Ausgewogenes Frühstück: die Bausteine nach DGE und vier Rezepte
26. September 2026ca. 15 Minutenvon mybody®x Redaktions- & Fachteam
Das Wichtigste in Kürze
Ein ausgewogenes Frühstück baut auf Vollkorn auf, also auf Getreide aus dem ganzen Korn, und bringt Obst oder Gemüse mit. Ein Milchprodukt oder Ei ergänzt Eiweiß. Dazu passen Nüsse oder Samen und ein Glas Wasser. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt keine eigene Frühstücksregel; ihre Empfehlungen gelten für den ganzen Tag.
Die DGE-Empfehlungen (2024) gelten für gesunde Erwachsene von 18 bis 65 Jahren mit Mischkost, also mit pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln.
Die vier Rezepte unten liefern je Portion gerundet 6 bis 8 g Ballaststoffe und 12 bis 24 g Eiweiß, gerechnet nach dem Bundeslebensmittelschlüssel (BLS 4.0, 2025) und der US-Datenbank FoodData Central (USDA, 2019).
Für Ballaststoffe, die unverdaulichen Bestandteile pflanzlicher Lebensmittel, nennt die DGE (2021) einen Richtwert von mindestens 30 g am Tag.
In diesem Artikel
Hier geht es um ein ausgewogenes Frühstück ohne Gewichtsziel, für dich und die Familie. Es geht darum, was morgens auf den Tisch kommt, damit der Tag gut versorgt beginnt. Wer abnehmen will, findet Kriterien und eigene Rezepte im Artikel Frühstück zum Abnehmen; die vier Rezepte hier sind andere.
Was heißt ausgewogenes Frühstück eigentlich?
Ausgewogen heißt: Das Frühstück verbindet Lebensmittel aus verschiedenen Gruppen, statt nur aus einer zu bestehen. Den Maßstab liefern die Empfehlungen der DGE, und die gelten für den ganzen Tag.
Der erste Einwand liegt nahe: Ausgewogen ist ein Werbewort. Es steht auf Müslipackungen und Kantinentafeln, ohne dass dabeisteht, was genau gemeint ist. Das stimmt. Deshalb arbeitet dieser Artikel mit einem Maßstab, den du nachprüfen kannst: den DGE-Empfehlungen „Gut essen und trinken“ aus dem Jahr 2024. Die DGE ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft; ihre Empfehlungen beschreiben, wie sich Erwachsene über den Tag gut versorgen.
Für wen diese Empfehlungen gedacht sind, schreibt die DGE selbst: „Die Ernährungsempfehlungen der DGE gelten für gesunde Erwachsene in Deutschland im Alter von 18 – 65 Jahren, die sowohl pflanzliche als auch tierische Lebensmittel essen (Mischkost).“ Für Kinder gelten sie demnach nicht. Wer schwanger ist oder mit einer Vorerkrankung lebt, bespricht die Ernährung zuerst in der Hausarztpraxis.
Für alles Weitere zählt ein Punkt: Die DGE nennt in diesen Empfehlungen kein Frühstück. Sie empfiehlt allgemein, was über den Tag zusammenkommen soll. Fürs Frühstück heißt das: Es übernimmt einen Teil davon, und welcher Teil das ist, legst du selbst fest.
Der zweite Einwand lautet: Morgens fehlt die Zeit. Drei der vier Rezepte weiter unten sind in fünf Minuten fertig, das Müsli lässt sich schon am Vorabend ansetzen. Ausgewogen heißt also nicht aufwendig.
Belegte Fundstelle
„Obst und Gemüse liefern reichlich Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Sie sind gut für die Gesundheit und tragen zur Sättigung bei.“
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)
„Gut essen und trinken – die DGE-Empfehlungen“, 2024
Ein Begriff aus diesem Satz braucht eine Erklärung: Sekundäre Pflanzenstoffe sind Stoffe, die Pflanzen zusätzlich zu den Nährstoffen bilden. Für den Frühstückstisch heißt der Satz vor allem, dass Obst und Gemüse zu den Bausteinen gehören, die du morgens schon abdecken kannst.
