Laboranalyses certificadas por ISO 🇩🇪

Ahorra 10% ahora, con el código de mybody CareClub - CLUB10

Hormone und Hautbild: was zusammenhängt und was nicht

Das Wichtigste in Kürze

„Hormonelle Akne“ ist ein Wort aus dem Internet, kein Befund aus der Praxis. Dass Hormone die Haut beeinflussen, ist unstrittig. Umstritten ist, was daraus folgt und wie viel eine Messung dazu beiträgt.

Dieser Artikel erklärt mit Beleg, was in der Haut passiert, welche Hormone eine Rolle spielen, warum das Kinn so oft betroffen ist und warum die Gesichtszonen-Lehre trotzdem wenig taugt.

Was du hier nicht findest: eine Behandlung. Akne ist eine Hautkrankheit, und was dagegen hilft, entscheidet eine ärztliche oder dermatologische Praxis, nicht ein Ratgeber.

Das erwartet dich in diesem Artikel

1. Warum „hormonelle Akne“ kein Befund ist
2. Was in der Haut tatsächlich passiert
3. Welche Hormone eine Rolle spielen
4. Pickel am Kinn: was das Muster sagt
5. Was Face Mapping taugt
6. Drei Ansatzpunkte im Vergleich
7. Wann Werte weiterhelfen
8. Was du dir aus diesem Artikel mitnimmst
Häufige Fragen
Quellen

Warum „hormonelle Akne“ kein Befund ist

Der Begriff steht in keinem Diagnosekatalog. Er ist im Netz entstanden, um eine Beobachtung zu benennen, die viele Erwachsene machen: Die Haut ist nicht wie in der Pubertät, sondern sie reagiert in Schüben, oft an Kinn und Kieferlinie, oft im Rhythmus des Zyklus.

Die Beobachtung stimmt. Der Begriff führt trotzdem in die Irre, weil er eine Ursache benennt, bevor sie geprüft ist. Er suggeriert, es gäbe eine Akne mit hormonaler Ursache und eine ohne, und die eine ließe sich über Hormone lösen. So einfach ist es nicht, und das hat mit der Entstehung zu tun.

Zwei Dinge sind bei diesem Thema wichtiger als der Begriff. Erstens: Akne ist eine Hautkrankheit, und für die stärkeren Formen ist eine ärztliche Beratung oder Behandlung sinnvoll (IQWiG, 2025). Zweitens: Was du selbst beitragen kannst, ist Beobachtung, nicht Behandlung. Wann kommen die Schübe, wie lange bleiben sie, was ging voraus.

Dieser Artikel ordnet deshalb ein, statt zu empfehlen. Er beantwortet, welcher Zusammenhang belegt ist, was das für dein Muster bedeutet und an welcher Stelle eine Messung überhaupt etwas beiträgt. Was danach passiert, gehört in eine Praxis.

Was sich im Erwachsenenalter ändert

In der Pubertät ist der Mechanismus eindeutig, und die Quelle benennt ihn auch so. Bei Erwachsenen liegt der Fall anders: Die Androgenproduktion ist nicht mehr im Aufbau, und trotzdem reagiert die Haut. Das führt zu der verbreiteten Frage, ob dann etwas nicht stimmt.

Meistens stimmt etwas anderes nicht mit der Erwartung. Die Haut reagiert lebenslang auf Verschiebungen im Hormonhaushalt, und Verschiebungen gibt es in jeder Lebensphase: über den Zyklus, nach dem Absetzen einer hormonellen Verhütung, in der Schwangerschaft, in der Zeit der Umstellung ab etwa Mitte vierzig. Dass die Haut dabei mitspricht, ist nicht die Ausnahme.

Der praktische Unterschied zur Pubertät ist die Verteilung. Bei Jugendlichen betrifft es häufig die T-Zone, bei Erwachsenen häufiger die untere Gesichtshälfte. Auch das ist Anatomie und keine Aussage über die Ursache, aber es erklärt, warum viele das Gefühl haben, es sei „etwas anderes“ als früher.

