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Vitamin-D-Mangel durch den Darm: was die Aufnahme bremst

26. September 2026ca. 16 Minutenvon mybody®x Redaktions- & Fachteam

Das Wichtigste in Kürze

Vitamin D ist fettlöslich, es löst sich also in Fett. Im Darm wurde es in Studien besser aufgenommen, wenn die Mahlzeit Fett enthielt, die Aufnahme gelang aber auch ohne Fett. Bei chronischen Darmentzündungen und bei Zöliakie (der Dünndarm reagiert dabei auf Gluten) war der Vitamin-D-Status schlechter als bei Vergleichspersonen. Gene tragen zum Spiegel bei, als ein Faktor unter mehreren.

Mit Fett in der Mahlzeit lag der Spitzenwert von Vitamin D3 im Blut nach 12 Stunden um 32 % höher als ohne Fett (Dawson-Hughes u. a., 2015).

Bei chronischer Entzündung der Bauchspeicheldrüse, eines Verdauungsorgans im Oberbauch, zeigte sich kein höheres Risiko für einen Mangel als bei Vergleichspersonen (Martínez-Moneo u. a., 2016).

Ob hinter einem niedrigen Wert eine Darmerkrankung steht, klärt die Hausarztpraxis; den aktuellen Wert zeigt ein Bluttest.

In diesem Artikel

Welchen Anteil hat der Darm an deinem Vitamin-D-Spiegel?

Der Darm nimmt das Vitamin D auf, das du isst oder als Präparat einnimmst. Den größten Teil der Versorgung trägt nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) aber die Eigensynthese bei, also die Bildung im eigenen Körper: 80 bis 90 % (Rabenberg und Mensink, 2016).

Vitamin D gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Was das für die Speicherung heißt, beschreibt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in seinen Antworten zu Vitamin D:

Belegte Fundstelle

„Da Vitamin D fettlöslich ist, kann es sehr gut im Körper gespeichert werden.“

Bundesinstitut für Risikobewertung
Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin D, FAQ vom 30. Dezember 2025

Hauptspeicherorte sind laut BfR (2025) das Fett- und Muskelgewebe, geringere Mengen finden sich in der Leber. Wie Vitamin D überhaupt in den Körper gelangt, haben Silva und Furlanetto 2018 in einer systematischen Übersicht untersucht, einer Auswertung, die die passenden Studien zu einer Frage sammelt. Von 2.069 gesichteten Arbeiten schlossen sie 46 ein.

Ihr Ergebnis: Vitamin D wurde besser aufgenommen, wenn es mit einer fetthaltigen Mahlzeit kam. Die Aufnahme fand aber auch ohne Fett statt. Faktoren, die die Aufnahme von Cholesterin veränderten, veränderten auch die von Vitamin D. Den genauen Weg durch die Darmwand halten die Autoren für nicht abschließend geklärt, die Daten dazu seien spärlich. Deshalb halten sich die folgenden Kapitel an das, was Studien an Menschen gemessen haben.

Gemessen wird die Versorgung über 25(OH)D, den Speicherwert von Vitamin D im Blut, angegeben in nmol/l (Nanomol je Liter). Das RKI schreibt: „Bei 25(OH)D-Serumkonzentrationen > 50 nmol/l wird von einer ausreichenden Versorgung ausgegangen.“ Werte zwischen 30 und unter 50 nmol/l „geben Hinweise auf eine suboptimale Versorgung“. Unter 30 nmol/l weisen sie laut RKI „auf eine mangelhafte Vitamin-D-Versorgung“ hin (Rabenberg und Mensink, 2016).

Welcher Anteil der Erwachsenen darunter liegt, zeigt die RKI-Studie DEGS1 mit 6.995 Teilnehmenden von 18 bis 79 Jahren: 30,2 % hatten weniger als 30 nmol/l (Rabenberg und Mensink, 2016). Die Daten stammen aus den Jahren 2008 bis 2011.

Was bremst die Vitamin-D-Aufnahme im Darm?

