei Selen vergleichsweise gering.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte finden sich bei rein pflanzlicher Ernährung, chronischen Darmerkrankungen und bei Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen.

Häufige Fragen

Welche Lebensmittel enthalten viel Selen?
Paranüsse enthalten mit Abstand am meisten, dazu Fisch, Eier, Fleisch und Innereien. Bei Paranüssen genügen wenige Stück pro Woche – mehr kann bereits in den Überdosierungsbereich führen.

Hilft Selen bei Hashimoto?
Studien zeigen, dass eine Selengabe bei nachgewiesenem Mangel die Antikörperspiegel senken kann. Eine Einnahme ohne vorherige Messung ist wegen der geringen therapeutischen Breite nicht sinnvoll.

Verwandte Marker

Serin kann vom Körper selbst gebildet werden und ist Ausgangsstoff für Phospholipide, die Bestandteil jeder Zellmembran und besonders der Nervenzellhüllen sind. Im Folatstoffwechsel liefert Serin die Methylgruppen, die für den Abbau von Homocystein und die Regulation von Genen gebraucht werden. Zudem entsteht daraus Glycin.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereich70–180 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Serin verbindet Nervenstoffwechsel und Methylierung. Auffällige Werte helfen, Störungen in diesen eng verknüpften Systemen einzuordnen.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte sind selten und meist ohne eigenständige Bedeutung.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte können auf einen erhöhten Verbrauch im Methylierungsstoffwechsel hinweisen.

Häufige Fragen

Wie hängen Serin und Glycin zusammen?
Der Körper kann Serin und Glycin ineinander umwandeln. Beide Werte werden deshalb gemeinsam betrachtet.

Verwandte Marker

SHBG wird in der Leber gebildet und bindet Testosteron und Östradiol im Blut. Gebundene Hormone sind für die Zellen nicht verfügbar. Damit bestimmt SHBG maßgeblich mit, wie stark die Hormonwirkung im Körper tatsächlich ausfällt – zwei Menschen mit identischem Testosteronwert können sich völlig unterschiedlich fühlen, wenn ihr SHBG verschieden hoch ist.

TestvoraussetzungenBlutabnahme morgens
ReferenzbereichMänner 18–54 nmol/l, Frauen 32–128 nmol/l
Testintervallalle 6 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Ohne SHBG lässt sich das freie Testosteron nicht berechnen. Zusätzlich ist der Wert ein empfindlicher Indikator für Insulinresistenz: Ein niedriges SHBG geht dem Typ-2-Diabetes oft Jahre voraus.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte finden sich bei Schilddrüsenüberfunktion, Lebererkrankungen, im höheren Alter, bei Östrogeneinnahme und in der Schwangerschaft.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte treten bei Übergewicht, Insulinresistenz, Schilddrüsenunterfunktion und beim PCO-Syndrom auf.

Häufige Fragen

Was bedeutet ein niedriges SHBG?
Es ist häufig ein früher Hinweis auf eine Insulinresistenz und tritt typischerweise gemeinsam mit Übergewicht und erhöhten Triglyceriden auf.

Warum brauche ich SHBG, wenn Testosteron schon gemessen wurde?
Weil erst SHBG zeigt, welcher Anteil des Testosterons überhaupt wirken kann. Ohne diesen Wert bleibt das Gesamttestosteron oft irreführend.

Verwandte Marker

Taurin ist streng genommen keine klassische Aminosäure, da es nicht in Proteine eingebaut wird. Es liegt frei in den Zellen vor, besonders in Herz, Muskulatur, Netzhaut und Nervensystem. Dort stabilisiert es Zellmembranen, reguliert den Calciumhaushalt und schützt vor oxidativem Stress. Zudem wird es für die Bildung von Gallensäuren gebraucht.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden; keine Energydrinks am Vortag
Referenzbereich40–120 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Der Taurinspiegel sinkt mit dem Alter deutlich, weshalb der Wert in der Alternsforschung besondere Aufmerksamkeit erhält. Auch bei Herzgesundheit und Regeneration nach Belastung ist er aufschlussreich.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte entstehen durch Supplemente oder taurinhaltige Getränke und gelten als unbedenklich.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte finden sich bei rein pflanzlicher Ernährung, da Taurin fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt, sowie bei erhöhtem Verbrauch unter Belastung.