Und ein Punkt, der oft untergeht: Die Haut reagiert langsam. Was du heute siehst, ist mit einigen Wochen Verzögerung entstanden. Wer eine Veränderung bewertet, muss deshalb in Wochen denken, nicht in Tagen. Das gilt für Verschlechterungen genauso wie für Verbesserungen, und es ist der Hauptgrund, warum Selbstversuche so oft falsch ausgewertet werden.

Was in der Haut tatsächlich passiert

Der Ablauf beginnt an der Talgdrüse. Sie produziert Talg, der über den Ausgang an die Hautoberfläche gelangt. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen beschreibt die Störung so: Wenn sich am Ausgang einer Talgdrüse jedoch eine Hornschicht bildet, kann der Talg nicht abfließen (IQWiG, 2025). Was folgt, ist ein verstopfter Ausgang, ein Reiz und daraus die sichtbare Entzündung.

Der hormonelle Anteil setzt genau davor an, nämlich an der Talgmenge. Und hier liegt der Punkt, den der Begriff „hormonelle Akne“ verdeckt:

Belegte Fundstelle

„Androgene sind männliche Geschlechtshormone, die allerdings in der Pubertät auch vom weiblichen Körper verstärkt gebildet werden.“

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
Akne, Stand 12.11.2025

Dazu kommt die Aussage zum Mechanismus: Bei Jugendlichen entsteht Akne hauptsächlich, weil der Körper während der Pubertät mehr Androgene produziert (IQWiG, 2025). Androgene regen die Talgproduktion an. Mehr Talg bei gleichzeitig verhorntem Ausgang ergibt genau das Bild, das man im Spiegel sieht.

Kernaussage

Hormone steuern die Talgmenge, nicht die Verhornung. Deshalb erklären sie einen Teil des Bildes und nie das ganze.

Zwei Zahlen ordnen das Thema zusätzlich ein: Akne ist bei Jugendlichen die häufigste Hautkrankheit, und etwa 15 bis 30 von 100 Jugendlichen haben eine stärkere Akne, bei der eine ärztliche Beratung oder Behandlung sinnvoll sein kann (IQWiG, 2025). Das ist die Größenordnung, in der ein Termin die richtige Antwort ist und nicht das nächste Serum.

Welche Hormone eine Rolle spielen

Wenn von Hormonen und Haut die Rede ist, sind vier Größen gemeint, und sie hängen zusammen. Wer das versteht, versteht auch, warum eine einzelne Zahl selten reicht.

Androgene, allen voran Testosteron. Sie regen die Talgproduktion an. Auch der weibliche Körper bildet sie, in kleineren Mengen, und der Anteil verschiebt sich über den Zyklus und über die Lebensphasen.

SHBG, das Transporteiweiß. Es bindet einen Teil der Geschlechtshormone im Blut. Gebundene Hormone wirken nicht. Deshalb sagt der Gesamtwert allein wenig: Zwei Menschen mit demselben Testosteronwert können sehr unterschiedlich viel davon frei verfügbar haben, je nachdem, wie hoch ihr SHBG liegt.

Östrogen und Progesteron. Ihr Verhältnis verschiebt sich über den Zyklus, und mit ihm das Verhältnis zu den Androgenen. Das ist der Grund, warum viele Menschen ein wiederkehrendes Muster beobachten, statt eines gleichmäßigen Zustands.

Prolaktin und die Schilddrüse. Beide tauchen in diesem Zusammenhang auf, weil sie andere Hormonachsen beeinflussen. Sie sind selten die Erklärung und gehören trotzdem in eine Abklärung, weil sie sich messen lassen und weil sie andere Beschwerden mitbringen, die man sonst separat behandelt.

Was du dir davon merken solltest: Es gibt nicht den einen Hautwert. Es gibt ein Verhältnis, und Verhältnisse liest man nicht aus einer Zahl.

Warum der Zeitpunkt einer Messung zählt

Wenn Hormonwerte gemessen werden, ist der Tag der Probenahme Teil des Ergebnisses. Estradiol, Progesteron, FSH und LH schwanken über den Zyklus stark. Ein Wert ohne Zyklustag ist deshalb kaum einzuordnen, und ein Vergleich zweier Messungen aus verschiedenen Zyklusphasen ergibt keine Verlaufskurve, sondern eine Täuschung.

