Mit DNA abnehmen: Wie gut funktioniert die Methode wirklich?
„Mit DNA abnehmen" klingt nach einer Abkürzung: Speichelprobe abgeben, Gene auslesen, endlich die passende Diät bekommen. Die Frage ist berechtigt – sie verdient aber eine ehrliche Antwort statt eines Werbeversprechens.
Die Studienlage ist gespalten. Die große DIETFITS-Studie (Gardner et al., JAMA 2018) fand keinen Vorteil, wenn Menschen eine Diät bekamen, die zu ihrem Genotyp-Muster passte. Gleichzeitig zeigen Untersuchungen zur personalisierten Ernährung wie die europäische Food4Me-Studie (Celis-Morales et al., 2017), dass individuelle Rückmeldung die Ernährungsumstellung messbar verbessert – unabhängig davon, ob Gene im Spiel sind. Ein DNA-Stoffwechseltest wirkt deshalb wahrscheinlich weniger über die Biologie als über die Motivation und das Durchhalten.
Lies diesen Artikel als Entscheidungshilfe: erst die kurze Antwort, dann beide Seiten der Studienlage, danach Kriterien für Anbieter – und am Ende eine ehrliche Empfehlung.
Das erwartet dich in diesem Artikel
Was macht ein DNA-Stoffwechseltest überhaupt?
Was sagt die Studienlage – beide Seiten
Warum Adhärenz der eigentliche Wirkmechanismus sein könnte
Für wen ist ein DNA-Test sinnvoll – und für wen nicht?
Worauf du bei Anbietern achten solltest
Was kostet ein DNA-Test – und welche Alternativen gibt es?
So setzt mybody® diese Kriterien um
Einordnung: Was ein Test kann – und was nicht
Fazit: eine ehrliche Empfehlung
Häufige Fragen (FAQ)
Quellen
Ein DNA-Stoffwechseltest ist nur einer von mehreren Wegen, die Ernährungsumstellung individueller zu machen. Vier gängige Methoden im nüchternen Vergleich:
| Methode | Was sie zeigt | Aufwand | Typische Kosten | Evidenz für Gewichtsabnahme |
|---|---|---|---|---|
| DNA-Stoffwechseltest | Veranlagungen zu Nährstoffverwertung, Sättigung und Bewegung | Einmalig Speichelprobe, dann warten | ca. 150–400 €, einmalig | Uneinheitlich: kein belegter Vorteil der Genotyp-Zuordnung, Hinweise auf bessere Adhärenz |
| Ernährungsberatung | Essverhalten, Alltag und Ziele, analysiert von einer Fachkraft | Mehrere Termine über Monate | ca. 50–100 € je Sitzung, teils Kassenzuschuss | Gut belegt, besonders in strukturierten Programmen |
| Bluttest (Nährstoffe) | Aktuelle Versorgung, z. B. Vitamin D, B12, Ferritin | Blutentnahme, wiederholbar | ca. 100–200 € je Panel | Kein Abnehmeffekt; sinnvoll zur Ursachensuche bei Müdigkeit |
| App-Tracking | Tatsächliche Energiezufuhr im Alltag, tagesgenau | Täglich wenige Minuten | 0–60 € pro Jahr | Selbstbeobachtung gilt als konsistenter Erfolgsfaktor |
Ein DNA-Stoffwechseltest besteht aus vier Schritten – und nur der letzte entscheidet über den Erfolg:
Speichelprobe
Ein Abstrich von der Wangeninnenseite liefert Zellen mit deiner DNA. Kein Blut, keine Praxis.
SNP-Analyse im Labor
Das Labor liest gezielt einzelne Genvariationen aus – nicht dein gesamtes Genom.
Report mit Empfehlungen
Ein Bericht mit Kapiteln zu Ernährung, Sättigung, Bewegung und Nährstoffbedarf.
Umsetzung im Alltag
Hier entscheidet sich alles: Der Report verändert nichts, erst das dauerhafte Umsetzen tut es.
Die kurze Antwort: Kann man mit DNA abnehmen?
Abnehmen funktioniert nicht durch die DNA, sondern durch eine dauerhaft negative Energiebilanz. Ein DNA-Stoffwechseltest verändert diese Grundregel nicht – er kann dir aber helfen, einen Weg dorthin zu finden, der zu deinen Vorlieben und deinem Alltag passt.
