Vitamine in der Banane: Nährwerte je Stück und was sie decken
25. September 2026ca. 15 Minutenvon mybody®x Redaktions- & Fachteam
Das Wichtigste in Kürze
Eine mittelgroße Banane von 118 g liefert rund 0,43 mg Vitamin B6 und rund 422 mg Kalium, gerechnet nach Daten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA, 2019). Beim Vitamin B6 sind das rund 27 bis 31 Prozent des Werts, den die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE, 2019) als tägliche Zufuhr ansetzt. Vitamin K liefert die Banane kaum.
Den größten Beitrag leistet die Banane bei Vitamin B6, bei Kalium (Schätzwert, DGE 2016) und Ballaststoffen (Richtwert, DGE 2021) sind es je rund ein Zehntel, gerechnet nach USDA-Daten.
Für Vitamin K ist die Banane keine Quelle: Eine Frucht deckt rund 1 Prozent des DGE-Schätzwerts (Ableitung 2000), gerechnet nach USDA-Daten (2019).
Alle Prozentangaben sind eigene Rechnungen aus US-Datenbankwerten für eine Banane ohne Angabe zu Sorte und Reifegrad.
In diesem Artikel
Welche Nährwerte hat eine Banane je 100 g und je Stück?
Je 100 Gramm hat eine rohe Banane 89 kcal und 22,8 g Kohlenhydrate, davon 12,2 g Zucker, laut der US-Nährwertdatenbank FoodData Central (USDA, 2019). Eine mittelgroße Banane mit 118 g kommt nach eigener Rechnung auf rund 105 kcal.
Je mittelgroße Banane (118 g), gerechnet
rund 105 kcal
Energie, bei 89 kcal je 100 g
rund 422 mg
Kalium, bei 358 mg je 100 g
rund 0,43 mg
Vitamin B6, bei 0,367 mg je 100 g
rund 3,1 g
Ballaststoffe, bei 2,6 g je 100 g
Quelle: U.S. Department of Agriculture, FoodData Central (SR Legacy), 2019 · Werte je Stück eigene Rechnung auf 118 g
Die Zahlen in diesem Artikel stammen aus FoodData Central, der Nährwertdatenbank des US-Landwirtschaftsministeriums, Datensatz SR Legacy, veröffentlicht im April 2019. Wir nutzen sie, weil sie Werte je 100 g essbarem Anteil und dazu Portionsgewichte liefert. Eine mittelgroße Banane wiegt dort 118 g. Die Spanne reicht von 101 g für ein kleines bis 136 g für ein großes Exemplar.
Je 100 g liefert die Banane 1,09 g Eiweiß und 0,33 g Fett (USDA, 2019). Größter Posten sind die Kohlenhydrate mit 22,8 g. Auf eine mittelgroße Banane gerechnet sind das rund 26,9 g Kohlenhydrate, davon rund 14,4 g Zucker und rund 6,4 g Stärke. Die Ballaststoffe liegen bei 2,6 g je 100 g, je Stück bei rund 3,1 g.
Was die Datenbank nicht sagt: welche Sorte gemessen wurde und wie reif die Früchte waren. Der Datensatz heißt schlicht „Bananas, raw“, also rohe Bananen. Für die Frage, welche Vitamine drinstecken, reicht das als Ausgangspunkt. Wo die Angabe an Grenzen stößt, steht weiter unten im Kapitel über die Genauigkeit der Werte.
Warum überhaupt je Stück rechnen? Weil niemand 100 g Banane isst. Eine Frucht ist die Einheit, in der du denkst, wenn du morgens eine in die Tasche steckst. Deshalb stehen in diesem Artikel beide Angaben nebeneinander: der Datenbankwert je 100 g und die Rechnung auf 118 g.
Welche Vitamine und Mineralstoffe stecken in der Banane?