Bei Testosteron kommt eine zweite Schwankung dazu: der Tagesverlauf. Der Wert ist am Morgen am höchsten und fällt über den Tag ab. Eine Messung am Nachmittag sagt deshalb etwas anderes aus als eine am frühen Morgen, auch wenn dieselbe Zahl darauf steht.

Für dich heißt das zweierlei. Erstens: Notiere Zyklustag und Uhrzeit, wenn du misst, und zwar bevor du das Ergebnis siehst. Zweitens: Vergleiche nur Werte, die unter denselben Bedingungen entstanden sind. Was das im Einzelnen bedeutet, steht im Beitrag Nüchtern zur Blutabnahme.

Pickel am Kinn: was das Muster sagt

Kinn und Kieferlinie sind die Zonen, die bei Erwachsenen am häufigsten genannt werden. Der Grund ist unspektakulär: Die Talgdrüsendichte ist dort hoch, und die Region reagiert entsprechend deutlich, wenn die Talgproduktion steigt.


Der Ort sagt weniger als der Zeitpunkt.

Dieser Satz ist der praktische Kern des Kapitels. Dass es am Kinn auftritt, grenzt fast nichts ein. Dass es regelmäßig in derselben Zyklusphase auftritt, grenzt sehr viel ein. Das eine ist Anatomie, das andere ist ein Muster mit Aussagekraft.

Deshalb ist die nützlichste Vorbereitung ein einfaches Protokoll über zwei bis drei Zyklen: Datum, Zyklustag, wo, wie stark. Vier Spalten auf einem Blatt reichen. Wer damit in die Praxis geht, bringt eine Information mit, die aus dem Gedächtnis nicht rekonstruierbar ist.

Wenn andere Zeichen dazukommen

Es gibt eine Konstellation, bei der die Haut nur ein Teil des Bildes ist. Wenn zusätzlich der Zyklus unregelmäßig wird oder ausbleibt, wenn vermehrt Körperbehaarung auftritt oder das Kopfhaar dünner wird, gehören diese Beobachtungen zusammen genannt und ärztlich eingeordnet.

Das ist ausdrücklich keine Selbstdiagnose und soll auch keine auslösen. Es ist ein Hinweis darauf, dass diese Zeichen zusammen mehr bedeuten als einzeln, und dass sie in dieser Kombination in eine gynäkologische oder hausärztliche Praxis gehören, nicht in eine weitere Runde Hautpflege.

Ebenso gilt: Wenn die Haut in kurzer Zeit deutlich schlechter wird, wenn schmerzhafte Knoten auftreten oder Narben zurückbleiben, ist der Zeitpunkt für eine dermatologische Praxis gekommen. Vernarbende Verläufe lassen sich nachträglich schlecht korrigieren, und das ist der stärkste Grund, damit nicht zu warten.

Das Protokoll, das ein Termin wirklich braucht

Vier Spalten reichen: Datum, Zyklustag, betroffene Stelle, Ausprägung von eins bis drei. Wer das über zwei bis drei Zyklen führt, sieht am Ende selbst, ob ein Muster existiert, und muss es nicht mehr schätzen.

Zwei Zusatzspalten machen es deutlich wertvoller. Die erste ist eine Liste dessen, was du auf die Haut aufträgst, mit Startdatum. Die zweite sind Medikamente und Präparate, ebenfalls mit Startdatum, und ausdrücklich auch die, die du für harmlos hältst. Beides sind Angaben, die in einem Gespräch sonst aus dem Gedächtnis rekonstruiert werden und dabei ungenau werden.

Was du dir sparen kannst, sind tägliche Fotos zur Selbstbewertung. Licht, Kamera und Tageszeit verändern das Bild stärker als die Haut, und der tägliche Vergleich verstärkt vor allem die Beschäftigung mit dem Thema. Ein Foto alle zwei Wochen, immer am selben Ort und zur selben Zeit, sagt mehr und kostet weniger Nerven.

Was Face Mapping taugt

Face Mapping ordnet Gesichtszonen bestimmten Organen zu: Kinn dem Hormonhaushalt, Stirn der Verdauung, Wangen der Lunge. Die Vorstellung ist alt, sie ist eingängig, und sie ist als Diagnoseverfahren nicht belastbar.

