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Hundehaarallergie: Symptome erkennen und was du im Alltag tun kannst

7. Oktober 2026ca. 16 Minutenvon mybody®x Redaktions- & Fachteam

Das Wichtigste in Kürze

Bei einer Hundehaarallergie lösen nicht die Haare die Beschwerden aus, sondern Eiweiße aus Hautschuppen und Speichel des Hundes. Laut gesund.bund.de (2024) entwickeln „die meisten Menschen mit Tierallergie“ die Symptome sofort nach dem Kontakt, etwa Schnupfen und Niesen. Im Alltag steht das Meiden des Kontakts an erster Stelle. Ob es eine Allergie ist, klärt die ärztliche Praxis.

Sogenannte hypoallergene Hunde trugen in einer Studie mehr Hauptallergen im Haar als Vergleichshunde, in den Wohnungen kam aber nicht mehr davon an (Vredegoor u. a., 2012).

Ein positiver Allergietest im Blut zeigt eine Sensibilisierung, also messbare Antikörper gegen einen Auslöser, und noch keine Allergie (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016).

Eine Hyposensibilisierung, also eine ärztliche Behandlung über Jahre, ist gegen Hundeallergene laut Fachleitlinie nicht ausreichend belegt (DGAKI u. a., 2022).

In diesem Artikel

Hundehaarallergie: Sind wirklich die Haare schuld?

Nein. Die Beschwerden lösen Eiweiße des Hundes aus, die sich unter anderem in Fell und Speichel finden, nicht die Haare selbst (gesund.bund.de, 2024).

Der Name Hundehaarallergie führt also in die Irre. Das Nationale Gesundheitsportal des Bundesministeriums für Gesundheit nennt als Auslöser Eiweiße aus Hautschuppen und Speichel der Tiere (gesund.bund.de, 2024). Sie stecken außerdem in Schweiß und Talg, ebenso in den Ausscheidungen. Solche Eiweiße heißen Allergene, gemeint sind die Stoffe, die eine allergische Reaktion auslösen. Sie gelangen über die Atemwege in den Körper oder durch direkten Körperkontakt (gesund.bund.de, 2024).

Belegte Fundstelle

„Doch es sind nicht die Haare, die eine allergische Reaktion auslösen.“

Nationales Gesundheitsportal des Bundesministeriums für Gesundheit
Seite „Tierallergie“, in Zusammenarbeit mit dem IQWiG, gesund.bund.de (2024)

Beim Hund steht ein Eiweiß besonders im Blick der Forschung: Can f 1, in einer Studie als Hauptallergen des Hundes bezeichnet, im englischen Original „major dog […] allergen“ (Vredegoor u. a., 2012). Gemessen wurde es dort im Fell der Tiere und im Staub von Wohnungen (Vredegoor u. a., 2012). Wer von Hundehaaren spricht, meint im Grunde diese Eiweiße.

Zwei weitere Begriffe gehören von Anfang an dazu. IgE-Antikörper sind Allergie-Antikörper im Blut, deren Menge bei einer Allergie erhöht sein kann (IQWiG, 2024). Hat jemand solche Antikörper gegen ein bestimmtes Allergen, nennt man das eine allergische Sensibilisierung; sie ist die Voraussetzung für eine Allergie, kann aber auch ganz ohne Beschwerden bestehen (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016). Ein IgE-Wert zeigt eine Sensibilisierung, keine Diagnose.

Welche Symptome zeigt eine Hundeallergie?

Bei einer Tierallergie sind laut gesund.bund.de (2024) Atemwegsbeschwerden „am häufigsten“, dazu können juckende und tränende Augen kommen. „Die meisten Menschen mit Tierallergie entwickeln sofort nach dem Kontakt mit dem Allergieauslöser typische Symptome“, schreibt das Gesundheitsportal (gesund.bund.de, 2024).

Für das Gespräch in der Praxis hilft es, die Beschwerden nach Körperstelle zu notieren und dazu die Situation, in der sie auftreten, etwa den Besuch bei Freunden mit Hund.

