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Rückenschmerzen in den Wechseljahren: was dahinterstecken kann

7. Oktober 2026ca. 16 Minutenvon mybody®x Redaktions- & Fachteam

Das Wichtigste in Kürze

Rückenschmerzen in den Wechseljahren können belasten, ernste Ursachen sind bei Rückenschmerzen allgemein selten: Laut IQWiG (2025) steckt bei weniger als 1 Prozent der Menschen, die wegen Rückenschmerzen in die Hausarztpraxis kommen, eine ernsthafte Erkrankung dahinter. Meist ist es dann ein Wirbelbruch durch Osteoporose, einen Knochenschwund mit erhöhter Bruchgefahr (IQWiG, 2025). Wer die Warnzeichen kennt, kann den Rest gelassener beobachten.

Rund sieben von zehn Frauen in den Übergangsjahren vor der Menopause berichteten in einer Meta-Analyse Schmerzen im Bewegungsapparat (Lu u. a., 2020).

Eine Osteoporose spürt man nicht, und Wirbelbrüche bleiben oft unbemerkt (IQWiG, 2022).

Ausstrahlende Schmerzen mit Taubheit oder Kribbeln gehören laut IQWiG (2025) in die Praxis, ebenso Rückenschmerzen nach einem Sturz bei geringer Knochendichte.

In diesem Artikel

Rückenschmerzen in den Wechseljahren: Ist das normal?

Schmerzen im unteren Rücken sind laut IQWiG (2025) in der Regel ungefährlich, auch wenn sie sehr belasten können. In den Wechseljahren treffen sie auf eine Lebensphase, in der laut MedlinePlus (2025) Gelenk- und Muskelschmerzen zu den möglichen Beschwerden gehören.

Mit Ende vierzig fühlt sich der Rücken plötzlich anders an als früher, und die Frage liegt nahe, ob das mit den Wechseljahren zusammenhängt. Der erste Gedanke gilt dann den Hormonen. Belegt ist, dass Frauen um die Menopause häufiger Schmerzen im Bewegungsapparat berichten (Lu u. a., 2020) und dass sich der Knochenabbau beschleunigt (IQWiG, 2022).

Was die Menopause ist, lässt sich kurz sagen: Die Eierstöcke geben keine Eizellen mehr ab, und der Körper bildet weniger von den weiblichen Hormonen Östrogen und Progesteron (MedlinePlus, 2025). Östrogen ist das weibliche Geschlechtshormon, das laut IQWiG (2023) unter anderem die Knochen schützt. Ab etwa Mitte vierzig verringert der Körper allmählich die Bildung von Östrogen (IQWiG, 2023).

Im Durchschnitt haben Frauen ihre Menopause laut IQWiG (2023) mit 51 Jahren, einige deutlich früher, andere später. Meist tritt sie zwischen 45 und 55 Jahren ein (MedlinePlus, 2025). Die Jahre des Übergangs vor der Menopause heißen Perimenopause; um diese Zeit geht es in mehreren der Studien weiter unten.

Die Beschwerden unterscheiden sich von Frau zu Frau und können laut MedlinePlus (2025) 5 Jahre oder länger anhalten. Als typisch nennt das IQWiG (2023) vor allem Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Gelenk- und Muskelschmerzen führt MedlinePlus (2025) unter den weiteren möglichen Beschwerden. Was sonst noch zur Umstellung gehören kann, sammelt unser Überblick zu den Symptomen der Wechseljahre.

Wie sich ein sinkender Östrogenspiegel bemerkbar machen kann, beschreibt der Beitrag über Östrogenmangel. Wenn eher die Nächte unruhig sind, findest du mehr im Text über Schlafstörungen in den Wechseljahren. Hier bleibt es beim Rücken.

