Was sagt ein großes Blutbild aus und wie du es verstehst
Du fragst dich vielleicht: Was sagt ein großes Blutbild aus? Stell es dir wie einen detaillierten Zustandsbericht deines Körpers vor. Dieser Test schaut sich die drei Haupttypen deiner Blutzellen – rote, weiße und Blutplättchen – ganz genau an und liefert dir wertvolle Einblicke, von Nährstoffmängeln bis hin zu versteckten Entzündungen.
Was das große Blutbild über deine Gesundheit verrät
Ein großes Blutbild ist im Grunde eine gründliche Bestandsaufnahme deines Körpers auf zellulärer Ebene. Dabei geht es um viel mehr als nur das Zählen von Zellen; es ist ein Blick hinter die Kulissen, der zeigt, wie gut dein Organismus wirklich funktioniert. Man könnte es mit dem Cockpit eines Flugzeugs vergleichen: Jede Anzeige steht für einen wichtigen Wert, der dir signalisiert, ob alles im grünen Bereich ist.
Das Besondere daran ist, dass nicht nur die reine Anzahl der Blutzellen gemessen wird, sondern auch ihre Beschaffenheit – also ihre Größe, Form und Zusammensetzung. Genau diese Details sind oft entscheidend, denn sie können erste, leise Hinweise auf ein Ungleichgewicht geben, lange bevor du überhaupt Symptome spürst.
Die drei Säulen deiner Blutgesundheit
Im Kern konzentriert sich das große Blutbild auf drei fundamentale Zelltypen, die für dein Wohlbefinden absolut entscheidend sind:
-
Rote Blutkörperchen (Erythrozyten): Das sind die Sauerstoff-Taxis deines Körpers. Ihre Hauptaufgabe ist es, den lebenswichtigen Sauerstoff von der Lunge in jede einzelne Zelle zu transportieren. Werte wie Hämoglobin und Hämatokrit zeigen, wie gut dieser Lieferservice funktioniert.
-
Weiße Blutkörperchen (Leukozyten): Sie bilden deine persönliche Abwehrtruppe. Das große Blutbild schlüsselt diese Zellen sogar in verschiedene Untergruppen auf. So lässt sich erkennen, ob dein Immunsystem gerade gegen Bakterien, Viren oder andere Eindringlinge kämpft.
-
Blutplättchen (Thrombozyten): Sie sind das Reparatur-Team für deine Blutgefäße. Bei einer Verletzung eilen sie sofort zur Stelle, stoppen die Blutung und leiten die Wundheilung ein.
Die folgende Grafik gibt dir einen guten Überblick über diese drei Hauptakteure, die in einem großen Blutbild analysiert werden.

Jede dieser Zellarten hat eine ganz eigene, wichtige Funktion. Ihre Balance ist entscheidend für deine Gesundheit und wie energiegeladen du dich fühlst.
Um dir das Ganze noch übersichtlicher zu machen, haben wir hier eine kleine Zusammenfassung für dich:
Die Hauptkomponenten im großen Blutbild auf einen Blick
Diese Tabelle fasst die drei Hauptbestandteile des großen Blutbildes und ihre primäre Funktion im Körper zusammen.
| Blutbestandteil | Hauptfunktion im Körper | Was eine Abweichung bedeuten kann |
|---|---|---|
| Rote Blutkörperchen (Erythrozyten) | Sauerstofftransport von der Lunge zu den Zellen | Hinweise auf Anämie, Eisen- oder Vitaminmangel |
| Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) | Abwehr von Krankheitserregern (Immunsystem) | Anzeichen für Infektionen, Entzündungen oder Immunschwäche |
| Blutplättchen (Thrombozyten) | Blutgerinnung und Wundheilung | Probleme mit der Blutgerinnung (zu hoch oder zu niedrig) |
Diese drei Werte bilden das Fundament, von dem aus wir tiefer in die Analyse deiner Gesundheit eintauchen können.
