Progesteronwert: was ihn bestimmt und was ihn nicht erhöht
Das Wichtigste in Kürze
„Progesteron erhöhen“ gehört zu den meistgesuchten Formulierungen rund um Hormone. Die Antworten im Netz reichen von Kräutern über Vitamine bis zu Cremes. Was fehlt, ist meistens die Frage davor: Wovon hängt dieser Wert überhaupt ab?
Dieser Artikel beantwortet genau die. Er erklärt mit Beleg, wann Progesteron entsteht, warum der Zeitpunkt der Messung fast alles ist und was von den kursierenden Empfehlungen einer Prüfung standhält.
Vorweg das Ergebnis, damit niemand bis zum Schluss lesen muss: Für keinen der verbreiteten Ansätze liegt uns eine belegte Fundstelle vor, die eine Empfehlung tragen würde.
Das erwartet dich in diesem Artikel
1. Warum „erhöhen“ die falsche Frage ist
2. Was Progesteron ist und wann es entsteht
3. Was den Wert tatsächlich bestimmt
4. Was im Netz empfohlen wird, geprüft
5. Was ein niedriger Wert bedeuten kann
6. Der Wert über die Lebensphasen
7. Wann eine Messung sinnvoll ist
8. Was du dir aus diesem Artikel mitnimmst
Häufige Fragen
Quellen
Warum „erhöhen“ die falsche Frage ist
Die Frage unterstellt, der Progesteronwert sei eine Stellschraube, an der man drehen kann, so wie man mehr Eisen essen kann, wenn das Ferritin niedrig ist. Diese Analogie trägt nicht, und das liegt an der Herkunft des Hormons.
Progesteron wird nicht aus der Nahrung aufgenommen und nicht auf Vorrat gehalten. Es entsteht in einem bestimmten Moment des Zyklus, an einer bestimmten Struktur, und wenn dieser Moment nicht stattfindet, entsteht es auch nicht in nennenswerter Menge. Der Wert ist damit weniger eine Größe, die man auffüllt, als ein Anzeiger dafür, ob ein Vorgang stattgefunden hat.
Daraus folgt die eigentliche Frage, und sie lautet anders: Hat der Vorgang stattgefunden, der Progesteron entstehen lässt? Wenn ja, ist der Wert erwartungsgemäß. Wenn nein, ist die Frage nicht, wie man den Wert hebt, sondern warum der Vorgang ausblieb. Das ist eine ärztliche Frage und keine, die sich mit einem Präparat beantworten lässt.
Dieser Artikel ist deshalb in erster Linie eine Einordnung und in zweiter eine Absage. Er sagt, was belegt ist, und er sagt ausdrücklich, wo nichts belegt ist. Das ist unbequemer als eine Liste mit fünf Tipps und die einzige Fassung, die diesem Thema gerecht wird.
Was Progesteron ist und wann es entsteht
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen beschreibt es in seinem Glossar so knapp, dass der ganze Kern in zwei Sätzen steht:
Belegte Fundstelle
„Progesteron ist ein Geschlechtshormon, das zur Gruppe der Gestagene (Gelbkörperhormone) gehört. Es wird vermehrt nach dem Eisprung in den Eierstöcken einer Frau gebildet.“
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
Glossar: Progesteron, abgerufen am 26.08.2026
Der zweite Satz ist der wichtigste des ganzen Artikels: nach dem Eisprung. Der Gelbkörper, der aus dem entleerten Follikel entsteht, ist die Struktur, die Progesteron produziert. Ohne Eisprung kein Gelbkörper, ohne Gelbkörper kein nennenswertes Progesteron.
Kernaussage
Der Progesteronwert ist ein Anzeiger, keine Stellschraube. Er zeigt an, ob ein Eisprung stattgefunden hat, und lässt sich nicht unabhängig davon anheben.
Die Aufgaben nennt dieselbe Fundstelle: Das Hormon spielt vor allem eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung und Erhaltung einer Schwangerschaft und sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut aufgelockert wird, damit sich eine befruchtete Eizelle besser einnisten kann. Während einer Schwangerschaft ist die Konzentration stark erhöht, weil es dann im Mutterkuchen und weiterhin im Eierstock produziert wird, und es verhindert dort, dass erneut Eizellen heranreifen. Zusätzlich fördert Progesteron unter anderem den Knochen- und Muskelaufbau (IQWiG, abgerufen 2026).