Entscheidend ist der Unterschied zwischen zwei Versprechen. Das starke lautet: „Deine Gene sagen dir, ob Low Carb oder Low Fat bei dir besser wirkt." Es ist wissenschaftlich nicht belegt. Das realistischere lautet: „Eine individuelle Rückmeldung hilft dir, eine Ernährungsform zu wählen und länger durchzuhalten." Dafür gibt es Hinweise.
Wer einen DNA-Test kauft, weil er eine biologische Abkürzung erwartet, wird enttäuscht. Wer ihn als strukturierten Einstieg nutzt, kann profitieren – aus Gründen, die nur teilweise mit Genetik zu tun haben.
Kernaussage: Ein DNA-Test nimmt dir die Arbeit nicht ab. Er kann dir helfen, eine Ernährungsform zu finden, die du länger durchhältst – und Durchhalten ist der Faktor, an dem die meisten Diäten scheitern.
Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren im Jahr 2022 weltweit rund 2,5 Milliarden Erwachsene übergewichtig, davon etwa 890 Millionen adipös – das entspricht 43 beziehungsweise 16 Prozent der Erwachsenen. Entsprechend groß ist der Markt für Methoden, die Abnehmen einfacher machen sollen. Genau deshalb lohnt es sich, jede davon nüchtern zu prüfen.
Was macht ein DNA-Stoffwechseltest überhaupt?
Ein DNA-Stoffwechseltest untersucht eine festgelegte Auswahl einzelner Genvariationen und leitet daraus Ernährungs- und Bewegungsempfehlungen ab. Er sequenziert nicht dein gesamtes Genom und stellt keine medizinische Diagnose.
SNPs: Was genau ausgelesen wird
Analysiert werden sogenannte SNPs (Single Nucleotide Polymorphisms, gesprochen „Snips"). Das sind Stellen im Erbgut, an denen sich Menschen in einem einzigen Baustein unterscheiden. Solche Varianten sind normal und weit verbreitet – sie sind kein Defekt, sondern Ausdruck natürlicher Vielfalt.
Im Zusammenhang mit Gewicht werden häufig Varianten in Genen wie FTO, MC4R, TCF7L2 oder PPARG betrachtet. Jede einzelne erklärt allerdings nur einen sehr kleinen Teil der Unterschiede zwischen Menschen. Körpergewicht ist ein polygenes Merkmal: Hunderte Genorte wirken zusammen, ergänzt durch Ernährung, Bewegung, Schlaf und Medikamente.
Vom Wangenabstrich zum Laborergebnis
Die Probenahme erfolgt bei den meisten Anbietern über einen Wangenabstrich zu Hause. Das Set enthält Tupfer, Anleitung und Rücksendeumschlag. Die Probe wird pseudonymisiert – das Labor arbeitet mit einem Code, nicht mit deinem Namen.
Im Labor wird die DNA isoliert und die definierten Genorte werden ausgelesen. Weil sich die DNA im Laufe des Lebens nicht verändert, ist ein solcher Test einmalig: Eine zweite Analyse derselben Varianten liefert dasselbe Ergebnis. Die Bearbeitung dauert typischerweise mehrere Wochen; den praktischen Ablauf beschreibt der begleitende Artikel zur DNA-Analyse für zu Hause.
Was im Report tatsächlich steht
Ein typischer Report ordnet die Ergebnisse in Kapitel: Verwertung von Kohlenhydraten und Fetten, Sättigung und Appetit, Reaktion auf Training, Mikronährstoffbedarf sowie Verträglichkeiten wie Laktose oder Koffein. Daraus entstehen konkrete Empfehlungen, etwa eine Makronährstoff-Verteilung oder Lebensmittellisten.
Wichtig: Diese Empfehlungen sind Wahrscheinlichkeitsaussagen auf Gruppenebene, keine individuellen Vorhersagen. Steht im Report, eine Variante sei mit stärkerem Hungergefühl assoziiert, war sie in Studien im Gruppendurchschnitt damit verknüpft. Ob das bei dir spürbar ist, verrät der Test nicht. Die Biologie dahinter behandelt der vertiefende Artikel zu DNA, Hunger und Gewicht.
Was sagt die Studienlage – beide Seiten
Die Forschung liefert zwei Befunde: einen zur genetischen Zuordnung von Diäten, einen zur Wirkung von Personalisierung an sich.