Warum dieser Überblick so wertvoll ist
Wenn du diese Grundlagen verstehst, machst du den ersten wichtigen Schritt, um deine Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Ein großes Blutbild kann dir zum Beispiel zeigen, ob du ausreichend mit Nährstoffen wie Eisen versorgt bist oder ob vielleicht unbemerkte, stille Entzündungen in deinem Körper schwelen.
Ein großes Blutbild liefert eine wertvolle Momentaufnahme deiner inneren Balance. Es ist kein abschließendes Urteil, sondern ein Wegweiser, der dir zeigt, wo du genauer hinschauen solltest.
Indem du lernst, was diese Zahlen bedeuten, übernimmst du aktiv Verantwortung für dein Wohlbefinden. In den nächsten Abschnitten schauen wir uns die einzelnen Werte ganz genau an und erklären dir, wie du die Ergebnisse für dich nutzen kannst.
Die roten Blutkörperchen: Deine Sauerstoff-Taxis
Stell dir deinen Blutkreislauf wie ein riesiges, perfekt organisiertes Autobahnnetz vor. Auf diesen Bahnen sind unermüdlich kleine Lieferwagen unterwegs: die roten Blutkörperchen, in der Fachsprache auch Erythrozyten genannt.
Ihre wichtigste Fracht ist der lebenswichtige Sauerstoff, den sie direkt an der Lunge abholen und bis in die hinterste Zelle deines Körpers bringen. Ohne diese zuverlässigen Kuriere würde dein ganzer Organismus schnell ins Stocken geraten.
Die Effizienz dieser Sauerstoff-Taxis hängt von mehreren Faktoren ab, die das rote Blutbild ganz genau unter die Lupe nimmt. Jeder einzelne Wert erzählt dabei einen Teil der Geschichte, wie gut deine Zellen mit Energie versorgt sind.
Die wichtigsten Werte im roten Blutbild
Was verrät uns ein großes Blutbild also über deine roten Blutkörperchen? Es nimmt quasi deine gesamte Lieferflotte genau unter die Lupe – von der Anzahl der Fahrzeuge bis hin zur Ausstattung jedes einzelnen.
-
Erythrozyten-Anzahl: Das ist die Gesamtzahl deiner roten Blutkörperchen pro Mikroliter Blut. Sind es zu wenige, spricht man von einer Blutarmut (Anämie), die sich oft durch ständige Müdigkeit und Blässe zeigt.
-
Hämoglobin (Hb): Das ist der rote Blutfarbstoff und das eigentliche Protein, das den Sauerstoff bindet. Man könnte es als den „Lademeister“ in jedem Lieferwagen betrachten. Ein niedriger Hb-Wert ist ein klares Zeichen dafür, dass deine Zellen nicht genug Sauerstoff bekommen. Mehr dazu, welcher Hb-Wert normal ist, erfährst du in unserem ausführlichen Artikel.
-
Hämatokrit (Hkt): Dieser Wert beschreibt, wie hoch der prozentuale Anteil der festen Blutzellen am gesamten Blutvolumen ist. Ist der Hämatokrit zu hoch, kann das Blut dickflüssiger werden; ein zu niedriger Wert deutet hingegen oft auf eine Anämie hin.
Diese drei Werte geben schon mal einen super Überblick. Aber das große Blutbild geht noch einen entscheidenden Schritt weiter und schaut sich die Qualität deiner roten Blutkörperchen an.
MCV, MCH und MCHC: Die Qualitätskontrolle
Um bei unserer Lieferwagen-Analogie zu bleiben: Es ist ja nicht nur wichtig, wie viele Wagen unterwegs sind, sondern auch, wie groß sie sind und wie viel Ladung sie überhaupt transportieren können. Genau das verraten uns die sogenannten Erythrozyten-Indizes.
Diese Werte sind quasi der technische Steckbrief deiner roten Blutkörperchen. Sie geben Aufschluss über Größe, Beladung und Konzentration des Hämoglobins – und sind oft der entscheidende Schlüssel, um die genaue Ursache einer Anämie aufzudecken.