Häufige Fragen

Warum gilt Taurin als Longevity-Marker?
Der Spiegel fällt im Lauf des Lebens deutlich ab. Tierexperimentelle Arbeiten zeigten unter Tauringabe eine verlängerte Lebensspanne – belastbare Daten für den Menschen stehen noch aus.

Brauchen Veganerinnen und Veganer Taurin?
Taurin kommt fast nur in tierischen Lebensmitteln vor. Der Körper kann es zwar selbst bilden, die Spiegel liegen bei rein pflanzlicher Ernährung aber messbar niedriger.

Verwandte Marker

Testosteron wird beim Mann überwiegend in den Hoden, bei der Frau in geringerer Menge in Eierstöcken und Nebennierenrinde gebildet. Es beeinflusst Muskelmasse, Knochendichte, Fettverteilung, Stimmung, Antrieb und Libido. Im Blut ist der größte Teil an SHBG und Albumin gebunden; frei verfügbar ist nur ein kleiner Anteil.

TestvoraussetzungenBlutabnahme morgens zwischen 7 und 11 Uhr
ReferenzbereichMänner 3,0–10,0 ng/ml, Frauen 0,1–0,8 ng/ml
Testintervallalle 6 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Sinkende Werte äußern sich unspezifisch – etwa durch Antriebslosigkeit, Muskelabbau, Zunahme von Bauchfett, Schlafprobleme oder nachlassende Libido. Der Laborwert hilft, solche Beschwerden einzuordnen.

Zu hoher Wert

Bei Frauen können erhöhte Werte auf ein PCO-Syndrom hinweisen, oft begleitet von Zyklusstörungen, Akne und vermehrter Körperbehaarung. Bei Männern entstehen sehr hohe Werte fast immer durch Zufuhr von außen.

Zu niedriger Wert

Ursachen sind Alter, Übergewicht, chronischer Stress, Schlafmangel, Erkrankungen von Hoden oder Hirnanhangsdrüse sowie bestimmte Medikamente.

Häufige Fragen

Wann sollte Testosteron gemessen werden?
Morgens zwischen 7 und 11 Uhr, da der Spiegel einem Tagesrhythmus folgt und morgens am höchsten ist. Für eine sichere Aussage sind zwei Messungen an verschiedenen Tagen sinnvoll.

Warum reicht das Gesamttestosteron nicht immer aus?
Bei verändertem SHBG kann das Gesamttestosteron normal sein, obwohl zu wenig frei verfügbares Hormon vorliegt. Dann ist die Berechnung des freien Testosterons nötig.

Thyreoglobulin ist das Speichereiweiß, in dem die Schilddrüse ihre Hormone vorhält. Richtet sich das Immunsystem dagegen, entstehen Thyreoglobulin-Antikörper. Sie treten meist gemeinsam mit den TPO-Antikörpern auf, gelegentlich aber auch allein.

TestvoraussetzungenKeine besonderen Voraussetzungen
Referenzbereichunter 115 IU/ml (methodenabhängig)
Testintervalleinmalig, Kontrolle nur bei Bedarf
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Tg-AK schließen die Lücke, wenn ein autoimmuner Prozess vermutet wird, die TPO-Antikörper aber negativ ausfallen. In der Nachsorge von Schilddrüsenkrebs sind sie zusätzlich wichtig, weil sie die Messung des Tumormarkers Thyreoglobulin stören können.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte sprechen für eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung, am häufigsten Hashimoto-Thyreoiditis.

Zu niedriger Wert

Negative Werte sind der Normalfall.

Häufige Fragen

Wann werden Tg-Antikörper bestimmt?
Vor allem dann, wenn der Verdacht auf eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung besteht, die TPO-Antikörper aber unauffällig sind.