Den größten Anteil liefert die Banane bei Vitamin B6: Eine mittelgroße Frucht deckt rund 27 Prozent des Referenzwerts für Männer und rund 31 Prozent für Frauen, gerechnet nach USDA-Daten (2019) und den Referenzwerten der DGE (2019).
„Die Banane ist doch voller Vitamine.“ Der Satz stimmt für ein Vitamin deutlich, für die übrigen nur in Maßen. Um das zu zeigen, legen wir die Datenbankwerte neben die Werte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Der Referenzwert ist der Oberbegriff für die tägliche Zufuhrmenge, die die DGE je Nährstoff ableitet. Sie gibt ihn als Empfehlung, als Schätzwert oder als Richtwert an.
Ein Schätzwert ist keine Empfehlung im engeren Sinn, sondern ein Wert für eine angemessene Zufuhr. Ein Richtwert ist eine Orientierungsgröße, wie sie die DGE für Ballaststoffe nennt. Alle Prozentangaben in diesem Kapitel sind eigene Rechnungen, gerechnet nach USDA-Daten und den Referenzwerten der DGE.
Wie viel Vitamin B6 hat eine Banane?
Eine mittelgroße Banane liefert rund 0,43 mg Vitamin B6, auf 118 g gerechnet aus 0,367 mg je 100 g (USDA, 2019). Die DGE nennt als Referenzwert 1,6 mg am Tag für Männer und 1,4 mg für Frauen (Ableitung 2019). Das ergibt rund 27 Prozent für Männer und rund 31 Prozent für Frauen. Je 100 g sind es rund 23 beziehungsweise 26 Prozent.
Wie viel Vitamin C hat eine Banane?
Mit 8,7 mg je 100 g kommt eine mittelgroße Banane auf rund 10,3 mg Vitamin C (USDA, 2019, gerechnet). Die DGE empfiehlt Männern 110 mg am Tag und Frauen 95 mg, für Raucher 155 beziehungsweise 135 mg (Ableitung 2015). Eine Banane deckt damit rund 9 Prozent des Werts für Männer und rund 11 Prozent für Frauen. In ihrer Beispielliste für Vitamin-C-Lieferanten nennt die DGE unter anderem Paprika und Zitrusfrüchte, die Banane steht dort nicht.
Wie viel Folat steckt in der Banane?
Eine mittelgroße Banane enthält rund 23,6 µg Folat, gerechnet aus 20 µg je 100 g (USDA, 2019). Die Datenbank gibt den Wert in Folatäquivalenten an, der gemeinsamen Rechengröße für die verschiedenen Formen des Vitamins. Laut D-A-CH-Referenzwerten, den gemeinsamen Werten für den deutschsprachigen Raum, wiedergegeben vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR, 2024), liegt die Empfehlung für Erwachsene bei 300 µg Folatäquivalenten am Tag. Die Banane deckt davon rund 8 Prozent. Die US-Einheit und die deutschen Folatäquivalente gleichzusetzen, ist eine Näherung.
Wie viel Kalium hat eine Banane?
Mit 358 mg je 100 g kommt eine mittelgroße Banane auf rund 422 mg Kalium (USDA, 2019, gerechnet). Die DGE nennt als Schätzwert für Erwachsene 4.000 mg am Tag (Ableitung 2016). Eine Banane deckt davon rund 11 Prozent. Das ist ein solider Beitrag, aber kein Ausnahmewert, wie das Kapitel zu den Behauptungen zeigt.
Wie viel Magnesium hat eine Banane?
Rund 31,9 mg Magnesium stecken in einer mittelgroßen Banane, bei 27 mg je 100 g (USDA, 2019, gerechnet). Die Schätzwerte der DGE liegen ab 19 Jahren bei 350 mg für Männer und 300 mg für Frauen (Ableitung 2021). Das ergibt rund 9 beziehungsweise 11 Prozent. „Ein Magnesiummangel ist bei einer ausgewogenen Ernährung bei stoffwechselgesunden Personen relativ selten“, schreibt die DGE in ihren Fragen und Antworten zu Magnesium (2025).