-
MCV (Mittleres Corpuskuläres Volumen): Dieser Wert gibt die durchschnittliche Größe deiner roten Blutkörperchen an. Sind sie auffällig klein (mikrozytär), ist das ein starker Verdachtsmoment für Eisenmangel.
-
MCH (Mittleres Corpuskuläres Hämoglobin): Hier wird gemessen, wie viel Hämoglobin im Schnitt in einem einzelnen roten Blutkörperchen steckt.
-
MCHC (Mittlere Corpuskuläre Hämoglobin-Konzentration): Dieser Wert beschreibt die Konzentration des Hämoglobins innerhalb der gesamten Erythrozyten-Masse.
Im Zusammenspiel helfen diese Indizes, verschiedene Formen der Blutarmut zu unterscheiden. Ein klassisches Beispiel ist die Eisenmangelanämie: Hier sind die roten Blutkörperchen typischerweise zu klein (niedriger MCV) und zu blass (niedriger MCH), weil der wichtigste Baustoff für das Hämoglobin fehlt. Die logische Konsequenz: Du fühlst dich schlapp, unkonzentriert und bist einfach nicht mehr so leistungsfähig, weil deine Zellen quasi auf Sparflamme laufen.
Das weiße Blutbild: Die Wächter deines Immunsystems
Nachdem wir uns deine Sauerstoff-Taxis angesehen haben, werfen wir nun einen Blick auf die Sicherheitstruppe deines Körpers: die weißen Blutkörperchen, auch Leukozyten genannt. Stell sie dir als deine persönliche Armee vor, die unermüdlich patrouilliert, um dich vor Eindringlingen wie Bakterien, Viren und Pilzen zu schützen.
Hier geht ein großes Blutbild einen entscheidenden Schritt weiter als ein kleines. Es liefert nämlich das sogenannte Differentialblutbild – im Grunde eine genaue Aufschlüsselung deiner Abwehrtruppe in ihre spezialisierten Einheiten. Jede dieser Zellarten hat eine ganz besondere Aufgabe, ganz ähnlich wie bei der Polizei auch verschiedene Abteilungen für unterschiedliche Fälle zuständig sind.

Deine Spezialkräfte im Detail
Die Werte dieser Untergruppen verraten unglaublich viel darüber, womit dein Immunsystem gerade kämpft. Sie helfen dabei, zwischen verschiedenen Infektionsarten zu unterscheiden und den allgemeinen Zustand deiner Abwehrkräfte besser einzuschätzen.
-
Neutrophile Granulozyten: Das sind die „Ersthelfer“ deines Immunsystems, die sofort ausrücken, wenn Bakterien angreifen. Sind ihre Werte erhöht, deutet das oft auf genau solch einen bakteriellen Infekt hin. Sie machen den größten Teil deiner weißen Blutkörperchen aus.
-
Lymphozyten: Diese Zellen sind die Spezialisten für Viren und bilden gleichzeitig das „Gedächtnis“ deines Immunsystems. Erhöhte Werte sind daher typisch für Virusinfekte, wie zum Beispiel eine Grippe.
-
Monozyten: Man könnte sie als die „Müllabfuhr“ des Körpers bezeichnen. Sie räumen Zelltrümmer und Krankheitserreger aus dem Weg und sind bei chronischen Entzündungsprozessen oft erhöht.
-
Eosinophile Granulozyten: Ihre Hauptaufgabe ist die Abwehr von Parasiten. Außerdem sind sie bei allergischen Reaktionen stark involviert. Erhöhte Werte können also auf Allergien wie Heuschnupfen oder einen Parasitenbefall hindeuten.
-
Basophile Granulozyten: Sie sind die seltensten weißen Blutkörperchen und spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei Allergien, indem sie Stoffe wie Histamin freisetzen.
