Сертифицированные по ISO лабораторные анализы 🇩🇪

Präadipositas: Was der Begriff bedeutet und was jetzt geht

Aktualisiert am 23.09.2026 · Geprüft vom mybody®x Redaktions- & Fachteam

Das Wichtigste in Kürze

Präadipositas ist der Fachbegriff für Übergewicht mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 25,0 bis 29,9 kg/m², die Stufe vor der Adipositas. Laut S3-Leitlinie der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (2024) ist sie behandlungsbedürftig, wenn Begleitumstände dazukommen, etwa Bluthochdruck oder ein Taillenumfang über dem Grenzwert. Ohne sie ist der Befund ein Anlass zum Hinschauen.

Der BMI zeigt, wie Gewicht und Größe zueinander stehen, beschreibt das Körperfett aber nur ungenau.

Für den Taillenumfang gelten laut Leitlinie (DAG, 2024) getrennte Grenzen: ab 88 Zentimetern bei Frauen, ab 102 Zentimetern bei Männern.

Als Ziel nennt die S3-Leitlinie (DAG, 2024) bei einem BMI von 25 bis 34,9 mindestens 5 Prozent weniger Gewicht in sechs bis zwölf Monaten.

Was bedeutet Präadipositas im Befund?

Präadipositas bezeichnet einen Body-Mass-Index von 25,0 bis 29,9 kg/m². So legt es die S3-Leitlinie Adipositas der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) in ihrer Fassung von 2024 fest.

Der Body-Mass-Index, kurz BMI, setzt das Körpergewicht ins Verhältnis zur Größe: Gewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat, daher die Einheit kg/m². Eine S3-Leitlinie ist eine ärztliche Handlungsempfehlung der höchsten Entwicklungsstufe, und diese hier teilt das Körpergewicht in Klassen ein. Unterhalb von 25 liegt das Normalgewicht, ab 30 beginnt die Adipositas; Präadipositas ist der Bereich dazwischen.

Ein Rechenbeispiel macht das greifbar. Wer 1,70 Meter groß ist und 80 Kilogramm wiegt, teilt 80 durch 2,89, das Quadrat von 1,70. Heraus kommt ein BMI von rund 27,7, also die Mitte des Bereichs.

Die Vorsilbe „prä“ heißt „vor“. Gemeint ist die Stufe vor der Adipositas, die die Leitlinie als eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfetts definiert, die mit gesundheitlichen Risiken einhergeht.

Im Alltag sagt man zu Präadipositas schlicht Übergewicht, und auch die Leitlinie schreibt „Übergewicht (Präadipositas)“. Ein Stolperstein bleibt: In ihrer Klassentabelle fasst dieselbe Leitlinie unter Übergewicht alles ab einem BMI von 25 zusammen, Adipositas eingeschlossen. Präadipositas dagegen meint immer nur den Bereich von 25,0 bis 29,9.

Kernaussage

Präadipositas ist laut Leitlinie (DAG, 2024) eine Gewichtsklasse zwischen BMI 25 und 29,9, und ob daraus ein Behandlungsgrund wird, entscheiden die Begleitumstände.

Wer das Wort im Arztbrief oder in einer Gesundheits-App liest, hat damit zunächst eine Einordnung von Gewicht und Größe in der Hand. Was sie bedeutet, hängt an Angaben, die der BMI nicht enthält. Um genau diese Angaben geht es in den folgenden Kapiteln.

Weil die Suche nach einer Erklärung schnell bei Gentests landet, eine Klarstellung vorweg: Ein DNA-Test erklärt keine Adipositas und ersetzt keine Therapie. Was er in dieser Phase leisten kann, steht in Kapitel 8.

Was sagt die Leitlinie zum BMI bei Präadipositas?

Sie nutzt den BMI zur Einteilung, hält ihn allein aber nicht für ausreichend, um über eine Behandlung zu entscheiden. Dasselbe schreibt sie über den Taillenumfang, also den Umfang um die Körpermitte.

Der Satz steht in der Empfehlung, die festlegt, wann Menschen mit Übergewicht oder Adipositas behandelt werden sollen. Er ist kurz, aber er verschiebt den Blick weg von der einzelnen Zahl.