Bei den Ballaststoffen nennt die DGE einen Richtwert von mindestens 30 g am Tag für Frauen und Männer gleichermaßen (Ableitung 2021). Eine mittelgroße Banane mit rund 3,1 g (USDA, 2019, gerechnet) deckt davon rund 10 Prozent. Vitamin K fehlt in dieser Aufzählung mit Absicht: Es bekommt wegen der Suchanfragen dazu ein eigenes Kapitel.
Je mittelgroße Banane (118 g) · Anteil gerechnet nach USDA-Daten (2019) und den Referenzwerten der DGE (Ableitungen 2000 bis 2021), Folat nach D-A-CH, wiedergegeben vom BfR (2024)
| Nährstoff | Je Banane | Anteil |
|---|---|---|
| Vitamin B6 | rund 0,43 mg | rund 27 % (Männer, 1,6 mg) · rund 31 % (Frauen, 1,4 mg) |
| Vitamin C | rund 10,3 mg | rund 9 % (Männer, 110 mg) · rund 11 % (Frauen, 95 mg) |
| Folat | rund 23,6 µg Folatäquivalente | rund 8 % von 300 µg (D-A-CH, wiedergegeben vom BfR) |
| Vitamin K (Phyllochinon, das pflanzliche Vitamin K1) | rund 0,6 µg | rund 1 % des Schätzwerts von 60 bis 80 µg |
| Kalium | rund 422 mg | rund 11 % des Schätzwerts von 4.000 mg |
| Magnesium | rund 31,9 mg | rund 9 % (Männer, Schätzwert 350 mg) · rund 11 % (Frauen, Schätzwert 300 mg) |
| Ballaststoffe | rund 3,1 g | rund 10 % des Richtwerts von mindestens 30 g |
Was eine Banane liefert – und was nicht
Eine mittelgroße Banane deckt rund 27 bis 31 Prozent des DGE-Referenzwerts für Vitamin B6, gerechnet nach USDA-Daten (2019) und DGE (2019). Bei Kalium (Schätzwert, DGE 2016) und Ballaststoffen (Richtwert, DGE 2021) liegt sie bei rund einem Zehntel, bei Vitamin C (DGE 2015) und Magnesium (Schätzwert, DGE 2021) je nach Geschlecht bei rund 9 bis 11 Prozent. Folat erreicht rund 8 Prozent der D-A-CH-Empfehlung (wiedergegeben vom BfR, 2024), Vitamin K rund 1 Prozent des DGE-Schätzwerts (Ableitung 2000). Bei keinem dieser Nährstoffe deckt eine Banane allein den Referenzwert.
Wie viel Vitamin K hat eine Banane?
Kaum: Die Datenbank nennt 0,5 µg je 100 g, eine mittelgroße Banane kommt auf rund 0,6 µg (USDA, 2019, gerechnet). Brokkoli liefert zum Vergleich 102 µg je 100 g.

Der Wert in der Datenbank bezieht sich auf Phyllochinon. So heißt das pflanzliche Vitamin K1, das die DGE zu den bekanntesten Verbindungen von Vitamin K zählt. Wer nach „Banane Vitamin K“ sucht, will wissen, ob die Frucht eine nennenswerte Menge davon liefert. Die Antwort aus den Zahlen ist eindeutig.
Die DGE gibt für Vitamin K Schätzwerte an: 70 µg am Tag für Männer und 60 µg für Frauen von 19 bis unter 51 Jahren, ab 51 Jahren 80 µg beziehungsweise 65 µg (Ableitung 2000). Gegen diese 60 bis 80 µg fällt die Banane mit rund 0,6 µg kaum ins Gewicht. Eine Frucht deckt rund 1 Prozent, gerechnet nach USDA-Daten und den Referenzwerten der DGE.