Belegte Fundstelle

„Schmerzen im unteren Rücken können sehr belastend sein, sind aber in der Regel ungefährlich.“

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
gesundheitsinformation.de, „Rückenschmerzen: Wann zur Ärztin oder zum Arzt?“, 2025

Der Satz nimmt Druck heraus, ohne etwas kleinzureden. Belastend und ungefährlich schließen sich nicht aus. Die nächsten Kapitel ordnen deshalb, welche Veränderungen um die Menopause belegt sind und welche Zeichen in die Praxis gehören.

Welche Ursachen haben Rückenschmerzen in den Wechseljahren?

Belegt sind zwei Veränderungen: Schmerzen im Bewegungsapparat werden um die Menopause häufiger berichtet (Lu u. a., 2020), und der Knochenabbau beschleunigt sich etwa ab dem 50. Lebensjahr (IQWiG, 2022). Eine ernste Erkrankung steckt laut IQWiG (2025) nur selten dahinter.

Zum Bewegungsapparat gehören neben den Muskeln auch Gelenke und Knochen. Die Abschnitte unten folgen derselben Frage: Was zeigen die Daten, und was heißt das für den Rücken?

Muskeln und Gelenke: Was zeigen Studien zu den Wechseljahren?

Rund sieben von zehn Frauen in der Perimenopause berichteten Schmerzen im Bewegungsapparat (Lu u. a., 2020). Das ist das Ergebnis einer Meta-Analyse, also einer gemeinsamen Auswertung von 16 Studien (Lu u. a., 2020). Genau lag der Anteil bei 71 Prozent (Lu u. a., 2020).

Frauen in der Perimenopause hatten solche Schmerzen häufiger als Frauen vor der Menopause und ähnlich häufig wie Frauen danach (Lu u. a., 2020). Bei mittelschweren bis schweren Schmerzen zeigte sich ein Anstieg von der Zeit vor der Menopause über die Übergangsjahre bis in die Zeit danach (Lu u. a., 2020). Rückenschmerz ist in diesen Zahlen nicht getrennt erfasst; er steckt im Gesamtbild mit drin.

Eine zweite Studie kommt aus den USA. Dort wurden 2218 Frauen über Jahre begleitet, eine sogenannte Kohorte, und jede sechste hatte täglich Schmerzen (Dugan u. a., 2006). Frauen nach der Menopause berichteten auch nach Berücksichtigung anderer Einflüsse mehr Schmerzen als Frauen davor (Dugan u. a., 2006). Mit Arztbesuchen wegen Rückenschmerzen hing der Menopausenstatus dagegen nur schwach zusammen (Dugan u. a., 2006).

Für deinen Rücken heißt das: Er kann Teil eines breiteren Schmerzbildes sein, das um die Menopause zunimmt (Lu u. a., 2020). Beide Studien beschreiben einen Zusammenhang, keine Ursache.

Knochen und Osteoporose: Was ändert sich mit den Wechseljahren?

Bei Frauen beschleunigt sich der Knochenabbau etwa ab dem 50. Lebensjahr (IQWiG, 2022). Das IQWiG (2022) erklärt es mit einem Bild: Östrogen bremst den Knochenabbau. Sinkt mit den Wechseljahren der Hormonspiegel, geht diese Bremse verloren, und der Knochen wird schneller abgebaut (IQWiG, 2022).

Die Stabilität der Knochen hängt allerdings nicht allein von der Hormonmenge ab (IQWiG, 2023). Wann genau es schneller geht, zeigt eine US-Kohorte mit 1902 Frauen (Finkelstein u. a., 2008). Vor und zu Beginn der Perimenopause änderte sich die Knochendichte dort kaum (Finkelstein u. a., 2008).

In der späten Perimenopause nahm die Knochendichte an Wirbelsäule und Hüfte deutlich ab und sank in den ersten Jahren nach der Menopause ähnlich schnell weiter (Finkelstein u. a., 2008). Das Körpergewicht beeinflusste das Tempo stark (Finkelstein u. a., 2008). Auch MedlinePlus (2025) beschreibt, dass der Knochenabbau in den ersten Jahren nach der letzten Periode zunimmt.