Der letzte Halbsatz erklärt, warum das Thema über Kinderwunsch hinaus interessiert. Progesteron wirkt an mehreren Stellen, und deshalb ist die Frage nach dem Wert für viele Menschen mehr als eine Fruchtbarkeitsfrage.
Woher der Gelbkörper kommt
Der Vorgang, um den sich alles dreht, dauert nur wenige Tage. Nach dem Eisprung bleibt an der Stelle des gesprungenen Follikels eine Struktur zurück, die sich umbaut und dann Progesteron produziert. Sie heißt Gelbkörper, lateinisch Corpus luteum, und daher stammt auch die deutsche Bezeichnung Gelbkörperhormon.
Diese Struktur ist zeitlich begrenzt. Tritt keine Schwangerschaft ein, bildet sie sich zurück, die Progesteronproduktion endet, und die Blutung setzt ein. Tritt eine Schwangerschaft ein, bleibt sie zunächst erhalten und wird später vom Mutterkuchen abgelöst.
Daraus erklärt sich, warum der Wert so eng an einen Zeitpunkt gebunden ist. Er beschreibt keinen Dauerzustand, sondern eine Phase. Wer den Wert außerhalb dieser Phase misst, misst einen Zustand, in dem die produzierende Struktur gar nicht existiert.
Was den Wert tatsächlich bestimmt
Drei Größen bestimmen, welche Zahl auf deinem Befund steht. Keine davon ist ein Lebensmittel oder ein Präparat.
Erstens der Zyklustag. Vor dem Eisprung ist der Wert niedrig, danach steigt er, gegen Ende der zweiten Zyklushälfte fällt er wieder. Ein niedriger Wert am siebten Zyklustag ist der erwartete Zustand und kein Befund. Wer ihn als Mangel liest, liest einen Normalzustand als Krankheit.
Zweitens, ob ein Eisprung stattgefunden hat. Zyklen ohne Eisprung kommen vor, und zwar keineswegs allein bei Erkrankungen: in den ersten Jahren nach der ersten Blutung, in der Umstellungsphase ab etwa Mitte vierzig, unter starker körperlicher oder seelischer Belastung, bei deutlichem Gewichtsverlust. In solchen Zyklen bleibt der Progesteronanstieg aus, obwohl der Zyklus scheinbar normal verläuft.
Drittens die Lebensphase. Vor der ersten Blutung, nach der letzten und während einer Schwangerschaft gelten jeweils völlig andere Größenordnungen. Ein Wert, der in der einen Phase erwartungsgemäß ist, wäre in der anderen auffällig.
Dazu kommt ein vierter Punkt, der keine Größe des Körpers ist und trotzdem den Zahlenwert verändert: das Labor und sein Messverfahren. Referenzbereiche gelten immer für das Verfahren des jeweiligen Hauses. Zwei Werte aus zwei Laboren sind deshalb nicht ohne Weiteres vergleichbar, auch wenn dieselbe Einheit darunter steht.
Was im Netz empfohlen wird, geprüft
Rund um die Suchfrage haben sich vier Empfehlungen etabliert. Die Tabelle stellt sie nebeneinander, jeweils mit der Begründung, die dafür genannt wird, und mit dem, was sich dazu belegt sagen lässt.
