Was ist Vitamin K? Was K1 und K2 unterscheidet und wofür der Körper sie braucht
28. September 2026ca. 15 Minutenvon mybody®x Redaktions- & Fachteam
Das Wichtigste in Kürze
Vitamin K ist ein Sammelbegriff für mehrere Verbindungen, die der Körper für Blutgerinnung und Knochenstoffwechsel braucht. Vitamin K1, das pflanzliche Phyllochinon, stammt aus grünem Gemüse, Vitamin K2, die Gruppe der Menachinone, aus tierischen und fermentierten Lebensmitteln. Für Erwachsene schätzt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine angemessene Zufuhr von 60 bis 80 Mikrogramm (µg) am Tag (DGE, 2000).
Die K2-Form MK-7 bleibt deutlich länger im Blut als K1 und reichert sich bei längerer Einnahme an (Schurgers u. a., Blood, 2007).
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) legt einen Wert für die angemessene Zufuhr nur für K1 fest, 70 µg am Tag für Erwachsene (EFSA, 2017).
Ob zusätzliches Vitamin K Knochenbrüche oder Gefäßverkalkung verringert, ist nach den bisherigen Übersichtsarbeiten nicht gesichert (Mott u. a., Osteoporosis International, 2019; Li u. a., Frontiers in Nutrition, 2023).
In diesem Artikel
Was ist Vitamin K?
Vitamin K ist kein einzelner Stoff, sondern ein Sammelbegriff für mehrere Verbindungen (DGE, 2000). Die bekanntesten sind das pflanzliche Vitamin K1 und die Vitamin-K2-Verbindungen aus tierischen und fermentierten Lebensmitteln.
Vielleicht stand Vitamin K auf einer Packung neben Vitamin D, vielleicht fiel der Begriff in einem Gespräch über Blutverdünner. Hinter dem Buchstaben steckt eher ein Familienname als ein einzelnes Vitamin: Die Mitglieder sind miteinander verwandt, unterscheiden sich aber in Herkunft und Aufbau.
Die DGE nennt zwei Gruppen. Vitamin K1 heißt chemisch Phyllochinon und stammt aus Pflanzen. Vitamin K2 ist eine ganze Familie von Verbindungen, die Menachinone, die in tierischen und fermentierten Lebensmitteln vorkommen (DGE, 2000). Fermentiert heißt hier, dass Bakterien an der Herstellung beteiligt waren, wie bei Käse oder Sauerkraut (Walther u. a., Advances in Nutrition, 2013).
Aufgenommen wird Vitamin K im Darm auf demselben Weg wie Nahrungsfett (Walther u. a., Advances in Nutrition, 2013). Wie viel davon ankommt, schwankt stark. Die DGE führt die sehr unterschiedlichen Aufnahmeraten zum Teil auf die Lebensmittelmatrix zurück, also das Gefüge eines Lebensmittels mit seinem Fettanteil, zum Teil auf die Länge der Seitenkette, eines Molekülteils, in dem sich die Verbindungen unterscheiden (DGE, 2000).
Belegte Fundstelle
„Vitamin K umfasst mehrere Verbindungen, die wichtig für den Knochenstoffwechsel und die Blutgerinnung sind.“
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)
Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Vitamin K, Stand Ableitung 2000
Wichtig heißt nicht knapp. Dass dein Körper Vitamin K braucht, sagt noch nichts darüber, ob dir etwas fehlt oder ob du zusätzlich etwas einnehmen solltest. Bei gesunden Erwachsenen ist ein Mangel selten (MSD Manual, 2024). Ob du extra etwas brauchst, entscheidet sich deshalb nicht am Vitamin, sondern an deiner Lage.
Vitamin K1 und K2: Was unterscheidet die beiden Formen?
K1 und K2 unterscheiden sich vor allem in ihrer Herkunft und darin, wie lange sie im Blut bleiben. Die K2-Form MK-7 hält sich deutlich länger im Blut als K1 (Schurgers u. a., Blood, 2007).
Vitamin K1 fanden Schurgers und Vermeer vor allem in grünem Gemüse und in Pflanzenmargarine. K2 steckte in tierischen Lebensmitteln wie Leber oder Eigelb und in fermentierten wie Käse oder Natto, einem Gericht aus fermentierten Sojabohnen (Schurgers & Vermeer, Haemostasis, 2000).