Hundeallergie an Nase und Atemwegen

Schnupfen und Niesen sind die typischen Zeichen einer Tierallergie an den Atemwegen; die Nase läuft oder ist verstopft (gesund.bund.de, 2024). Das Gesundheitsportal weist außerdem darauf hin, dass sich aus einem allergischen Schnupfen nach einigen Jahren Asthma entwickeln kann (gesund.bund.de, 2024). Ein Schnupfen, der beim Kontakt mit Hunden wiederkehrt, gehört deshalb in die ärztliche Praxis.

Hundeallergie an den Augen

Eine Tierallergie kann Augenjucken und Tränen verursachen (gesund.bund.de, 2024). Für die Einordnung zählt der zeitliche Zusammenhang: Notiere, ob die Augen kurz nach der Begegnung mit einem Hund jucken und ob die Nase zur selben Zeit reagiert. Solche Notizen machen das Gespräch in der Praxis konkreter.

Hundeallergie an der Haut

Hautreaktionen sind laut gesund.bund.de (2024) die Ausnahme: In seltenen Fällen kommt es bei einer Tierallergie zur Bildung von Quaddeln (Nesselsucht) und zu Hautausschlag. Da die Allergene auch über direkten Körperkontakt aufgenommen werden können (gesund.bund.de, 2024), notiere bei Hautreaktionen, ob du vorher einen Hund gestreichelt hast.

Hundeallergie ohne Hund im Raum

Beschwerden können auch auftreten, wenn gar kein Tier in der Nähe ist (gesund.bund.de, 2024). Ein Konsensdokument zur Hunde- und Katzenallergie, also eine gemeinsame Einschätzung einer Fachgruppe, beschreibt, dass Menschen Tierallergenen auch dort begegnen, wo keine Tiere sind (Dávila u. a., 2018). Welche Allergene sich in Innenräumen halten, beschreibt der Beitrag Allergie im Winter: was dahintersteckt.

Bei Katzen ist dieser Effekt besonders ausgeprägt, denn ihre Allergene sind laut gesund.bund.de (2024) sehr langlebig und können noch nach Monaten oder Jahren Beschwerden auslösen. Wie sich eine Katzenallergie zeigt, steht im Beitrag Katzenallergie: Symptome erkennen. Hier geht es um den Hund und um die Frage, ob eine bestimmte Rasse weniger Beschwerden macht.

Kernaussage

Für eine Hundeallergie muss kein Hund im Raum sein; es reicht, dass seine Allergene da sind.

Gibt es hypoallergene Hunde für Allergiker?

Nach den vorliegenden Messungen nicht. Eine Studie, die das Hauptallergen bei Hunden verschiedener Rassen bestimmt hat, fand für die Einstufung bestimmter Rassen als hypoallergen, also allergenarm, keinen Beleg (Vredegoor u. a., 2012).

Wildleder-Halbschuhe auf einer Schieferplatte

Die Hoffnung dahinter ist verständlich. Wer mit Hund leben möchte und allergisch reagiert, sucht ein Tier, das weniger Beschwerden macht. Bestimmte Rassen werden genau damit beschrieben und beworben, gestützt auf Einzelberichte, nach denen Menschen mit Hundeallergie diese Hunde besser vertragen (Vredegoor u. a., 2012).

Die Forschenden haben nachgemessen und 196 Hunde sogenannter hypoallergener Rassen mit 160 Vergleichshunden verglichen (Vredegoor u. a., 2012). Das Ergebnis lief der Erwartung entgegen: Die angeblich allergenarmen Hunde trugen im Haar mehr Can f 1, im Mittel 2,26 gegen 0,77 Mikrogramm je Gramm (Vredegoor u. a., 2012). In den Wohnungen kam davon aber nicht mehr an, die Unterschiede führten nicht zu einer höheren Allergenbelastung der Umgebung (Vredegoor u. a., 2012).