| Kriterium | Pflanzliche Präparate | Einzelne Nährstoffe | Cremes zum Auftragen | Schlaf, Belastung, Gewicht |
|---|---|---|---|---|
| Was behauptet wird | sie regulierten den Zyklus und hüben damit den Wert | sie seien Bausteine der Hormonbildung | das Hormon werde über die Haut aufgenommen | sie beeinflussten, ob ein Eisprung stattfindet |
| Was sich belegt sagen lässt | uns liegt keine Fundstelle vor, die eine Empfehlung tragen würde | uns liegt keine Fundstelle zu einer Wirkung auf den Wert vor | hormonell wirksame Zubereitungen sind arzneilich und gehören ärztlich verordnet | der Zusammenhang mit ausbleibenden Eisprüngen ist in der Ursachenliste anerkannt |
| Risiko | Wechselwirkungen möglich, Zusammensetzung oft unklar | Überdosierung bei hochdosierten Präparaten | unkontrollierter Eingriff in einen geregelten Kreislauf | keines, außer der Erwartung an ein schnelles Ergebnis |
| Fazit dieser Spalte | ohne ärztliche Begleitung nicht zu empfehlen | sinnvoll bei nachgewiesenem Mangel, nicht als Hormonhebel | gehört ausschließlich in ärztliche Hand | der einzige Bereich, in dem eigenes Handeln plausibel ansetzt |
Die vierte Spalte ist die einzige, die diesem Artikel standhält, und auch sie mit einer Einschränkung: Dass anhaltende Belastung, deutlicher Gewichtsverlust und starke körperliche Beanspruchung mit ausbleibenden Eisprüngen einhergehen können, ist anerkannt. Daraus folgt aber keine Zusage, dass eine Änderung den Wert hebt. Sie beseitigt allenfalls einen möglichen Grund.
Zur dritten Spalte gehört eine deutliche Warnung. Zubereitungen mit hormoneller Wirkung sind keine Kosmetik, auch wenn sie so verkauft werden. Sie greifen in einen Kreislauf ein, der sich selbst reguliert, und eine unkontrollierte Zufuhr kann die eigene Steuerung stören. Das ist kein Feld für Selbstversuche.
Warum die Zahl allein selten reicht
In vielen Befunden steht Progesteron zusammen mit Estradiol, FSH und LH, und das hat einen praktischen Grund. Ein niedriger Progesteronwert bei hohem FSH erzählt etwas anderes als derselbe Wert bei unauffälligem FSH. Erst die Kombination ordnet ein.
Dazu kommt die zeitliche Dimension. Ein einzelner Befund ist eine Momentaufnahme aus einem Ablauf, der sich über Wochen erstreckt. Zwei Messungen im selben Zyklusabschnitt über mehrere Monate sagen deutlich mehr als eine einzelne, und sie sind auch der einzige Weg, eine Veränderung von einer Schwankung zu unterscheiden.
Und schließlich gehört die eigene Beobachtung dazu. Zykluslänge, Länge der zweiten Zyklushälfte, Blutungsstärke: Diese Angaben stehen in keinem Labor und sind für die Einordnung oft wichtiger als die dritte Nachkommastelle. Wer sie über zwei bis drei Zyklen notiert, bringt in ein Gespräch etwas mit, das aus keiner Blutentnahme hervorgeht.
Was ein niedriger Wert bedeuten kann
Wenn der Wert in der zweiten Zyklushälfte gemessen wurde und niedrig ist, gibt es dafür mehrere mögliche Erklärungen. Keine davon lässt sich aus der Zahl allein ableiten.
Ein niedriger Wert ist eine Frage, keine Antwort.
Die erste und häufigste Erklärung ist der falsche Messzeitpunkt. Bevor irgendetwas anderes erwogen wird, gehört geprüft, an welchem Zyklustag gemessen wurde und wie lang der Zyklus tatsächlich ist. Ein Wert vom achtzehnten Tag bedeutet bei einem Zyklus von 26 Tagen etwas anderes als bei einem von 34.
Die zweite ist ein Zyklus ohne Eisprung. Das kommt vor, auch bei ansonsten unauffälligem Verlauf, und ein einzelner solcher Zyklus ist noch kein Muster. Erst wenn es wiederholt auftritt, wird es zu einer Frage, der man nachgeht.
Die dritte sind Erkrankungen und Medikamente, die den Zyklus beeinflussen. Dazu gehören Schilddrüsenfunktionsstörungen und ein erhöhtes Prolaktin ebenso wie mehrere Wirkstoffgruppen. Genau deshalb werden diese Werte in Hormonprofilen mitbestimmt und nicht weggelassen.
Und die vierte ist die Lebensphase. In der Umstellungsphase ab etwa Mitte vierzig werden Zyklen ohne Eisprung häufiger, und ein niedriger Progesteronwert ist dort weniger ein Defekt als ein Anzeiger für die Phase, in der du stehst.