Belegte Fundstelle
„Gute Lieferanten für Vitamin K sind vor allem grüne Gemüsearten (z.B. Spinat, einige Salat- und Kohlsorten), Milch und Milchprodukte, Fleisch und Eier.“
Deutsche Gesellschaft für Ernährung
Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Vitamin K (Ableitung 2000)
Obst taucht in dieser Liste nicht auf. Für die Suche nach dem Vitamin K der Banane ist das die ehrliche Antwort: Die Banane ist kein Vitamin-K-Lieferant. Wer seine Zufuhr über den Tag betrachtet, findet die nennenswerten Mengen bei grünem Gemüse, nicht in der Obstschale.
Wer wegen eines Medikaments auf die Vitamin-K-Zufuhr achten soll, bespricht Ernährungsfragen am besten in der Hausarztpraxis. Dieser Artikel liefert Nährwerte, er ersetzt dieses Gespräch nicht.
Welche Behauptungen über Bananen-Vitamine halten?
Zwei Behauptungen halten nur zum Teil: Die Banane liefert Kalium, je 100 g aber weniger als Kabeljau, und grüne und reife Bananen unterscheiden sich im Verhältnis von Stärke und Zucker.
„Die Angaben widersprechen sich überall.“ Der Einwand ist berechtigt. Nährwerte sind Messwerte an echten Früchten, und die unterscheiden sich. Die DGE schreibt zum Vitamin C, dass der Gehalt in Lebensmitteln unter anderem durch Erntezeitpunkt und Lagerung schwanken kann (Ableitung 2015). Bei den beiden folgenden Behauptungen lohnt der Blick in die Quelle deshalb besonders.
Behauptung und Befund
Behauptung
„Die Banane ist eine Kalium-Bombe.“
Was die Quelle zeigt · wie sicher
Kabeljau kommt je 100 g auf 413 mg Kalium, die Banane auf 358 mg (USDA, 2019). Eine mittelgroße Banane deckt rund 11 Prozent des DGE-Schätzwerts von 4.000 mg (gerechnet). Die DGE hält fest: „Ein Kaliummangel infolge einer geringen Kaliumzufuhr über die Ernährung ist selten.“ (DGE, 2016) Einordnung: ein solider Beitrag, kein Ausnahmewert. Die Datenlage ist sicher.
Behauptung
„Grüne und reife Bananen haben dieselben Nährwerte.“
Was die Quelle zeigt · wie sicher
Nicht ganz. In unreifen Bananen macht Stärke 80 bis 90 Prozent der Kohlenhydrate aus, und beim Reifen wird sie zu freiem Zucker (Hermansen u. a., 1992). Auch Ercan u. a. (1993) beschreiben, dass mit zunehmender Reife der Stärkeanteil sinkt und der Zuckeranteil steigt. Einordnung: Die Verschiebung von Stärke zu Zucker ist beschrieben, für die Vitamine liefern beide Studien keine Werte.
Was heißt das für die Zahlen aus der Datenbank? Die 5,38 g Stärke und 12,2 g Zucker je 100 g gelten für eine Banane ohne Angabe zum Reifegrad (USDA, 2019). Eine grünere Frucht dürfte mehr Stärke enthalten, eine reifere mehr Zucker, und wie groß der Unterschied im Einzelfall ist, gibt die Datenbank nicht her.
Ob sich der Reifegrad im Blutzucker zeigt, ist in kleinen Studien uneinheitlich, und für eine Aussage über dich reichen sie nicht.
Wie passt die Banane mit ihren Vitaminen in den Alltag?
Als ein Baustein unter mehreren Lebensmitteln am Tag: Eine mittelgroße Banane bringt rund 105 kcal und rund 3,1 g Ballaststoffe mit (USDA, 2019, gerechnet).
Die Nährwerte beantworten die Frage, was in einer Banane steckt. Welche Menge am Tag sinnvoll ist, ist eine andere Frage, und sie hat einen eigenen Ratgeber: Bananen am Tag: welche Menge gesund ist. Was die Ballaststoffe der Banane ausmacht, steht im Guide zu Banane und Ballaststoffen.