DIETFITS (Gardner et al., JAMA 2018): der ernüchternde Befund
DIETFITS prüfte direkt, ob Gene die passende Diät vorhersagen. 609 übergewichtige Erwachsene wurden über zwölf Monate zufällig einer gesunden fettarmen oder kohlenhydratarmen Ernährung zugeteilt – vorab war für jede Person ein Genotyp-Muster bestimmt worden, das die bessere Diätform anzeigen sollte.
Laut Gardner et al. (JAMA, 2018) verloren die Teilnehmenden der fettarmen Gruppe im Mittel 5,3 kg und die der kohlenhydratarmen Gruppe 6,0 kg – ein Unterschied von 0,7 kg, der statistisch nicht bedeutsam war. Auch die Wechselwirkung zwischen Diät und Genotyp-Muster war nicht signifikant (p = 0,20).
Aufschlussreich war die enorme Spannweite innerhalb beider Gruppen: Manche nahmen deutlich ab, andere zu. Den Unterschied machte offenbar nicht die Diätform und nicht der Genotyp, sondern wie konsequent die Umstellung gelebt wurde.
Food4Me (Celis-Morales et al., 2017): Personalisierung wirkt, Gene ergänzen wenig
Die europäische Food4Me-Studie prüfte, ob personalisierte Empfehlungen das Verhalten stärker verändern als allgemeine. 1.607 Erwachsene aus sieben Ländern erhielten über sechs Monate entweder allgemeine Empfehlungen oder eine Personalisierung nach Ernährung, Messwerten oder Genotyp.
Laut Celis-Morales et al. (International Journal of Epidemiology, 2017) verbesserten alle personalisierten Gruppen ihre Ernährung stärker als die Kontrollgruppe – die Ergänzung um körperliche Messwerte und Genotyp brachte jedoch keinen zusätzlichen messbaren Nutzen gegenüber der rein ernährungsbasierten Personalisierung.
Das Ergebnis stützt die Personalisierung – und entzieht dem genetischen Zusatzbaustein die Sonderstellung. Der Nutzen entstand dort, wo Menschen individuelle Rückmeldung bekamen.
Was aktuelle Übersichtsarbeiten zur Nutrigenetik sagen
Laut einem Review im Fachjournal Nutrients (2024) berichten zwar viele Einzelstudien positive Effekte nutrigenetischer Beratung, doch Fachgesellschaften wie die Academy of Nutrition and Dietetics empfehlen genetische Tests nicht als alleinstehende Maßnahme zur Gewichtsreduktion. Als Baustellen benennt das Review regulatorische Standards, Evidenz zur klinischen Validität und die Schulung auswertender Fachkräfte.
Ein DNA-Stoffwechseltest ist nach heutigem Stand also ein Zusatzwerkzeug, kein anerkanntes medizinisches Verfahren zur Gewichtsreduktion. Wer ihn anders darstellt, verspricht mehr, als die Datenlage hergibt.
Warum Adhärenz der eigentliche Wirkmechanismus sein könnte
Adhärenz beschreibt, wie konsequent jemand eine Empfehlung über längere Zeit umsetzt. Sie trennt Erfolg und Misserfolg zuverlässiger als die Wahl zwischen Low Carb, Low Fat oder Intervallfasten.
Das verschiebt die entscheidende Frage. Sie lautet nicht mehr „Welche Diät ist die richtige?", sondern „Welche Diät halte ich zwölf Monate lang durch, ohne unglücklich zu werden?"
Hier könnte ein DNA-Test beitragen – auf psychologischem, nicht auf biologischem Weg. Ein persönlicher Report liefert Begründung, Struktur und Startpunkt. Wer nicht mehr zwischen zwanzig Diätkonzepten schwankt, bleibt eher dabei.
Dazu kommt ein schwer messbarer Effekt: Wer Geld ausgegeben und Wochen gewartet hat, geht mit dem Ergebnis anders um als mit einem kostenlosen Online-Ratgeber. Diese Selbstverpflichtung erklärt einen Teil des Nutzens.
Kernaussage: Der wahrscheinlichste Nutzen eines DNA-Stoffwechseltests liegt nicht in der Biologie, sondern in der Verbindlichkeit. Er macht aus einem vagen Vorsatz einen konkreten, begründeten Plan – und genau daran scheitern die meisten Ernährungsumstellungen.
Ehrlich gesagt heißt das auch: Dieselbe Verbindlichkeit entsteht ebenso durch eine Ernährungsberatung, ein strukturiertes Programm oder ein Ernährungstagebuch. Ein DNA-Test ist einer von mehreren Wegen dorthin, nicht der einzige.