Der Grund ist derselbe wie oben: Wo Talgdrüsen dicht sitzen, zeigt sich mehr, unabhängig davon, was die Ursache ist. Die Zonen-Zuordnung verwechselt damit Anatomie mit Aussage. Für den Zusammenhang zwischen einer Gesichtszone und einem bestimmten Organ liegt uns keine belastbare Fundstelle vor.

Nützlich bleibt daran genau eine Sache, und die hat mit den Zonen nichts zu tun: dass man überhaupt hinsieht und aufschreibt. Wer notiert, wann etwas auftritt, sammelt Information. Wer daraus auf ein Organ schließt, verlässt den Boden. Wie die Zonen-Lehre im Einzelnen aufgebaut ist, beschreibt der Beitrag Face Mapping.

Dieselbe Vorsicht gilt für die Ernährungsfrage. Zu einzelnen Lebensmitteln und ihrer Wirkung auf das Hautbild kursieren viele Behauptungen. Eine belegte Fundstelle, die eine allgemeine Empfehlung tragen würde, liegt uns nicht vor. Was du beobachten kannst, ist dein eigenes Muster über Wochen; was du daraus ableitest, gehört mit einer Praxis besprochen.

Woran du eine belastbare Aussage erkennst

Bei diesem Thema kursiert viel, und die Unterscheidung fällt schwer, wenn man mitten drin steckt. Drei Fragen helfen, und sie brauchen keine Fachkenntnis.

Erstens: Wird eine Quelle genannt, und lässt sie sich aufrufen? Eine Aussage ohne Fundstelle ist eine Meinung, auch wenn sie in einem weißen Kittel vorgetragen wird. Zweitens: Wird zwischen Beobachtung und Erklärung getrennt? „Bei mir wurde es nach der Umstellung besser“ ist eine Beobachtung. „Die Umstellung heilt Akne“ ist eine Behauptung, und dazwischen liegt ein weiter Weg.

Drittens: Wird gesagt, was der Ansatz nicht leistet? Wer nur Vorteile aufzählt, verkauft. Wer die Grenzen nennt, erklärt. Diese dritte Frage trennt in der Praxis am zuverlässigsten, und sie gilt für Ratgeber genauso wie für Produkte, dieses Angebot ausdrücklich eingeschlossen.

Drei Ansatzpunkte im Vergleich

Wer bei diesem Thema etwas tun will, hat drei Wege. Die Tabelle stellt sie entlang derselben Kriterien nebeneinander, mit einer Spalte dazu, was jeder nicht leistet.

Kriterium Muster protokollieren Dermatologische Praxis Eigene Werte kennen
Woran es ansetzt an der Frage, ob es einem zeitlichen Muster folgt an der Haut selbst, mit Blick und Erfahrung an der Frage, ob im Hintergrund etwas messbar aus dem Tritt ist
Was es bewirken kann macht aus einem Gefühl eine Beobachtung, die man zeigen kann Einordnung und, wenn nötig, Behandlung ersetzt Vermutungen durch Zahlen für das Gespräch
Aufwand vier Spalten auf einem Blatt, zwei bis drei Zyklen ein Termin, gegebenenfalls Wartezeit einmalig messen, bei Bedarf später wiederholen
Was es nicht leistet ändert nichts an der Haut, liefert nur die Grundlage nimmt dir die Beobachtung nicht ab, die den Termin nützlich macht keine Diagnose, keine Behandlung, kein Ersatz für den Termin

Auffällig ist, was in der Tabelle fehlt: eine Pflegeroutine und eine Ernährungsempfehlung. Das ist Absicht. Für beides gibt es hier keine belegte Fundstelle, die eine allgemeine Aussage tragen würde, und pauschale Empfehlungen sind bei einer Hautkrankheit der falsche Ansatz. Was zu deiner Haut passt, sagt dir jemand, der sie gesehen hat.