Woran du eine seriöse Aussage zu diesem Thema erkennst
Rund um Hormone wird viel behauptet, und die Unterscheidung fällt schwer, wenn man selbst betroffen ist. Drei Prüffragen helfen, und sie brauchen keine Fachkenntnis.
Erstens: Wird eine Quelle genannt, und lässt sie sich aufrufen? Eine Aussage ohne Fundstelle ist eine Meinung, unabhängig davon, wie überzeugt sie vorgetragen wird. Zweitens: Wird zwischen einer Beobachtung und einer Erklärung getrennt? „Nach der Umstellung ging es mir besser“ ist eine Beobachtung. „Die Umstellung hebt den Progesteronwert“ ist eine Behauptung über einen Mechanismus, und dazwischen liegt ein weiter Weg.
Drittens: Wird gesagt, was der Ansatz nicht leistet? Wer ausschließlich Vorteile aufzählt, verkauft. Wer die Grenzen nennt, erklärt. Diese dritte Frage trennt am zuverlässigsten, und sie gilt für Ratgeber genauso wie für Produkte, dieses Angebot ausdrücklich eingeschlossen.
Bei diesem Thema kommt eine vierte Frage dazu: Wird zwischen einem Laborwert und einer Beschwerde unterschieden? Ein niedriger Wert und ein schlechtes Befinden treten oft gemeinsam auf, ohne dass das eine das andere erklärt. Wer beides gleichsetzt, überspringt genau den Schritt, für den eine Praxis zuständig ist.
Der Wert über die Lebensphasen
Wer den eigenen Wert einordnen will, braucht neben dem Zyklustag die Lebensphase. Vier lassen sich unterscheiden, und in jeder bedeutet dieselbe Zahl etwas anderes.
Die Jahre nach der ersten Blutung
In den ersten Jahren nach der ersten Blutung sind Zyklen ohne Eisprung häufig, und entsprechend niedrig fällt Progesteron aus. Das ist ein Übergang und kein Befund. Eine Messung in dieser Phase beantwortet selten eine Frage, die sich nicht auch anders klären ließe.
Die Jahre mit regelmäßigem Zyklus
Hier ist der Wert am aussagekräftigsten, weil ein Ablauf existiert, an dem man ihn messen kann. Genau deshalb wird Progesteron in dieser Phase auch bei Kinderwunsch bestimmt: Es beantwortet die Frage, ob ein Eisprung stattgefunden hat, besser als jede Beobachtung von außen.
Die Umstellungsphase
Ab etwa Mitte vierzig wird der Ablauf unregelmäßig. Zyklen ohne Eisprung häufen sich, die zweite Zyklushälfte verkürzt sich, und Progesteron fällt entsprechend niedriger aus, während Estradiol stark schwanken kann. In dieser Phase ist eine einzelne Messung besonders schwer zu deuten, und ein Verlauf sagt deutlich mehr. Welche Werte sich zuerst verschieben, beschreibt der Beitrag Perimenopause.
Nach der letzten Blutung
Ohne Eisprung entsteht kein Gelbkörper, und entsprechend liegt Progesteron dauerhaft niedrig. Das ist der erwartete Zustand dieser Phase und kein Mangel im Sinne eines behebbaren Defizits. Wer hier eine Behandlung erwägt, tut das aus anderen Gründen und immer in ärztlicher Begleitung.
Für Männer gilt der ganze Abschnitt sinngemäß nicht: Progesteron wird in geringen Mengen gebildet, aber es folgt keinem Zyklus und wird in Standardprofilen für Männer nicht bestimmt. Die Frage nach dem Erhöhen stellt sich dort in dieser Form nicht.
Was ein Zyklustracking leisten kann
Vor jeder Messung steht eine Beobachtung, die nichts kostet. Wer Zyklusbeginn und Zykluslänge über mehrere Monate notiert, sieht selbst, ob ein regelmäßiger Ablauf existiert. Das ist die Grundlage dafür, überhaupt einen sinnvollen Messtag zu bestimmen.
Eine kurze zweite Zyklushälfte, ein von Monat zu Monat stark schwankender Zyklus oder ein Ausbleiben der Blutung sind dabei Beobachtungen mit Gewicht. Sie gehören genannt, und sie gehören notiert, weil sie aus dem Gedächtnis regelmäßig ungenau wiedergegeben werden.
