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Dünndarm: Funktion und Aufgaben – wie er Nährstoffe aufnimmt

28. Oktober 2026ca. 15 Minutenvon mybody®x Redaktions- & Fachteam

Das Wichtigste in Kürze

Der Dünndarm schließt direkt an den Magenausgang an und ist laut IQWiG (2026) 3 bis 5 Meter lang. Seine Aufgabe: Enzyme zerlegen dort die Nahrung in ihre Einzelteile, und die gefaltete Darmwand nimmt diese Bausteine auf. Von dort gelangen die Nährstoffe ins Blut und in alle Organe des Körpers (IQWiG, 2026).

Die Schleimhaut des ganzen Verdauungstrakts misst im Mittel etwa 32 Quadratmeter, eher ein halbes Badmintonfeld als ein Tennisplatz (Helander & Fändriks, 2014).

Vitamin B12 nimmt einen eigenen Weg und wird erst im hinteren Teil des Dünndarms aufgenommen (sinngemäß nach Guéant u. a., 2022).

Ein Blutwert zeigt, wie gut du mit einem Nährstoff versorgt bist, nicht, ob die Aufnahme im Darm funktioniert.

Der Ablauf auf einen Blick

01

Ankommen im Dünndarm

Was aus dem Magen kommt, erreicht den Dünndarm, der direkt am Magenausgang beginnt.

02

Zerlegen im Dünndarm

Enzyme spalten die Nahrung in kleine Bausteine, etwa Kohlenhydrate in Zucker.

03

Aufnehmen durch die Dünndarmwand

Die gefaltete Wand nimmt die Bausteine auf, Eisen und Vitamin B12 auf eigenen Wegen.

04

Weitergeben vom Dünndarm ans Blut

Die Nährstoffe gelangen ins Blut und in die Organe, danach folgt der Dickdarm.

Außerdem in diesem Artikel

Station 1: Wo beginnt der Dünndarm?

Direkt am Magenausgang: Dort schließt der Dünndarm an, und er ist laut IQWiG (2026) 3 bis 5 Meter lang. Er ist die erste Station, an der die Nahrung nach dem Magen ankommt.

So beschreibt es das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) auf seinem Portal gesundheitsinformation.de. Stell dir ein Mittagessen vor. Damit daraus etwas wird, das im Blut ankommt, muss es erst zerlegt und dann aufgenommen werden, und beides geschieht laut IQWiG (2026) im Dünndarm.

Laut IQWiG (2026) besteht der Dünndarm aus drei Abschnitten, die die Nahrung nacheinander durchläuft:

  • Zwölffingerdarm (Duodenum): der erste Abschnitt direkt hinter dem Magenausgang. Hier wird zum Beispiel Vitamin B12 an ein eigenes Transporteiweiß übergeben (sinngemäß nach Guéant u. a., 2022).
  • Leerdarm (Jejunum): der mittlere Abschnitt zwischen Zwölffingerdarm und Krummdarm.
  • Krummdarm (Ileum): der letzte Abschnitt vor dem Dickdarm. In seinem hinteren Teil wird Vitamin B12 aufgenommen (sinngemäß nach Guéant u. a., 2022).

Die Spanne von 3 bis 5 Metern laut IQWiG (2026) ist weit gefasst. Das passt zu einer Beobachtung aus der Fachliteratur: Die Länge des Darms unterscheidet sich zwischen einzelnen Menschen erheblich (sinngemäß nach Helander & Fändriks, 2014).

Man kann sich den Dünndarm wie den Wareneingang eines Betriebs vorstellen. Was ankommt, wird erst ausgepackt und dann ins Lager übernommen. Das Lager ist in diesem Bild dein Blut.

Wie der ganze Darm aufgebaut ist und wo der Dünndarm darin liegt, beschreibt der Artikel zum Aufbau des Darms. Hier geht es um etwas anderes: um die Arbeit, die der Dünndarm der Reihe nach leistet.

Station 2: Was macht der Dünndarm mit der Nahrung?

Er zerlegt sie. Im Dünndarm spalten Enzyme die Nahrungsbestandteile in ihre Einzelteile auf (IQWiG, 2026).

Enzyme sind Stoffe, die große Bausteine der Nahrung in kleinere zerlegen. Laut IQWiG (2026) entstehen dabei zum Beispiel:

  • aus Kohlenhydraten Zucker,
  • aus Eiweißen Aminosäuren,
  • aus Fetten Fettsäuren.