Welche Bausteine gehören in ein ausgewogenes Frühstück?
Sechs Bausteine lassen sich aus den DGE-Empfehlungen aufs Frühstück übertragen. Jeder steht unten mit dem passenden Satz der DGE und dem, was er für deinen Morgen heißt.

Kein Frühstück muss alle sechs enthalten. Die Liste ist ein Baukasten: Du nimmst, was zu deinem Morgen passt, und ergänzt den Rest über den Tag.
Vollkorn: Welches Getreide passt ins ausgewogene Frühstück?
Vollkorn ist die Grundlage, als Brot oder als Flocken. Vollkorn bedeutet, dass das ganze Getreidekorn verarbeitet wird, samt Randschichten und Keim; Haferflocken werden aus dem ganzen Korn gewalzt und gelten deshalb als Vollkornprodukt.
Die DGE schreibt allgemein: „Bei Getreideprodukten […] ist die Vollkornvariante die beste Wahl für die Gesundheit. Lebensmittel aus Vollkorn sättigen länger und enthalten mehr Vitamine und Mineralstoffe als Weißmehlprodukte.“ Fürs Frühstück heißt das: Vollkornbrot oder Haferflocken statt Weißbrötchen.
Wie sich Kohlenhydrate aus Vollkorn und aus Weißmehl unterscheiden, ordnet der Beitrag Kohlenhydrate: gut oder schlecht? ein. Welche Brote und Getreidesorten bei den Ballaststoffen vorn liegen, vergleicht der Artikel Brot und Getreide beim Abnehmen; die Vergleichswerte dort taugen auch ohne Abnehmziel.
Obst und Gemüse: Wie viel davon passt zum Frühstück?
Obst oder Gemüse am Morgen deckt einen Teil der Tagesmenge, die die DGE so beschreibt: „Genießen Sie mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag, am besten in ihrer jeweiligen Erntesaison.“ (DGE, 2024)
Die Zahl gilt für den ganzen Tag, nicht für eine Mahlzeit. Fürs Frühstück heißt das: Obst ins Müsli oder Gemüse aufs Brot, je nach Geschmack. Eine mittelgroße Banane (118 g) bringt gerechnet nach USDA-Daten rund 3,1 g Ballaststoffe.
Milch und Milchprodukte: Was bringen sie ins Frühstück?
Milchprodukte bringen Eiweiß ins Frühstück. Die DGE fasst allgemein zusammen: „Milch und Milchprodukte liefern insbesondere Eiweiß, Calcium, Jod, Vitamin B2 und Vitamin B12 […].“
Fürs Frühstück heißt das: fettarme Milch im Müsli oder ein Milchprodukt wie Naturjoghurt als Grundlage einer Schale. Magerquark enthält nach dem Bundeslebensmittelschlüssel (BLS 4.0), der deutschen Nährstoffdatenbank des Max Rubner-Instituts, 11,85 g Eiweiß je 100 g. Fettarmer Naturjoghurt kommt nach der US-Datenbank FoodData Central (USDA) auf 5,25 g.
Nüsse und Samen: Gehören sie schon ins Frühstück?
Das Frühstück ist ein naheliegender Ort für die kleine Handvoll Nüsse, die die DGE für jeden Tag nennt: „Verzehren Sie mindestens einmal in der Woche Hülsenfrüchte und täglich eine kleine Handvoll Nüsse.“ Zur Begründung schreibt sie: „Nüsse liefern zusätzlich lebensnotwendige Fettsäuren […].“
Samen nennt die DGE-Seite nicht. Leinsamen stehen hier als Ergänzung, weil sie in der Tabelle unten mit 27,3 g Ballaststoffen je 100 g den höchsten Wert haben (USDA). Ein Esslöffel ganze Leinsamen (10,3 g) bringt gerechnet rund 2,8 g. Fürs Frühstück heißt das: gehackte Walnüsse ins Müsli oder geschrotete Leinsamen über den Joghurt.