Untersucht sind fünf Ansatzpunkte, und nicht jeder hält, was die Vermutung verspricht. Bei der Bauchspeicheldrüse zeigte sich kein höheres Risiko als bei Vergleichspersonen.

Die Genvarianten, also Unterschiede im Erbgut zwischen Menschen, betreffen wiederum den Spiegel insgesamt; die Studie dazu hat nicht die Aufnahme im Darm gemessen. Jeder Ansatzpunkt folgt unten demselben Aufbau: erst der Kernsatz, dann die Studie, dann ihre Bedeutung.

Bremst eine Mahlzeit ohne Fett die Vitamin-D-Aufnahme?

Nach einer randomisierten Studie ja: Mit Fett in der Mahlzeit lag der Wert höher als ohne.

Was die Studie zeigt: Dawson-Hughes u. a. (2015) gaben 50 gesunden älteren Erwachsenen ein Vitamin-D3-Präparat zu einer Mahlzeit, randomisiert, also mit Zuteilung per Zufall. Stammten 30 % der Energie der Mahlzeit aus Fett, lag der Spitzenwert von Vitamin D3 im Blutplasma nach 12 Stunden um 32 % höher als nach einer fettfreien Mahlzeit. Die Art des Fetts änderte daran nichts: Das Verhältnis von einfach zu mehrfach ungesättigten Fettsäuren beeinflusste die Aufnahme nicht.

Eine kleinere Beobachtung weist in dieselbe Richtung. Mulligan und Licata (2010) begleiteten 17 Patientinnen und Patienten einer Knochenambulanz, deren Wert unter Behandlung nicht gestiegen war. Nachdem sie Vitamin D zur größten Mahlzeit des Tages nahmen, lag der Speicherwert nach zwei bis drei Monaten um etwa 50 % höher.

Was das bedeutet: Der Einwand „Ich nehme doch schon Vitamin D“ ist berechtigt, beantwortet aber nicht, zu welcher Mahlzeit. Der erste Befund stammt von gesunden Menschen, er betrifft also auch Menschen ohne Darmerkrankung. Die Grenzen sind deutlich: Dawson-Hughes maß einen einzigen Tag und nicht den Speicherwert, die Beobachtung von Mulligan und Licata hatte keine Vergleichsgruppe.

Wie hängen chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Vitamin-D-Mangel zusammen?

Menschen mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) hatten in einer Metaanalyse, die mehrere Studien zusammenrechnet, von Del Pinto u. a. (2015) eine um 64 % höhere Chance auf einen Vitamin-D-Mangel als Kontrollpersonen. Eine CED ist eine lang anhaltende Entzündung im Darm, etwa Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn.

Was die Studie zeigt: Eine Metaanalyse rechnet Einzelstudien zu einem gemeinsamen Ergebnis zusammen. Del Pinto u. a. (2015) werteten so 14 Studien mit 1.891 Teilnehmenden aus, 938 mit CED und 953 Kontrollpersonen ohne die Erkrankung. Die Chance (Odds) auf einen Mangel lag bei CED um 64 % höher. Bei Colitis ulcerosa, einer Entzündung des Dickdarms, war sie mehr als doppelt so hoch.

Was das bedeutet: Der Zusammenhang ist gemessen, die Ursache nicht. Die Studien beobachteten, ohne einzugreifen, und die Chancenverhältnisse waren nicht um andere Einflüsse bereinigt; die Autoren nennen das selbst als Einschränkung. Ob die Entzündung den Mangel begünstigt oder umgekehrt, bleibt offen. Wer eine solche Erkrankung bei sich vermutet, klärt das in der Hausarztpraxis.

Ist der Vitamin-D-Spiegel bei Zöliakie niedriger?

Ja, im Mittel um 8,36 nmol/l gegenüber Kontrollpersonen, nach einer Metaanalyse von Lu u. a. (2021). Nach glutenfreier Ernährung lag er nahe an deren Wert.

Was die Studie zeigt: Bei Zöliakie reagiert der Dünndarm auf Gluten, ein Eiweiß aus Getreide; behandelt wird sie mit glutenfreier Ernährung. Lu u. a. (2021) werteten 27 Artikel mit 28 Datensätzen aus. Behandelte hatten im Mittel einen um 15,6 nmol/l höheren Speicherwert als Unbehandelte und lagen nahe an den Kontrollen.