Die ehrliche Lesart: Spalte zwei ist die eigentliche Antwort, Spalte eins macht sie besser, Spalte drei ist ein Zusatz für den Fall, dass weitere Zeichen dazukommen. Wer die Reihenfolge umdreht und mit Messungen anfängt, sammelt Zahlen ohne Frage.

Die drei Verschiebungen, die am häufigsten genannt werden

Wer im Erwachsenenalter eine Veränderung der Haut beobachtet, findet in den allermeisten Fällen einen von drei Zeitpunkten in der eigenen Vorgeschichte. Sie zu kennen hilft, weil sie den Blick auf den Kalender lenken statt auf das Regal im Bad.

Der erste ist das Absetzen einer hormonellen Verhütung. Der Körper stellt danach um, und diese Umstellung braucht Zeit. Was in den Monaten danach passiert, ist deshalb schwer von anderen Einflüssen zu trennen und wird trotzdem regelmäßig einem neuen Produkt zugeschrieben, das zufällig zur selben Zeit dazukam.

Der zweite ist die Zeit ab etwa Mitte vierzig, in der sich das Verhältnis der Geschlechtshormone allmählich verschiebt. Der dritte ist jede Phase mit deutlich verändertem Schlaf oder anhaltender Belastung, weil auch die Nebennierenachse an dieser Stelle mitspielt.

Keiner der drei ist eine Diagnose, und aus keinem folgt eine Behandlung. Sie sind Kontext, und Kontext ist genau das, was in einem Zehn-Minuten-Termin sonst fehlt.

Wann Werte weiterhelfen

Es gibt eine Situation, in der Werte tatsächlich etwas beitragen: wenn neben der Haut weitere Zeichen stehen, die zu einer Hormonachse passen. Anhaltende Müdigkeit, Zyklusveränderungen, Haarausfall, Gewichtsveränderungen ohne erkennbaren Grund. Dann ist die Frage nicht mehr „warum diese Pickel“, sondern „was läuft im Hintergrund“.

Bei mybody®x (MYBODY Lab GmbH) deckt der Women's Wellness Check diesen Bereich ab. Er misst SHBG und Prolaktin, das vollständige Schilddrüsenprofil sowie Ferritin, Vitamin B12 und Vitamin D3, ISO-zertifiziert in Deutschland ausgewertet. Was er ausdrücklich nicht misst, steht auf der Produktseite selbst: keine Zyklushormone.

Women’s Wellness Check Frauen-Gesundheits-Test von mybody®x (MYBODY Lab GmbH)

Bluttest mit 18 Werten

Women’s Wellness Check | Frauen-Gesundheits-Test

18 Werte aus einer Blutprobe: Schilddrüsenprofil mit TSH, fT3 und fT4, dazu Ferritin, Vitamin B12, Vitamin D3, Cortisol, Prolaktin und SHBG. Was der Test nicht leistet: Er misst keine Zyklushormone, stellt keine Diagnose und ersetzt keine dermatologische Untersuchung.

Preis 169,00 € Stand 26.08.2026, Änderungen möglich
Probenart Blutprobe
Bearbeitungszeit Kit-Versand 1–3 Werktage
Laborauswertung 3–5 Werktage nach Probeneingang
Labor ISO-zertifizierte Laboranalyse in Deutschland
Angabe der Produktseite, abgerufen 26.08.2026
Zum Women’s Wellness Check

Wenn deine Frage die Zyklushormone betrifft, ist der Menopause Check der passendere Test; er führt Estradiol, Progesteron und FSH. Was die einzelnen Werte bedeuten, steht im Biomarker-Lexikon mit 67 erklärten Blutwerten. Ob sich eine Messung für dich lohnt, beantwortet die Gegenüberstellung ehrlich in beide Richtungen:

Sinnvoll für dich, wenn …

neben der Haut weitere Zeichen stehen, etwa anhaltende Müdigkeit, Haarausfall oder Zyklusveränderungen.

du einen Termin vorbereitest und dort Zahlen zu SHBG, Prolaktin und Schilddrüse mitbringen willst.

du wissen willst, ob ein Nährstoffmangel im Hintergrund steht, bevor du an der Pflege weiterschraubst.