Für wen ist ein DNA-Test sinnvoll – und für wen nicht?
Ein DNA-Stoffwechseltest passt zu Menschen, die bereit sind, etwas zu verändern, und einen strukturierten Einstieg suchen – nicht zu denen, die eine Lösung ohne Verhaltensänderung erwarten.
Diese Situationen sprechen dafür:
Ein DNA-Stoffwechseltest kann sinnvoll sein, wenn …
- ✓ du mehrere Diäten ausprobiert und keine durchgehalten hast – ein begründeter Plan kann die Auswahl beenden
- ✓ dich Zahlen und Berichte motivieren und du gern mit konkreten Vorgaben arbeitest
- ✓ du ohnehin eine Ernährungsumstellung startest und einen strukturierten Rahmen dafür suchst
- ✓ du den Report als Wissensgewinn und nicht als Garantie verstehst – etwa zu Verträglichkeiten und Bewegungspräferenzen
Wann du das Geld besser anders einsetzt
Von einem DNA-Test ist abzuraten, wenn du dir eine Diagnose oder Behandlung erhoffst. Bei starkem Übergewicht mit Begleiterkrankungen, Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung, Essstörungen oder gewichtsbeeinflussenden Medikamenten gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Bei begrenztem Budget lohnt der nüchterne Vergleich: Mehrere Sitzungen einer qualifizierten Ernährungsberatung bringen oft mehr als ein einmaliger Report. Laut IQWiG (gesundheitsinformation.de) verlieren Teilnehmende strukturierter Abnehmprogramme innerhalb von 6 bis 12 Monaten typischerweise etwa 3 bis 8 Kilogramm – entscheidend für den langfristigen Erfolg ist eine Ernährung, die im Alltag umsetzbar bleibt.
Und wenn du hoffst, weiter essen zu können wie bisher, wird der Test enttäuschen: Kein Report hebt die Energiebilanz auf. Die Grundlagen ohne Genetik findest du im Basisartikel zum gesunden Abnehmen.
Worauf du bei Anbietern achten solltest
Der Markt für DNA-Tests ist unübersichtlich und kaum einheitlich reguliert. Umso wichtiger sind nachprüfbare Qualitätsmerkmale – auf jeder seriösen Anbieterseite sind sie vor dem Kauf zu finden.
Fünf Kriterien für einen seriösen DNA-Test
- ✓ Zertifizierte Analyse – nachvollziehbare Angaben zum Labor und zu Zertifizierungen wie ISO 27001 für Informationssicherheit
- ✓ DSGVO-konformer Umgang mit Daten – verschlüsselte Übertragung, pseudonymisierte Proben, klare Datenschutzerklärung
- ✓ Transparenz über die analysierten Varianten – wie viele Genvariationen werden untersucht und in welchen Kapiteln ausgewertet
- ✓ Keine Heilsversprechen – seriöse Anbieter formulieren im Konjunktiv und nennen die Grenzen ihres Tests von selbst
- ✓ Klarer Umgang mit der Probe nach der Analyse – dokumentierte Aufbewahrungsdauer und Vernichtung, keine Weitergabe an Dritte
Datenschutz: Warum genetische Daten besonders sind
Genetische Daten gelten nach der Datenschutz-Grundverordnung als besondere Kategorie personenbezogener Daten. Sie sind nicht änderbar und betreffen indirekt auch Verwandte – deshalb ist die Frage, was nach der Analyse mit Probe und Rohdaten geschieht, keine Nebensache.
Prüfe drei Punkte: Wo wird analysiert und gespeichert? Wie lange werden Probe und Sequenz aufbewahrt? Werden Daten an Dritte weitergegeben – und wenn ja, nur mit widerrufbarer Einwilligung? Seriöse Anbieter beantworten das schriftlich.
Warnzeichen, bei denen du skeptisch werden solltest
Skeptisch machen sollten dich vier Dinge: konkrete Kilogramm-Versprechen, Aussagen über Krankheitsrisiken ohne humangenetische Beratung, fehlende Angaben zu Labor und Zertifizierung sowie ein Report, der auf den Verkauf hauseigener Präparate hinausläuft. Ein Test, der am Ende immer dasselbe Präparat empfiehlt, misst wenig und verkauft viel.
Was kostet ein DNA-Test – und welche Alternativen gibt es?
DNA-Stoffwechseltests für Endverbraucher kosten je nach Umfang meist etwa 150 bis 400 Euro – einmalig. Der Preis hängt an der Zahl der ausgewerteten Genvariationen, am Reportumfang und an Zusatzleistungen wie Ernährungsplänen.