Was das bedeutet: Die Daten stammen aus Querschnittsstudien, die eine Gruppe zu einem einzigen Zeitpunkt messen. Die Autoren schreiben selbst, dass sich die Richtung des Zusammenhangs so nicht bestätigen lässt. Welche Beschwerden bei Erwachsenen zu einer Zöliakie passen können, beschreibt der Artikel über Symptome bei Zöliakie bei Erwachsenen; ein Verdacht gehört in die Hausarztpraxis.

Erhöht eine chronische Pankreatitis das Risiko für Vitamin-D-Mangel?

Nach einer Metaanalyse nicht erkennbar. Ein Mangel kam bei 57,6 % der Betroffenen vor, das Risiko lag aber nicht erkennbar über dem von Kontrollpersonen (Martínez-Moneo u. a., 2016).

Was die Studie zeigt: Eine chronische Pankreatitis ist eine lang anhaltende Entzündung der Bauchspeicheldrüse, fachlich Pankreas. Martínez-Moneo u. a. (2016) werteten 12 Studien mit 548 Betroffenen aus. Gepoolt, also über alle Studien zusammengerechnet, hatten 57,6 % einen Vitamin-D-Mangel. Das Chancenverhältnis gegenüber Kontrollen lag bei 1,17 und war nicht signifikant, also statistisch nicht von einem Zufallsbefund zu trennen.

Was das bedeutet: Der Anteil ist hoch, die Erkrankung erklärt ihn nach diesen Daten aber nicht. Auch der Anteil der Betroffenen mit exokriner Pankreasinsuffizienz, bei der die Drüse zu wenig Verdauungssaft bildet, schien die Mangelraten nicht zu beeinflussen. Die Studien waren klein und sehr unterschiedlich, die Grenzwerte für einen Mangel nicht einheitlich.

Welche Genvarianten hängen mit dem Vitamin-D-Spiegel zusammen?

In einer Studie von Wang u. a. (2010) mit 33.996 Menschen hingen drei Genorte mit dem Speicherwert zusammen. Die Veranlagung ist dabei ein Faktor unter mehreren.

Was die Studie zeigt: Eine Genvariante ist eine Stelle im Erbgut, an der sich Menschen voneinander unterscheiden, ein Genort der Abschnitt, an dem sie liegt. Wang u. a. (2010) durchsuchten in einer genomweiten Studie das Erbgut von 33.996 Menschen europäischer Herkunft aus 15 Kohorten, also Studiengruppen. Bestätigt wurden drei Genorte: einer im Gen GC, zwei weitere nahe den Genen DHCR7 und CYP2R1. Wer beim genetischen Punktwert aus diesen Varianten im obersten Viertel lag, hatte gegenüber dem untersten Viertel eine 2,47-mal so hohe Chance auf einen Speicherwert unter 75 nmol/l.

Was das bedeutet: Zu den Einflüssen auf den Spiegel zählen laut den Autoren Sonne und Ernährung; die hohe Erblichkeit spreche dafür, dass auch Gene beitragen könnten. Die Anlage ist keine Festlegung. Die Studie umfasste nur Menschen europäischer Herkunft und maß den Spiegel, nicht die Aufnahme im Darm.

Wie weit sich aus solchen Befunden Empfehlungen ableiten lassen, ist eine eigene Frage. Ein Positionspapier der DGE hielt 2022 fest, dass Belege für den Erfolg genbasierter Ernährungsempfehlungen noch weitgehend fehlen (sinngemäß nach Holzapfel u. a., 2022). Die DGE ist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Vitamin-D-Mangel und Darm: Wie sicher sind die Befunde?

Unterschiedlich sicher. Für die Mahlzeit gibt es eine Studie mit Zuteilung per Zufall, für die Darmerkrankungen Zusammenhänge ohne geklärte Richtung.

Bei der Bauchspeicheldrüse lag das Risiko nicht erkennbar über dem von Kontrollpersonen. Die Tabelle stellt nebeneinander, was jede Studie zeigt und wo ihre wichtigste Einschränkung liegt.