Belegte Fundstelle

„BMI und Taillenumfang sind Surrogatparameter für Körperfett und viszerales Fett, ihre Messung reicht aber nicht aus, um im Einzelfall über eine Behandlung von Übergewicht bzw. Adipositas zu entscheiden“

Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) e.V.
S3-Leitlinie Adipositas – Prävention und Therapie, Version 5.0, Empfehlung 5.1, 2024

Zwei Begriffe daraus brauchen eine Übersetzung. Ein Surrogatparameter ist ein Ersatzmaß: Er zeigt etwas an, das man nicht direkt misst, hier die Menge an Körperfett. Viszerales Fett ist das Fett im Bauchraum, das zwischen den inneren Organen liegt.

Die Leitlinie begründet ihre Vorsicht selbst. Der BMI beschreibe den Körperfettanteil nur ungenau, er sei ein Maß für das Übergewicht und nur annäherungsweise für das überschüssige Körperfett. Außerdem gebe er keinen Hinweis darauf, wie das Fettgewebe im Körper verteilt ist.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) formuliert es in ihrem Faktenblatt von 2025 ähnlich: Der BMI sei ein Ersatzmarker für Körperfett, weitere Messungen wie der Taillenumfang könnten die Diagnose unterstützen. Für Erwachsene zieht sie dieselben Grenzen wie die deutsche Leitlinie, Übergewicht ab einem BMI von 25 und Adipositas ab 30.

Für dich heißt das: Die Zahl im Befund ist der Anfang eines Gesprächs, kein Urteil. Sie sagt, in welche Klasse dein Gewicht fällt. Ob daraus etwas folgt, klärt deine Ärztin oder dein Arzt mit weiteren Angaben.

Wie verbreitet ist Präadipositas in Deutschland?

Nach eigener Angabe haben 53,5 Prozent der Erwachsenen in Deutschland Übergewicht, Adipositas eingeschlossen (RKI, GEDA 2019/2020, veröffentlicht 2022). Einen eigenen Wert nur für Präadipositas nennen die hier ausgewerteten Quellen nicht.

Die Zahl stammt aus der Befragung „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA 2019/2020) des Robert Koch-Instituts (RKI), veröffentlicht 2022. Die Teilnehmenden haben Größe und Gewicht selbst angegeben, man spricht von Selbstauskunft. Den Anteil mit Adipositas beziffert die Auswertung für beide Geschlechter auf 19,0 Prozent.

Zu dieser Zahl gehören zwei Einschränkungen. Selbstangaben liegen laut S3-Leitlinie (2024) unter den Werten, die bei standardisierter Messung herauskommen. Und die 53,5 Prozent schließen Adipositas ein, der Anteil nur mit Präadipositas lässt sich daraus nicht ablesen.

Männer liegen in der Befragung über den Frauen, und mit dem Alter steigt der Anteil bei beiden Geschlechtern. Gegenüber der Befragung von 2012 ist Übergewicht gleich geblieben, Adipositas dagegen hat weiter zugenommen, vor allem bei den 45- bis 64-Jährigen (RKI, 2022).

Weltweit waren nach Angaben der WHO im Jahr 2022 43 Prozent der Erwachsenen übergewichtig, 16 Prozent lebten mit Adipositas. Eine Zahl, die mehr als die Hälfte der Erwachsenen im Land betrifft, sagt über den Einzelnen wenig. Entscheidend ist, was deinen Befund von dem der anderen unterscheidet.

Präadipositas in Zahlen

25 bis 29,9

kg/m²: der BMI-Bereich der Präadipositas laut S3-Leitlinie der DAG, 2024

53,5 %

der Erwachsenen in Deutschland mit Übergewicht einschließlich Adipositas, laut Selbstauskunft (RKI, GEDA 2019/2020)

≥ 5 %

weniger Gewicht als Ziel in sechs bis zwölf Monaten bei einem BMI von 25 bis 34,9 (DAG, 2024)

bis zu 70 %

erreichen dieses Ziel auch in konservativen Therapieprogrammen, also ohne Operation (DAG, 2024)

Quellen: Deutsche Adipositas-Gesellschaft, S3-Leitlinie Adipositas, 2024 · Robert Koch-Institut, GEDA 2019/2020, veröffentlicht 2022

Wann ist Präadipositas behandlungsbedürftig?