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen diese Kosten in der Regel nicht – es ist eine Selbstzahlerleistung ohne medizinische Indikation. Für eine ärztlich verordnete Ernährungsberatung ist je nach Indikation ein Zuschuss möglich.
Alternativen gibt es mehrere: Eine qualifizierte Ernährungsberatung liefert die individuellste Rückmeldung, kostet aber laufend Zeit und Geld. Eine Tracking-App macht die tatsächliche Zufuhr sichtbar, verlangt dafür tägliche Disziplin. Ein Nährstoff-Bluttest zeigt kein Abnehmpotenzial, kann aber Ursachen für Müdigkeit aufdecken.
Keine Methode ersetzt die andere: Der DNA-Test beantwortet die Frage nach der Veranlagung, der Bluttest die nach der Versorgung, die App die nach dem Verhalten, die Beratung die nach dem Weg. Investiere dort, wo deine größte Lücke liegt.
So setzt mybody® diese Kriterien um
mybody® (MYBODY Lab GmbH) bietet DNA-Stoffwechseltests an, die sich an diesen Kriterien messen lassen: Speichelprobe zu Hause, Auswertung nach ISO 27001, DSGVO-konforme Verarbeitung und eine offene Angabe zur Zahl der analysierten Genvariationen. Einen Überblick zur Methode gibt die Themenseite zum DNA-Stoffwechseltest.
Zwei Varianten decken die typische Preisspanne ab: eine kompakte mit Fokus auf Gewicht und eine umfangreichere mit breiterer Auswertung.
WeightLoss | SLIM DNA-Test
Der kompakte Einstieg mit Fokus auf Gewicht und Stoffwechsel: über 80 Genvariationen in 24 Auswertungen in 5 Kapiteln auf rund 140 Seiten – etwa zu Kohlenhydrat- und Fettverwertung, Sättigung und Reaktion auf Bewegung.
Preis: 169,00 € · Probenart: Speichelprobe (zu Hause) · Bearbeitungszeit: ca. 20–25 Werktage · Labor: ISO-27001-zertifizierte Analyse
SLIM DNA-Test ansehen
NutriCare | INFINITY DNA-Test
Die ausführliche Variante: über 140 Genvariationen und 54 Auswertungen in 8 Kapiteln auf rund 200 Seiten, dazu ein personalisierter Ernährungsplan mit Rezepten und über 1.000 bewertete Lebensmittel.
Preis: 269,00 € · Probenart: Speichelprobe (zu Hause) · Bearbeitungszeit: ca. 20–25 Werktage · Labor: ISO-27001-zertifizierte Analyse
INFINITY DNA-Test ansehenEhrlich eingeordnet: Auch diese Tests sagen keinen Abnehmerfolg voraus und ersetzen keine ärztliche Beratung. Der Effekt entsteht erst im Alltag. Weitere Varianten findest du in der Kollektion DNA-Stoffwechseltests.
Angaben zu Preis, Umfang und Zertifizierung stammen von den mybody®-Produktseiten (Stand: Juli 2026) und können sich ändern. Ein DNA-Stoffwechseltest ist kein Medizinprodukt zur Diagnose.
Einordnung: Was ein Test kann – und was nicht
Ein DNA-Stoffwechseltest liefert eine strukturierte Standortbestimmung: Er beschreibt Veranlagungen, ordnet Verträglichkeiten ein und ersetzt zielloses Ausprobieren durch einen begründeten Startpunkt.
Genauso klar sind die Grenzen:
| Was ein DNA-Stoffwechseltest kann | Was er nicht kann |
|---|---|
| Veranlagungen zu Nährstoffverwertung, Sättigung und Bewegung beschreiben | Eine Diagnose stellen – dafür ist eine ärztliche Untersuchung nötig |
| Einen begründeten Startpunkt für eine Umstellung liefern | Krankheitsrisiken vorhersagen – dafür braucht es humangenetische Diagnostik |
| Die Auswahl zwischen konkurrierenden Diätkonzepten beenden | Die Energiebilanz ersetzen – ohne Kaloriendefizit funktioniert keine Empfehlung |
| Verträglichkeiten wie Laktose oder Koffein als Veranlagung einordnen | Deinen Abnehmerfolg vorhersagen – die Studienlage stützt das nicht |
| Verbindlichkeit erhöhen, weil die Empfehlung persönlich begründet ist | Ernährungsberatung, ärztliche Abklärung oder Verhaltensänderung ersetzen |
Besonders wichtig ist der Punkt zur Vorhersage: Ein DNA-Test misst keine Motivation, kein Umfeld, keinen Schlaf, keinen Stress – genau die Faktoren, die im Alltag entscheiden. Er sagt nicht, ob du abnehmen wirst, sondern nur, mit welcher Ausgangslage du startest.