Hauptallergen Can f 1 im Vergleich

Messung (Vredegoor u. a., 2012) Sogenannte hypoallergene Rassen (196 Hunde) Vergleichshunde (160)
Can f 1 im Haar, im Mittel 2,26 μg/g 0,77 μg/g
Can f 1 im Fell, im Mittel 27,04 μg/g 12,98 μg/g
Allergen in der Wohnung nicht höher als bei den Vergleichshunden; in einer zweiten Studie nicht anders als in anderen Wohnungen (Nicholas u. a., 2011) Bezugswert der Messung

Ein zweiter Befund derselben Studie ist für die Rassenfrage noch wichtiger: Die Unterschiede zwischen den Rassen waren klein im Vergleich zu den Unterschieden zwischen einzelnen Hunden derselben Rasse (Vredegoor u. a., 2012). Das Fazit der Autorinnen und Autoren: Für die Einstufung bestimmter Hunderassen als ‚hypoallergen‘ gibt es keinen Beleg (sinngemäß nach Vredegoor u. a., 2012).

Eine zweite Arbeit kommt zum selben Bild (Nicholas u. a., 2011). Sie maß Hundeallergen im Hausstaub und teilte die Hunde nach vier verschiedenen Schemata in hypoallergen und nicht hypoallergen ein; nach keinem davon unterschied sich die Allergenmenge in Wohnungen mit den angeblich allergenarmen Hunden von anderen Wohnungen (Nicholas u. a., 2011). Die Autorinnen und Autoren forderten wissenschaftlich belastbare Angaben dazu, wie viel Allergen verschiedene Rassen abgeben (sinngemäß nach Nicholas u. a., 2011).

Für die Entscheidung über einen Hund heißt das: Die Rasse allein ist nach diesen Messungen kein verlässlicher Schutz vor Hundeallergenen.

Hundeallergie oder Sensibilisierung: Was ist der Unterschied?

Sensibilisiert ist, wer IgE-Antikörper gegen ein Allergen hat; eine Allergie liegt vor, wenn beim Kontakt auch Symptome auftreten (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016). Ein IgE-Wert zeigt eine Sensibilisierung, keine Diagnose.

Das Positionspapier der Kommission Umweltmedizin am Robert Koch-Institut benennt den Fall ohne Beschwerden ausdrücklich als „klinisch stumme Sensibilisierung“ (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016). Klinisch stumm heißt: Die Antikörper sind da, aber der Kontakt mit dem Allergen löst keine Symptome aus. Deshalb sagt ein positiver Wert gegen Hund allein noch nicht, ob der Hund der Grund für die laufende Nase ist. Die Grundlagen dazu erklärt der Beitrag Was ist eine Allergie?

Für Bluttests ordnet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG, 2024) noch genauer ein. Der Test ist laut IQWiG (2024) nur ein Hinweis auf eine Allergie, kein Nachweis, denn mehr IgE-Antikörper können auch ohne Allergie im Blut sein, etwa bei Menschen, die rauchen, oder bei einer Parasiten-Infektion. Außerdem hängt die Menge der Allergie-Antikörper nicht unbedingt mit der Stärke der Beschwerden zusammen (IQWiG, 2024). Ein auffälliger Wert bedeutet also nicht automatisch Krankheit, und ein hoher Wert nicht automatisch starke Beschwerden.

Wie groß der Abstand zwischen Sensibilisierung und Allergie ist, zeigen Daten für Erwachsene von 18 bis 79 Jahren in Deutschland: 48,6 Prozent hatten mindestens eine Sensibilisierung, an mindestens einer Allergie litten aktuell fast 20 Prozent (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016; Daten 2008–2011). Rechnerisch sind damit mehr als doppelt so viele Erwachsene sensibilisiert, wie aktuell eine Allergie haben (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016; Daten 2008–2011). Bei 14,8 Prozent war nach eigener Angabe schon einmal Heuschnupfen ärztlich festgestellt worden (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016; Daten 2008–2011).

Für Hunde gibt es eine Schätzung aus Kliniken: Geschätzt 27 Prozent der europäischen Erwachsenen, die wegen Verdachts auf eine Allergie gegen eingeatmete Allergene in die Klinik kommen, sind gegen Hunde sensibilisiert und 26 Prozent gegen Katzen (Dávila u. a., 2018). Die Schätzung beschreibt Sensibilisierungen in dieser ausgewählten Gruppe, nicht Allergien in der Bevölkerung.