Eiweiß: Wie viel brauchst du am Tag?
Die DGE (Referenzwerte Protein, 2017) nennt für Erwachsene von 19 bis unter 65 Jahren einen Referenzwert von 0,8 g Eiweiß je Kilogramm Körpergewicht am Tag, ab 65 Jahren einen Schätzwert von 1,0 g. Ein Referenzwert ist eine Zufuhrmenge für gesunde Menschen, keine Diät- oder Therapievorgabe.
Bei 70 kg Körpergewicht sind das gerechnet 56 g am Tag. Der Wert ist eine Tagesmenge und keine Vorgabe fürs Frühstück. Fürs Frühstück heißt das: Ein Milchprodukt oder ein Ei trägt Eiweiß bei. Ein großes Ei (50 g) liefert gerechnet nach USDA-Daten rund 6,3 g.
Getränk: Wie viel solltest du am Tag trinken?
Rund 1,5 Liter am Tag, so die DGE (2024): „Trinken Sie rund 1,5 Liter jeden Tag, am besten Wasser oder andere kalorienfreie Getränke wie ungesüßten Tee.“ Fürs Frühstück heißt das: Ein Glas Wasser oder eine Tasse ungesüßter Tee steht mit auf dem Tisch, und der Tag beginnt mit einem Teil dieser Menge.
Was liefern die Bausteine eines ausgewogenen Frühstücks?
Je 100 g liegen nach USDA-Daten (2019) Leinsamen mit 27,3 g und Haferflocken mit 10,1 g bei den Ballaststoffen vorn; beim Eiweiß führen Leinsamen mit 18,29 g und Walnüsse mit 15,23 g. Die Tabelle zeigt zwölf Lebensmittel aus den Bausteinen und Rezepten dieses Artikels.
Die Werte gelten je 100 g essbaren Anteil und sagen noch nichts über eine Portion. Walnüsse haben mit 654 kcal je 100 g den höchsten Energiewert der Tabelle, landen aber in kleinen Mengen im Müsli: 15 g sind gerechnet rund 98 kcal. Was auf dem Teller ankommt, zeigen die Rezepte mit Mengen.
Nährwerte je 100 g
| Lebensmittel | Energie (kcal) | Eiweiß · Ballaststoffe (g) |
|---|---|---|
| Haferflocken | 379 | 13,2 · 10,1 |
| Vollkornbrot (Weizen, US) | 252 | 12,4 · 6,0 |
| Roggenbrot (US) | 259 | 8,5 · 5,8 |
| Apfel mit Schale | 52 | 0,26 · 2,4 |
| Banane | 89 | 1,09 · 2,6 |
| Heidelbeeren | 57 | 0,74 · 2,4 |
| Naturjoghurt, fettarm | 63 | 5,25 · 0 |
| Fettarme Milch 1,5 % (BLS) | 44 | 3,49 · 0 |
| Magerquark (BLS) | 66 | 11,85 · 0 |
| Ei | 143 | 12,6 · 0 |
| Walnüsse | 654 | 15,23 · 6,7 |
| Leinsamen | 534 | 18,29 · 27,3 |
Werte nach USDA FoodData Central (SR Legacy) und Bundeslebensmittelschlüssel (BLS 4.0), je 100 g
Milch und Magerquark stammen aus dem BLS, alle anderen Werte aus der US-Datenbank. Die beiden Brote sind US-Brote und kein deutsches Roggenvollkornbrot; ihre Werte sind deshalb eine Annäherung. Milchprodukte und Ei liefern laut Tabelle keine Ballaststoffe, die kommen aus den pflanzlichen Bausteinen.