Die Menachinone werden mit MK und einer Zahl abgekürzt; in Lebensmitteln fanden sich Formen von MK-4 bis MK-10 (Walther u. a., Advances in Nutrition, 2013). MK-4 fällt aus der Reihe, denn Bakterien bilden es nicht. Mensch und Tier stellen es selbst her, indem bestimmte Gewebe K1 umwandeln. In fermentierten Milchprodukten überwiegen dagegen MK-8 und MK-9, die von Bakterien stammen (Walther u. a., Advances in Nutrition, 2013).
Im Blut verhalten sich die Formen verschieden. In einer kleinen Untersuchung mit sechs gesunden Männern lag K2 nach 200 g Natto etwa zehnmal höher im Blut als K1 nach 400 g Spinat (Schurgers & Vermeer, Haemostasis, 2000). Bei sechs Teilnehmern ist das ein Hinweis, kein Beweis.
Einen wesentlichen Unterschied sahen Schurgers und Kollegen in der Halbwertszeit, also der Zeit, bis die Hälfte eines Stoffes aus dem Blut verschwunden ist. Bei MK-7 ist sie sehr lang, deshalb bleiben die Spiegel viel stabiler als bei K1. Bei längerer Einnahme stieg MK-7 im Blut auf das Sieben- bis Achtfache (Schurgers u. a., Blood, 2007).
Wie viel K1 und K2 einzelne Lebensmittel liefern, steht in der Vitamin-K-Lebensmitteltabelle: dort die Mengen je Lebensmittel und Portion, hier die Grundlagen.
K1 und K2 im Vergleich
| Merkmal | Vitamin K1 | Vitamin K2 |
|---|---|---|
| Name | Phyllochinon, die pflanzliche Form (DGE, 2000) | Menachinone, in Lebensmitteln als MK-4 bis MK-10 (Walther u. a., 2013) |
| Herkunft | grünes Gemüse, Pflanzenmargarine (Schurgers & Vermeer, 2000) | tierische und fermentierte Lebensmittel (DGE, 2000) |
| Formen | Ausgangsstoff, aus dem Mensch und Tier MK-4 bilden (Walther u. a., 2013) | MK-4 aus körpereigener Umwandlung, längere Formen wie MK-8 und MK-9 von Bakterien (Walther u. a., 2013) |
| Verweildauer im Blut | kürzer als bei MK-7 (Schurgers u. a., 2007) | bei MK-7 sehr lang, bei längerer Einnahme sieben- bis achtfache Anreicherung (Schurgers u. a., 2007) |
| Eigener Referenzwert | ja, 70 µg am Tag für Erwachsene (EFSA, 2017) | nein, die Datenlage reicht der EFSA nicht aus (EFSA, 2017) |
Quellen der Tabelle: DGE, 2000; EFSA, 2017; Schurgers & Vermeer, 2000; Schurgers u. a., 2007; Walther u. a., 2013
Welche Wirkung hat Vitamin K im Körper?
Vitamin K ist ein Kofaktor, also ein Hilfsstoff, den der Körper bei der Herstellung bestimmter Eiweiße braucht: der Gerinnungsfaktoren in der Leber, des Osteocalcins im Knochen und des Matrix-Gla-Proteins in Knorpel und Gefäßwand (Schurgers u. a., Blood, 2007).
Man kann sich einen Kofaktor wie ein Werkzeug vorstellen, das eine Werkstatt für einen bestimmten Arbeitsschritt braucht. Gerinnungsfaktoren sind Eiweiße im Blut, die dafür sorgen, dass Blut an einer Wunde gerinnt und die Blutung stoppt. Osteocalcin und Matrix-Gla-Protein sind Eiweiße außerhalb der Leber: Das eine sitzt im Knochen, das andere in Knorpel und Gefäßwand (Schurgers u. a., Blood, 2007).
Zwischen diesen Eiweißen zeigt sich ein Unterschied. Bei gesunden Menschen liegen die Gerinnungsfaktoren unter normalen Bedingungen praktisch vollständig in ihrer aktiven Form vor. Von Osteocalcin und Matrix-Gla-Protein bleiben dagegen 10 bis 40 % nicht aktiviert (Theuwissen u. a., British Journal of Nutrition, 2012).
Ob Vitamin K2 das Blut dicker oder dünner macht, beantwortet der Artikel über Vitamin K und Blutgerinnung. Für den Knochen hält die DGE fest, dass Vitamin K für den Knochenstoffwechsel wichtig ist (DGE, 2000). Was zusätzliches Vitamin K an Knochen und Gefäßen bewirkt, ist eine andere Frage, und die Studien dazu fallen weniger eindeutig aus.