Fünf Ansatzpunkte im Vergleich

Ursache Studien zeigen Wie sicher
Mahlzeit ohne Fett Mit Fett lag der Spitzenwert von Vitamin D3 nach 12 Stunden um 32 % höher (Dawson-Hughes u. a., 2015). Zuteilung per Zufall, aber an einem einzigen Tag mit 50 Personen; gemessen wurde nicht der Speicherwert.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankung Um 64 % höhere Chance auf einen Mangel, bei Colitis ulcerosa mehr als doppelt so hoch (Del Pinto u. a., 2015). Beobachtungsstudien ohne Bereinigung um andere Einflüsse; die Richtung ist offen.
Zöliakie Speicherwert im Mittel 8,36 nmol/l niedriger, nach glutenfreier Ernährung nahe an Kontrollen (Lu u. a., 2021). Querschnittsdaten; die Richtung lässt sich laut den Autoren nicht bestätigen.
Chronische Pankreatitis Mangel bei gepoolt 57,6 %, aber kein erkennbar höheres Risiko als bei Kontrollen (Martínez-Moneo u. a., 2016). Kleine, sehr unterschiedliche Studien mit uneinheitlichen Grenzwerten.
Genvarianten Drei Genorte hingen mit dem Speicherwert zusammen; oberstes gegen unterstes Viertel: 2,47-mal so hohe Chance auf unter 75 nmol/l (Wang u. a., 2010). 33.996 Personen, nur europäischer Herkunft; ein Faktor unter mehreren.

Was den Weg durch den Darm bremst – auf einen Blick

Fett in der Mahlzeit verbesserte die Aufnahme von Vitamin D in Studien, ohne Fett fand sie trotzdem statt. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und bei Zöliakie war der Vitamin-D-Status schlechter, die Richtung von Ursache und Wirkung ist aber offen. Bei chronischer Pankreatitis zeigte sich kein höheres Risiko als bei Kontrollpersonen. Genvarianten hängen mit dem Spiegel zusammen, legen ihn aber nicht fest.

Vitamin-D-Wert niedrig: Welche Fragen stellst du dir?

Vier Fragen an dich selbst ordnen, was du schon weißt, und bereiten das Gespräch in der Praxis vor. Eine Diagnose ersetzen sie nicht.

Mann isst am hellen Fenstertisch Eier, Avocado und Vollkornbrot

Die Fragen folgen den Befunden aus den vorigen Kapiteln. Keine davon sagt dir, ob mit deinem Darm etwas nicht stimmt; sie zeigen, wo eine Messung oder ein Arztgespräch weiterhilft.

Fragen an dich selbst

Zu welcher Mahlzeit nimmst du dein Präparat? In den Studien von Dawson-Hughes u. a. (2015) sowie Mulligan und Licata (2010) machte die Mahlzeit einen messbaren Unterschied.

Ist bei dir eine Darmerkrankung ärztlich festgestellt? Bei Menschen mit CED oder Zöliakie zeigten Metaanalysen einen schlechteren Vitamin-D-Status.

Bleibt dein Wert trotz Einnahme niedrig? Dann gehört der Befund in die Praxis, zusammen mit der Angabe, wann und wie du das Präparat nimmst.

In welcher Einheit steht dein Wert auf dem Befund? Das RKI ordnet in nmol/l ein; steht dort eine andere Einheit, hilft die Praxis beim Vergleich.

Wer sagt „Mit meinem Darm ist alles in Ordnung“, kann trotzdem bei der ersten Frage ansetzen. Die Studie zur fetthaltigen Mahlzeit lief mit gesunden Erwachsenen.

Zwei Nachbarfragen haben eigene Artikel: warum der Wert trotz Sonne im Sommer niedrig ausfallen kann und was dahintersteckt, wenn er trotz Einnahme nicht steigt. Dort geht es um die Jahreszeit und das Präparat, hier um den Weg durch den Darm.

Hilft Fett in der Mahlzeit bei der Vitamin-D-Aufnahme?