Verwandte Marker

Threonin ist eine essenzielle Aminosäure und wichtiger Bestandteil von Kollagen und Elastin. Besonders hoch ist der Bedarf in der Darmschleimhaut: Threonin ist Hauptbaustein des Mucins, der Schutzschicht, die die Darmwand auskleidet. Auch für die Bildung von Antikörpern wird es benötigt.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereich90–250 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Ein Threoninmangel kann die Barrierefunktion des Darms und die Immunabwehr beeinträchtigen. Der Wert ist deshalb bei Darmbeschwerden und wiederkehrenden Infekten aufschlussreich.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte sind selten und meist ernährungsbedingt.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte finden sich bei eiweißarmer Ernährung und bei chronischen Darmerkrankungen mit erhöhtem Verbrauch.

Häufige Fragen

Welche Rolle spielt Threonin für den Darm?
Es ist der Hauptbaustein der Schleimschicht, die die Darmwand schützt. Bei chronischer Darmentzündung steigt der Verbrauch deutlich an.

Verwandte Marker

Die Thyreoperoxidase ist ein Enzym, das die Schilddrüse für die Hormonbildung braucht. Bei einer Autoimmunerkrankung richtet sich das Immunsystem gegen dieses Enzym und bildet Antikörper dagegen. Diese lassen sich im Blut nachweisen, oft schon Jahre bevor die Schilddrüsenfunktion messbar nachlässt.

TestvoraussetzungenKeine besonderen Voraussetzungen
Referenzbereichunter 34 IU/ml (methodenabhängig)
Testintervalleinmalig, Kontrolle nur bei Bedarf
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

TPO-AK sind der entscheidende Wert, um eine Hashimoto-Thyreoiditis von anderen Ursachen einer Unterfunktion zu unterscheiden. Bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft haben sie zusätzliche Bedeutung, da sie das Risiko für Komplikationen erhöhen.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte finden sich bei über 90 Prozent der Menschen mit Hashimoto-Thyreoiditis, seltener auch bei Morbus Basedow. Die Höhe des Wertes sagt nichts über die Schwere der Erkrankung aus.

Zu niedriger Wert

Negative Werte machen eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung unwahrscheinlich, schließen sie aber nicht vollständig aus.

Häufige Fragen

Muss ich TPO-Antikörper regelmäßig kontrollieren?
Nein. Ist die Diagnose einmal gestellt, ändert der Verlauf der Antikörper die Behandlung nicht. Kontrolliert werden dann TSH und die Schilddrüsenhormone.

Habe ich Hashimoto, wenn die Antikörper erhöht sind?
Erhöhte Antikörper belegen einen autoimmunen Prozess. Ob und wann daraus eine behandlungsbedürftige Unterfunktion wird, zeigt erst der Verlauf von TSH und fT4.

Verwandte Marker

Transferrin bindet Eisen im Blut und bringt es dorthin, wo es gebraucht wird – vor allem ins Knochenmark zur Blutbildung. Die Leber passt die Produktion dem Bedarf an: Bei Eisenmangel steigt Transferrin, bei Eisenüberschuss sinkt es. Aus Eisen und Transferrin lässt sich die Transferrinsättigung berechnen.

TestvoraussetzungenNüchtern, morgens
Referenzbereich2,0–3,6 g/l (Sättigung 16–45 %)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Die Transferrinsättigung ist die zuverlässigste Kennzahl, um einen echten Eisenmangel von einer entzündungsbedingten Eisenverlagerung zu unterscheiden – genau dort, wo Ferritin allein an seine Grenzen stößt.

Zu hoher Wert

Hohe Werte sprechen für einen Eisenmangel: Der Körper bildet mehr Transportprotein, um das knappe Eisen besser zu nutzen. Auch Östrogenpräparate und Schwangerschaft erhöhen den Wert.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte finden sich bei chronischen Entzündungen, Lebererkrankungen, Mangelernährung sowie bei einer Eisenüberladung.

Häufige Fragen

Was ist die Transferrinsättigung?
Sie gibt an, welcher Anteil der Transportkapazität tatsächlich mit Eisen belegt ist. Werte unter 16 Prozent sprechen für einen Eisenmangel, Werte über 45 Prozent für eine Eisenüberladung.

Verwandte Marker

Triglyceride sind die häufigste Form von Fett im Körper. Sie stammen aus der Nahrung und werden zusätzlich in der Leber aus überschüssigen Kohlenhydraten gebildet. Im Blut dienen sie als Energieträger und werden in den Fettzellen gespeichert.