Woran du ein ausgewogenes Frühstück erkennst
Auf dem Teller liegt Vollkorn, dazu Obst oder Gemüse. Ein Milchprodukt oder Ei bringt Eiweiß, eine kleine Menge Nüsse oder Samen ergänzt. Im Glas ist Wasser oder ungesüßter Tee. Nicht jeder Baustein muss jeden Morgen dabei sein, weil die DGE-Empfehlungen für den ganzen Tag gelten.
Ausgewogenes Frühstück: vier Rezepte mit Mengen
Alle vier Rezepte sind für zwei Portionen gerechnet und in fünf bis fünfzehn Minuten fertig. Fleisch brauchst du für keines davon.
Jedes Rezept nennt seine Bausteine aus dem Kapitel oben. Die Nährwerte stehen als Information da, nicht als Ziel.
Hafermüsli mit Apfel, Walnüssen und Milch
2 Portionen · 5 Minuten
- 100 g Haferflocken
- 150 g Apfel mit Schale
- 30 g Walnüsse
- 400 g fettarme Milch (1,5 % Fett, frisch)
- 1 Prise Zimt
- Den Apfel waschen und mit Schale grob raspeln, das Kerngehäuse bleibt übrig.
- Die Walnüsse grob hacken.
- Haferflocken und Apfelraspel auf zwei Schalen verteilen, mit Zimt bestäuben.
- Die Milch darübergießen und das Müsli kurz quellen lassen.
- Zum Schluss die Walnüsse daraufstreuen.
Je Portion gerundet: 410 kcal mit 16 g Eiweiß und 8 g Ballaststoffen
Bausteine: Vollkorn und Obst. Dazu kommen Milch und Nüsse.
Für eilige Morgen: Die Mischung ohne Nüsse am Vorabend ansetzen und abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Nährwerte gerechnet nach dem Bundeslebensmittelschlüssel (BLS 4.0) und der US-Datenbank FoodData Central (USDA), je Portion gerundet.
Vollkornbrot mit Ei, Tomate und Gurke
2 Portionen · 15 Minuten
- 160 g Vollkornbrot
- 4 Eier (zusammen 200 g)
- 200 g Tomaten
- 160 g Gurke
- Salz, Pfeffer, Schnittlauch
- Die Eier in kochendes Wasser legen und neun Minuten kochen.
- Danach kalt abschrecken und schälen.
- Tomaten und Gurke in Scheiben schneiden, die Eier ebenso.
- Das Brot zuerst mit Gurke und Tomate belegen, die Eischeiben obenauf.
- Mit Salz und Pfeffer würzen, Schnittlauch darüberschneiden.
Je Portion gerundet: 370 kcal mit 24 g Eiweiß und 6 g Ballaststoffen
Bausteine: Vollkorn und Gemüse. Dazu kommt Eiweiß aus Ei.
Das Vollkornbrot ist als US-Weizenvollkornbrot gerechnet (USDA).
Naturjoghurt mit Banane und Leinsamen-Hafer-Mischung
2 Portionen · 5 Minuten
- 300 g Naturjoghurt, fettarm
- 1 mittelgroße Banane (118 g)
- 20 g Leinsamen, geschrotet
- 40 g Haferflocken
- Den Joghurt auf zwei Schalen verteilen.
- Die Banane schälen und in Scheiben auf den Joghurt legen.
- Leinsamen und Haferflocken mischen und darüberstreuen.
Je Portion gerundet: 280 kcal mit 13 g Eiweiß und 6 g Ballaststoffen
Bausteine: Vollkorn und Obst. Dazu kommen ein Milchprodukt und Samen.
Roggenbrot mit Ricotta und Heidelbeeren
2 Portionen · 5 Minuten
- 128 g Roggenbrot
- 100 g Ricotta aus teilentrahmter Milch
- 150 g Heidelbeeren
- etwas abgeriebene Zitronenschale, nach Wunsch
- Die Heidelbeeren waschen und gut abtropfen lassen.