Ob die Banane beim Abnehmen hilft oder eher bremst, trennen wir bewusst von ihren Nährwerten. Dort geht es um reif oder grün, um abends oder gekocht, hier um den Inhalt der Frucht. Die Antwort zum Gewicht steht im Artikel Bananen beim Abnehmen: gut oder schlecht?
Im Alltag lohnt der Blick auf die Kombination. Die Banane liefert kaum Calcium, nämlich 5 mg je 100 g. Ein fettarmer Kefir aus der US-Datenbank bringt je 100 g 130 mg Calcium mit (USDA, 2019). Haferflocken kommen je 100 g auf 10,1 g Ballaststoffe, die Banane auf 2,6 g. Wer die Banane mit anderen Lebensmitteln kombiniert, verschiebt also die Bilanz des Frühstücks, ohne dass eine einzelne Zutat alles tragen muss.
Kernaussage
Die Banane liefert vor allem Vitamin B6, für Vitamin K ist sie keine Quelle.
Die Rechnungen in diesem Artikel beziehen sich auf eine rohe Frucht. Die Datenbank führt die Banane als „raw“, also roh. Für gekochte oder getrocknete Bananen liegen in den Quellen dieses Artikels keine Werte vor, deshalb nennen wir dafür auch keine.
Wie viel Vitamin B6 und Kalium brauchst du selbst?
Das sagt kein Referenzwert: Die Werte der DGE gelten als Durchschnitt für Gruppen, getrennt nach Alter und Geschlecht, nicht als Maß für eine einzelne Person.
Die Prozentzahlen in diesem Artikel beziehen sich auf solche Durchschnittswerte. Wenn eine Banane rund 31 Prozent des Referenzwerts für Vitamin B6 bei Frauen deckt (gerechnet nach USDA, 2019, und DGE, 2019), bezieht sich das auf einen Wert, der für die Gruppe der erwachsenen Frauen gilt. Wo dein eigener Bedarf liegt, zeigt keine Nährwerttabelle.
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Zu den Analysen gehören Vitamin B6, ausgewertet am Gen ALPL, und Kalium, ausgewertet am Gen WNK1. Ein Gen ist ein Abschnitt der Erbinformation. Das sind die beiden Nährstoffe, bei denen die Banane ihren größten Beitrag leistet. Das Ergebnis beschreibt eine Veranlagung, keine Vorhersage. Veranlagung ist ein Faktor unter mehreren, und die Anlage ist keine Festlegung.
Zur Einordnung gehört auch die Studienlage. Ein Positionspapier der DGE hielt 2022 fest, dass Belege für den Erfolg genbasierter Ernährungsempfehlungen noch weitgehend fehlen (sinngemäß nach Holzapfel u. a., 2022). Der Test liefert also Hinweise für deine Ernährung, keinen Beweis dafür, dass sie mit diesem Wissen besser gelingt.
Was der Test nicht tut, steht in seiner Beschreibung ausdrücklich: „Er schreibt dir nichts vor. Es gibt keinen Diätplan und keine Verbote. Er ist kein diagnostisches Verfahren und ersetzt keine ärztliche Beratung.“
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Wie genau sind die Nährwertangaben zur Banane?
So genau wie ihre Quelle: Die Werte stammen aus einer US-Datenbank und beschreiben eine rohe Banane ohne Angabe zu Sorte und Reifegrad (USDA, 2019).
Erstens die Herkunft. FoodData Central ist eine Datenbank des US-Landwirtschaftsministeriums, keine Messung deutscher Handelsware. Die Portionsgewichte sind US-Größen, gemessen in Zoll Länge. Eine Banane im Supermarkt um die Ecke kann schwerer oder leichter sein als die 118 g, auf die wir rechnen.