Nach zwei Studien ja: Kam Vitamin D mit Fett oder zur größten Mahlzeit, lag der Wert höher. Welche Menge für dich passt, gehört ins Gespräch mit deiner Praxis.

Beide Studien betreffen den Moment der Einnahme, nicht die Menge. Bei Dawson-Hughes u. a. (2015) kam es darauf an, dass Fett in der Mahlzeit war, nicht auf die Art des Fetts. Mulligan und Licata (2010) setzten bei der größten Mahlzeit des Tages an. Beides sind Befunde aus Studien, keine Einnahmeregel; ob sie auf dein Präparat übertragbar sind, klärst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Bei einer bekannten Darmerkrankung führt der Weg über deren Behandlung in der Praxis. Für Zöliakie zeigt die Metaanalyse von Lu u. a. (2021): Unter glutenfreier Ernährung lag der Speicherwert nahe an dem von Kontrollpersonen. Ein Präparat nach eigenem Ermessen ersetzt diese Behandlung nicht.

Ob und wie Magnesium mit Vitamin D zusammenhängt, ist ein eigenes Thema. Es steht im Artikel über den Zusammenhang von Vitamin D und Magnesium.

Vitamin-D-Mangel und Darm: Was kannst du tun?

Bei einem Verdacht auf eine Darmerkrankung ist die Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle. Den aktuellen Wert zeigt ein Bluttest.

Kommen Verdauungsbeschwerden oder eine bekannte Vorerkrankung dazu, wird in der Praxis geklärt, ob hinter einem niedrigen Wert eine Erkrankung steht und wie sie behandelt wird. Das gilt ebenso, wenn du dauerhaft Medikamente einnimmst; Änderungen daran besprichst du mit der verschreibenden Praxis.

Den aktuellen Speicherwert misst ein Bluttest. Im Sortiment von mybody®x (MYBODY Lab GmbH) ist das der VitalCheck | Nährstoff & Mineralstoff-Test Complete; er misst unter anderem 25-OH-Vitamin-D3, und die Blutprobe entnimmst du zu Hause selbst, ohne Arztbesuch.

Was der Nährstoff- und Mineralstoff-Test nicht kann: Er liefert eine Momentaufnahme, keine Diagnose. Ein auffälliger Wert bedeutet nicht automatisch eine Erkrankung – er bedeutet, dass sich ein zweiter Blick lohnt, am besten gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Einen anderen Blick liefert die Veranlagung. Deine DNA verändert sich nicht; ein DNA-Test beschreibt, ob du Varianten an den Genorten trägst, die in der Studie von Wang u. a. (2010) mit dem Speicherwert zusammenhingen. Das ersetzt weder Messung noch Abklärung, es ergänzt beide um einen Faktor.

Sinnvoll für dich, wenn …

du wissen willst, ob du Varianten an den Genorten trägst, die in der Studie von Wang u. a. (2010) mit dem Speicherwert zusammenhingen.

dein Wert ärztlich abgeklärt ist und du die Veranlagung als weiteren Faktor einordnen möchtest.

du für deine Ernährung einen Ausgangspunkt suchst, der gleich bleibt: Der Test ist einmal im Leben nötig.

Eher nicht, wenn …

du deinen aktuellen Vitamin-D-Wert wissen willst. Dafür ist ein Bluttest da.

du eine Darmerkrankung abklären willst. Dafür ist die Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle.

du eine Mengenangabe für dein Präparat suchst. Die gehört ins Gespräch mit deiner Praxis.

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Aus einer Speichelprobe ordnet der Test deine Veranlagung ein, darunter die Analyse Vitamin D; sie betrachtet dieselben drei Genorte wie die Studie von Wang u. a. (2010). Er misst keinen Vitamin-D-Wert und sagt nichts über deinen Darm. Ausgewertet wird in einem Fachlabor in Deutschland.

Preis 269,00 € Stand 26.09.2026, Änderungen möglich
Probenart Speichel
Bearbeitungszeit Kit-Versand 1–3 Werktage
Laborauswertung 15–25 Werktage nach Probeneingang
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Grenzen: Was Studien und DNA-Test zu Vitamin D nicht zeigen

Die Studien beschreiben Gruppen, keine einzelnen Menschen. Der DNA-Test beschreibt eine Veranlagung, keinen Wert.