Woher kommen die Enzyme? Gebildet werden sie laut IQWiG (2026) in den Speicheldrüsen im Mund und im Magen. Ein weiterer Teil stammt laut derselben Quelle aus der Bauchspeicheldrüse.

Die Enzyme arbeiten nicht allein. Hinzu kommen Gallenflüssigkeit aus der Leber und Darmsekret, also Flüssigkeit aus dem Darm selbst. Beide erleichtern den Enzymen das Zerlegen der Nahrung (IQWiG, 2026).

Bemerkenswert ist, dass der Dünndarm seinen Nachschub selbst anstößt. In seiner Wand werden Hormone hergestellt, also Botenstoffe, die unter anderem die Produktion von Galle oder Bauchspeicheldrüsensaft anregen (IQWiG, 2026). Er arbeitet damit wie eine Werkstatt, die ihr Material bei den Zulieferern selbst nachbestellt.

Ein Teil dieser Arbeit reicht schon in die dritte Station hinein. Enzyme der Bauchspeicheldrüse sind daran beteiligt, dass Vitamin B12 im Zwölffingerdarm sein Transporteiweiß wechselt (sinngemäß nach Guéant u. a., 2022).

Welches Enzym genau welchen Nahrungsbestandteil zerlegt, zeigt eine eigene Tabelle der Verdauungsenzyme. Für den Weg durch den Dünndarm reicht hier das Prinzip: Zerlegen kommt vor dem Aufnehmen.

Station 3: Wie nimmt der Dünndarm Nährstoffe auf?

Über seine Wand. Laut IQWiG (2026) nimmt die Wand des Dünndarms vor allem die zerlegten Nahrungsbestandteile auf, und auch Vitamine und Salze gelangen über sie in den Körper.

Quinoa mit Kichererbsen und Kürbis in dunkler Schale, daneben ein Glaskrug mit Wasser

Damit das gelingt, braucht die Wand Fläche. Die innere Wand des Dünndarms ist laut IQWiG (2026) wie eine Ziehharmonika gefaltet, deshalb ist ihre Oberfläche sehr groß.

Wie groß ist die Schleimhautfläche des Verdauungstrakts wirklich?

Kleiner als in Lehrbüchern: Die Schleimhaut, also die innere Auskleidung des ganzen Verdauungstrakts, misst im Mittel etwa 32 Quadratmeter, davon etwa 2 im Dickdarm (Helander & Fändriks, 2014).

Die Vergrößerung geschieht in Stufen. Ringfalten, also ringförmige Falten der inneren Wand, vergrößern die Schleimhautfläche des Dünndarms etwa 1,6-fach (Helander & Fändriks, 2014). Die nächste Stufe bilden Zotten und Mikrovilli, Strukturen der Dünndarmoberfläche. Zusammen vergrößern sie die Fläche 60- bis 120-fach (Helander & Fändriks, 2014).

Der bekannte Vergleich mit dem Tennisplatz stammt aus Lehrbüchern, die für die Darmschleimhaut 260 bis 300 Quadratmeter angeben (Helander & Fändriks, 2014). Die beiden Autoren halten die Datenlage dafür für unvollständig und zum Teil widersprüchlich und haben die Fläche neu bestimmt (sinngemäß nach Helander & Fändriks, 2014). Ihr Ergebnis lautet im Mittel etwa 32 Quadratmeter für den ganzen Verdauungstrakt, eher ein halbes Badmintonfeld als ein Tennisplatz (sinngemäß nach Helander & Fändriks, 2014).

Belegte Fundstelle

„The total area of the human adult gut mucosa is not in the order of tennis lawn, rather is that of half a badminton court.“

Helander H. F., Fändriks L.
Scandinavian Journal of Gastroenterology, 2014

Wie die Wand einzelne Nährstoffe hereinholt, unterscheidet sich je nach Stoff. Die folgenden Beispiele zeigen das.

Was hat Milchzucker mit der Aufnahme im Dünndarm zu tun?

Milchzucker (Laktose) muss vor der Aufnahme gespalten werden. Laktase, ein Enzym im Darm, spaltet Milchzucker, damit er ins Blut aufgenommen werden kann (IQWiG, 2024).

An diesem Beispiel sieht man, wie eng die zweite und die dritte Station zusammenhängen. Das Spalten ist hier die Voraussetzung für das Aufnehmen.