Laut S3-Leitlinie dann, wenn zu einem BMI von 25 bis unter 30 ein Begleitumstand kommt, etwa Bluthochdruck oder ein Taillenumfang ab 88 Zentimetern bei Frauen und ab 102 Zentimetern bei Männern. Ab einem BMI von 30 ist der BMI selbst schon ein Behandlungsgrund.

Vollkornbrot, Naturjoghurt mit Himbeeren und eine Birne auf einem dunklen Eichenbrett

Die Leitlinie spricht von einer Indikation, also einem ärztlichen Grund für eine Behandlung. Für Präadipositas nennt sie vier Arten von Begleitumständen, von denen einer genügt.

Die erste Art sind Gesundheitsstörungen, die durch das Übergewicht bedingt sind. Als Beispiele nennt die Leitlinie Bluthochdruck, fachsprachlich Hypertonie, und Typ-2-Diabetes, eine Form der Zuckerkrankheit. Die zweite ist eine stammbetonte Fettverteilung, bei der das Fett vor allem am Rumpf sitzt; gemessen wird sie am Taillenumfang.

Die dritte Art sind Erkrankungen, die durch Übergewicht schlimmer werden. Die vierte ist ein hoher psychosozialer Leidensdruck. Psychosozial heißt: die Seele und das Leben mit anderen betreffend, gemeint ist also eine starke Belastung durch das Gewicht in diesen Bereichen.

Damit liegt die sachliche Einordnung zwischen zwei Fehlern. Wer Präadipositas als harmlos abtut, übersieht, dass die Leitlinie bei Begleitumständen ausdrücklich eine Behandlung vorsieht. Wer sie dramatisiert, übersieht, dass ein BMI von 27 ohne solche Umstände dort nicht als Behandlungsgrund steht.

Einen Teil kannst du selbst prüfen, den Taillenumfang etwa mit einem Maßband. Ob Bluthochdruck oder ein erhöhter Blutzucker dahinterstehen, klärt die Hausarztpraxis. Sie ist der richtige erste Weg, wenn du unsicher bist, ob einer der Umstände auf dich zutrifft.

Wann aus dem Befund ein Behandlungsgrund wird

Ein BMI zwischen 25 und unter 30 wird nach der S3-Leitlinie (DAG, 2024) zum Behandlungsgrund, wenn ein Begleitumstand dazukommt. Dazu zählen übergewichtsbedingte Gesundheitsstörungen wie Bluthochdruck und ein Taillenumfang ab 88 Zentimetern bei Frauen oder ab 102 Zentimetern bei Männern. Ebenso zählen Erkrankungen, die sich durch das Gewicht verschlimmern, und hoher psychosozialer Leidensdruck. Ohne einen dieser Umstände nennt die Leitlinie den BMI-Bereich nicht als Indikation.

Welche Maße ergänzen den BMI bei Präadipositas?

Vor allem der Taillenumfang, dazu zwei Verhältniszahlen, die die Taille mit der Hüfte oder mit der Körpergröße vergleichen. Für jedes dieser Maße nennt die S3-Leitlinie (2024) einen Grenzwert.

Die Grenzwerte für Taillenumfang und Taille-Hüft-Verhältnis beruhen laut Leitlinie auf Empfehlungen der American Heart Association, einer US-amerikanischen Fachgesellschaft für Herz und Kreislauf. Zusätzlich führt sie die Definition der WHO an. Danach liegt eine abdominelle Adipositas, also eine Adipositas mit Betonung des Bauchs, bei einem Taille-Hüft-Verhältnis über 0,90 bei Männern und über 0,85 bei Frauen vor.