TestvoraussetzungenNüchtern, 12 Stunden, kein Alkohol am Vortag
Referenzbereichunter 150 mg/dl (nüchtern)
Testintervallalle 12 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Erhöhte Triglyceride sind ein Bestandteil des metabolischen Syndroms und ein Hinweis auf eine Insulinresistenz. Sehr hohe Werte können zusätzlich eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen.

Zu hoher Wert

Ursachen sind Alkohol, zuckerreiche Ernährung, Übergewicht, Insulinresistenz sowie eine genetische Veranlagung. Auch eine nicht nüchterne Blutabnahme hebt den Wert deutlich an.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte sind in der Regel unbedenklich.

Häufige Fragen

Warum muss man für Triglyceride nüchtern sein?
Nach einer Mahlzeit steigen die Triglyceride stark an. Für einen vergleichbaren Wert sollte man etwa zwölf Stunden nüchtern sein und in dieser Zeit auch keinen Alkohol trinken.

Wie senkt man erhöhte Triglyceride?
Am schnellsten wirken Alkoholverzicht und die Reduktion von Zucker und schnellen Kohlenhydraten. Ergänzend helfen Gewichtsabnahme, Bewegung und Omega-3-Fettsäuren.

Tryptophan ist die seltenste der essenziellen Aminosäuren. Ein Teil wird zu Serotonin umgewandelt, dem Botenstoff, der Stimmung, Appetit und Schlaf beeinflusst, und daraus weiter zu Melatonin. Ein anderer Teil wird über den Kynurenin-Weg abgebaut, der bei Entzündungen verstärkt aktiv ist und dann weniger Tryptophan für die Serotoninbildung übrig lässt.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereich40–80 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Ein niedriger Tryptophanspiegel wird mit gedrückter Stimmung, Schlafproblemen und Heißhunger in Verbindung gebracht. Bei chronischen Entzündungen erklärt der Wert, warum diese Beschwerden häufig gemeinsam auftreten.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte sind selten und meist supplementbedingt.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte finden sich bei eiweißarmer Ernährung, chronischen Entzündungen und starkem Stress.

Häufige Fragen

Macht Tryptophan müde?
Tryptophan ist die Vorstufe von Serotonin und Melatonin. Ob eine Zufuhr den Schlaf tatsächlich verbessert, hängt stark von der Aufnahme ins Gehirn ab, um die es mit anderen Aminosäuren konkurriert.

Verwandte Marker

TSH wird in der Hirnanhangsdrüse gebildet und steuert die Schilddrüse. Produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone, schüttet der Körper mehr TSH aus, um sie anzutreiben. Produziert sie zu viel, sinkt das TSH. Der Wert verhält sich also gegenläufig zur Schilddrüsenfunktion – ein hohes TSH bedeutet eine schwache Schilddrüse.

TestvoraussetzungenBiotinpräparate 2 Tage vorher absetzen; Abnahme möglichst zur gleichen Tageszeit
Referenzbereich0,4–4,0 mU/l
Testintervallalle 12 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

TSH ist der empfindlichste Einzelwert für die Schilddrüsenfunktion und reagiert früher als die Schilddrüsenhormone selbst. Er ist deshalb der Standard-Suchtest bei Müdigkeit, Gewichtsveränderungen, Haarausfall, Frieren oder Herzrasen.

Zu hoher Wert

Ein erhöhtes TSH spricht für eine Unterfunktion. Häufigste Ursache ist die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis.

Zu niedriger Wert

Ein niedriges TSH weist auf eine Überfunktion hin, etwa bei Morbus Basedow, bei autonomen Knoten oder bei einer zu hoch dosierten Schilddrüsenmedikation.

Häufige Fragen

Was bedeutet ein erhöhter TSH-Wert?
Ein erhöhtes TSH bedeutet, dass der Körper die Schilddrüse stärker antreiben muss – ein Hinweis auf eine Unterfunktion. Zur Abklärung werden meist fT3, fT4 und die Antikörper ergänzt.

Schwankt der TSH-Wert im Tagesverlauf?
Ja, TSH folgt einem Tagesrhythmus mit den höchsten Werten in der Nacht und am frühen Morgen. Für gute Vergleichbarkeit sollte die Abnahme immer zur ähnlichen Tageszeit erfolgen.