Wie nimmt der Dünndarm Vitamin B12 auf?

In zwei Schritten an zwei Orten: Im Zwölffingerdarm wird Vitamin B12 an den Intrinsic Factor übergeben, aufgenommen wird es erst im hinteren Krummdarm (sinngemäß nach Guéant u. a., 2022).

Der Intrinsic Factor ist ein Transporteiweiß, also ein Eiweiß, an das Vitamin B12 gebunden wird. Insgesamt sind laut einer Fachübersicht von Guéant u. a. (2022) drei solcher Transporteiweiße an Aufnahme und Transport von Vitamin B12 beteiligt, jedes mit einer eigenen Andockstelle (Rezeptor).

Man kann sich das wie einen Staffellauf vorstellen. Im Zwölffingerdarm bauen Enzyme der Bauchspeicheldrüse ein anderes Transporteiweiß ab, und der Säuregrad (pH-Wert) ändert sich. Beides löst die Übergabe von Vitamin B12 an den Intrinsic Factor aus (sinngemäß nach Guéant u. a., 2022). Aufgenommen wird das Vitamin dann im hinteren Teil des Krummdarms, über eine eigene Andockstelle (sinngemäß nach Guéant u. a., 2022).

Wenn du wissen willst, welche Werte bei einem B12-Mangel etwas aussagen, findest du das in einem eigenen Artikel.

Wie gelangt Eisen aus dem Dünndarm ins Blut?

Über die Darmzellen (Enterozyten): Durch diese Zellen der Darmwand gelangt Eisen aus der Nahrung ins Blut und wird dort an Transferrin gebunden (sinngemäß nach Anderson & Frazer, 2017).

Transferrin ist ein Transporteiweiß im Blutplasma, dem flüssigen Teil des Blutes. Es verteilt das frisch aufgenommene Eisen im Körper dorthin, wo es verwendet wird (sinngemäß nach Anderson & Frazer, 2017).

Wie viel Eisen aus der Nahrung überhaupt aufgenommen wird, regelt Hepcidin, ein kleines Eiweiß (Peptid) aus der Leber. Es steuert auch, wie viel Eisen aus den Geweben ins Blut abgegeben wird (sinngemäß nach Anderson & Frazer, 2017). Die Eisenaufnahme ist also nicht beliebig, sondern geregelt.

Einen Überblick, welche Eisenwerte es gibt, findest du in einem eigenen Artikel.

Station 4: Wohin gibt der Dünndarm die Nährstoffe weiter?

Ins Blut und von dort in alle Organe des Körpers (IQWiG, 2026). Danach folgt der Dickdarm, laut IQWiG (2026) etwa 1 bis 1,5 Meter lang.

Mit der Aufnahme ist der Weg nicht zu Ende. Von der Wand des Dünndarms gelangen die Nährstoffe laut IQWiG (2026) in das Blut und von dort in die Organe. Am Beispiel Eisen lässt sich das genauer verfolgen: An Transferrin gebunden, wird es zu den Orten im Körper gebracht, die es verwenden (sinngemäß nach Anderson & Frazer, 2017). Einen besonders hohen Bedarf hat das blutbildende Knochenmark (sinngemäß nach Anderson & Frazer, 2017).

Auch Flüssigkeit holt der Dünndarm zurück. Laut IQWiG (2026) wird dort bereits ein großer Teil der Flüssigkeit wieder aufgenommen.

Nach dem Krummdarm geht es in den Dickdarm. Er ist laut IQWiG (2026) etwa 1 bis 1,5 Meter lang und damit deutlich kürzer als der Dünndarm mit 3 bis 5 Metern. Auch seine Schleimhaut ist kleiner: Von im Mittel etwa 32 Quadratmetern des ganzen Verdauungstrakts entfallen etwa 2 auf den Dickdarm (Helander & Fändriks, 2014).

Was im Dickdarm geschieht, ist ein eigenes Thema. Für den Dünndarm endet hier die Strecke.

Die vier Stationen auf einen Blick

Der Dünndarm beginnt direkt am Magenausgang und ist laut IQWiG (2026) 3 bis 5 Meter lang. Enzyme zerlegen in ihm die Nahrung, etwa Kohlenhydrate zu Zucker (IQWiG, 2026). Seine gefaltete Wand nimmt die Bausteine auf, Vitamin B12 und Eisen auf eigenen Wegen. Von dort gelangen die Nährstoffe ins Blut und in die Organe, danach folgt der Dickdarm.