Vier Maße im Vergleich · DAG 2024

Maß Grenzwert Was es zeigt
BMI (Body-Mass-Index) Präadipositas 25,0 bis 29,9 kg/m² Gewicht im Verhältnis zur Größe; Körperfett nur annähernd, ohne Hinweis auf seine Verteilung
Taillenumfang Frauen ab 88 cm, Männer ab 102 cm stammbetonte Fettverteilung, also Fett vor allem am Rumpf
Taille-Hüft-Verhältnis (englisch Waist-to-Hip Ratio, WHR) Frauen 0,88, Männer 0,95; nach WHO abdominell über 0,85 bei Frauen und über 0,90 bei Männern wie die Taille zur Hüfte steht: Taillenumfang geteilt durch Hüftumfang, beides in Zentimetern
Taille-Größe-Verhältnis (englisch Waist-to-Height Ratio, WHtR) 0,5 für Frauen und Männer wie die Taille zur Körpergröße steht: Taillenumfang geteilt durch Körpergröße, beides in Zentimetern

Ein Beispiel für das Taille-Größe-Verhältnis: 85 Zentimeter Taille bei 170 Zentimetern Größe ergeben 85 geteilt durch 170, also 0,5. Das liegt genau auf dem vorgeschlagenen Grenzwert.

Einen Satz aus der Leitlinie solltest du dazu kennen: „Zukünftig sollten altersabhängige Grenzwerte für die Risikobewertung verwendet werden.“ Die heutigen Werte gelten also für alle Altersgruppen gleich. Sie sind Orientierung, keine Maßanfertigung für dein Alter.

Ist Präadipositas nur ein Etikett?

Nein. Die Leitlinie knüpft an den Befund klare Bedingungen für eine Behandlung, und schon eine Abnahme von ca. 5 Prozent bessert laut S3-Leitlinie (DAG, 2024) kardiometabolische Risikofaktoren, also Risiken für Herz und Stoffwechsel.

Um Präadipositas kreisen zwei Behauptungen, die sich widersprechen und doch beide danebenliegen. Die eine spielt den Befund herunter, die andere macht den BMI zum alleinigen Maßstab.

Zwei Behauptungen im Check

Verbreitet

„Präadipositas ist nur ein Etikett.“

Belegt

Bei einem BMI von 25 bis unter 30 sieht die Leitlinie eine Behandlung vor, sobald ein Begleitumstand wie Bluthochdruck dazukommt. Eine Abnahme von ca. 5 Prozent führt laut derselben Quelle bereits zu einer signifikanten, also statistisch gesicherten Besserung der Risikofaktoren für Herz und Stoffwechsel (DAG, S3-Leitlinie Adipositas, 2024).

Verbreitet

„Der BMI sagt alles.“

Belegt

Der BMI beschreibt den Körperfettanteil nur ungenau. Er unterscheidet nicht zwischen Fett und Muskeln und zeigt nicht, wo das Fett sitzt (DAG, S3-Leitlinie Adipositas, 2024).

Beide Behauptungen haben einen wahren Kern. Präadipositas allein ist laut Leitlinie tatsächlich kein Behandlungsgrund, und der BMI ist tatsächlich die Zahl, nach der eingeteilt wird. Falsch wird es erst mit dem „nur“ und dem „alles“.

Was zwischen beiden liegt, ist ein Befund, der eine Frage aufwirft, statt eine Antwort zu geben. Die Frage lautet: Kommt bei dir etwas dazu? Die Antwort liefern das Maßband und das Gespräch in der Praxis.

Präadipositas bei Frauen: Was ist anders?

Für Frauen gilt beim Taillenumfang ein niedrigerer Grenzwert: 88 Zentimeter statt 102 Zentimeter bei Männern. Außerdem haben Frauen laut S3-Leitlinie (2024) bei gleichem BMI im Durchschnitt mehr Körperfett als Männer.

Der zweite Punkt zeigt, dass der BMI bei Frauen und Männern nicht dasselbe über das Körperfett aussagt. Zwei Menschen mit einem BMI von 27 können sich in ihrem Fettanteil unterscheiden, und das Geschlecht ist einer der Gründe, die die Leitlinie ausdrücklich nennt.