Beeinflusst Biotin die Messung?
Ja. Hochdosiertes Biotin aus Nahrungsergänzungsmitteln kann Schilddrüsenwerte deutlich verfälschen und sollte etwa zwei Tage vorher abgesetzt werden.

Verwandte Marker

Tyrosin entsteht aus Phenylalanin und ist Ausgangsstoff für gleich mehrere Schlüsselsubstanzen: für die Schilddrüsenhormone T3 und T4, für die Botenstoffe Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin sowie für Melanin, den Farbstoff von Haut und Haaren.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereich40–90 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Bei Antriebslosigkeit, Konzentrationsproblemen und Schilddrüsenstörungen zeigt Tyrosin, ob der Grundbaustein für diese Systeme überhaupt verfügbar ist.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte finden sich bei Lebererkrankungen und in seltenen angeborenen Stoffwechselstörungen.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte treten bei eiweißarmer Ernährung und bei gestörter Umwandlung aus Phenylalanin auf.

Häufige Fragen

Hilft Tyrosin bei Schilddrüsenunterfunktion?
Tyrosin ist ein notwendiger Baustein der Schilddrüsenhormone, aber nur selten der begrenzende Faktor. Eine Unterfunktion lässt sich damit nicht behandeln.

Verwandte Marker

Valin ist eine essenzielle Aminosäure, die vom Körper nicht gebildet werden kann. Zusammen mit Leucin und Isoleucin macht es einen erheblichen Anteil des Muskelproteins aus und dient bei längerer Belastung als Energiequelle. Es konkurriert außerdem mit Tryptophan um den Transport ins Gehirn und beeinflusst darüber indirekt die Ermüdungswahrnehmung.

TestvoraussetzungenNüchtern, mindestens 12 Stunden
Referenzbereich150–320 µmol/l (methodenabhängig)
Testintervallalle 6 Monate
MaterialEDTA-Plasma

Warum wird dieser Wert gemessen?

Valin komplettiert das BCAA-Profil und hilft, Regenerationsprobleme und Übertraining einzuordnen.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte durch hohe Eiweißzufuhr oder Supplemente; dauerhaft erhöhte BCAA gelten als Hinweis auf eine Insulinresistenz.

Zu niedriger Wert

Niedrige Werte sprechen für eine unzureichende Eiweißzufuhr oder hohen Verbrauch bei intensivem Training.

Häufige Fragen

Bringen BCAA-Supplemente etwas?
Bei ausreichender Gesamtproteinzufuhr zeigen Studien kaum Zusatznutzen. Sinnvoll können sie sein, wenn die Eiweißversorgung nachweislich unzureichend ist.

Verwandte Marker

Vitamin B12 wird für die Bildung roter Blutkörperchen, für den Aufbau der Nervenscheiden und für den Abbau von Homocystein benötigt. Es kommt in nennenswerten Mengen ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor. Für die Aufnahme im Dünndarm ist ein Transportfaktor aus dem Magen nötig – fehlt dieser, entsteht ein Mangel trotz ausreichender Zufuhr.

TestvoraussetzungenKeine besonderen Voraussetzungen
Referenzbereich200–900 pg/ml
Testintervallalle 12 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Die Leber speichert B12 über Jahre. Ein Mangel fällt daher oft erst spät auf, dann aber mit Blutarmut sowie Nerven- und Konzentrationsstörungen, die bei später Erkennung bleiben können.

Zu hoher Wert

Hohe Werte entstehen meist durch Supplemente und sind unbedenklich. Sehr hohe Werte ohne Einnahme sollten ärztlich abgeklärt werden.

Zu niedriger Wert

Risikogruppen sind Menschen mit veganer oder stark fleischarmer Ernährung, ältere Menschen, Personen mit Magenerkrankungen sowie Anwender von Magensäureblockern oder Metformin.

Häufige Fragen

Warum kann das Gesamt-B12 trotz Mangel normal sein?
Ein Großteil des gemessenen B12 ist an ein Protein gebunden, das es nicht an die Zellen abgibt. Aussagekräftiger ist deshalb das aktive Holo-Transcobalamin.