Die Befunde zu CED und Zöliakie stammen aus Beobachtungs- und Querschnittsstudien. Sie zeigen, dass Erkrankung und schlechterer Status zusammen auftreten, aber nicht, was zuerst da war. Die Studie zur fetthaltigen Mahlzeit umfasste einen Tag, die zur größten Mahlzeit hatte keine Vergleichsgruppe. Die Genstudie schloss nur Menschen europäischer Herkunft ein.

Der NutriCare INFINITY DNA-Test misst keinen Vitamin-D-Wert und sagt nichts darüber, ob dein Darm Vitamin D gut aufnimmt. Er ordnet die Veranlagung ein, nicht-diagnostisch, als Faktor neben Sonne und Ernährung. Ob du ausreichend versorgt bist, zeigt der Blutwert; ob eine Erkrankung dahintersteht, klärt die Praxis.

Liegt ein niedriger Vitamin-D-Wert am Darm?

Das zeigt erst der Befund in der Praxis. Die Studien sortieren aber, welcher Ansatzpunkt wohin gehört.

Einer betrifft den Alltag: die Mahlzeit, zu der Vitamin D kommt. Die Darmerkrankungen gehören in die Praxis. Dort wird eine CED oder eine Zöliakie festgestellt und behandelt. Die Bauchspeicheldrüse hat sich in der Metaanalyse von Martínez-Moneo u. a. (2016) nicht als höheres Risiko gezeigt. Und die Gene ordnen ein, warum zwei Menschen mit gleichem Alltag unterschiedliche Werte haben können, ohne etwas festzulegen.

Was die Aufnahme bremst, lässt sich in Studien messen. Was deinen Wert bremst, zeigt dein eigener Befund.

Häufige Fragen

Wie kann ich die Vitamin-D-Aufnahme verbessern?

Die Studien geben einen Hinweis auf die Mahlzeit, keine Einnahmeregel. Mit Fett in der Mahlzeit lag der Spitzenwert von Vitamin D3 nach 12 Stunden um 32 % höher als nach einer fettfreien (Dawson-Hughes u. a., 2015). In einer kleinen Beobachtung ohne Vergleichsgruppe lag der Speicherwert um etwa 50 % höher, nachdem Vitamin D zur größten Mahlzeit kam (Mulligan und Licata, 2010). Welche Menge und welcher Zeitpunkt für dich passen, besprichst du mit deiner Praxis.

Was hat die Verdauung mit Vitamin D zu tun?

Vitamin D aus Essen und Präparaten gelangt über den Darm in den Körper. Weil es fettlöslich ist, kann der Körper es laut BfR (2025) gut speichern; Hauptspeicherorte sind Fett- und Muskelgewebe. Die Übersicht von Silva und Furlanetto (2018) mit 46 eingeschlossenen Arbeiten zeigt: Mit fetthaltigen Mahlzeiten wurde Vitamin D besser aufgenommen, ohne Fett aber ebenfalls. Was die Aufnahme von Cholesterin veränderte, veränderte auch die von Vitamin D.

Woran erkenne ich eine Aufnahmestörung?

Feststellen lässt sie sich nur ärztlich. Einen Anhaltspunkt gibt der Speicherwert 25(OH)D im Blut: Werte unter 30 nmol/l weisen laut RKI „auf eine mangelhafte Vitamin-D-Versorgung“ hin (Rabenberg und Mensink, 2016). Bleibt dein Wert trotz Einnahme niedrig, ist das ein Grund für einen Termin in der Hausarztpraxis. Dort wird geklärt, ob eine Darmerkrankung oder eine andere Ursache dahintersteht; ein DNA-Test kann das nicht.

Was ist eine Vitamin-D-Stoffwechselstörung?