Auch beim Taille-Hüft-Verhältnis liegen die in der Leitlinie (DAG, 2024) vorgeschlagenen Grenzwerte auseinander: 0,88 für Frauen und 0,95 für Männer. Die WHO setzt laut derselben Leitlinie die Schwelle für eine abdominelle Adipositas bei Frauen über 0,85, bei Männern über 0,90. Nur das Taille-Größe-Verhältnis kommt mit einem gemeinsamen Grenzwert von 0,5 aus.

Was das praktisch heißt, zeigt ein Vergleich. Eine Frau mit einem BMI von 26 und 90 Zentimetern Taillenumfang erfüllt ein Kriterium, bei dem die Leitlinie eine Behandlung vorsieht. Ein Mann mit demselben BMI und denselben 90 Zentimetern erfüllt es nicht.

Beim Anteil der Betroffenen ist das Bild umgekehrt: In der RKI-Befragung GEDA 2019/2020 liegt der Anteil mit Übergewicht bei Männern höher als bei Frauen. Für den einzelnen Befund ändert das nichts. Weitere Unterschiede zwischen Frauen und Männern nennen die hier verwendeten Quellen für die Präadipositas nicht.

Was kannst du bei Präadipositas jetzt ohne Programm tun?

Die Leitlinie nennt als Grundlage jedes Gewichtsmanagements eine Kombination aus Ernährungsumstellung, Bewegungssteigerung und Verhaltensmodifikation. Als Ziel gilt laut Leitlinie (DAG, 2024) bei einem BMI von 25 bis 34,9 mindestens 5 Prozent weniger Gewicht in sechs bis zwölf Monaten.

Diese Kombination heißt in der Leitlinie Basistherapie. Gewichtsmanagement meint dort beides, die Phase des Abnehmens und die langfristige Stabilisierung danach. Verhaltensmodifikation bedeutet, Gewohnheiten gezielt zu verändern.

Wie die Bausteine im Einzelfall aussehen, richtet sich laut Leitlinie nach dem Schweregrad und den jeweiligen Versorgungsbedingungen. Einen Ernährungs- oder Trainingsplan gibt dieser Artikel deshalb nicht vor. Er zeigt die Richtung und verweist auf die Artikel, die einzelne Schritte vertiefen.

Welches Tempo ist bei Präadipositas realistisch?

Üblicherweise wird laut Leitlinie ein tägliches Energiedefizit von etwa 500 bis 600 Kilokalorien angestrebt. Energiedefizit heißt, dass du weniger Energie aufnimmst, als dein Körper verbraucht. Damit ist ein Gewichtsverlust von ca. 0,5 Kilogramm pro Woche über maximal drei Monate zu erwarten.

Danach schwächt sich der Verlust ab, weil der Organismus Energiesparmechanismen aktiviert. In der Leitlinie heißt es dazu: „Meist stellt sich nach 3 bis 6 Monaten ein neues Energiegleichgewicht ein, sodass dann die Gewichtserhaltung im Vordergrund steht.“ Wie sich das über Wochen und Monate verteilt, zeigt der Artikel Wie viel kann man in einem Monat abnehmen?

Über ein Jahr gerechnet fanden systematische Analysen, auf die sich die Leitlinie stützt, bei diesem Defizit einen Gewichtsverlust von 5 bis 6 Kilogramm, unabhängig von der Art der Ernährungstherapie. Das ist kein Versprechen für dich, sondern eine Größenordnung, an der sich Erwartungen messen lassen.

Präadipositas und Hunger: Wie wirst du satt?

Die naheliegende Sorge bei einem Defizit ist der Hunger. Ihr widmet sich der Ratgeber Abnehmen ohne Hungern, der Sättigung und den Aufbau von Mahlzeiten einordnet. Er ersetzt keinen Plan, zeigt aber, woran du dich orientieren kannst.

Präadipositas im Alltag: Wie wird eine Umstellung zur Gewohnheit?

Die Leitlinie zählt zum Gewichtsmanagement ausdrücklich die langfristige Stabilisierung, also das Halten des neuen Gewichts. Wie eine Umstellung über Wochen hält, beschreibt der Ratgeber Ernährungsumstellung durchhalten Schritt für Schritt.