Wie hoch ist der Tagesbedarf an Vitamin K?
Für Erwachsene nennt die DGE 60 bis 80 µg Vitamin K am Tag, je nach Alter und Geschlecht (DGE, 2000). Die EFSA setzt 70 µg Vitamin K1 am Tag für alle Erwachsenen an (EFSA, 2017).

Beide Zahlen sind Schätzwerte. Ein Schätzwert beschreibt, was eine Fachstelle als angemessene Zufuhr ansieht; eine Empfehlung im engeren Sinn ist er nicht (DGE, 2000). Die Werte gelten für die Zufuhr über den ganzen Tag, eine Einnahmeempfehlung für ein Präparat sind sie nicht.
Die DGE staffelt nach Alter und Geschlecht. Für Männer von 15 bis unter 51 Jahren nennt sie 70 µg am Tag, ab 51 Jahren 80 µg. Für Frauen gelten im selben Alter 60 µg, ab 51 Jahren 65 µg (DGE, 2000). Für Säuglinge und Kinder gibt es eigene, niedrigere Werte. Zwischen K1 und K2 unterscheidet die Tabelle nicht (DGE, 2000).
Die EFSA geht anders vor. Sie legt einen Schätzwert nur für K1 fest: 1 µg je Kilogramm Körpergewicht und Tag, für alle Erwachsenen 70 µg am Tag; das gilt ausdrücklich auch für Schwangere und Stillende (EFSA, 2017). Den Wert hat sie vom früheren Wissenschaftlichen Lebensmittelausschuss der EU aus dem Jahr 1993 übernommen (EFSA, 2017).
Schätzwerte für Erwachsene
60 bis 80 µg
Vitamin K am Tag, je nach Alter und Geschlecht (DGE, 2000)
70 µg
Vitamin K1 am Tag für alle Erwachsenen (EFSA, 2017)
1 µg
Vitamin K1 je Kilogramm Körpergewicht und Tag (EFSA, 2017)
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung, 2000; EFSA, 2017
Für K2 legt die EFSA keinen eigenen Wert fest, weil sie die Daten zu den Menachinonen für unzureichend hält (EFSA, 2017). Eine K2-Menge auf einer Packung lässt sich deshalb mit keinem Referenzwert speziell für K2 vergleichen.
Kapitel auf einen Blick
Die DGE nennt für Erwachsene Schätzwerte von 60 bis 80 µg Vitamin K am Tag (DGE, 2000). Die EFSA setzt 70 µg am Tag an, allerdings nur für K1 (EFSA, 2017). Einen eigenen Wert für K2 gibt es bei keiner der beiden Stellen. Alle Zahlen beschreiben eine angemessene Zufuhr, keine Einnahmeempfehlung.
Vitamin K und Knochen: Was zeigen die Studien?
Die Studienlage ist offen: Eine Auswertung von 36 Studien fand keinen Effekt auf die Knochendichte, also den Mineralgehalt des Knochens, und hält weniger Brüche insgesamt für möglich, aber nicht für gesichert (Mott u. a., Osteoporosis International, 2019).
Dass der Knochen Vitamin K braucht, steht fest. Ob zusätzliches Vitamin K Brüche verhindert, steht nicht fest. Ein Mangel kann die Knochen schwächen (MSD Manual, 2024), daraus folgt aber nicht, dass mehr Vitamin K bei guter Versorgung mehr bringt.
Mott und Kollegen haben eine Metaanalyse erstellt, also eine Auswertung, die die Ergebnisse mehrerer Studien zusammenrechnet. Einbezogen waren randomisierte Studien, in denen der Zufall entscheidet, wer Vitamin K bekommt und wer nicht. Für Menschen nach den Wechseljahren oder mit Osteoporose, einem krankhaften Verlust an Knochenmasse, fand sich kein Hinweis auf einen Effekt bei Knochendichte oder Wirbelbrüchen. Für andere Gruppen gab es zu wenige Studien (Mott u. a., Osteoporosis International, 2019).