Müssen Veganerinnen und Veganer B12 supplementieren?
Ja. Vitamin B12 kommt in relevanten Mengen nur in tierischen Lebensmitteln vor – eine Supplementierung gilt bei rein pflanzlicher Ernährung als notwendig.

Zink ist Bestandteil von über 300 Enzymen und zahlreichen Genschaltern. Es wird für die Zellteilung gebraucht und ist damit überall dort besonders wichtig, wo sich Gewebe schnell erneuert: in Haut, Haaren, Schleimhäuten und im Immunsystem. Auch die Bildung von Testosteron ist zinkabhängig. Der Körper legt keine großen Speicher an, weshalb eine regelmäßige Zufuhr nötig ist.

TestvoraussetzungenNüchtern, morgens
Referenzbereich11–20 µmol/l
Testintervallalle 6 Monate
MaterialBlutserum

Warum wird dieser Wert gemessen?

Ein Mangel äußert sich unspezifisch durch häufige Infekte, schlechte Wundheilung, Haarausfall, brüchige Nägel, Hautprobleme und Geschmacksstörungen – Beschwerden, die selten sofort mit Zink in Verbindung gebracht werden.

Zu hoher Wert

Erhöhte Werte entstehen praktisch nur durch hoch dosierte Präparate. Dauerhaft hohe Zufuhr kann die Kupferaufnahme hemmen.

Zu niedriger Wert

Risikogruppen sind Menschen mit vegetarischer oder veganer Ernährung, Sportlerinnen und Sportler, ältere Menschen sowie Personen mit chronischen Darmerkrankungen.

Häufige Fragen

Warum sollte Zink nüchtern gemessen werden?
Der Zinkspiegel im Blut schwankt im Tagesverlauf und sinkt nach dem Essen messbar ab. Für vergleichbare Werte ist eine nüchterne Abnahme am Morgen sinnvoll.

Behindert Zink die Kupferaufnahme?
Ja, bei dauerhaft hoher Zufuhr. Wer über längere Zeit hoch dosiert Zink einnimmt, sollte den Kupferstatus mit kontrollieren lassen.

Verwandte Marker

Kein Marker gefunden

Für „“ gibt es keinen Treffer. Prüfe die Schreibweise oder suche nach einer Abkürzung.

Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Referenzbereiche sind labor-, methoden- und altersabhängig – maßgeblich sind immer die Angaben auf deinem Befund.

Warum wir Kapillarblut statt venöses Blut nutzen

Nicht jede Blutprobe liefert dieselbe Aussagekraft. Hier siehst du, was für welche Methode spricht.

Vergleich Kapillarblut und venöses Blut
Kriterium KapillarblutTrockenblut aus der Fingerkuppe Venöses BlutBlutabnahme in der Praxis
Probenentnahme bequem zu HauseKein Praxistermin, keine Anfahrt, keine Wartezeit. jederzeit Termin nötig
Nur ein kurzer Piks statt VenenpunktionEin kleiner Stich in die Fingerkuppe genügt. 1 Piks Kanüle in die Vene
Wenige Blutstropfen reichen ausStatt mehrerer Röhrchen genügen einige Tropfen. wenige Tropfen mehrere Röhrchen
Versand per Post ohne KühlketteGetrocknetes Blut ist unempfindlich gegenüber Temperatur. normaler Briefversand gekühlter Kuriertransport
Probe bleibt lange stabilEntscheidend dafür, dass unterwegs nichts verloren geht. mehrere Tage wenige Stunden
Verlaufskontrolle jederzeit wiederholbarWerte lassen sich regelmäßig selbst nachmessen. selbst steuerbar erneut Termin nötig
Auswertung im akkreditierten FachlaborGleiche Labore, gleiche Analysegeräte.
Validierte Referenzbereiche für die MethodeJeder Wert wird gegen den passenden Bereich beurteilt.
Sehr breites ParameterspektrumManche Analysen, etwa das große Blutbild, brauchen frisches Venenblut. ausgewählte Parameter volles Spektrum
erfüllt eingeschränkt nicht erfüllt

Beide Verfahren werden in akkreditierten Fachlaboren ausgewertet. Welche Methode geeignet ist, hängt vom jeweiligen Parameter ab.

Unsere Ratgeber Artikel:

Alle anzeigen

Mann steht am Morgen neben seinem Bett, eine Hand am Fensterrahmen, und richtet sich langsam auf.

