Was sagt ein Test über Muskelaufbau und Genetik aus?
Er sagt, welche Reize zu deinen Anlagen passen, nicht wie viel Muskel du aufbaust. Über 100 Genvariationen werden dafür zu 32 Analyseberichten zusammengeführt.
Wer nach Muskelaufbau und Genetik sucht, hat oft eine konkrete Beobachtung gemacht: Der Trainingspartner macht dasselbe und kommt schneller voran. Was ein Fitness DNA-Test daraus macht, ist eine Einordnung. Er beschreibt, welche Reize bei dir eher greifen und wie viel Zeit du zum Erholen brauchst. Dazu kommt, worauf dein Körper unter Belastung stärker angewiesen sein kann. Was er ausdrücklich nicht macht: Er sagt dir nicht, wie viel Muskelmasse du aufbauen wirst, und er ersetzt kein Training. Eine Anlage ist keine Garantie, sondern die Ausgangslage, mit der du planst. Der Rest ist Arbeit, und die nimmt dir kein Test ab. Deine DNA verändert sich dabei nicht, deshalb reicht ein Test fürs ganze Leben. Wer eine Abkürzung sucht, findet hier keine, sondern nur eine bessere Ausgangslage. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem Anhaltspunkt und einem Versprechen. Dazu kommt die Frage der Ernährung, denn was du isst, entscheidet mit darüber, wie ein Reiz bei dir ankommt. Deshalb gehört die Bewertung von über 1.000 Lebensmitteln zu diesem Test und muss nicht getrennt gekauft werden. Die Grundlage bleibt dieselbe, auch wenn sich dein Trainingsziel in zehn Jahren geändert hat.
Lohnt sich ein Fitness DNA-Test?
Das hängt davon ab, wie lange du schon trainierst. Wer nach Plan trainiert und keine Fortschritte sieht, bekommt eine Erklärung. Ein Programm bekommt er nicht.
Ein Fitness DNA-Test lohnt sich nicht für jeden, und das gehört an den Anfang statt ans Ende. Wer gerade erst anfängt, kommt nach unserer Einschätzung mit den Grundlagen weiter als mit einer Analyse: regelmäßig trainieren und ausreichend schlafen. Der Test wird interessant, wenn diese Grundlagen stehen und die Fortschritte trotzdem hinter dem Aufwand zurückbleiben. Dann bekommst du einen Anhaltspunkt dafür, warum ein Plan, der bei anderen funktioniert hat, bei dir anders ausgeht. Was er nicht liefert, ist ein fertiges Programm. Keine Sätze, keine Trainingstage. Wer das erwartet, ist mit einem Trainer besser beraten. Der Test ersetzt keinen Trainer. Er liefert die Ausgangslage, mit der ein guter Trainer arbeiten kann, statt bei null anzufangen. Wer dagegen aufhören will, Pläne von anderen zu kopieren, bekommt hier die Grundlage dafür. Sie ersetzt keine Beratung. Sie beruht aber auf deinen eigenen Daten und nicht auf dem Durchschnitt. Ein zweiter Punkt spricht für den Zeitpunkt: Du kannst die Auswertung in fünf Jahren erneut aufschlagen, ohne den Test zu wiederholen. Ein Zielgewicht nennt er dir nicht, und schneller macht er dich auch nicht. Trainieren musst du weiterhin selbst.