Eher nicht, wenn …

du dir davon eine bessere Haut versprichst. Eine Messung verändert kein Hautbild.

deine Haut das einzige Zeichen ist. Dann gehört der erste Termin in eine dermatologische Praxis.

schmerzhafte Knoten auftreten oder Narben zurückbleiben. Damit wartet man nicht auf Laborwerte.

Nächster Schritt

Wenn du erst sehen willst, wo du stehst

Der Women’s Wellness Check misst 18 Werte aus einer Blutprobe, darunter SHBG, Prolaktin und das vollständige Schilddrüsenprofil. Was die einzelnen Werte bedeuten, erklärt das Biomarker-Lexikon.

Zum Women’s Wellness Check Zum Biomarker-Lexikon

Was ein Befund nicht beantwortet

Ein Laborbefund sagt, wo ein Wert an einem Tag stand. Er sagt nicht, ob dieser Wert die Ursache deiner Hautveränderung ist. Diese Lücke ist bei Hormonen besonders groß, weil viele Werte in einem breiten Bereich normal sind und weil die Wirkung am Gewebe von Faktoren abhängt, die im Blut gar nicht auftauchen.

Praktisch heißt das: Ein unauffälliger Befund schließt einen hormonellen Anteil nicht aus, und ein auffälliger Befund beweist ihn nicht. Das klingt nach wenig und ist trotzdem nützlich, weil es die Richtung des nächsten Gesprächs bestimmt und weil es Wege ausschließt, die sonst Monate kosten.

Deshalb steht in diesem Kapitel auch keine Empfehlung, einfach mal zu messen. Eine Messung ohne Frage dahinter erzeugt Zahlen und keine Klarheit. Wer zwanzig Werte bestimmen lässt, ohne zu wissen, wonach er sucht, bekommt statistisch fast sicher ein bis zwei Auffälligkeiten und damit neue Unsicherheit statt weniger.

Was du dir aus diesem Artikel mitnimmst

Wenn du eine Sache behältst, dann die Reihenfolge: erst der Zeitpunkt, dann der Ort, dann die Werte. Ein Muster über zwei bis drei Zyklen sagt mehr als jede Gesichtszone, und es ist die Vorbereitung, die einen Termin wirklich nützlich macht.

Und behalte, was hier bewusst nicht steht: eine Behandlung, eine Pflegeroutine, eine Ernährungsempfehlung. Akne ist eine Hautkrankheit, und für die stärkeren Formen ist ärztliche Beratung oder Behandlung sinnvoll (IQWiG, 2025). Alles andere wäre geraten.

Am Anfang stand ein Wort aus dem Internet. Was davon bleibt, ist ein belegter Mechanismus, ein nützliches Protokoll und die Einsicht, dass der Ort im Gesicht weniger sagt als der Kalender. Wenn du wissen willst, womit dein Körper gerade arbeitet: Die Beratung kostet nichts, und sie verkauft dir nichts.

Häufige Fragen

Gibt es „hormonelle Akne“ als Diagnose?

Nein, der Begriff steht in keinem Diagnosekatalog. Belegt ist der Mechanismus dahinter: Androgene regen die Talgproduktion an, und bei Jugendlichen entsteht Akne hauptsächlich, weil der Körper während der Pubertät mehr Androgene produziert (IQWiG, 2025). Das erklärt einen Teil des Bildes, nicht das ganze.

Warum bekomme ich Pickel am Kinn?

Die Talgdrüsendichte ist an Kinn und Kieferlinie hoch, deshalb zeigt sich dort mehr, unabhängig von der Ursache. Aussagekräftiger als der Ort ist der Zeitpunkt: Ein Muster, das regelmäßig in derselben Zyklusphase auftritt, grenzt die Frage deutlich stärker ein.

Stimmt Face Mapping?

Für den Zusammenhang zwischen einer Gesichtszone und einem bestimmten Organ liegt uns keine belastbare Fundstelle vor. Die Zonen-Zuordnung verwechselt Anatomie mit Aussage: Wo viele Talgdrüsen sitzen, zeigt sich mehr. Nützlich bleibt daran nur, dass man überhaupt aufschreibt, wann etwas auftritt.

Welche Blutwerte sind bei Hautproblemen relevant?