Zur Bewegung macht dieser Artikel keine Vorgaben. Die Leitlinie führt die Bewegungssteigerung als festen Baustein, die Ausgestaltung gehört in ein Gespräch mit der Praxis oder einer Fachkraft.

Wenn Essen und Gewicht deinen Alltag bestimmen, ist die Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle. Das gilt unabhängig davon, wo dein BMI gerade liegt.

Präadipositas und DNA-Test: Was kann er beitragen?

Wer für diese Phase einen persönlichen Ausgangspunkt sucht, findet bei mybody®x (MYBODY Lab GmbH) einen DNA-Test zum Thema Gewicht. Er ersetzt keinen der Bausteine der Leitlinie und sagt keinen Abnehmerfolg voraus. Die Anlage ist keine Festlegung.

Ein Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) hielt 2022 fest, dass Belege für den Erfolg genbasierter Ernährungsempfehlungen noch weitgehend fehlen (sinngemäß nach Holzapfel u. a., 2022). Den Nutzen eines solchen Tests sehen wir deshalb in Struktur und Einordnung, nicht in einer Erklärung für das Gewicht.

Wie ein DNA-Test beim Abnehmen einzuordnen ist, beschreibt der Artikel Kann ein DNA-Test bei Übergewicht helfen? ausführlicher.

WeightLoss SLIM DNA-Test von mybody®x

Aus dem mybody®x-Sortiment · DNA-Test aus Speichel

WeightLoss | SLIM DNA-Test

Der Test wertet aus einer Speichelprobe über 80 Genvariationen aus, also kleine Unterschiede im Erbgut zwischen Menschen, und bündelt das Ergebnis in Analyseberichten zum Thema Gewicht. Er stellt keine Diagnose und sagt keinen Abnehmerfolg voraus. Gedacht ist er als Struktur und Motivationsanker für die Schritte aus diesem Kapitel.

Preis 169,00 € Stand 23.09.2026, Änderungen möglich
Probenart Speichel
Umfang 24 Analyseberichte in 5 Kapiteln
Testintervall einmal im Leben
Angabe der Produktseite.
Zum WeightLoss SLIM DNA-Test

Was können BMI und DNA-Test bei Präadipositas nicht?

Der BMI beschreibt Körperfett nur ungenau, und ein DNA-Test stellt keine Diagnose. Ob eine Behandlung angezeigt ist, entscheidet keins von beiden, sondern die ärztliche Einschätzung.

Die Leitlinie nennt vier Faktoren, die die Beziehung zwischen BMI und Körperfett verschieben können: Alter, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit und Muskelmasse. Ältere Erwachsene haben bei gleichem BMI mehr Körperfett als jüngere. Muskulöse Menschen und hochtrainierte Sportler haben möglicherweise einen hohen BMI wegen ihrer Muskelmasse.

Für einen BMI knapp über 25 ist das entscheidend. Wer durch Kraftsport Muskeln aufgebaut hat, kann in der Präadipositas landen, ohne dass überschüssiges Fett der Grund ist. Wer älter ist, trägt bei gleichem BMI laut Leitlinie mehr Fett als ein jüngerer Mensch. In beiden Fällen ergänzt der Taillenumfang die Zahl.

Ein DNA-Test ist kein diagnostisches Verfahren und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Die Werte, an denen die Leitlinie eine Behandlung festmacht, misst er nicht, den Taillenumfang so wenig wie den Blutdruck.

Auch dieser Artikel ordnet nur ein. Ob bei dir ein Begleitumstand vorliegt, kann er nicht feststellen; das bleibt Aufgabe der Praxis.

Wo endet Präadipositas und beginnt Adipositas?

Bei einem BMI von 30. Ab dort spricht die Leitlinie von Adipositas und teilt sie in Grade ein, beginnend mit Grad I von 30,0 bis 34,9.

Grad II beginnt bei 35,0, Grad III bei 40. Was diese Klassen bedeuten und wie sie sich unterscheiden, erklärt der Artikel Adipositas Grad 1, 2 und 3 erklärt. Dieser Artikel bleibt bewusst bei der Stufe davor.