Bei den Brüchen insgesamt fiel das Ergebnis günstiger aus, aber nicht belastbar. Das Chancenverhältnis, ein Vergleichswert, bei dem alles unter 1 weniger Brüche in der Vitamin-K-Gruppe bedeutet, lag bei 0,72. Zählten nur die Studien mit geringem Risiko für Verzerrungen, lag es bei 0,76, und die Unsicherheitsspanne reichte bis 1,01, also über den Wert 1 hinaus, der keinen Unterschied bedeutet. Für Wirbelbrüche lag es bei 0,96 (Mott u. a., Osteoporosis International, 2019).
Eine zweite Metaanalyse kommt zu günstigeren Zahlen. Salma und Kollegen werteten 20 Studien aus und fanden Chancenverhältnisse von 0,42 für Wirbelbrüche und 0,44 für Brüche insgesamt (Salma u. a., Biomedicines, 2022). Bei den Wirbelbrüchen widerspricht das der Auswertung von Mott und Kollegen. Für die Knochendichte am Oberschenkelhals halten auch Salma und Kollegen die Belege für unzureichend (Salma u. a., Biomedicines, 2022).
Zwei Auswertungen, zwei Ergebnisse. Maßstab ist hier die umfangreichere mit 36 Studien (Mott u. a., Osteoporosis International, 2019), die Arbeit mit 20 Studien steht als abweichender Befund daneben (Salma u. a., Biomedicines, 2022).
Dass der Knochen Vitamin K braucht, steht fest. Ob zusätzliches Vitamin K Brüche verhindert, steht nicht fest.
Vitamin K und Gefäßverkalkung: Was ist belegt?
Es gibt einen Hinweis auf weniger Verkalkung, aber keinen gesicherten Nutzen. Eine Metaanalyse aus 13 kontrollierten Studien, also Studien mit Vergleichsgruppe, fand unter Vitamin K eine um 9,1 % geringere Gefäßverkalkung, aber keine geringere Gefäßsteifigkeit (Lees u. a., Heart, 2019).
Gefäßverkalkung meint Kalkablagerungen in der Wand der Blutgefäße, Gefäßsteifigkeit beschreibt, wie wenig elastisch diese Wand ist. In der Auswertung von Lees und Kollegen mit 2.162 Teilnehmenden sank die Verkalkung, die Steifigkeit nicht (Lees u. a., Heart, 2019). Die Autoren schränken selbst ein: Es waren wenige Studien, und sie unterschieden sich stark voneinander.
Gemessen wurden Ersatzmesswerte, also Messgrößen wie der Kalk in der Gefäßwand, die stellvertretend für den Zustand der Gefäße stehen (Lees u. a., Heart, 2019). Mehr als einen Hinweis liefern solche Werte nicht.
Eine zweite Metaanalyse aus 14 randomisierten Studien mit 1.533 Teilnehmenden untersuchte überwiegend Patientengruppen, darunter Menschen mit Nierenerkrankungen (Li u. a., Frontiers in Nutrition, 2023). Unerwünschte Ereignisse unterschieden sich zwischen den Gruppen nicht. Ob Vitamin K Gefäßverkalkung tatsächlich bremst, müssen nach Einschätzung der Autoren sorgfältiger angelegte Studien erst zeigen (Li u. a., Frontiers in Nutrition, 2023).
Auf gesunde Menschen ohne Vorerkrankung lassen sich diese Ergebnisse nicht ohne Weiteres übertragen. Wer eine Vorerkrankung hat, bespricht Vitamin K zuerst in der Hausarztpraxis.
Was passiert, wenn Vitamin K fehlt?
Das Hauptzeichen eines Vitamin-K-Mangels ist eine Blutung, etwa als blaue Flecken in der Haut oder aus der Nase (MSD Manual, 2024). Bei gesunden Erwachsenen ist ein Mangel selten (MSD Manual, 2024).
Das MSD Manual, ein medizinisches Nachschlagewerk, begründet das damit, dass „viele grüne Gemüsesorten Vitamin K enthalten, und Bakterien im Darm zudem Vitamin K bilden“ (MSD Manual, 2024). Knapp werden kann es trotzdem. Eine Übersichtsarbeit hält fest, dass sich ein subklinischer Mangel, also einer ohne sichtbare Zeichen, allein dadurch auslösen lässt, dass die Zufuhr von K1 begrenzt wird (Walther u. a., Advances in Nutrition, 2013).
Eine Ausnahme sind Neugeborene. Gestillte Säuglinge haben laut DGE ein Risiko für einen Vitamin-K-Mangel, deshalb wird zum Schutz vor Blutungsneigungen direkt nach der Geburt vorbeugend Vitamin K gegeben (DGE, 2000).