- Das Brot nach Wunsch kurz toasten.
- Den Ricotta auf die Scheiben streichen.
- Die Beeren darauf verteilen und leicht andrücken, wer mag, reibt etwas Zitronenschale darüber.
Je Portion gerundet: 280 kcal mit 12 g Eiweiß und 6 g Ballaststoffen
Bausteine: Getreide und Obst. Dazu kommt ein Milchprodukt; als Vollkorn zählt das Brot, wenn du Roggenvollkornbrot nimmst.
Das Roggenbrot ist als US-Roggenbrot gerechnet (USDA), nicht als deutsches Roggenvollkornbrot.
Die Rezepte decken unterschiedliche Bausteine ab. Müsli und Joghurtschale bringen Nüsse oder Samen mit, das Eierbrot hat mit 24 g das höchste Eiweiß je Portion. Wer abwechselt, kommt über die Woche an fünf der sechs Bausteine vorbei; das Getränk stellst du selbst dazu.
Ist mein Frühstück ausgewogen? Der Selbstcheck
Sechs Fragen, eine je Baustein, zeigen dir, wo dein Frühstück heute steht. Ein Nein ist kein Fehler, sondern ein Hinweis darauf, was mittags oder abends dazukommen kann.
Sechs Prüffragen für deinen Morgen
Ist Vollkorn dabei? Brot oder Flocken aus dem ganzen Korn, erkennbar an der Bezeichnung „Vollkorn“.
Liegt Obst oder Gemüse auf dem Teller? Ein Stück Obst oder etwas Gemüse zählt schon zur Tagesmenge.
Bringt ein Milchprodukt oder Ei Eiweiß mit? In den Rezepten oben liefern sie den größten Teil des Eiweißes.
Sind Nüsse oder Samen dabei? Die DGE nennt eine kleine Handvoll Nüsse am Tag; das Frühstück ist eine Gelegenheit dafür.
Steht ein ungesüßtes Getränk daneben? Wasser oder ungesüßter Tee zählen zu den rund 1,5 Litern am Tag nach DGE (2024).
Passt das Frühstück zum Rest deines Tages? Was morgens fehlt, kann mittags oder abends kommen.
Ein Beispiel: Ein Weißbrötchen mit Marmelade und ein Glas Wasser beantworten nur die Frage nach dem Getränk sicher mit Ja. Tauschst du das Brötchen gegen Vollkornbrot und legst Quark und Beeren darauf, kommen drei Ja dazu. Der Aufwand dafür liegt bei einer Minute Einkaufsliste.
Wer vegetarisch isst, kann die Fragen genauso verwenden. Eine ganze vegetarische Woche mit Vorratsliste steht im vegetarischen Wochenplan.
Was heißt ausgewogenes Frühstück für deinen Morgen?
Es heißt vor allem: Das Frühstück ist ein Teil des Tages. Wie Mittag- und Abendessen die Bausteine ergänzen, zeigt der Wochenplan für gesunde Ernährung.
Die DGE-Empfehlungen (2024) gelten gleich für alle gesunden Erwachsenen von 18 bis 65 Jahren mit Mischkost. Wer darüber hinaus wissen möchte, welche genetischen Veranlagungen die eigene Ernährung betreffen können, stößt auf DNA-Tests. Hier ist Zurückhaltung angebracht: Ein Positionspapier der DGE hielt 2022 fest, dass Belege für den Erfolg genbasierter Ernährungsempfehlungen noch weitgehend fehlen (sinngemäß nach Holzapfel u. a., 2022).
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Ein Kapitel des Berichts behandelt Vitamine und Mineralstoffe. Es beschreibt genetische Veranlagungen, etwa zu Vitamin B12 (Gen FUT2) und zu Eisen (Gene TMPRSS6 und HFE). Das ist eine Anlage, kein Versorgungsstand: Ob dir gerade ein Nährstoff fehlt, zeigt eine Speichelprobe nicht, das klärt die Hausarztpraxis. Einen Bericht zu Eiweiß enthält der Test nicht. Die Anlage ist keine Festlegung.