Mit der Schwelle ändert sich die Einstufung. Die WHO bezeichnet Adipositas in ihrem Faktenblatt von 2025 als chronische, wiederkehrende Krankheit. Sie entsteht nach dieser Darstellung aus einem Zusammenspiel, das von der Genetik bis zur Umwelt reicht. Die Behandlungsindikation ergibt sich ab 30 laut Leitlinie schon aus dem BMI.

Das Gewichtsziel verschiebt sich erst später: Bis zu einem BMI von 34,9 nennt die S3-Leitlinie (DAG, 2024) mindestens 5 Prozent weniger Gewicht in sechs bis zwölf Monaten, ab 35 mindestens 10 Prozent.

Präadipositas ist ein Wort für einen Zahlenbereich. Was er für dich bedeutet, zeigen erst die Maße daneben, und das erste davon misst du mit einem Maßband.

Häufige Fragen

Was ist Präadipositas einfach erklärt?

Präadipositas ist der Fachbegriff für Übergewicht im engeren Sinn: ein Body-Mass-Index von 25,0 bis 29,9 kg/m². Der BMI teilt das Gewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. Unter 25 spricht die S3-Leitlinie der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (2024) von Normalgewicht, ab 30 von Adipositas. Präadipositas ist der Bereich dazwischen, die Stufe vor der Adipositas.

Präadipositas Bedeutung: Ist das dasselbe wie Übergewicht?

Fast. Die S3-Leitlinie (2024) schreibt „Übergewicht (Präadipositas)“ für einen BMI von 25 bis 29,9. In ihrer Klassentabelle umfasst Übergewicht aber alles ab einem BMI von 25, Adipositas eingeschlossen. Die RKI-Zahl von 53,5 Prozent (2022) folgt dieser weiten Fassung. Präadipositas meint dagegen immer nur den Bereich von 25,0 bis 29,9, also die Stufe vor der Adipositas.

Welcher BMI bedeutet Präadipositas?

Ein BMI von 25,0 bis 29,9 kg/m². Nach der Formel der Leitlinie entspricht das bei 1,70 Metern Größe einem Gewicht von rund 72 bis 86 Kilogramm, bei 1,80 Metern rund 81 bis 97 Kilogramm. Der Wert allein entscheidet laut S3-Leitlinie (2024) nicht über eine Behandlung. Dafür zählen Begleitumstände wie Bluthochdruck oder ein Taillenumfang über dem Grenzwert.

Präadipositas als Frau: Welcher Taillenumfang zählt?

Für Frauen nennt die S3-Leitlinie (DAG, 2024) einen Taillenumfang ab 88 Zentimetern als Zeichen einer stammbetonten Fettverteilung, für Männer ab 102 Zentimetern. Liegt eine Frau mit einem BMI zwischen 25 und unter 30 darüber, sieht die Leitlinie eine Behandlungsindikation. Beim Taille-Hüft-Verhältnis gilt für Frauen 0,88 als vorgeschlagener Grenzwert.

Ist Präadipositas eine Krankheit?

Die S3-Leitlinie (2024) führt Präadipositas als Klasse des Körpergewichts mit einem BMI von 25,0 bis 29,9. Eine Behandlung sieht sie in diesem Bereich vor, wenn ein Begleitumstand dazukommt, etwa Bluthochdruck oder ein Taillenumfang über dem Grenzwert. Die WHO (2025) stuft Adipositas ab einem BMI von 30 als chronische, wiederkehrende Krankheit ein. Für die Vorstufe trifft keine der hier verwendeten Quellen eine solche Einstufung.

Nächster Schritt

Präadipositas: einen Ausgangspunkt für dich finden

Der WeightLoss SLIM DNA-Test liefert dir Struktur für die nächsten Monate. Die Entscheidungen triffst du selbst.