Ob bei jemandem eine Störung im Vitamin-D-Stoffwechsel vorliegt, stellt die Praxis fest, nicht ein Selbsttest und nicht ein Suchergebnis. Unabhängig von Erkrankungen unterscheiden sich Menschen in ihrer Veranlagung: In der Studie von Wang u. a. (2010) mit 33.996 Menschen europäischer Herkunft hingen drei Genorte mit dem Vitamin-D-Status zusammen. Solche Genvarianten sind keine Störung. Sie beschreiben eine Veranlagung, die neben Sonne und Ernährung zum Spiegel beiträgt.

Steigt der Wert bei Zöliakie wieder?

Die Metaanalyse spricht dafür, hat den Anstieg aber nicht bei denselben Menschen verfolgt. Bei Menschen mit behandelter Zöliakie lag der Speicherwert nahe an dem von Kontrollpersonen; nach glutenfreier Ernährung war er im Mittel 15,6 nmol/l höher als bei Unbehandelten (Lu u. a., 2021). Die Autoren schreiben aber, dass sich die Richtung des Zusammenhangs aus Querschnittsstudien nicht bestätigen lässt. Ob eine Zöliakie vorliegt und wie sie behandelt wird, klärt die Hausarztpraxis.

Nächster Schritt

Deine Veranlagung für Vitamin D einordnen

Der NutriCare INFINITY DNA-Test beschreibt, ob du Genvarianten trägst, die mit dem Vitamin-D-Spiegel zusammenhängen. Einen Wert misst er nicht.

Zum NutriCare INFINITY DNA-Test Den eigenen Vitamin-D-Wert einordnen Was ein Selbsttest zeigt, wenn der Wert trotz Einnahme nicht steigt

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Quellen

  1. Bundesinstitut für Risikobewertung: „Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin D“ (FAQ vom 30. Dezember 2025) – bfr.bund.de
  2. Del Pinto R u. a.: „Association Between Inflammatory Bowel Disease and Vitamin D Deficiency: A Systematic Review and Meta-analysis“ (Inflammatory Bowel Diseases, 2015) – europepmc.org
  3. Lu C u. a.: „Vitamin D status and vitamin D receptor genotypes in celiac disease: a meta-analysis“ (Critical Reviews in Food Science and Nutrition, 2021) – europepmc.org
  4. Wang TJ u. a.: „Common genetic determinants of vitamin D insufficiency: a genome-wide association study“ (The Lancet, 2010) – europepmc.org

Fettlöslichkeit und Speicherung stützen sich auf [1], die Befunde zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen auf [2], zu Zöliakie auf [3], zu den Genvarianten auf [4]. Weitere Befunde sind im Text mit Autor und Jahr belegt: Silva und Furlanetto (Nutrition Reviews, 2018), Martínez-Moneo u. a. (Pancreatology, 2016), Mulligan und Licata (Journal of Bone and Mineral Research, 2010), Dawson-Hughes u. a. (Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics, 2015), Rabenberg und Mensink (Robert Koch-Institut, Journal of Health Monitoring, 2016) sowie Holzapfel u. a. (Molecular Nutrition & Food Research, 2022). Produktangaben von mybody®x, Stand 26.09.2026; Quellen geprüft am 26.09.2026.

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Vitamin D Nutrigenetik

Das mybody®x Redaktions- & Fachteam schreibt über Nährstoffe und Genetik. Jede Zahl in diesem Artikel ist mit Institution oder Autor und Jahr belegt. Mehr über das Team auf der Autorenseite.

Veröffentlicht am 26.09.2026 · Zuletzt aktualisiert am 26.09.2026

Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Referenzbereiche sind labor-, methoden- und altersabhängig – maßgeblich sind immer die Angaben auf deinem Befund.

Unsere Produkte sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder zu verhindern.

Die DNA-Analyse dient der Ernährungs- und Lebensstilberatung. Sie ist kein diagnostisches Verfahren, stellt keine Krankheitsvorhersage dar und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Beratung. Genetische Varianten beschreiben Wahrscheinlichkeiten in Bevölkerungsgruppen, keine Festlegung für einzelne Personen.

Die Bilder in diesem Artikel sind mit KI erstellt, die abgebildeten Personen sind nicht real.

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