Die Analyse dieser spezialisierten Zellen ist ein zentraler Punkt, der erklärt, was ein großes Blutbild aussagt: Es liefert nicht nur die Gesamtzahl der Abwehrzellen, sondern zeigt auch, welche spezifische Einheit gerade aktiv ist.
Diese detaillierte Aufschlüsselung ist extrem wertvoll. Sie ermöglicht eine viel genauere Diagnose und hilft zu verstehen, warum dein Körper bei einer Entzündung überhaupt mehr weiße Blutkörperchen produziert. Falls du tiefer in das Thema eintauchen möchtest, erklärt unser Artikel, was ein Entzündungswert im Blut genau bedeutet und welche Rolle die Leukozyten dabei spielen.
Was Abweichungen bedeuten können
Veränderungen im weißen Blutbild sind immer wichtige Signale deines Körpers. Eine Erhöhung der Gesamtleukozytenzahl (Leukozytose) ist oft eine völlig normale und gesunde Reaktion auf eine Infektion. Ein Mangel (Leukopenie) kann hingegen auf eine geschwächte Immunabwehr hindeuten.
Blutuntersuchungen gehören nicht ohne Grund zu den wichtigsten Früherkennungsmaßnahmen. Ein großes Blutbild liefert in Deutschland jährlich tausendfach entscheidende Hinweise auf weitverbreitete Erkrankungen wie Diabetes, Anämien und eben auch Entzündungszustände.
Die Thrombozyten: Das Reparatur-Team deines Körpers
Nach den Sauerstoff-Taxis und der Immunpolizei werfen wir nun einen Blick auf den dritten wichtigen Spieler in deinem Blut: die Thrombozyten, oft auch Blutplättchen genannt. Obwohl sie die kleinsten Zellen im Blutkreislauf sind, haben sie eine riesige und absolut lebenswichtige Aufgabe.
Man kann sie sich am besten als das Notfall-Reparatur-Team des Körpers vorstellen. Sobald irgendwo ein Blutgefäß verletzt wird – sei es durch einen kleinen Schnitt in den Finger oder eine unsichtbare innere Verletzung –, eilen sie sofort zur Stelle. Sie sind die Ersthelfer, die eine Blutung zuverlässig stoppen.
Wie die Blutgerinnung funktioniert
Dieser Prozess ist faszinierend und perfekt aufeinander abgestimmt: Bei einer Verletzung werden die Thrombozyten sofort aktiviert. Sie ändern blitzschnell ihre Form, werden klebrig und verklumpen miteinander, um die undichte Stelle im Gefäß wie ein Pflaster von innen zu verschließen.
Dieser schnelle Wundverschluss ist der entscheidende erste Schritt, um den Blutverlust zu minimieren und die eigentliche Wundheilung einzuleiten. Ohne dieses schnelle Eingreifen wären selbst kleinste Verletzungen gefährlich. Und was sagt ein großes Blutbild aus über dieses geniale Reparatursystem? Es misst die genaue Anzahl deiner verfügbaren Thrombozyten.
Ein normaler Wert liegt bei Erwachsenen meist zwischen 150.000 und 400.000 pro Mikroliter Blut. Weicht deine Anzahl von diesem Bereich ab, kann das ein wichtiger Hinweis auf deinen Gesundheitszustand sein.
Wenn die Anzahl der Thrombozyten abweicht
Wie bei den anderen Blutzellen ist auch hier die Balance entscheidend. Sowohl zu wenige als auch zu viele Blutplättchen können zu Problemen führen.
-
Thrombozytopenie (zu wenige Thrombozyten): Fällt die Anzahl unter den Normalwert, kann deine Blutgerinnung beeinträchtigt sein. Das macht sich oft durch eine erhöhte Blutungsneigung bemerkbar. Vielleicht kennst du das: Häufiges Nasen- oder Zahnfleischbluten und blaue Flecken (Hämatome), die schon bei kleinsten Stößen entstehen.