Wird der Knochen so weit abgebaut, dass er leichter bricht, spricht man von Osteoporose: einer geringeren Knochendichte, bei der laut IQWiG (2022) schon Stürze durch Stolpern zu Knochenbrüchen führen können.

Bleibt ein zweiter Gedanke: Eine Osteoporose würde ich doch am Rücken merken. Das IQWiG (2022) sagt das Gegenteil: Eine Osteoporose spürt man nicht. Oft macht sie sich laut IQWiG (2022) erst bemerkbar, wenn ein Knochen bricht.

Am häufigsten brechen laut IQWiG (2022) die Wirbelkörper. Manchmal verursachen solche Brüche Rückenschmerzen, die meist nach ein paar Wochen wieder verschwinden (IQWiG, 2022). Viele Menschen bemerken einen Wirbelbruch aber gar nicht (IQWiG, 2022).

Frauen sind laut IQWiG (2022) ungefähr doppelt so oft betroffen wie Männer. In einer großen Untersuchung gaben etwa 20 Prozent der Frauen im Alter von 70 Jahren an, eine Osteoporose-Diagnose zu haben (IQWiG, 2022).

Ernste Ursachen: Wie selten stecken sie hinter Rückenschmerzen?

Bei weniger als 1 Prozent der Menschen, die wegen Rückenschmerzen die Hausarztpraxis aufsuchen, ist laut IQWiG (2025) eine ernsthafte Erkrankung die Ursache. Meist handelt es sich dann um einen Wirbelbruch aufgrund von Osteoporose (IQWiG, 2025).

Selbst in der Notaufnahme haben weniger als 5 Prozent der Menschen mit Rückenschmerzen eine Erkrankung, die dringend behandelt werden muss (IQWiG, 2025). Gequetschte Nerven oder eine Infektion sind laut IQWiG (2025) nur selten der Auslöser.

Hier treffen sich die beiden Linien dieses Kapitels. Der Knochenabbau beschleunigt sich bei Frauen etwa ab dem 50. Lebensjahr (IQWiG, 2022), und unter den seltenen ernsten Ursachen von Rückenschmerzen steht der Wirbelbruch durch Osteoporose vorn (IQWiG, 2025). Deshalb gehört der Blick auf die Knochen dazu, ohne hinter jedem Rückenschmerz einen Bruch zu vermuten.

Die Veränderungen im Überblick

Veränderung Was die Quellen zeigen Was es für den Rücken heißt
Schmerzen im Bewegungsapparat 71 Prozent der Frauen in der Perimenopause berichteten sie (Lu u. a., 2020). Rückenschmerz ist darin nicht getrennt erfasst.
Knochenabbau Er beschleunigt sich etwa ab dem 50. Lebensjahr (IQWiG, 2022). Wirbelbrüche sind möglich und bleiben oft unbemerkt (IQWiG, 2022).
Ernste Ursache Unter 1 Prozent in der Hausarztpraxis (IQWiG, 2025). Dann meist ein Wirbelbruch durch Osteoporose (IQWiG, 2025).

Quellen: Lu u. a. (2020) und IQWiG (2022, 2025).

Rückenschmerzen in den Wechseljahren: Wann in die Praxis?

Wer eines oder mehrere der folgenden Zeichen hat, sollte laut IQWiG (2025) zur Ärztin oder zum Arzt gehen und sich genauer untersuchen lassen. Die Liste dient dem Abgleich, nicht der Selbstdiagnose.

Die Zeichen stammen aus einer Patienteninformation des IQWiG (2025) und beziehen sich auf Schmerzen im unteren Rücken. Geh sie in Ruhe durch und notiere, was auf dich zutrifft.

Wann in die Praxis

Ausstrahlende Schmerzen mit Taubheit oder Kribbeln Schmerzen, die bis über das Knie oder in den Fuß ausstrahlen und mit Taubheit oder Kribbelgefühlen verbunden sind (IQWiG, 2025).

Ausstrahlende Schmerzen mit Muskelschwäche Starke Beschwerden oder gar Lähmungserscheinungen im Bein sollten laut IQWiG (2025) sofort ärztlich abgeklärt werden.