Am größten ist der Nutzen, wenn du den Report als Arbeitsgrundlage behandelst: Nimm zwei bis drei Empfehlungen heraus, die du sofort umsetzen kannst. Ein ungelesener Bericht wirkt wie kein Test.
Fazit: eine ehrliche Empfehlung
Mit DNA abnehmen funktioniert nicht so, wie Werbung es oft nahelegt. Die Vorstellung, ein Genotyp verrate die passende Diät, hat die bislang größte direkte Prüfung – DIETFITS – nicht bestanden. Wer diese Erwartung hat, sollte das Geld sparen.
Wertlos ist die Methode deshalb nicht. Personalisierte Rückmeldung verändert das Ernährungsverhalten, und ein DNA-Report ist eine Form davon: konkret, persönlich, strukturiert. Ob der Effekt genetisch begründet ist, spielt praktisch eine kleinere Rolle.
Unsere Empfehlung ist deshalb differenziert: Wenn du dich für deine Veranlagungen interessierst, einen strukturierten Einstieg suchst und die Grenzen kennst, ist ein DNA-Stoffwechseltest vertretbar. Suchst du Abkürzung, Diagnose oder Garantie, ist er die falsche Wahl.
Der wichtigste Satz bleibt derselbe: Die Ernährungsform, die du in zwölf Monaten noch lebst, schlägt jede, die auf dem Papier optimal aussieht. Ein Test kann helfen, sie zu finden – gehen musst du den Weg selbst.
Häufige Fragen (FAQ)
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Der WeightLoss | SLIM DNA-Test analysiert über 80 Genvariationen aus einer Speichelprobe für zu Hause – ISO-27001-zertifiziert. Kein Erfolgsversprechen, aber ein begründeter Startpunkt.
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Quellen
- Gardner, C. D. et al. (2018): „Effect of Low-Fat vs Low-Carbohydrate Diet on 12-Month Weight Loss in Overweight Adults and the Association With Genotype Pattern or Insulin Secretion: The DIETFITS Randomized Clinical Trial". JAMA 319(7):667–679. jamanetwork.com
- Celis-Morales, C. et al. (2017): „Effect of personalized nutrition on health-related behaviour change: evidence from the Food4Me European randomized controlled trial". International Journal of Epidemiology 46(2):578–588. academic.oup.com
- „Obesity and Nutrigenetics Testing: New Insights" (2024). Nutrients 16(5):607. mdpi.com
- Weltgesundheitsorganisation (WHO): Fact Sheet „Obesity and overweight". who.int
- IQWiG / gesundheitsinformation.de: „Programme und Medikamente zum Abnehmen". gesundheitsinformation.de
- IQWiG / gesundheitsinformation.de: „Starkes Übergewicht (Adipositas)". gesundheitsinformation.de
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): „Gut essen und trinken – die DGE-Empfehlungen". dge.de
Angaben zur genotypbasierten Diätzuordnung stützen sich auf [1], zu personalisierten Empfehlungen auf [2], zum Forschungsstand der Nutrigenetik auf [3], die weltweiten Kennzahlen auf [4], die Angaben zu Abnehmprogrammen auf [5] und [6], Ernährungsgrundlagen auf [7]. Produktangaben stammen von den mybody®-Produktseiten.
mybody® Redaktions- & Fachteam
Dieser Beitrag wurde vom mybody® Redaktions- und Fachteam erstellt, das Fachwissen aus Nutrigenetik, Ernährungswissenschaft, Gewichtsmanagement und Labordiagnostik bündelt. Mehr über unser Team erfährst du auf unserer Redaktions- und Autorenseite.
Veröffentlicht am 27. Juli 2026 · Zuletzt aktualisiert am 27. Juli 2026
Medizinischer Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ein DNA-Stoffwechseltest ist kein diagnostisches Verfahren und sagt keinen Abnehmerfolg voraus. Bei starkem Übergewicht, Begleiterkrankungen, ungewollter Gewichtsveränderung oder einem gestörten Essverhalten wende dich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.





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