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Für wen gelten die Regeln fürs ausgewogene Frühstück nicht?
Die DGE-Empfehlungen (2024) gelten für gesunde Erwachsene von 18 bis 65 Jahren mit Mischkost. Kinder und Menschen über 65 fallen nicht darunter. Bist du schwanger oder nimmst Medikamente, klär deine Ernährung zuerst in der Hausarztpraxis.
Eine zweite Grenze liegt in der Übertragung. Die DGE nennt kein Frühstück. Jede Aussage in diesem Artikel darüber, was morgens auf den Tisch kommt, überträgt die Tagesempfehlungen und ist keine DGE-Frühstücksempfehlung.
Auch die Nährwerte haben Grenzen. Alle Rezeptzutaten außer der Milch sind nach der US-Datenbank FoodData Central gerechnet, die keine deutschen Handelsprodukte enthält. Der BLS nennt Durchschnittswerte, keine Werte einzelner Handelsmarken. Die Werte je Portion sind gerundet und als Information gedacht.
Und der Test? Er beschreibt Veranlagungen und bewertet Lebensmittel. Über deinen aktuellen Versorgungsstand sagt er nichts.
Wie fängt ein ausgewogenes Frühstück morgen an?
Mit einem Baustein, der dir bisher fehlt. Wer morgens Weißbrot isst, tauscht es gegen Vollkornbrot; wer schon Vollkorn isst, legt Obst oder Gemüse dazu.
Neu ist dabei vor allem der Blick: Die DGE denkt in Tagen, nicht in Mahlzeiten. Ein Frühstück muss deshalb nicht alles leisten, es muss zum Rest des Tages passen.
Ausgewogen ist dann kein Werbewort mehr, sondern eine Liste mit sechs Fragen, die du morgen früh abhaken kannst.
Häufige Fragen
Ist ein Frühstück ohne Brot ausgewogen?
Ja. Brot ist nur eine Form von Vollkorn, Haferflocken erfüllen denselben Baustein. Die Joghurtschale aus Rezept 3 kommt ohne Brot aus und liefert je Portion gerundet 6 g Ballaststoffe und 13 g Eiweiß. Auch das Hafermüsli aus Rezept 1 braucht kein Brot. Entscheidend ist, dass Getreide aus dem ganzen Korn dabei ist und Obst oder Gemüse dazukommt.
Ist Müsli aus dem Supermarkt ausgewogen?
Das hängt von der Zutatenliste ab, nicht vom Wort auf der Packung. Zwei Dinge lohnen den Blick: ob die Flocken aus Vollkorn sind und ob Zucker zugesetzt ist. Für Getreideprodukte nennt die DGE „die Vollkornvariante die beste Wahl für die Gesundheit“. Wer sichergehen will, mischt selbst: Das Hafermüsli aus Rezept 1 enthält keinen zugesetzten Zucker und liefert je Portion gerundet 8 g Ballaststoffe.
Was trinke ich am besten zum Frühstück?
Am besten Wasser oder ungesüßten Tee. Die DGE (2024) empfiehlt allgemein rund 1,5 Liter am Tag, „am besten Wasser oder andere kalorienfreie Getränke wie ungesüßten Tee“. Zu gesüßten Getränken ist sie deutlich: „Zuckergesüßte und alkoholische Getränke sind nicht empfehlenswert.“ Fürs Frühstück heißt das: ein Glas Wasser oder eine Kanne Tee auf den Tisch. Milch im Müsli oder im Glas zählt zum Baustein Milchprodukte.
Geht ein ausgewogenes Frühstück vegetarisch?