Im Zusammenhang mit Hormonen und Haut werden vor allem Androgene, SHBG als Transporteiweiß, Östrogen und Progesteron sowie Prolaktin und die Schilddrüse genannt. Eine einzelne Zahl reicht dabei selten, weil es um Verhältnisse geht. Welche Werte in deinem Fall sinnvoll sind, entscheidet die Praxis.

Wann sollte ich damit zur Ärztin oder zum Arzt?

Etwa 15 bis 30 von 100 Jugendlichen haben eine stärkere Akne, bei der eine ärztliche Beratung oder Behandlung sinnvoll sein kann (IQWiG, 2025). Für Erwachsene gilt sinngemäß dasselbe. Nicht warten solltest du bei schmerzhaften Knoten, bei Narbenbildung oder wenn zusätzlich Zyklusveränderungen, vermehrte Körperbehaarung oder Haarausfall auftreten.

Weiterlesen

Das könnte dich auch interessieren

Wassereinlagerungen einordnen: woher sie kommen

Ein zweites Thema, bei dem der Zyklus ein Muster erzeugt.

Laborwerte-Abkürzungen: was auf deinem Befund steht

Damit du SHBG, TSH und die anderen Kürzel einordnen kannst.

Quellen

  1. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Akne (Stand 12.11.2025) – gesundheitsinformation.de

Das wörtliche Zitat zu den Androgenen, die Beschreibung der verhornten Talgdrüsenöffnung, die Aussage zur Entstehung in der Pubertät sowie die Angaben, dass Akne bei Jugendlichen die häufigste Hautkrankheit ist und etwa 15 bis 30 von 100 Jugendlichen eine stärkere Akne haben, stammen aus [1]. Zu Face Mapping, zu Pflegeroutinen und zum Einfluss einzelner Lebensmittel auf das Hautbild werden in diesem Artikel bewusst keine Aussagen getroffen, weil dafür keine belegte Fundstelle vorliegt. Angaben zu Preis, Probenart, Leistungsumfang und Labor stammen von der Produktseite von mybody®x, abgerufen am 26.08.2026; die Bearbeitungszeiten folgen der zentralen Vorgabe je Testart. Die Quelle wurde am 26.08.2026 aufgerufen und geprüft.

mybody®x (MYBODY Lab GmbH) Zertifikat / Qualitätssiegel

mybody®x Redaktions- & Fachteam

Blutanalyse-Interpretation Ernährungswissenschaft Labordiagnostik

Dieser Artikel entstand im Redaktions- und Fachteam von mybody®x. Das Team verbindet die Interpretation von Blutanalysen, Ernährungswissenschaft und Labordiagnostik. Wer daran mitarbeitet, steht auf der Autorenseite.

Veröffentlicht am 26.08.2026 · Zuletzt aktualisiert am 26.08.2026

Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Referenzbereiche sind labor-, methoden- und altersabhängig – maßgeblich sind immer die Angaben auf deinem Befund.

mybody®x (MYBODY Lab GmbH) Zertifikat / Qualitätssiegel

Publicaciones recientes

Mostrar todo

Druck im Bauch: Ursachen einordnen und Warnzeichen erkennen

Druckgefühl im Bauch hat viele mögliche Ursachen. Was die Zahlen des IQWiG hergeben, wann ein Arzttermin ansteht und was ein Mikrobiom-Befund dazu nicht sagt.

Seguir leyendo

Dysbiose Symptome und Ursachen: was der Begriff wirklich meint

Dysbiose klingt nach Diagnose, ist aber keine. Was der Begriff beschreibt, welche Einflüsse die Darmflora verändern und wo die Beleglage endet.

Seguir leyendo

Personalisierte Ernährung nach DNA: was dahintersteckt

Personalisierte Ernährung nach DNA: was dahintersteckt Das Wichtigste in Kürze Personalisierte Ernährung heißt: Empfehlungen, die aus deinen eigenen Daten abgeleitet sind statt aus dem Durchschnitt. Eine DNA-Analyse ist einer von mehreren Wegen dorthin – sie zeigt, wie Nährstoffbedarf, Stoffwechsel und...

Seguir leyendo