Welche Aufgabe hat der Dünndarm bei welchem Nährstoff?

Die großen Nahrungsbestandteile zerlegt er, bevor er sie aufnimmt. Eisen und Vitamin B12 nehmen eigene Wege durch die Darmwand.

Die Tabelle fasst zusammen, was die zitierten Quellen je Nährstoff beschreiben. Sie ordnet die Stationen den Stoffen zu.

Nährstoffe im Dünndarm

Nährstoff Im Dünndarm Quelle, Jahr
Kohlenhydrate Enzyme zerlegen sie in Zucker. IQWiG (2026)
Eiweiße Enzyme zerlegen sie in Aminosäuren. IQWiG (2026)
Fette Enzyme zerlegen sie in Fettsäuren. IQWiG (2026)
Milchzucker Laktase, ein Enzym im Darm, spaltet ihn, damit er ins Blut aufgenommen werden kann. IQWiG (2024)
Eisen Gelangt über die Darmzellen ins Blut und wird dort an Transferrin gebunden. Hepcidin aus der Leber regelt die Menge. Anderson & Frazer (2017)
Vitamin B12 Wird im Zwölffingerdarm an den Intrinsic Factor übergeben und im hinteren Krummdarm aufgenommen. Guéant u. a. (2022)

Die oberen Zeilen gehören zur zweiten Station, dem Zerlegen. Die unteren zeigen, dass Aufnehmen mehr ist als Durchlassen: Eisen wird in der Menge geregelt, Vitamin B12 wechselt unterwegs sein Transporteiweiß.

Was passiert, wenn der Dünndarm Nährstoffe nicht richtig aufnimmt?

Dann hakt eine der Stationen. Die folgenden Beispiele zeigen, wo das passieren kann. Über dich sagen sie nichts aus.

Beim Zerlegen hakt es bei einer Laktoseintoleranz: Grund dafür ist laut IQWiG (2024) ein Mangel an Laktase im Darm, dem Enzym, das Milchzucker spaltet.

Im Dünndarm selbst setzt die Zöliakie an. Sie ist eine Erkrankung, bei der schon kleinste Mengen Gluten, ein Eiweiß aus Getreide wie Weizen, eine Entzündung im Dünndarm auslösen können (IQWiG, 2022).

Bei Vitamin B12 nennt MedlinePlus, das Gesundheitslexikon der US-amerikanischen National Library of Medicine, Operationen, bei denen Teile des Dünndarms entfernt werden, als eine Ursache einer gestörten Aufnahme (MedlinePlus, 2026). Auch die Darmerkrankung Morbus Crohn und die Zöliakie führt das Lexikon als Ursachen auf (MedlinePlus, 2026).

Diese Beispiele beschreiben, was passieren kann, nicht, was bei dir los ist. Wenn du Beschwerden hast oder ein Wert auffällig war, ist deine Ärztin oder dein Arzt die richtige Anlaufstelle. Dort wird geklärt, woran es liegt.

Geht es dir um Beschwerden direkt nach dem Essen, lies weiter, was nach dem Essen schiefgehen kann. Hier ging es um den normalen Ablauf und darum, an welcher Station er stocken kann.

Was zeigen Blutwerte über die Arbeit des Dünndarms?

Weniger, als man hoffen würde: Ein Blutwert zeigt, wie gut du gerade mit einem Nährstoff versorgt bist. Ob es an der Aufnahme im Darm oder an der Zufuhr über das Essen liegt, zeigt er nicht.

Ein naheliegender Gedanke lautet: Wenn mein Eisenwert gut ist, funktioniert auch die Aufnahme. Genauer gesagt zeigt der Wert das Ergebnis am Ende der Kette, nicht die Kette selbst. Ein Bluttest zeigt den Zustand jetzt, eine Aufnahmestörung stellt er nicht fest.

Umgekehrt gilt dasselbe. Ein niedriger Wert kann an der Aufnahme liegen oder an der Zufuhr, und der Blutwert allein trennt das nicht.

Beim Eisen kommt eine Besonderheit dazu. Transferrin, das Transporteiweiß aus der dritten Station, ist zugleich ein Blutwert, ebenso Ferritin, ein weiterer Wert des Eisenhaushalts. Ferritin allein kann bei einer Entzündung täuschen. Erst zusammen mit Eisen und Transferrin ergibt sich ein Bild.