Probleme beim Wasserlassen oder mit dem Stuhlgang Auch das gehört laut IQWiG (2025) in die Praxis.

Taubheit im Gesäß- oder Genitalbereich Dazu zählt laut IQWiG (2025) auch ein taubes Gefühl am After.

Fieber oder Schüttelfrost Ebenso Nachtschweiß: Laut IQWiG (2025) kann das auf eine Infektion an der Wirbelsäule hinweisen.

Unerklärlicher Gewichtsverlust oder körperliche Schwäche Dazu kommt eine überstandene Krebserkrankung. Laut IQWiG (2025) kann dies auf einen Tumor hinweisen.

Kreuzschmerzen nach einem Unfall Bei älteren Menschen mit geringerer Knochendichte kann es laut IQWiG (2025) schon reichen, aus Stehhöhe hinzufallen. Auch das ungünstige Heben eines schweren Gegenstands kann genügen, ebenso ein unglückliches Verdrehen der Wirbelsäule (IQWiG, 2025).

Längerfristige Kortison-Einnahme Bei der Bewertung wird laut IQWiG (2025) auch die Einnahme von Medikamenten berücksichtigt, zum Beispiel eine längerfristige Kortison-Einnahme.

Das IQWiG (2025) ordnet die Liste selbst ein: „Dies sind lediglich Hinweise auf mögliche ernsthafte Erkrankungen. Richtig einschätzen lassen sie sich nur gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt.“

Für die Selbstprüfung heißt das zweierlei. Passt keines der Zeichen, bleibt es bei der Grundaussage, dass Schmerzen im unteren Rücken in der Regel ungefährlich sind (IQWiG, 2025). Passt eines, ist das kein Befund, sondern ein Grund für einen Termin.

Ein Punkt verdient in den Wechseljahren besondere Aufmerksamkeit: der Schmerz nach einem Sturz oder nach ungünstigem Heben. Bei Frauen beschleunigt sich der Knochenabbau etwa ab dem 50. Lebensjahr (IQWiG, 2022). Bei älteren Menschen mit geringerer Knochendichte kann laut IQWiG (2025) schon das ungünstige Heben eines schweren Gegenstands als Unfall im Sinne der Liste gelten.

Kapitel auf einen Blick

Schmerzen im unteren Rücken sind laut IQWiG (2025) in der Regel ungefährlich. Ausstrahlende Schmerzen mit Taubheit oder Kribbeln gehören in die Praxis, ebenso Probleme beim Wasserlassen oder mit dem Stuhlgang (IQWiG, 2025). Bei geringerer Knochendichte zählt schon ein Sturz aus Stehhöhe als Unfall, nach dem Kreuzschmerzen abgeklärt gehören (IQWiG, 2025). Die Zeichen sind Hinweise, die sich nur gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt einschätzen lassen (IQWiG, 2025).

Was kannst du bei Rückenschmerzen in den Wechseljahren tun?

Was Bewegung für den Körper tut, ist gut beschrieben: Regelmäßige Bewegung und gezieltes Training stärken laut IQWiG (2022) Muskulatur und Knochen und verbessern Koordination und Trittsicherheit. Krafttraining stärkt laut MedlinePlus (2025) die Knochen und das Gleichgewicht.

Frau geht barfuß an der Wasserlinie

Trittsicherheit ist dabei kein Nebenthema, denn bei einer Osteoporose können laut IQWiG (2022) schon Stürze durch Stolpern zu Knochenbrüchen führen.

Einen Trainingsplan ersetzt dieser Text nicht, und Übungen stehen hier bewusst keine. Welche Belastung zu dir passt, besprichst du am besten mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, vor allem wenn eines der Warnzeichen zutrifft.

Wer wissen möchte, wie es um die Knochen steht, braucht eine eigene Untersuchung. Ob die Knochendichte verringert ist, lässt sich laut IQWiG (2022) durch eine Knochendichtemessung feststellen, Fachbegriff Osteodensitometrie. Die Messung kann aber nicht zuverlässig vorhersagen, wie wahrscheinlich ein Knochenbruch ist (IQWiG, 2022).