Ob aus einer Sensibilisierung gegen Hunde eine Allergie geworden ist, klärt die ärztliche Praxis Schritt für Schritt. Die Diagnose einer Hunde- oder Katzenallergie stützt sich auf Vorgeschichte und körperliche Untersuchung, die zueinander passen müssen, und wird mit einem positiven Hauttest bestätigt (Dávila u. a., 2018). Laut IQWiG (2024) folgt die Suche nach dem Auslöser einem abgestuften Verfahren.

Der Weg zur Diagnose

Gespräch Am Anfang steht das Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt (IQWiG, 2024).

Hauttest Danach wird in der Regel zuerst ein Hauttest gemacht (IQWiG, 2024).

Blutuntersuchung Sie wird eingesetzt, wenn ein Hauttest schwierig oder zu riskant ist (IQWiG, 2024).

Provokationstest Er ist erst sinnvoll, wenn Haut- oder Bluttest keine eindeutigen Ergebnisse gezeigt haben, und findet unter ärztlicher Aufsicht statt, weil es dabei zu sehr starken allergischen Reaktionen kommen kann (IQWiG, 2024).

Kapitel auf einen Blick

Eine Sensibilisierung bedeutet messbare IgE-Antikörper, eine Allergie zusätzlich Beschwerden beim Kontakt (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016). Ein Bluttest gibt laut IQWiG (2024) einen Hinweis, keinen Nachweis. Sensibilisiert sind deutlich mehr Erwachsene, als eine Allergie haben (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016; Daten 2008–2011). Die Diagnose stellt die ärztliche Praxis, in der Regel nach Gespräch und Hauttest (IQWiG, 2024).

Hundehaarallergie: Was kannst du im Alltag mit Hund tun?

An erster Stelle steht, den Kontakt mit Hunden zu meiden. Die S2k-Leitlinie zur Allergen-Immuntherapie, eine Fachleitlinie mehrerer medizinischer Fachgesellschaften, nennt dieses Meiden des Auslösers bei Tierallergien die Maßnahme der Wahl (DGAKI u. a., 2022).

Wer gegen eine bestimmte Tierart allergisch ist, sollte laut gesund.bund.de (2024) Kontakt zu diesen Tieren vermeiden. Bei fremden Hunden lässt sich das planen, etwa vor einem Besuch bei Freunden mit Hund. Weil die Allergene aber auch ohne Tier in der Nähe Beschwerden auslösen können, geht es außerdem um Gegenstände: Das Gesundheitsportal hält es für sinnvoll, Kleidungs- und Einrichtungsgegenstände gründlich zu reinigen oder zu entfernen (gesund.bund.de, 2024).

Praktisch betrifft das etwa die Jacke nach dem Besuch oder die Decke, auf der ein Hund gelegen hat. Weitere Maßnahmen bei Tierallergie beschreibt der Ratgeber Katzenallergie: was tun gegen das Allergen.

Schwieriger wird es beim eigenen Hund. Handelt es sich um das eigene Haustier, ist laut gesund.bund.de (2024) zu erwägen, das Tier abzugeben. Ein Konsensdokument hält fest, dass das Meiden des Tiers zwar am sinnvollsten wäre, aber oft unmöglich und mit einer großen emotionalen Belastung verbunden ist (Dávila u. a., 2018). Beides gehört in ein ruhiges Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt, nicht in eine schnelle Entscheidung.

Diesen Konflikt kennt auch die Fachleitlinie (DGAKI u. a., 2022). Sie beschreibt, dass bei etlichen Menschen mit Sensibilisierung gegen Haustiere der Wunsch groß ist, eine Behandlung zu bekommen, statt das Tier abzugeben (DGAKI u. a., 2022).

Beides gehört in ein ruhiges Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt, nicht in eine schnelle Entscheidung.