Ja, alle vier Rezepte in diesem Artikel sind vegetarisch. Die DGE-Empfehlungen selbst sind für Mischkost geschrieben. Zu Eiweiß aus Pflanzen schreibt die DGE: „Proteine pflanzlicher und tierischer Herkunft unterscheiden sich in der Zusammensetzung und Bioverfügbarkeit der Aminosäuren. Durch die gezielte Kombination unterschiedlicher Lebensmittel wie z. B. Getreide mit Hülsenfrüchten kann dies jedoch ausgeglichen werden.“ Aminosäuren sind die Bausteine von Eiweiß, Bioverfügbarkeit beschreibt, wie gut der Körper sie aufnehmen kann. Eine ganze Woche steht im vegetarischen Wochenplan.
Wie viel Ballaststoffe sollte ich am Tag essen?
Mindestens 30 g am Tag, so der Richtwert der DGE (2021) für Erwachsene; er gilt laut DGE „für Frauen und Männer gleichermaßen“. Bezogen auf die Energie sind es mindestens 14,6 g je 1.000 kcal. Zur Einordnung: Eine mittelgroße Banane bringt gerechnet nach USDA-Daten (Stand 2019) rund 3,1 g, also rund 10 % des DGE-Richtwerts. Eine Portion Hafermüsli aus Rezept 1 kommt auf gerundet 8 g, gut ein Viertel. Unter den Einflüssen der Ballaststoffe nennt die DGE auch die Sättigungswirkung.
Nächster Schritt
Die eigenen Anlagen kennenlernen
Der INFINITY DNA-Test beschreibt genetische Veranlagungen und bewertet über 1.000 Lebensmittel. Der 28-Tage-Plan liefert eine Struktur für den Einstieg.
Zum INFINITY DNA-Test Vom Frühstück zum ganzen Tag Der Wochenplan für gesunde ErnährungWeiterlesen
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE): Gut essen und trinken – die DGE-Empfehlungen (Stand 2024) – dge.de
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Ballaststoffe (Stand 2021) – dge.de
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Protein (Stand 2017) – dge.de
- U.S. Department of Agriculture: FoodData Central, SR Legacy (Stand 2019), und Max Rubner-Institut: Bundeslebensmittelschlüssel 4.0 (Stand 2025) – fdc.nal.usda.gov · blsdb.de
Die Bausteine, die Portionszahl für Obst und Gemüse, die Trinkmenge und die Geltung für Erwachsene von 18 bis 65 Jahren stützen sich auf [1]. Der Richtwert für Ballaststoffe stammt aus [2], der Referenzwert für Eiweiß aus [3]. Die Nährwerte je 100 g und je Portion sind eigene Rechnungen aus [4]; die deutschen Werte für Milch und Magerquark stammen aus dem Bundeslebensmittelschlüssel 4.0, herausgegeben vom Max Rubner-Institut. Das DGE-Positionspapier ist sinngemäß nach Holzapfel u. a. (2022) wiedergegeben. Die Angaben zum INFINITY DNA-Test stammen von mybody®x, Stand 26.09.2026. Alle Quellen geprüft am 26.09.2026.
mybody®x Redaktions- & Fachteam
Ernährung Frühstück
Diesen Artikel hat das mybody®x Redaktions- & Fachteam auf Grundlage der DGE-Empfehlungen und zweier Nährstoffdatenbanken geschrieben und geprüft. Mehr über das Team steht auf der Autorenseite.
Veröffentlicht am 26.09.2026 · Zuletzt aktualisiert am 26.09.2026
Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Unsere Produkte sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder zu verhindern.
Die DNA-Analyse dient der Ernährungs- und Lebensstilberatung. Sie ist kein diagnostisches Verfahren, stellt keine Krankheitsvorhersage dar und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Beratung. Genetische Varianten beschreiben Wahrscheinlichkeiten in Bevölkerungsgruppen, keine Festlegung für einzelne Personen.
Die Bilder in diesem Artikel sind mit KI erstellt, die abgebildeten Personen sind nicht real.






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