Welche weiteren Zeichen auf einen Mangel hindeuten können und welche Ursachen dahinterstehen, beschreibt der Artikel Vitamin-K-Mangel: Symptome und Ursachen. Das MSD Manual nennt unter den Ursachen etwa eine sehr fettarme Ernährung oder Krankheiten, die die Fettaufnahme behindern (MSD Manual, 2024). Wer ungewöhnliche blaue Flecken oder Blutungen bemerkt, lässt das zuerst in der Hausarztpraxis abklären; bei einer starken Blutung gilt der Notruf 112.
Ein eigener Fall sind Gerinnungshemmer vom Typ der Vitamin-K-Antagonisten, also Medikamente, die als Gegenspieler von Vitamin K wirken, etwa mit den Wirkstoffen Phenprocoumon oder Warfarin. Präparate mit MK-7 können ihre Wirkung in klinisch bedeutsamer Weise stören (Schurgers u. a., Blood, 2007). Wer solche Medikamente nimmt, klärt jede Frage zu Vitamin K mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.
Vitamin K aus Lebensmitteln oder als Nahrungsergänzung?
Die erste Quelle für Vitamin K sind Lebensmittel. Als gute Lieferanten nennt die DGE vor allem grüne Gemüsearten wie Spinat oder einige Kohlsorten (DGE, 2000).
Auf der tierischen Seite führt sie Milch und Milchprodukte sowie Fleisch und Eier auf (DGE, 2000). Da Vitamin K am besten zusammen mit etwas Fett aufgenommen wird (MSD Manual, 2024), darf das Gemüse ruhig mit Öl oder Käse auf den Teller kommen.
Warum Präparate Vitamin K2 mit Vitamin D3 kombinieren und was sich bei beiden messen lässt, erklärt der Artikel über Vitamin D3 und K2 in Kombination.
Wer ein Präparat in Betracht zieht, findet bei mybody®x (MYBODY Lab GmbH) den Vitamin D3 K2 Komplex Shield, ein Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D3 und Vitamin K2. Einen Test, der Vitamin K misst, bietet mybody®x nicht an. Auf die offenen Fragen zu Knochenbrüchen und Gefäßverkalkung ist der Shield keine Antwort. Wer Gerinnungshemmer nimmt, bespricht ihn vorher mit der behandelnden Praxis.
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Vitamin D3 K2 Komplex Shield
Tropfen mit Vitamin D3 und Vitamin K2, als Mizellen-Drops. Außerdem enthalten die Tropfen Selen. Vitamin D und Vitamin K tragen zur Erhaltung normaler Knochen bei (zugelassene Angabe nach EU-Verordnung 432/2012). Ein Test ist der Shield nicht: Deine Vitamin-K-Versorgung misst er nicht.
Brauchst du extra Vitamin K?
Das hängt an deiner Lage, nicht am Vitamin: Bei gesunden Erwachsenen ist ein Mangel selten (MSD Manual, 2024).
Anders sieht es aus, wenn Medikamente im Spiel sind. Das MSD Manual zählt Antiepileptika, also Mittel gegen epileptische Anfälle, und einige Antibiotika zu den möglichen Ursachen eines Mangels (MSD Manual, 2024). Nimmst du solche Mittel oder Gerinnungshemmer, ist deine Praxis die erste Anlaufstelle für die Frage nach Vitamin K.
Für alle anderen lässt sich die Frage auf den Teller verkürzen. Stehen grünes Gemüse und tierische Lebensmittel wie Milchprodukte oder Eier auf deinem Speiseplan, deckst du die Quellen ab, die die DGE als gute Lieferanten nennt (DGE, 2000). Ob zusätzliches Vitamin K darüber hinaus etwas für Knochen oder Gefäße tut, ist nach den Studien offen.
Vitamin K ist ein Familienname für mehrere Verbindungen, die dein Körper für Gerinnung und Knochen braucht. Ob du darüber hinaus etwas brauchst, entscheidet nicht die Packung, sondern deine Lage, und im Zweifel das Gespräch in der Praxis.
Häufige Fragen
Wofür braucht man Vitamin K2?