Zum WeightLoss SLIM DNA-Test Abnehmen ohne Hungern: so geht es Wie Mahlzeiten satt machen, während du abnimmst

Weiterlesen

Quellen

  1. Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) e.V.: S3-Leitlinie Adipositas – Prävention und Therapie, Version 5.0, AWMF 050-001 (Stand Oktober 2024) – register.awmf.org
  2. Weltgesundheitsorganisation (WHO): Fact sheet „Obesity and overweight“ (Stand Dezember 2025) – who.int
  3. Robert Koch-Institut, Schienkiewitz A. et al.: Overweight and obesity among adults in Germany – Results from GEDA 2019/2020-EHIS, Journal of Health Monitoring (2022) – europepmc.org

BMI-Klassen, Behandlungsindikation, Taillenumfang und weitere Maße, Grenzen des BMI, Basistherapie, Gewichtsziele und Abnehmtempo stützen sich auf [1]. Definition, Ersatzmarker-Funktion des BMI, Einstufung der Adipositas und weltweite Zahlen stammen aus [2]. Die Zahlen für Deutschland folgen [3], wie sie auch [1] wiedergibt. Die DGE-Position folgt sinngemäß dem Positionspapier von Holzapfel u. a., Molecular Nutrition and Food Research 2022, DOI 10.1002/mnfr.202200077. Produktangaben nach der mybody®x-Produktseite, Preis geprüft am 23.09.2026.

mybody®x (MYBODY Lab GmbH) Zertifikat / Qualitätssiegel

mybody®x Redaktions- & Fachteam

Übergewicht und Gewicht Leitlinien verständlich

Das Redaktions- und Fachteam von mybody®x erklärt medizinische Leitlinien und Studien so, dass du deinen eigenen Befund einordnen und ein Arztgespräch vorbereiten kannst. Wer dahintersteht, zeigt die Autorenseite.

Veröffentlicht am 23.09.2026 · Zuletzt aktualisiert am 23.09.2026

Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Referenzbereiche sind labor-, methoden- und altersabhängig – maßgeblich sind immer die Angaben auf deinem Befund.

Unsere Produkte sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder zu verhindern.

Die DNA-Analyse dient der Ernährungs- und Lebensstilberatung. Sie ist kein diagnostisches Verfahren, stellt keine Krankheitsvorhersage dar und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Beratung. Genetische Varianten beschreiben Wahrscheinlichkeiten in Bevölkerungsgruppen, keine Festlegung für einzelne Personen.

Die Bilder in diesem Artikel sind mit KI erstellt, die abgebildeten Personen sind nicht real.

mybody®x (MYBODY Lab GmbH) Zertifikat / Qualitätssiegel

Недавние публикации

Показать все

Drei dunkle Keramikschalen mit getrockneten Hülsenfrüchten auf einem verwitterten Holztisch

Adipositas Grad 1, 2 und 3: Was die Einteilung bedeutet

Adipositas Grad 1, 2 und 3: Was die Einteilung bedeutet Aktualisiert am 23.09.2026 · Geprüft vom mybody®x Redaktions- & Fachteam Das Wichtigste in Kürze Adipositas beginnt laut Leitlinie der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG, 2024) bei einem Body-Mass-Index (BMI) von 30. Der...

Читать далее

Zwei matte dunkle Keramikschalen mit Naturreis, gerösteten Kichererbsen, Brokkoli und Möhren auf Holz

Motivation zum Abnehmen: Was trägt, wenn der Schwung weg ist

Motivation zum Abnehmen: Was trägt, wenn der Schwung weg ist Aktualisiert am 23.09.2026 · Geprüft vom mybody®x Redaktions- & Fachteam Das Wichtigste in Kürze Motivation zum Abnehmen lässt nach, wenn die Waage langsamer wird und der Anlass verblasst. Das ist...

Читать далее

Vier matte dunkle Keramikschalen auf rohem Holz mit Haferflocken, Heidelbeeren, Walnüssen und Naturjoghurt

Wie viel kann man in einem Monat abnehmen? Das realistische Tempo

Wie viel kann man in einem Monat abnehmen? Das realistische Tempo Aktualisiert am 23.09.2026 · Geprüft vom mybody®x Redaktions- & Fachteam Das Wichtigste in Kürze Etwa 2 Kilo in vier Wochen: So viel ergibt sich rechnerisch aus der ärztlichen Leitlinie...

Читать далее