Bei einer Osteoporose kann laut IQWiG (2022) auch eine Blutuntersuchung sinnvoll sein. Sie kann helfen, andere Erkrankungen als Ursache des Knochenabbaus auszuschließen (IQWiG, 2022). Was Calcium im Blut mit den Knochen zu tun hat, erklärt unser Beitrag zu Calcium im Blut und den Knochen.

Für den Termin lohnt eine kurze Notiz, seit wann der Rücken schmerzt und ob ein Sturz oder ungünstiges Heben vorausging. Schreib auch auf, welche Medikamente du nimmst, denn eine längerfristige Kortison-Einnahme fließt laut IQWiG (2025) in die Bewertung ein.

Spricht eher für Bewegung und Abwarten

Der Schmerz sitzt im unteren Rücken, und keines der Warnzeichen passt. Solche Schmerzen sind laut IQWiG (2025) in der Regel ungefährlich.

Du kannst dich bewegen. Bewegung und gezieltes Training stärken laut IQWiG (2022) Muskulatur und Knochen.

Gehört in die Praxis

Eines der Warnzeichen aus der Liste trifft zu (IQWiG, 2025).

Der Schmerz kam nach einem Sturz, und eine Osteoporose ist bekannt (IQWiG, 2025).

Du nimmst seit längerer Zeit Kortison. Das fließt laut IQWiG (2025) in die Bewertung ein.

Lohnt sich ein Hormontest in den Wechseljahren?

Darüber urteilen die Quellen unterschiedlich: Das IQWiG (2023) sieht in der Bestimmung des Hormonspiegels keinen praktischen Wert, MedlinePlus (2025) beschreibt Hormonwerte als Einschätzungshilfe für die Praxis. Beide Sichtweisen stehen hier nebeneinander.

Die deutsche Gesundheitsinformation des IQWiG (2023) ist deutlich: „Die Bestimmung des Hormonspiegels hat jedoch keinen praktischen Wert: Das Ergebnis sagt nichts darüber aus, ob eine Frau noch schwanger werden kann und wie lange sie noch verhüten muss – oder ob eine Behandlung sinnvoll ist, falls sie Beschwerden hat.“

Die US-Gesundheitsenzyklopädie MedlinePlus (2025) setzt den Akzent anders. Sinngemäß können Hormonwerte im Blut der Praxis helfen einzuschätzen, ob die Menopause naht oder schon erreicht ist. Solange die Blutungen nicht ganz aufgehört haben, wird gegebenenfalls mehrfach gemessen (MedlinePlus, 2025).

Die eine Quelle fragt nach dem Nutzen für Entscheidungen wie Verhütung oder Behandlung, die andere nach der Einordnung des Übergangs. Um einen einzelnen Hormonwert auf dem Befund geht es im Beitrag zu DHEA und dem DHEA-S-Wert. Dieser Text bleibt bei den Beschwerden im Rücken und ihren Warnzeichen.

Wer für das Gespräch in der Praxis wissen möchte, wo die eigenen Hormone gerade stehen, kann den Menopause Check von mybody®x (MYBODY Lab GmbH) nutzen. Er misst acht Hormonwerte aus Kapillarblut, das du per Fingerpieks zu Hause selbst entnimmst, darunter das Sexualhormon Estradiol und das Steuerhormon FSH. Der Test „beantwortet nicht, wie es dir geht, sondern wo dein Körper gerade steht“, so beschreibt mybody®x ihn selbst; er ist also eine Standortbestimmung der Hormone. Solange du noch einen Zyklus hast, notierst du den Zyklustag, denn ohne ihn lässt sich der Befund kaum einordnen.

Was der Test nicht kann, gehört dazu: Kein Test von mybody®x misst die Knochendichte, und der Menopause Check sagt nichts über Knochen oder Rücken. Ein auffälliger Wert bedeutet nicht automatisch Krankheit. Der Test dient der Vorbereitung auf das Arztgespräch und ersetzt keine ärztliche Abklärung.