Was ein Tracking nicht leistet: Es zeigt keinen Eisprung an. Verfahren, die das versuchen, messen andere Größen und haben eigene Grenzen. Für die Frage, ob ein Eisprung stattgefunden hat, ist der Progesteronwert in der zweiten Zyklushälfte das etablierte Verfahren, und genau deshalb wird er dort bestimmt.
Wann eine Messung sinnvoll ist
Aus allem Vorigen ergibt sich eine kurze Antwort: Eine Messung ist dann sinnvoll, wenn eine Frage dahintersteht und wenn der Zeitpunkt zu dieser Frage passt. Ohne beides entstehen Zahlen ohne Aussage.
Sinnvoll ist sie also in der zweiten Zyklushälfte, gemeinsam mit Estradiol, FSH und LH, und mit notiertem Zyklustag. Bei mybody®x (MYBODY Lab GmbH) deckt der Menopause Check diese Kombination ab, ISO-zertifiziert in Deutschland ausgewertet. Progesteron führt kein anderer Test des Sortiments.

Hormonprofil aus einer Blutprobe
Menopause Check | Wechseljahre Hormon-Test
Progesteron und Estradiol, dazu FSH und LH als Steuerhormone sowie Testosteron, DHEA-S, SHBG und TSH. Was der Test nicht leistet: Er verändert keinen Wert, stellt keine Diagnose und ersetzt keine ärztliche Beratung. Er zeigt, wo dein Körper zum Zeitpunkt der Probenahme steht.
Laborauswertung 3–5 Werktage nach Probeneingang
Angabe der Produktseite, abgerufen 26.08.2026
Warum die beiden Werte gemeinsam gelesen werden und was der Begriff Östrogendominanz damit zu tun hat, erklärt der Beitrag Östrogen und Progesteron. Was die einzelnen Werte bedeuten, steht im Biomarker-Lexikon mit 67 erklärten Blutwerten. Ob sich eine Messung für dich lohnt, beantwortet die Gegenüberstellung ehrlich in beide Richtungen:
Sinnvoll für dich, wenn …
du in der zweiten Zyklushälfte messen kannst und den Zyklustag festhalten willst.
dein Zyklus sich verändert hat und du wissen willst, wo du in dieser Phase stehst.
du Beobachtungen über mehrere Zyklen gesammelt hast und Zahlen dazulegen möchtest.
Eher nicht, wenn …
du erwartest, dass eine Messung den Wert verändert. Sie zeigt ihn an, mehr nicht.
du hormonell verhütest. Dann misst der Befund etwas anderes als einen natürlichen Zyklus.
du einen Kinderwunsch abklären willst. Das gehört von Anfang an in eine gynäkologische Praxis.
Nächster Schritt
Wenn du erst sehen willst, wo du stehst
Der Menopause Check führt Progesteron zusammen mit Estradiol, FSH und LH. Was die einzelnen Werte bedeuten und worauf es beim Zeitpunkt der Probenahme ankommt, erklärt das Biomarker-Lexikon.
Zum Menopause Check Zum Biomarker-LexikonWas du dir aus diesem Artikel mitnimmst
Wenn du eine Sache behältst, dann den Satz aus dem Glossar: Progesteron wird vermehrt nach dem Eisprung gebildet. Daraus folgt fast alles Weitere, auch die unbequeme Antwort auf die Ausgangsfrage. Der Wert ist ein Anzeiger für einen Vorgang und keine Größe, die man auffüllt.
Und behalte, was hier bewusst nicht steht: eine Liste mit Tipps zum Erhöhen. Für keinen der verbreiteten Ansätze liegt uns eine belegte Fundstelle vor, die eine Empfehlung tragen würde, und hormonell wirksame Zubereitungen gehören ohne Ausnahme in ärztliche Hand.
Am Anfang stand eine Suchanfrage mit einer eingebauten Annahme. Was davon bleibt, ist eine bessere Frage und ein klarer Weg dorthin: in der zweiten Zyklushälfte messen, den Zyklustag notieren, das Ergebnis mit jemandem lesen, der es einordnen kann. Wenn du wissen willst, womit dein Körper gerade arbeitet: Die Beratung kostet nichts, und sie verkauft dir nichts.