Vitamin K2 gehört zu den Verbindungen, die die DGE als wichtig für Knochenstoffwechsel und Blutgerinnung beschreibt (DGE, 2000). K2 ist dabei keine einzelne Substanz, sondern eine Gruppe: Die Form MK-4 bildet der Körper selbst aus K1, längere Formen wie MK-8 und MK-9 stammen von Bakterien (Walther u. a., Advances in Nutrition, 2013). MK-7 bleibt deutlich länger im Blut als K1 und stieg bei längerer Einnahme auf das Sieben- bis Achtfache (Schurgers u. a., Blood, 2007).
Kann man Vitamin K im Blut messen lassen?
Bei mybody®x nicht: Kein Test aus dem Sortiment misst Vitamin K. In Studien wird der Spiegel im Blut bestimmt; bei Schurgers und Kollegen erreichten K1 und MK-7 ihren Höchstwert nach vier Stunden (Schurgers u. a., Blood, 2007). Besteht der Verdacht auf einen Mangel, wird die Diagnose laut MSD Manual mit Blutgerinnungstests bestätigt (MSD Manual, 2024), und die erste Anlaufstelle ist die Hausarztpraxis. Ob sich bei Vitamin D3 und K2 etwas messen lässt, erklärt der Artikel über Vitamin D3 und K2.
Was ist Vitamin K3?
Vitamin K3 ist die Bezeichnung für Menadion. In der Übersichtsarbeit von Walther und Kollegen taucht es als Ausgangsstoff auf: Mensch und Tier bilden die K2-Form MK-4 in bestimmten Geweben aus K1 oder aus Menadion (Walther u. a., Advances in Nutrition, 2013). Als bekannteste Vitamin-K-Verbindungen nennt die DGE dagegen K1 und K2 (DGE, 2000). Mehr dazu steht im Artikel Vitamin K3: was du wirklich wissen musst.
Gibt es einen eigenen Tagesbedarf für Vitamin K2?
Nein. Die EFSA setzt ihren Schätzwert nur für K1 fest, 70 µg am Tag für Erwachsene, weil sie die Daten zu den Menachinonen für unzureichend hält (EFSA, 2017). Die DGE nennt für Erwachsene 60 bis 80 µg Vitamin K am Tag und trennt dabei nicht zwischen K1 und K2 (DGE, 2000). Einen Wert speziell für K2 gibt es damit bei keiner der beiden Stellen, und beide Zahlen sind Schätzwerte, keine Einnahmeempfehlung.
Braucht Vitamin K Fett, um aufgenommen zu werden?
Fett hilft: Vitamin K wird am besten zusammen mit etwas Fett aufgenommen (MSD Manual, 2024). Im Darm läuft die Aufnahme über denselben Weg wie bei Nahrungsfett (Walther u. a., Advances in Nutrition, 2013). Die DGE führt die sehr unterschiedlichen Aufnahmeraten der Vitamin-K-Verbindungen zum Teil auf die Lebensmittelmatrix zurück, vor allem auf den Fettanteil (DGE, 2000). Eine sehr fettarme Ernährung zählt deshalb zu den möglichen Ursachen eines Mangels (MSD Manual, 2024).
Nächster Schritt
Vitamin K im Alltag einordnen
Der Vitamin D3 K2 Komplex Shield ist ein Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D3 und K2. Nimmst du Gerinnungshemmer, sprich vorher mit deiner behandelnden Praxis.
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Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Vitamin K (Stand 2000) – dge.de
- EFSA NDA Panel: Dietary Reference Values for vitamin K, EFSA Journal (Stand 2017) – europepmc.org
- Schurgers u. a.: K1 und MK-7 im Vergleich, Blood (Stand 2007) – europepmc.org
- Mott u. a.: Vitamin K und Knochen, Osteoporosis International (Stand 2019) – europepmc.org
[1] stützt das Zitat und die Schätzwerte der DGE, [2] den Schätzwert der EFSA für K1. [3] trägt die Aufgaben von Vitamin K und die Verweildauer von MK-7, [4] die Beleglage zu den Knochen. Die übrigen Studien sind an ihrer Fundstelle im Text mit Autor und Jahr genannt, ebenso das MSD Manual. Produktangaben mit Stand 28.09.2026, Quellen geprüft am 28.09.2026.
mybody®x Redaktions- & Fachteam
Vitamin K Referenzwerte
Das mybody®x Redaktions- & Fachteam wertet Referenzwerte und Studien aus und ordnet sie für dich ein. Wer dahintersteht, zeigt die Autorenseite.
Veröffentlicht am 28.09.2026 · Zuletzt aktualisiert am 28.09.2026
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