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Probenart Kapillarblut per Fingerpieks, zu Hause selbst entnommen
Bearbeitungszeit Kit-Versand 1–3 Werktage
Laborauswertung 3–5 Werktage nach Probeneingang

Stand der Angaben: 07.10.2026

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Grenzen: Was die Daten zu den Wechseljahren nicht zeigen

Die Studien beschreiben Zusammenhänge, keine Ursachen, und Rückenschmerz erfassen sie nur am Rand. Auch die Warnzeichen haben eine klare Reichweite.

Die Meta-Analyse von Lu u. a. (2020) fasst Beobachtungsstudien zusammen. Sie zeigt also einen Zusammenhang zwischen Menopausenstatus und Schmerz, keine Ursache. Die Ergebnisse der einzelnen Studien wichen teils deutlich voneinander ab, und Schmerzen im Bewegungsapparat umfassen mehr als den Rücken (Lu u. a., 2020).

Die beiden Kohortenstudien stammen aus derselben US-Studie und beschreiben Frauen in den USA. Dugan u. a. (2006) werten die Daten als Querschnitt aus, als Momentaufnahme eines Zeitpunkts. Rückenschmerz ist dort nur über eine Frage zum Arztbesuch erfasst, und der Zusammenhang war schwach (Dugan u. a., 2006).

Bei Finkelstein u. a. (2008) wurde die Knochendichte bis zu sechsmal im Jahresabstand gemessen, ebenfalls in den USA. Die Angabe zur Osteoporose-Häufigkeit beruht auf Selbstauskunft: Die Frauen gaben an, eine Diagnose zu haben (IQWiG, 2022). Die Seite des IQWiG stammt von 2022, eine Aktualisierung ist für 2026 angekündigt.

Die Warnzeichen gelten für Schmerzen im unteren Rücken und sind laut IQWiG (2025) lediglich Hinweise. Sie ersetzen keine Untersuchung. Der Menopause Check misst keine Knochendichte und gibt deshalb keine Auskunft über deine Knochen.

Rückenschmerzen in den Wechseljahren: Wann gelassen, wann wachsam?

Neue Rückenschmerzen mit Ende vierzig sind kein Beleg für kranke Knochen, aber auch kein Grund, die Knochen aus dem Blick zu verlieren. Gelassen bleiben kannst du, solange keines der Warnzeichen passt und Bewegung möglich ist. Wachsam wirst du bei Schmerzen, die mit Taubheit ins Bein ausstrahlen, und nach einem Sturz. Die Knochen selbst melden sich lange nicht; ob ihre Dichte verringert ist, zeigt eine Knochendichtemessung, deren Nutzen du vorher in der Praxis besprichst.

Häufige Fragen

Können die Wechseljahre Gelenkschmerzen machen?

Gelenk- und Muskelschmerzen zählen laut MedlinePlus (2025) zu den weiteren möglichen Beschwerden der Menopause. Belegt ist dabei ein Zusammenhang, keine Ursache: In den Übergangsjahren berichteten Frauen Schmerzen im Bewegungsapparat häufiger als vor der Menopause (Lu u. a., 2020). Ob ein bestimmtes Gelenk wegen der Wechseljahre schmerzt oder aus einem anderen Grund, lässt sich nur in der Praxis klären.

Kann man durch Osteoporose kleiner werden?

Ja. Wirbelbrüche können laut IQWiG (2022) dazu führen, dass die Wirbelsäule leicht einsackt und die Körpergröße abnimmt. Weil viele Menschen solche Brüche gar nicht bemerken (IQWiG, 2022), lohnt es sich, eine kleinere Körpergröße beim nächsten Termin anzusprechen. Die Ärztin oder der Arzt kann dann einordnen, ob eine Untersuchung der Knochen sinnvoll ist.

Wie lange dauern Wechseljahrsbeschwerden?