-
Thrombozytose (zu viele Thrombozyten): Ein Überschuss an Blutplättchen kann das Blut dagegen „klebriger“ machen. Dadurch steigt das Risiko, dass sich unerwünschte Blutgerinnsel (Thrombosen) in den Gefäßen bilden. Diese können den Blutfluss blockieren und im schlimmsten Fall zu ernsten Komplikationen führen.
Die Anzahl deiner Thrombozyten ist ein wichtiger Indikator dafür, wie gut deine Blutgerinnung funktioniert. Abweichungen solltest du immer als Signal verstehen, die Ursache genauer abklären zu lassen.
Verschiedene Faktoren können die Thrombozytenzahl beeinflussen, darunter Infektionen, Entzündungen, bestimmte Medikamente oder auch Nährstoffmängel. Ein abweichender Wert ist daher ein wichtiger Puzzlestein in der Gesamtbewertung deiner Gesundheit.
Blutwerte richtig interpretieren: Was Normbereiche verraten
Du hältst deinen Laborbefund in den Händen und starrst auf die Zahlenkolonnen. Eine Spalte zeigt deine persönlichen Werte, direkt daneben eine andere mit „Referenz-“ oder „Normbereichen“. Aber was heißt das eigentlich? Und warum ist es so wichtig, diese Zahlen nicht für bare Münze zu nehmen?
Ein Normbereich ist keine starre, in Stein gemeißelte Regel. Stell ihn dir eher wie einen statistischen Durchschnitt vor, der aus den Blutwerten einer riesigen Gruppe gesunder Menschen ermittelt wurde. Ein Wert, der nur knapp daneben liegt, ist also nicht sofort ein Alarmsignal. Vielmehr ist er ein Hinweis, ein Puzzleteil, das erst im richtigen Kontext seine wahre Bedeutung entfaltet.
Was deine Werte beeinflussen kann
Deine Blutwerte sind keine festen Zahlen, sondern eine dynamische Momentaufnahme deines Körpers. Unzählige Faktoren können sie kurz- oder auch langfristig ordentlich durcheinanderwirbeln. Es ist super wichtig, diese Einflüsse zu kennen, um die Ergebnisse nicht falsch zu deuten.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Dein Lebensstil: Viel Stress, zu wenig Schlaf oder eine harte Trainingseinheit kurz vor der Blutabnahme können bestimmte Werte vorübergehend in die Höhe treiben oder senken.
- Deine Ernährung: Was du in den Tagen vor dem Test isst und trinkst, landet direkt in deinem Blut. Eine sehr fettreiche Mahlzeit am Vorabend? Das sieht man am nächsten Morgen in den Blutfettwerten.
- Dein Alter und Geschlecht: Klar, viele Normbereiche sind auf Alter und Geschlecht zugeschnitten. Der Stoffwechsel und Hormonhaushalt verändern sich nun mal im Laufe des Lebens.
Diese Variablen machen deutlich, warum es wenig Sinn ergibt, sich auf eine einzelne Zahl zu versteifen. Viel aussagekräftiger ist der Trend deiner Werte über einen längeren Zeitraum.
Der Kontext ist alles
Ein einzelner abweichender Wert ist so gut wie nie eine fertige Diagnose. Er ist immer nur ein Teil des Gesamtbildes. Ein leicht erhöhter Leukozytenwert? Könnte einfach bedeuten, dass dein Immunsystem gerade einen harmlosen Infekt erfolgreich in die Schranken weist. Ein Hämoglobinwert, der leicht unter der Norm liegt? Vielleicht nur eine Momentaufnahme. Wenn du dich aber gleichzeitig ständig müde fühlst und blass bist, könnte das ein erster Hinweis auf einen Eisenmangel sein.
Hier lohnt es sich, genauer hinzusehen. Falls du mehr darüber wissen willst, wie dein Körper Eisen speichert, schau mal in unseren Artikel über relevante Ferritin-Werte.
Die Kunst liegt also darin, die Blutwerte immer im Zusammenhang mit deinem ganz persönlichen Zustand zu sehen.