Steife Gelenke am Morgen: welche Blutwerte dahinterstecken können

Steife Gelenke am Morgen: welche Blutwerte dahinterstecken können Das Wichtigste in Kürze Steife Gelenke nach dem Aufstehen haben viele mögliche Ursachen. Im Blut lassen sich dazu vier Bereiche darstellen: die Entzündungsaktivität über CRP, die Vitamin-D-Versorgung, der Eisenhaushalt und der Magnesiumstatus....

Weiterlesen

Frau steht im Morgenlicht am Waschbecken und betrachtet ruhig ihr Spiegelbild.

Mondgesicht: woher der Begriff kommt und was ein Cortisolwert dazu sagt

Mondgesicht: woher der Begriff kommt und was ein Cortisolwert dazu sagt Das Wichtigste in Kürze „Mondgesicht“ ist keine Diagnose, sondern ein umgangssprachliches Wort für ein rundes, volleres Gesicht. In der Medizin taucht es als beschreibendes Merkmal bei zwei Anlässen auf:...

Weiterlesen

Nierenwerte im Blut: was Kreatinin, GFR und Cystatin C zeigen

Nierenwerte im Blut: was Kreatinin, GFR und Cystatin C zeigen

Nierenwerte fallen meist auf, bevor Beschwerden auftreten. Was Kreatinin und GFR aussagen, wovon beide abhängen und wo Cystatin C weiterhilft.

Weiterlesen

FAQs - Ihr habt gefragt, wir antworten:

Was ist der Unterschied zwischen einem DNA-, Blut- und Mikrobiom-Test?

DNA-Tests zeigen deine genetischen Veranlagungen, also was in deinen Genen angelegt ist. Bluttests messen aktuelle Werte wie Vitamine oder Hormone und zeigen, wie dein Körper derzeit funktioniert. Mikrobiom-Analysen untersuchen deine Darmflora und geben Aufschluss über Verdauung, Immunsystem und Entzündungen. Zusammen liefern sie ein ganzheitliches Gesundheitsbild.

Wie zuverlässig sind DNA- und Blutanalysen von mybody?

Alle Tests werden in ISO-zertifizierten Laboren in der Schweiz und Deutschland ausgewertet. Die Methoden basieren auf wissenschaftlich validierten Analysen und modernen Sequenzierungsverfahren. Damit erhältst du fundierte, reproduzierbare Ergebnisse, die medizinisch und ernährungswissenschaftlich überprüft sind.

Für wen sind die mybody-Tests besonders geeignet?

Unsere Tests richten sich an alle, die ihre Gesundheit besser verstehen und gezielt verbessern möchten – egal ob du dein Gewicht regulieren, deine Hautpflege optimieren oder deine Nährstoffversorgung prüfen willst. Auch Sportler:innen, Menschen mit Verdauungsproblemen oder anhaltender Müdigkeit profitieren besonders.

Wie läuft ein mybody-Test ab?

Du bestellst den gewünschten Test online, nimmst zu Hause eine einfache Speichel-, Blut- oder Stuhlprobe und schickst sie im beiliegenden Rücksendekuvert ins Labor. Je nach Analyse erhältst du nach wenigen Tagen deinen digitalen Ergebnisbericht inklusive individueller Empfehlungen in deinem persönlichen Dashboard.

Wie werden meine Gesundheitsdaten geschützt?

Datenschutz steht bei MyBody an erster Stelle. Alle Proben und Ergebnisse werden anonymisiert verarbeitet und auf europäischen Servern nach DSGVO-Standards gespeichert. Deine Daten werden niemals ohne Zustimmung weitergegeben oder zu Werbezwecken genutzt.

Wie finde ich heraus, welcher Test am besten zu mir passt?

Nutze einfach unseren MyBody-Test-Finder oder lies die Ratgeberartikel zu Themen wie Ernährung, Haut, Darm oder Immunsystem. Dort erfährst du, welche Analyse am besten zu deinen Zielen und Symptomen passt. Auf Wunsch kannst du auch eine persönliche Beratung buchen.

Du möchtest mehr über unsere Tests erfahren? Schreibe uns gerne an :)!

Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.