Die Behandlung, um die es dabei geht, ist die Allergen-Immuntherapie, kurz AIT, auch Hyposensibilisierung genannt: eine ärztliche Behandlung über Jahre (DGAKI u. a., 2022). Laut gesund.bund.de (2024) ist sie bei manchen Tierallergien möglich, etwa bei einer Katzenallergie, und kommt infrage, wenn die Beschwerden sehr stark sind und sich der Kontakt mit dem Tier nicht vermeiden lässt.

Für den Hund fällt die Bewertung zurückhaltend aus. „Für Hunde ist diese Evidenz nicht in ausreichendem Ausmaß vorhanden“, heißt es in der S2k-Leitlinie zur Allergen-Immuntherapie (DGAKI u. a., 2022); gemeint sind die Belege für eine Wirksamkeit. Lässt sich der Kontakt nicht vermeiden, kommt eine gespritzte Therapie mit Tierallergenextrakten laut Leitlinie nur in einzelnen Fällen infrage, zum Beispiel bei beruflichem Kontakt mit Tieren (DGAKI u. a., 2022). Voraussetzung ist der Nachweis einer klinisch relevanten Sensibilisierung, also mehr als ein Laborwert allein (DGAKI u. a., 2022).

Hundeallergie was tun: Wenn …, dann …

Wenn die Beschwerden direkt nach dem Kontakt mit Hunden auftreten, dann ärztlich abklären lassen, ob eine Allergie dahintersteckt (IQWiG, 2024).

Wenn du auch ohne Hund in der Nähe reagierst, dann an Allergene denken, die über Kleidung und Räume zu dir kommen (gesund.bund.de, 2024).

Wenn die Beschwerden stark sind und sich der Kontakt nicht vermeiden lässt, dann mit der Ärztin oder dem Arzt über eine Allergen-Immuntherapie sprechen; beim Hund sind die Belege unzureichend (DGAKI u. a., 2022).

Wenn der Schnupfen über Jahre anhält, dann ärztlich besprechen, weil sich aus einem allergischen Schnupfen Asthma entwickeln kann (gesund.bund.de, 2024).

Was zeigt ein Bluttest bei Verdacht auf Hundeallergie?

Ein Allergietest im Blut misst IgE-Antikörper gegen bestimmte Allergene und zeigt damit eine Sensibilisierung, etwa gegen Hund. Er ist laut IQWiG (2024) ein Hinweis auf eine Allergie, kein Nachweis.

Die Suche nach dem Auslöser beginnt mit dem Gespräch in der ärztlichen Praxis, danach folgt in der Regel ein Hauttest (IQWiG, 2024). Für die Blutuntersuchung in der Praxis wird Blut aus der Armvene genommen (IQWiG, 2024). Ein Bluttest für zu Hause ersetzt diesen Weg nicht, er kann aber das Gespräch vorbereiten. Wie ein IgE-Wert zu lesen ist, erklärt der Beitrag Allergiewert im Blut.

Für diese Vorbereitung gibt es den AllergoCheck von mybody®x (MYBODY Lab GmbH). Er ist ein Bluttest, kein Hauttest, und misst IgE gegen 54 Allergene aus den Gruppen Pollen und Hausstaub sowie Tierhaare und Nahrungsmittel; Hund ist als Einzelallergen enthalten. Die Probe ist Kapillarblut aus einem Fingerpieks, zu Hause selbst entnommen und ausgewertet in einem Fachlabor in Deutschland. Das Ergebnis kommt als digitaler Auswertungsbericht, als PDF im Kundenportal.

Für die Einordnung gilt dasselbe wie oben: Ein IgE-Wert zeigt eine Sensibilisierung, keine Diagnose. Ein erhöhter Wert bedeutet nicht zwangsläufig Beschwerden, auch klinisch stumme Sensibilisierungen kommen vor (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016). Ob daraus eine Allergie wird, entscheidet sich am Symptom, und das gehört in ärztliche Hände.