Normbereiche sind Leitplanken, keine starren Grenzen. Dein persönlicher Gesundheitszustand, deine Lebensumstände und das Zusammenspiel verschiedener Werte ergeben erst das vollständige Bild.
Auch wenn sich die genauen Normbereiche von Labor zu Labor leicht unterscheiden können, geben sie in Deutschland doch eine klare Richtung vor. Typische Spannen für Erwachsene sind zum Beispiel: Leukozyten 4,5–11,0 G/l, Erythrozyten 4,1–5,2 T/l (bei Frauen), Hämoglobin 11,7–14,7 g/dl und Thrombozyten 150–400 G/l. Mediziner nutzen genau diese Werte, um Anzeichen für Anämien, Infektionen oder Gerinnungsstörungen richtig einzuordnen. Ausführlichere Infos findest du zum Beispiel hier bei den genauen Blutbildparametern auf imd-berlin.de.
Vom Wissen zum Handeln: Deine Gesundheit selbst optimieren
Ein großes Blutbild beim Arzt ist eine super Sache – eine wichtige Momentaufnahme deines Gesundheitszustands. Doch oft bleiben danach Fragen offen. Was, wenn du ständig müde bist, deine Werte aber unauffällig sind? Steckt vielleicht ein ganz bestimmter Nährstoffmangel dahinter, den dieser allgemeine Test gar nicht erfasst hat?
Genau hier setzen die spezialisierten Selbsttests von mybody-x an. Sie sind die perfekte Ergänzung zum ärztlichen Check-up. Während das große Blutbild den breiten Überblick liefert, kannst du mit unseren Nährstoff- und Hormontests gezielt den Dingen auf den Grund gehen – und das ganz einfach und bequem von zu Hause aus.
Von der Vermutung zur Gewissheit
Stell dir vor, dein großes Blutbild zeigt eine leichte Tendenz zur Anämie. Ein guter erster Hinweis! Aber was bedeutet das jetzt konkret? Anstatt im Unklaren zu bleiben, kannst du mit unserem Eisenmangel-Test ganz gezielt herausfinden, wie es um deine Eisenspeicher wirklich bestellt ist.
Oder vielleicht fühlst du dich oft schlapp und energielos, obwohl dein Blutbild top aussieht. In so einem Fall könnten ein Vitamin-D- oder ein Vitamin-B12-Test die entscheidenden Puzzleteile sein. Diese Werte gehören oft nicht zum Standard-Check, haben aber einen riesigen Einfluss auf dein Energielevel und dein Wohlbefinden.
Ein allgemeines Blutbild zeigt dir, dass etwas nicht stimmt. Ein spezialisierter Selbsttest hilft dir herauszufinden, was genau es ist.
Immer mehr Menschen wollen ihre Gesundheit selbst in die Hand nehmen. Das zeigen auch Analysen vom Verbraucherschutz: Rund 34 % nutzen bereits entsprechende Tests oder Produkte. Interessanterweise wird aber nur bei etwa 16 % tatsächlich ein Mangel nachgewiesen. Das macht deutlich, wie wichtig präzise, bedarfsgerechte Analysen sind, um nicht auf gut Glück irgendetwas einzunehmen. Mehr dazu liest du unter sinnvolle Vitaminmangeltests auf verbraucherzentrale.de.
Dein Weg zu klaren Handlungsempfehlungen
Unsere Tests sind so entwickelt, dass du sie kinderleicht selbst durchführen kannst. Ein kleiner Pieks in die Fingerkuppe genügt, um ein paar Tropfen Blut zu gewinnen. Ganz wichtig: Für manche Werte musst du bestimmte Bedingungen einhalten. Damit deine Ergebnisse nicht verfälscht werden, informiere dich am besten in unserem Ratgeber, was nüchtern zur Blutabnahme bedeutet.
