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Vitamin-D-Präparate: Tropfen, Kapseln oder Tabletten, D2 oder D3

Das Wichtigste in Kürze

Vitamin-D-Präparate unterscheiden sich in zwei Punkten, die du am Regal erkennen kannst: in der Darreichungsform und in der Vitaminform. Tropfen, Kapseln und Tabletten sind eine Frage der Handhabung. D3 (Cholecalciferol, die Form, die in der Haut entsteht und in tierischen Lebensmitteln vorkommt) und D2 (Ergocalciferol, die Form aus Pilzen und Hefen) unterscheiden sich in der Herkunft.

Dieser Text ordnet ein, was auf der Packung steht, und er hört dort auf, wo die Dosierung anfängt. Wie viel jemand nehmen sollte, ist keine Frage der Verpackung, sondern eine Frage für die ärztliche Praxis und für zwei eigene Texte.

Kapitel 2 klärt D2 gegen D3, Kapitel 4 stellt die Darreichungsformen nebeneinander, Kapitel 5 nimmt sich das Wort „hochdosiert“ vor, Kapitel 7 zeigt, was auf einem Etikett wirklich zählt.

Das erwartet dich in diesem Artikel

1. Warum überhaupt ein Präparat?
2. D2 oder D3: woher die beiden Formen kommen
3. Fettlöslich: warum die Form eine Rolle spielt
4. Tropfen, Kapseln, Tabletten im Überblick
5. Was „hochdosiert“ auf einer Packung meint
6. Mit oder ohne K2
7. Das Etikett lesen
8. Für wen ein Präparat passt
9. Was für den Vitamin D3 K2 Komplex Shield gilt
10. Messen statt raten
11. Was du jetzt tun kannst
Häufige Fragen
Quellen

Warum überhaupt ein Präparat?

Vitamin D ist der Sonderfall unter den Vitaminen: Der größte Teil davon kommt nicht vom Teller, sondern aus der eigenen Haut. Das Robert Koch-Institut beziffert den Anteil der körpereigenen Bildung an der Versorgung in seiner Auswertung von 2016 mit einem geschätzten Anteil von 80 % bis 90 %. Im selben Bericht liegen 30,2 % der Erwachsenen unter 30 nmol/l im Blut (Nanomol je Liter, die Maßeinheit für den Vitamin-D-Wert), erhoben an 6.995 Teilnehmenden zwischen 18 und 79 Jahren.

Daraus folgt nicht, dass jeder ein Präparat braucht. Es erklärt aber, warum das Regal so voll ist: Ein Nährstoff, dessen Nachschub von Jahreszeit, Aufenthaltsort und Hauttyp abhängt, lässt sich schwer über das Essen steuern. Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt in seinem FAQ von 2025 nur wenige Lebensmittel mit nennenswerten Mengen, vor allem fettreiche Fische, in geringerem Maße Eier, Champignons, Rinderleber und Milchprodukte.

80–90 %

der Versorgung stammen geschätzt aus der körpereigenen Bildung in der Haut (Robert Koch-Institut, 2016)

30,2 %

der Erwachsenen lagen unter 30 nmol/l (Robert Koch-Institut, 2016)

100 µg

je Tag aus allen Quellen zusammen nennt die EFSA als tolerierbaren Höchstwert für Erwachsene (EFSA, 2023)

20 µg

je Tag hält das Bundesinstitut für Risikobewertung in Präparaten für vertretbar (BfR, 2025)

Zwei Begriffe begleiten dich durch den ganzen Text. Der eine ist die Internationale Einheit, abgekürzt I.E.: eine ältere Mengenangabe, die auf vielen Packungen neben den Mikrogramm steht. Der andere ist der tolerierbare Höchstwert, in der Fachsprache UL für „tolerable upper intake level“ – die Menge je Tag, die bei dauerhafter Zufuhr aus allen Quellen als unbedenklich gilt. Ein Höchstwert ist eine Obergrenze, kein Ziel.