Das ist von Frau zu Frau verschieden. Laut MedlinePlus (2025) können die Beschwerden 5 Jahre oder länger anhalten. Hitzewallungen, die häufigsten Beschwerden, lassen laut IQWiG (2023) meistens nach etwa 4 bis 5 Jahren von selbst wieder nach. Schmerzen im Bewegungsapparat waren in der Meta-Analyse nach der Menopause ähnlich häufig wie in den Übergangsjahren (Lu u. a., 2020).

Wann ist eine Knochendichtemessung sinnvoll?

Das klärst du am besten in der Praxis. Die Messung hat Grenzen: Sie zeigt, ob die Knochendichte verringert ist, sagt aber laut IQWiG (2022) einen Bruch nicht zuverlässig voraus. Für Frauen unter 65 Jahren ohne Risikofaktoren kann sie laut IQWiG (2022) mehr Nachteile als Vorteile haben. Ein Bluttest ersetzt die Messung nicht, und keiner der Tests von mybody®x misst die Knochendichte.

Spielt Kortison bei Rückenschmerzen eine Rolle?

Ja, bei der Einschätzung. Das IQWiG (2025) nennt die Einnahme von Medikamenten, zum Beispiel eine längerfristige Kortison-Einnahme, als Umstand, den Ärztinnen und Ärzte bei der Bewertung von Rückenschmerzen berücksichtigen. Wenn du länger Kortison nimmst, sprich das beim Termin von dir aus an. Am einfachsten geht das mit einer Liste deiner Medikamente, die du mitbringst.

Nächster Schritt

Wissen, wo deine Hormone gerade stehen

Der Menopause Check misst acht Hormonwerte aus Kapillarblut als Standortbestimmung für das Gespräch in der Praxis. Über Knochen oder Rücken sagt er nichts.

Zum Menopause Check Welche Beschwerden zu den Wechseljahren gehören Der Überblick aus unserer Wechseljahre-Reihe

Weiterlesen

Quellen

  1. IQWiG, gesundheitsinformation.de: Rückenschmerzen – Wann zur Ärztin oder zum Arzt? (Stand 2025) – gesundheitsinformation.de
  2. IQWiG, gesundheitsinformation.de: Osteoporose und Knochenbrüche (Stand 2022) – gesundheitsinformation.de
  3. Lu C. B. u. a.: Musculoskeletal Pain during the Menopausal Transition: A Systematic Review and Meta-Analysis, Neural Plasticity (2020) – europepmc.org
  4. IQWiG, gesundheitsinformation.de: Wechseljahrsbeschwerden (Stand 2023) – gesundheitsinformation.de

Die Warnzeichen und die Angaben zu ernsten Ursachen stützen sich auf [1]. Neben dem Knochenabbau stützen sich auch die Aussagen zu Osteoporose und Knochendichtemessung auf [2]. Die Angaben zu Schmerzen im Bewegungsapparat stammen aus [3]. Das Durchschnittsalter der Menopause und das Zitat zur Bestimmung des Hormonspiegels stammen aus [4]. Ergänzend zitiert ist MedlinePlus (U.S. National Library of Medicine), „Menopause“ (2025). Aus derselben US-Kohorte stammen die Studien von Finkelstein u. a. (2008) und Dugan u. a. (2006). Die Angaben zum Menopause Check entsprechen dem Stand vom 07.10.2026.

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mybody®x Redaktions- & Fachteam

Frauengesundheit Wechseljahre

Dieser Beitrag stützt sich auf Patienteninformationen des IQWiG und auf Studien aus der Fachliteratur. Wer im Team schreibt und prüft, steht auf der Autorenseite.

Veröffentlicht am 07.10.2026 · Zuletzt aktualisiert am 07.10.2026

Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Referenzbereiche sind labor-, methoden- und altersabhängig – maßgeblich sind immer die Angaben auf deinem Befund.

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Die Bilder in diesem Artikel sind mit KI erstellt, die abgebildeten Personen sind nicht real.

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