Nach der Analyse in unserem Fachlabor bekommst du aber nicht nur trockene Zahlen. Du erhältst eine verständliche Auswertung deiner Werte und ganz konkrete, auf dich zugeschnittene Handlungsempfehlungen. So übernimmst du die Kontrolle über deine Gesundheit – basierend auf Fakten, nicht auf reinen Vermutungen.
Häufige Fragen zum großen Blutbild
Hier haben wir ein paar Antworten auf die Fragen gesammelt, die uns immer wieder zum großen Blutbild erreichen. So bekommst du schnell und einfach noch mehr Klarheit.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen kleinem und großem Blutbild?
Stell dir das kleine Blutbild als eine Art Basis-Check vor. Es zählt die Gesamtzahl deiner roten und weißen Blutkörperchen sowie der Blutplättchen und prüft grundlegende Werte wie den Hämoglobin- und Hämatokritwert. Das ist schon mal eine gute erste Orientierung.
Was sagt ein großes Blutbild zusätzlich aus? Das große Blutbild geht einen entscheidenden Schritt weiter. Es enthält immer alle Werte des kleinen Blutbilds, liefert aber zusätzlich das sogenannte Differentialblutbild. Hier wird's richtig spannend: Die weißen Blutkörperchen, unsere Immunpolizei, werden in ihre spezialisierten Einheiten aufgeschlüsselt (Neutrophile, Lymphozyten etc.). Dadurch bekommen Ärzte einen viel genaueren Einblick in den Zustand deines Immunsystems und können besser einschätzen, ob zum Beispiel eine bakterielle oder virale Infektion vorliegt.
Wie oft sollte ich ein großes Blutbild machen lassen?
Eine allgemeingültige Regel gibt es hier nicht. Dein Arzt wird es meist dann anordnen, wenn es einen konkreten Anlass gibt – etwa bei ständiger Müdigkeit, wenn du einen Infekt nach dem anderen bekommst oder als Routine-Check vor einer Operation.
Als Teil der Gesundheitsvorsorge kann es aber auch absolut sinnvoll sein, die Werte regelmäßig im Auge zu behalten, zum Beispiel alle ein bis zwei Jahre. So lassen sich schleichende Veränderungen früh erkennen und du kannst rechtzeitig gegensteuern, bevor echte Probleme entstehen.
Ein Blutbild ist eine wertvolle Momentaufnahme. Regelmäßige Checks helfen dir dabei, langfristige Veränderungen im Auge zu behalten und proaktiv für deine Gesundheit zu sorgen.
Kann ich bestimmte Werte selbst beeinflussen?
Ja, auf jeden Fall! Viele deiner Blutwerte sind ein direktes Spiegelbild deines Lebensstils. Das ist eine tolle Nachricht, denn das bedeutet, du hast es selbst in der Hand. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Eisen, Vitamin B12 und Folsäure ist, ist die Grundlage für gesunde rote Blutkörperchen.
Aber auch regelmäßige Bewegung, genug Schlaf und ein gutes Händchen für deinen Stresspegel wirken sich positiv auf dein Immunsystem und damit auf das weiße Blutbild aus. Jede deiner täglichen Entscheidungen hat einen direkten Einfluss darauf, was in deinen Adern passiert.
Ein großes Blutbild verschafft dir einen fantastischen Überblick, doch manchmal möchte man gezielter hinschauen. Die spezialisierten Bluttests von mybody-x ermöglichen dir genau das – ganz einfach und bequem von zu Hause aus. Finde heraus, was wirklich hinter deinen Symptomen steckt.
Entdecke jetzt die passenden Selbsttests für deine Gesundheit auf mybody-x.com













































































Share:
Entzündungswert im Blut: Was dir dein Körper wirklich sagen will
Progesteron zu niedrig symptome: Erkennen, Ursachen & Tests