Zweitens der Reifegrad. Die Studien von Hermansen u. a. (1992) und Ercan u. a. (1993) zeigen, dass sich beim Reifen das Verhältnis von Stärke und Zucker verschiebt. Für Vitamin C schreibt die DGE, dass der Gehalt je nach Ernte und Lagerung schwanken kann (Ableitung 2015). Ein Tabellenwert ist deshalb ein Mittelwert, keine Garantie für die Frucht in deiner Hand.
Drittens die eigene Rechnung. Alle Werte je Stück und alle Prozentangaben vom Referenzwert haben wir selbst gerechnet, nach USDA-Daten und den Referenzwerten der DGE, und auf „rund“ gerundet. Der Folatwert beruht auf den D-A-CH-Referenzwerten, wiedergegeben vom BfR (2024). Die US-Einheit für Folat mit den deutschen Folatäquivalenten gleichzusetzen, bleibt eine Näherung.
Und der Test? Der NutriCare INFINITY beschreibt genetische Veranlagungen. Genetische Varianten beschreiben Wahrscheinlichkeiten in Bevölkerungsgruppen, keine Festlegung für eine einzelne Person. Wenn Beschwerden oder Vorerkrankungen im Spiel sind, ist die Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle.
Ist die Banane eine gute Vitaminquelle?
Für Vitamin B6 ja: Eine mittelgroße Banane deckt rund 27 bis 31 Prozent des Referenzwerts, gerechnet nach USDA-Daten (2019) und DGE (2019). Bei Vitamin K liefert sie dagegen kaum etwas.
Wer die Banane als Kaliumquelle schätzt, liegt nicht falsch, überschätzt sie aber leicht. Rund 11 Prozent des DGE-Schätzwerts (gerechnet nach USDA, 2019, und DGE, 2016) sind ein solider Beitrag, und Kabeljau liegt je 100 g höher.
Neu ist vielleicht dieser Gedanke: Die Prozentzahlen gelten für einen Durchschnittsmenschen. Ob dein Bedarf bei Vitamin B6 oder Kalium darüber liegt, zeigt keine Tabelle. Hinweise darauf geben ein Gespräch mit deinem Arzt oder eine Analyse deiner Veranlagung.
„Die Banane ist doch voller Vitamine“, hieß es am Anfang. Voller Vitamine ist sie nicht. Sie liefert vor allem eines.
Häufige Fragen
Wie hoch ist der Kaloriengehalt einer Banane?
Eine mittelgroße Banane von 118 g hat rund 105 kcal, gerechnet aus 89 kcal je 100 g (USDA, 2019). Die US-Datenbank nennt für eine kleine Banane 101 g und für eine große 136 g, der Energiegehalt verschiebt sich entsprechend mit dem Gewicht. Gerechnet ist der essbare Anteil, also ohne Schale. Wer seine Banane wiegt, kann mit den 89 kcal je 100 g selbst nachrechnen.
Wie viel Zucker steckt in einer Banane?
Je 100 g enthält eine rohe Banane 12,2 g Zucker, eine mittelgroße Frucht kommt auf rund 14,4 g (USDA, 2019, gerechnet). Dazu kommen rund 6,4 g Stärke je Stück. Das Verhältnis hängt vom Reifegrad ab: Mit zunehmender Reife sinkt der Stärkeanteil, und der Zuckeranteil steigt (Ercan u. a., 1993). Die Datenbank nennt für ihre Werte keinen Reifegrad.
Macht eine Banane satt?
Die DGE zählt die Sättigungswirkung zu den Eigenschaften von Ballaststoffen (Referenzwerte Ballaststoffe, Ableitung 2021). Eine mittelgroße Banane bringt rund 3,1 g Ballaststoffe mit, das sind rund 10 Prozent des Richtwerts von mindestens 30 g am Tag (gerechnet nach USDA-Daten, 2019). Wie satt dich eine Banane im Einzelnen macht, lässt sich aus den Nährwerten allein nicht ablesen.
Deckt eine Banane den Folatbedarf?