Häufige Fragen
Wie kann ich Progesteron natürlich erhöhen?
Zu dieser Frage liegt uns keine belegte Fundstelle vor, die eine Empfehlung tragen würde. Der Grund liegt im Mechanismus: Progesteron wird vermehrt nach dem Eisprung gebildet (IQWiG, abgerufen 2026). Ohne Eisprung entsteht es nicht in nennenswerter Menge, und diesen Vorgang lässt ein Präparat nicht entstehen.
Wann wird Progesteron gemessen?
Sinnvollerweise in der zweiten Zyklushälfte, weil der Wert davor erwartungsgemäß niedrig ist. Welcher Tag in deinem Fall passt, hängt von deiner Zykluslänge ab und gehört mit der Praxis abgestimmt, die den Auftrag ausstellt. Ohne notierten Zyklustag ist der Befund kaum einzuordnen.
Was bedeutet ein niedriger Progesteronwert?
Vier Erklärungen kommen infrage: der falsche Messzeitpunkt, ein Zyklus ohne Eisprung, eine Erkrankung oder ein Medikament mit Einfluss auf den Zyklus, oder schlicht die Lebensphase. Welche zutrifft, lässt sich aus der Zahl allein nicht ableiten und gehört ärztlich eingeordnet.
Sind Progesteroncremes eine Alternative?
Zubereitungen mit hormoneller Wirkung sind keine Kosmetik, auch wenn sie so angeboten werden. Sie greifen in einen selbstregulierenden Kreislauf ein und gehören ausschließlich in ärztliche Hand. Dieser Artikel empfiehlt sie ausdrücklich nicht zur Anwendung in Eigenregie.
Was macht Progesteron im Körper?
Es spielt vor allem eine Rolle bei der Vorbereitung und Erhaltung einer Schwangerschaft und sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut aufgelockert wird. In der Schwangerschaft ist die Konzentration stark erhöht und verhindert, dass erneut Eizellen heranreifen. Zusätzlich fördert es unter anderem den Knochen- und Muskelaufbau (IQWiG, abgerufen 2026).
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Warum die beiden Werte gemeinsam gelesen werden.
Der Zeitpunkt der Probenahme, ausführlich erklärt.
Quellen
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Glossar „Progesteron“, abgerufen am 26.08.2026 – gesundheitsinformation.de
Das wörtliche Zitat zur Zugehörigkeit zu den Gestagenen und zur Bildung nach dem Eisprung sowie die Angaben zur Rolle bei Schwangerschaft und Einnistung, zur erhöhten Konzentration in der Schwangerschaft, zur Bildung im Mutterkuchen, zur Verhinderung weiterer Eizellreifung und zum Knochen- und Muskelaufbau stammen aus [1]. Die Glossarseite trägt keine Datumsangabe; deshalb ist das Abrufdatum angegeben. Zu Möglichkeiten, den Progesteronwert durch Ernährung, Nährstoffe, pflanzliche Präparate oder Cremes zu erhöhen, werden bewusst keine Aussagen getroffen, weil dafür keine belegte Fundstelle vorliegt. Angaben zu Preis, Probenart, Leistungsumfang und Labor stammen von der Produktseite von mybody®x, abgerufen am 26.08.2026; die Bearbeitungszeiten folgen der zentralen Vorgabe je Testart. Die Quelle wurde am 26.08.2026 aufgerufen und geprüft.
mybody®x Redaktions- & Fachteam
Blutanalyse-Interpretation Ernährungswissenschaft Labordiagnostik
Dieser Artikel entstand im Redaktions- und Fachteam von mybody®x. Das Team verbindet die Interpretation von Blutanalysen, Ernährungswissenschaft und Labordiagnostik. Wer daran mitarbeitet, steht auf der Autorenseite.
Veröffentlicht am 26.08.2026 · Zuletzt aktualisiert am 26.08.2026
Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Referenzbereiche sind labor-, methoden- und altersabhängig – maßgeblich sind immer die Angaben auf deinem Befund.


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