Ein auffälliger Wert bedeutet nicht automatisch eine Erkrankung. Er bedeutet, dass sich ein zweiter Blick lohnt, am besten gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Dafür taugt eine Messung: als Vorbereitung auf dieses Gespräch, nicht als Ersatz für die ärztliche Abklärung.

Wenn du deine Versorgung mit Eisen und Vitamin B12 kennen willst, kannst du sie bei mybody®x (MYBODY Lab GmbH) mit einem Bluttest für zu Hause bestimmen lassen, ausgewertet in einem Fachlabor in Deutschland.

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Preis 169,00 € Stand 28.10.2026, Änderungen möglich
Probenart Kapillarblut per Fingerpieks, zu Hause selbst entnommen
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Laborauswertung 3–5 Werktage nach Probeneingang
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Unter den 18 Werten des VitalCheck sind diese Gruppen (Stand 28.10.2026):

  • Eisenhaushalt: Ferritin · Eisen · Transferrin
  • Vitamine: Vitamin B12 und Folsäure
  • Vitamin D: 25-OH-Vitamin-D3, der Laborwert für Vitamin D
  • Mineralstoffe: Calcium und Magnesium
  • Phosphat: ein weiterer Mineralstoff
  • Spurenelemente: Zink · Selen
  • Entzündung: CRP, ein Entzündungswert

Damit misst der Test die Versorgung mit Nährstoffen, die über den Darm aufgenommen werden, nicht den Darm selbst. Ob dein Dünndarm Eisen oder Vitamin B12 gut aufnimmt, zeigt er nicht.

Grenzen: Wie sicher ist das Wissen über den Dünndarm?

Die Grundzüge des Ablaufs beschreibt das IQWiG für Laien, die Einzelheiten stammen aus Fachliteratur mit eigenen Grenzen. Diese Punkte gehören zur ehrlichen Einordnung.

Die Flächenangaben beruhen auf Messungen an Biopsien, also Gewebeproben, von Erwachsenen, und zwischen einzelnen Menschen gibt es große Unterschiede (Helander & Fändriks, 2014). Die etwa 32 Quadratmeter sind ein Mittelwert, kein Maß für deinen eigenen Darm (Helander & Fändriks, 2014).

Für die Wege von Vitamin B12 und Eisen stützt sich dieser Artikel auf die Zusammenfassungen zweier Fachübersichten, nicht auf deren vollständigen Text (Guéant u. a., 2022; Anderson & Frazer, 2017). Anderson & Frazer halten zudem fest, dass die Aufnahme einer der Eisenformen aus der Nahrung noch schlecht verstanden ist (sinngemäß nach Anderson & Frazer, 2017).

Die Ursachen einer gestörten B12-Aufnahme stammen aus MedlinePlus (2026), einem Laienlexikon aus den USA. Es nennt mögliche Ursachen, die auf dich nicht zutreffen müssen.

Und der Test: Der VitalCheck zeigt deine Versorgung zum Zeitpunkt der Probe, als Momentaufnahme. Eine Aufnahmestörung im Dünndarm stellt er nicht fest. Er ist ein Ausgangspunkt für das Gespräch in der ärztlichen Praxis.

Was ist die wichtigste Aufgabe des Dünndarms?

Er macht aus Essen etwas, das dein Körper verwenden kann: Er zerlegt die Nahrung und nimmt ihre Bausteine über seine gefaltete Wand auf. Für Eisen und Vitamin B12 gibt es dabei eigene Wege. Ein Blutwert zeigt dir, wie gut du am Ende versorgt bist, und ist damit ein Ausgangspunkt für das Gespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Den Weg dorthin zeigt er nicht.

Häufige Fragen

Wie lang ist der Dünndarm?

Laut IQWiG (2026) ist der Dünndarm 3 bis 5 Meter lang. Die Spanne ist weit, und die Darmlänge unterscheidet sich zwischen einzelnen Menschen erheblich (sinngemäß nach Helander & Fändriks, 2014). Zum Vergleich: Der Dickdarm, der auf den Dünndarm folgt, misst laut IQWiG (2026) etwa 1 bis 1,5 Meter. Der Dünndarm ist damit der deutlich längere der beiden.

Was ist der Unterschied zwischen Dünndarm und Dickdarm?