Nein. Eine mittelgroße Banane liefert rund 23,6 µg Folat, das sind rund 8 Prozent der Empfehlung von 300 µg Folatäquivalenten am Tag für Erwachsene. Der Referenzwert stammt aus den D-A-CH-Referenzwerten, wiedergegeben vom BfR (2024), Bananenwert und Anteil sind eigene Rechnungen nach der US-Datenbank (USDA, 2019). Beide Einheiten gleichzusetzen, ist eine Näherung.
Warum weichen Vitaminangaben zwischen Tabellen ab?
Weil sie an verschiedenen Früchten gemessen werden. Die DGE schreibt, dass der Vitamin-C-Gehalt in Lebensmitteln unter anderem durch Erntezeitpunkt und Lagerung schwanken kann (Ableitung 2015). Dazu kommen Sorte und Reifegrad, die eine Tabelle nicht immer angibt. Die Werte in diesem Artikel stammen aus der US-Datenbank FoodData Central (USDA, 2019) und beschreiben eine rohe Banane ohne diese Angaben.
Nächster Schritt
Den eigenen Vitaminbedarf einordnen
Der NutriCare INFINITY beschreibt deine Veranlagung zum Vitamin- und Mineralstoffbedarf. Er schreibt dir nichts vor.
Zum NutriCare INFINITY Bananen am Tag: die sinnvolle Menge Die Menge im RatgeberWeiterlesen
Quellen
- U.S. Department of Agriculture, Agricultural Research Service: FoodData Central, Datensatz SR Legacy (Stand 2019) – fdc.nal.usda.gov
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr (Ableitungen 2000 bis 2021) – dge.de
- Bundesinstitut für Risikobewertung: Aktualisierung (2024): Höchstmengenvorschläge für Folsäure in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln, Stellungnahme 009/2024 (Stand 2024) – bfr.bund.de
- Hermansen K u. a.: Influence of ripeness of banana on the blood glucose and insulin response in type 2 diabetic subjects, Diabetic Medicine (Stand 1992) – europepmc.org
Die Nährwerte je 100 g und die Portionsgewichte stützen sich auf [1]; alle Werte je Stück und alle Prozentangaben vom Referenzwert sind eigene Rechnungen aus [1] und [2]. Die Referenzwerte für Vitamin B6, Vitamin C, Vitamin K, Kalium, Magnesium und Ballaststoffe sowie das Zitat zu den Vitamin-K-Lieferanten stammen aus [2], ergänzt um die Fragen und Antworten der DGE zu Kalium (2016) und Magnesium (2025). Der Folatwert stammt aus [3]. Die Angaben zum Reifegrad stützen sich auf [4] und auf Ercan u. a., Journal of the American College of Nutrition, 1993. Der DGE-Satz zur Nutrigenetik gibt Holzapfel u. a., Molecular Nutrition & Food Research, 2022, sinngemäß wieder. Die Produktangaben zum NutriCare INFINITY stammen aus den Produktdaten von mybody®x, Stand 25.09.2026. Quellen geprüft im September 2026.
mybody®x Redaktions- & Fachteam
Ernährung Nährwerte
Das Redaktions- und Fachteam von mybody®x ordnet Ernährungsthemen anhand öffentlicher Datenbanken und der Referenzwerte der Fachgesellschaften ein. Mehr zum Team auf der Autorenseite.
Veröffentlicht am 25.09.2026 · Zuletzt aktualisiert am 25.09.2026
Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
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Die DNA-Analyse dient der Ernährungs- und Lebensstilberatung. Sie ist kein diagnostisches Verfahren, stellt keine Krankheitsvorhersage dar und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Beratung. Genetische Varianten beschreiben Wahrscheinlichkeiten in Bevölkerungsgruppen, keine Festlegung für einzelne Personen.
Die Bilder in diesem Artikel sind mit KI erstellt, die abgebildeten Personen sind nicht real.





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