AllergoCheck | Nahrungsmittel- und Allergietest von mybody®x

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AllergoCheck | Nahrungsmittel- und Allergietest

Ein Bluttest, kein Hauttest: Er misst IgE gegen 54 Allergene aus Pollen und Hausstaub sowie Tierhaaren und Nahrungsmitteln, Hund ist als Einzelallergen enthalten. Ein IgE-Wert zeigt eine Sensibilisierung, keine Diagnose; der Test gibt einen Hinweis zur Vorbereitung auf das Arztgespräch, keinen Nachweis einer Allergie.

Preis 129,00 € Stand 07.10.2026, Änderungen möglich
Probenart Kapillarblut per Fingerpieks, zu Hause selbst entnommen
Bearbeitungszeit Kit-Versand 1–3 Werktage
Laborauswertung 3–5 Werktage nach Probeneingang
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Grenzen: Was Studien und Bluttest zur Hundeallergie nicht zeigen

Jede Zahl in diesem Artikel hat einen engen Bezug, und ein Bluttest zeigt eine Sensibilisierung, keine Allergie.

Die Schätzung zur Sensibilisierung gegen Hunde stammt aus einem Konsensdokument und gilt nur für europäische Erwachsene, die mit Allergieverdacht in eine Klinik kommen (Dávila u. a., 2018). Auf die Bevölkerung lässt sie sich nicht übertragen.

Die beiden Studien zu hypoallergenen Rassen messen Allergenmengen im Haar der Hunde und im Staub der Wohnungen, keine Beschwerden (Vredegoor u. a., 2012; Nicholas u. a., 2011). Die zweite Arbeit stützt sich zudem auf eine Liste hypoallergener Rassen aus einer Websuche (Nicholas u. a., 2011).

Die Häufigkeiten für Deutschland beruhen auf Daten von 2008 bis 2011 und auf der eigenen Angabe der Befragten, ob eine Ärztin oder ein Arzt die Erkrankung festgestellt hat (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016). Die Leitlinie zur Allergen-Immuntherapie richtet sich an Ärztinnen und Ärzte und hat den Stand von 2022 (DGAKI u. a., 2022).

Der AllergoCheck schließlich zeigt eine Sensibilisierung gegen die gemessenen Allergene. Ob sie Beschwerden macht und ob der Hund der Auslöser ist, klärt die ärztliche Praxis.

Hundeallergie: Wie geht es nach dem Verdacht weiter?

Der Name Hundehaarallergie führt in die Irre, und deshalb liegt die Lösung nicht im Fell. Nach den Messungen schützt keine Rasse verlässlich, weniger Kontakt mit den Allergenen ist dagegen der erste Schritt. Ob überhaupt eine Allergie vorliegt, entscheidet nicht ein einzelner Wert, sondern das Gespräch in der Praxis. Notiere bis dahin, wann und wo die Beschwerden auftreten, und nimm die Notizen mit.

Häufige Fragen

Allergie Hund: Kann man auf einen Hund reagieren und auf einen anderen nicht?

Gemessen wurde dazu die Allergenmenge, nicht die Reaktion. Eine Studie fand, dass sich einzelne Hunde derselben Rasse stärker im Hauptallergen Can f 1 unterschieden als die Rassen untereinander (Vredegoor u. a., 2012). Ob ein Mensch deshalb auf einen bestimmten Hund schwächer reagiert, hat die Studie nicht untersucht, denn sie misst Allergen, keine Beschwerden. Wer einen Hund aufnehmen möchte, bespricht das besser vorher ärztlich, statt sich auf die Rasse zu verlassen.

Kann aus einer Hundeallergie Asthma werden?

Das ist möglich. Laut gesund.bund.de (2024) kann sich aus einem allergischen Schnupfen nach einigen Jahren Asthma entwickeln; das gilt für Tierallergien allgemein. Ein Schnupfen, der beim Kontakt mit Hunden wiederkehrt, gehört deshalb nicht einfach hingenommen, sondern ärztlich abgeklärt. In der Praxis lässt sich dann auch besprechen, wie sich der Kontakt mit den Allergenen im Alltag verringern lässt.

Wie verbreitet sind Allergien in Deutschland?