Der Dünndarm schließt direkt an den Magenausgang an, und in ihm wird die Nahrung zerlegt und aufgenommen (IQWiG, 2026). Der Dickdarm folgt danach und ist laut IQWiG (2026) mit etwa 1 bis 1,5 Metern deutlich kürzer als der Dünndarm mit 3 bis 5 Metern. Auch in der Fläche liegen beide weit auseinander: Von im Mittel etwa 32 Quadratmetern Schleimhaut im Verdauungstrakt entfallen etwa 2 auf den Dickdarm (Helander & Fändriks, 2014).

Warum ist die Oberfläche des Dünndarms so groß?

Weil seine innere Wand gefaltet ist: Laut IQWiG (2026) ist sie wie eine Ziehharmonika gefaltet, daher ist ihre Oberfläche sehr groß. Ringfalten vergrößern die Fläche des Dünndarms etwa 1,6-fach (Helander & Fändriks, 2014). Zotten und Mikrovilli, Strukturen der Dünndarmoberfläche, vergrößern sie zusammen 60- bis 120-fach (Helander & Fändriks, 2014). Über diese Wand nimmt der Dünndarm die Nährstoffe auf (IQWiG, 2026).

Was ist der Intrinsic Factor im Dünndarm?

Der Intrinsic Factor ist ein Transporteiweiß, an das Vitamin B12 im Zwölffingerdarm übergeben wird. Aufgenommen wird das Vitamin danach im hinteren Krummdarm (sinngemäß nach Guéant u. a., 2022). Er ist eines von drei Transporteiweißen, die laut Guéant u. a. (2022) an Aufnahme und Transport von Vitamin B12 beteiligt sind. Ausgelöst wird die Übergabe, wenn Enzyme der Bauchspeicheldrüse ein anderes Transporteiweiß abbauen und sich der Säuregrad ändert (sinngemäß nach Guéant u. a., 2022).

Kann eine Laktoseintoleranz am Dünndarm liegen?

Sie hängt mit dem Zerlegen zusammen, einer Aufgabe, die laut IQWiG (2026) im Dünndarm stattfindet. Grund einer Laktoseintoleranz ist laut IQWiG (2024) ein Mangel an Laktase im Darm, dem Enzym, das Milchzucker spaltet, damit er ins Blut aufgenommen werden kann. Ob das bei dir zutrifft, klärt die ärztliche Praxis.

Nächster Schritt

Deine Nährstoffversorgung messen

Der VitalCheck zeigt deine Versorgung mit Eisen und Vitamin B12 als Momentaufnahme. Das Ergebnis ist eine Grundlage für das Gespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

VitalCheck ansehen Welche Verdauungsenzyme was zerlegen Die Enzyme der zweiten Station im Überblick

Weiterlesen

Quellen

  1. IQWiG, gesundheitsinformation.de: Wie funktioniert der Darm? (Stand 2026) – gesundheitsinformation.de
  2. Helander H. F., Fändriks L.: Surface area of the digestive tract – revisited, Scandinavian Journal of Gastroenterology (Stand 2014) – europepmc.org
  3. Guéant J. L. u. a.: Vitamin B12 absorption and malabsorption, Vitamins and Hormones (Stand 2022) – europepmc.org
  4. Anderson G. J., Frazer D. M.: Current understanding of iron homeostasis, American Journal of Clinical Nutrition (Stand 2017) – europepmc.org

Aufbau und Länge von Dünndarm und Dickdarm sowie das Zerlegen der Nahrung stützen sich auf [1]. Die Flächenangaben stammen aus [2]. Der Weg von Vitamin B12 folgt [3], der Weg von Eisen [4]. Die Sätze zu Laktase (IQWiG, 2024) und Zöliakie (IQWiG, 2022) stammen aus weiteren Seiten von gesundheitsinformation.de, die Ursachen einer gestörten B12-Aufnahme aus MedlinePlus (2026). Die Quellen [1] bis [4] wurden am 28.10.2026 abgerufen. Preis und Angaben zum VitalCheck haben den Stand 28.10.2026.

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mybody®x Redaktions- & Fachteam

Verdauung Nährstoffversorgung

Dieser Artikel stammt vom mybody®x Redaktions- & Fachteam und stützt sich auf die oben genannten Quellen. Wer hinter dem Team steht, liest du auf der Autorenseite.

Veröffentlicht am 28.10.2026 · Zuletzt aktualisiert am 28.10.2026

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