Unter Erwachsenen von 18 bis 79 Jahren litten fast 20 Prozent aktuell an mindestens einer Allergie (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016; Daten 2008–2011). Bei 14,8 Prozent war nach eigener Angabe schon einmal Heuschnupfen ärztlich festgestellt worden (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016; Daten 2008–2011). Die Erhebung liegt mehr als ein Jahrzehnt zurück und beruht auf Selbstauskunft (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016; Daten 2008–2011). Ob du selbst betroffen bist, klärt nicht die Statistik, sondern die ärztliche Praxis.

Hilft eine Hyposensibilisierung gegen Hundeallergie?

Für Hunde sind die Belege dünn. Die S2k-Leitlinie zur Allergen-Immuntherapie hält fest, dass die Evidenz für Hunde nicht in ausreichendem Ausmaß vorhanden ist, und sieht die Entscheidung für eine solche Behandlung beim Hund deshalb noch kritischer als bei Katzen (DGAKI u. a., 2022). Infrage kommt sie in einzelnen Fällen, wenn sich der Kontakt nicht vermeiden lässt (DGAKI u. a., 2022). Auch das Konsensdokument zur Hunde- und Katzenallergie beschreibt die Immuntherapie als möglichen Weg, für den weitere Studien nötig sind (Dávila u. a., 2018).

Warum reagiere ich im Büro, obwohl dort kein Hund ist?

Tierallergenen begegnet man auch in Umgebungen, in denen keine Tiere sind (Dávila u. a., 2018). Laut gesund.bund.de (2024) können Allergiesymptome auftreten, wenn gar kein Tier in der Nähe ist. Im Büro kommt dafür etwa die Kleidung von Kolleginnen und Kollegen mit Hund als Weg infrage. Ob das wirklich der Grund ist, lässt sich nur ärztlich klären; notiere bis dahin, an welchen Tagen und an welchen Orten die Beschwerden auftreten.

Nächster Schritt

Das Arztgespräch zur Hundeallergie vorbereiten

Der AllergoCheck zeigt, ob IgE-Antikörper gegen Hund und weitere Allergene messbar sind. Das Ergebnis ist ein Hinweis für das Gespräch in der Praxis, keine Diagnose.

Zum AllergoCheck Was ein IgE-Wert bedeutet Den Allergiewert im Blut einordnen

Weiterlesen

Quellen

  1. gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit, in Zusammenarbeit mit dem IQWiG): Tierallergie (Stand 2024) – gesund.bund.de
  2. Vredegoor D. W. u. a.: Can f 1 levels in hair and homes of different dog breeds, Journal of Allergy and Clinical Immunology (Stand 2012) – europepmc.org
  3. IQWiG, gesundheitsinformation.de: Welche Allergietests gibt es? (Stand 2024) – gesundheitsinformation.de
  4. Pfaar O. u. a., DGAKI u. a.: S2k-Leitlinie zur Allergen-Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen (Stand 2022) – register.awmf.org

Die Einordnung der Allergene und Symptome stützt sich auf [1], die Messwerte zu hypoallergenen Rassen auf [2], ergänzt um die Wohnungsmessungen von Nicholas u. a. (2011). Der Diagnoseweg und die Aussagekraft des IgE-Werts folgen [3] sowie dem Positionspapier der RKI-Kommission Umweltmedizin (2016), aus dem auch die Häufigkeiten stammen (Daten 2008–2011). Die Bewertung der Hyposensibilisierung folgt [4]; die Klinikschätzung zur Sensibilisierung gegen Hunde stammt aus dem Konsensdokument von Dávila u. a. (2018). Die Angaben zum AllergoCheck entsprechen dem Sortiment von mybody®x. Stand der Angaben: 07.10.2026.

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Allergie Bluttest

Dieser Artikel wurde vom mybody®x Redaktions- & Fachteam auf Grundlage der genannten Quellen erstellt. Mehr über das Team steht auf der Autorenseite.

Veröffentlicht am 07.10.2026 · Zuletzt aktualisiert am 07.10.2026

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