Ein Weg fällt dabei ausdrücklich aus: das Solarium. Das Bundesamt für Strahlenschutz schreibt in seiner konsentierten Empfehlung, Stand 2026: „Von starken, nicht ärztlich kontrollierten UV-Bestrahlungen (Sonne oder Solarium) zum Zweck der Vitamin-D-Bildung, der Selbsttherapie eines Vitamin-D-Mangels oder der Bräunung wird dringend abgeraten.“

D2 oder D3: woher die beiden Formen kommen

Auf Packungen steht D3 oder D2. Der Unterschied ist zuerst einer der Herkunft. Das Bundesinstitut für Risikobewertung beschreibt in seinem FAQ von 2025, dass in Pilzen und Hefen durch UV-Bestrahlung der Gehalt an Ergocalciferol steigt, während in Milch auf demselben Weg der Gehalt an Cholecalciferol angehoben wird. Ergocalciferol ist D2, Cholecalciferol ist D3.

Für Präparate heißt das: D2 stammt aus pilzlicher oder hefebasierter Herstellung, D3 klassisch aus tierischen Ausgangsstoffen. Daneben wird D3 aus Flechten als vegane Variante angeboten. Diese Zuordnung ist eine Angabe der Hersteller, keine Aussage einer Behörde – wer sich darauf verlässt, verlässt sich auf das Etikett. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung führt Vitamin D in ihrem Positionspapier zur veganen Ernährung von 2024 als kritischen Nährstoff. Mehr dazu steht im Text zu veganem Vitamin D3.

Was die EFSA zu beiden Formen sagt

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit fasst in ihrer Bewertung von 2023 beide Formen unter dem Begriff Vitamin D zusammen und behandelt sie beim Höchstwert gleich: 100 µg Vitamin-D-Äquivalente je Tag für Erwachsene und für Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren, 50 µg für Kinder von 1 bis 10 Jahren. Für die Kennzeichnung von Calcidiol-Monohydrat, einer Vorstufe des wirksamen Vitamin D, nennt die Behörde einen Umrechnungsfaktor von 2,5.

Ein Vorteil von D3 gegenüber D2 wird in der Fachliteratur beschrieben. Eine Institution, auf die sich eine Kaufempfehlung stützen ließe, gibt das nicht her, und deshalb steht hier keine. Was du mitnehmen kannst: Steht D2 auf der Packung, ist das kein anderer Nährstoff, sondern eine andere Herkunft.

Fettlöslich: warum die Form eine Rolle spielt

Vitamin D gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Das ist der Grund, warum Tropfen in einem Öl angeboten werden und Kapseln als gefüllte Weichkapseln.

Belegte Fundstelle

„Da Vitamin D fettlöslich ist, kann es sehr gut im Körper gespeichert werden. Hauptspeicherorte für Vitamin D sind das Fett- und Muskelgewebe des menschlichen Körpers; geringere Mengen finden sich auch in der Leber.“

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
FAQ „Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin D“, 2025

Speicherbarkeit ist der wichtigere Teil dieses Satzes. Das BfR beschreibt 2025, dass Vitamin D sehr gut im Körper gespeichert werden kann. Genau deshalb gibt es für Vitamin D einen Höchstwert, und genau deshalb ist die Menge auf dem Etikett die Angabe, auf die es ankommt.

Was daraus ausdrücklich nicht folgt: dass eine Darreichungsform der anderen überlegen wäre. Kein Beleg, den dieser Text verwendet, vergleicht die Aufnahme aus Tropfen mit der aus Tabletten. Das BfR trifft in seinem FAQ auch keine Aussage dazu, ob Vitamin D zu einer Mahlzeit genommen werden sollte. Wo nichts belegt ist, steht hier nichts.

Tropfen, Kapseln, Tabletten im Überblick

Die Tabelle vergleicht Handhabung, nicht Wirkung. Sie sagt dir, wie sich eine Form dosieren lässt, wie sie im Alltag zu handhaben ist und worauf das Etikett bei dieser Form besonders hinweist. In der letzten Spalte steht ehrlich, wo kein Vergleichsbeleg vorliegt.

Form Wie es dosiert wird Handhabung im Alltag Worauf das Etikett hinweist Was dazu belegt ist
Tropfen in Öl Über die Zahl der Tropfen, in kleinen Schritten veränderbar Braucht eine ruhige Hand und einen Löffel oder ein Glas; Flasche stehend lagern Menge je Tropfen und je Tagesdosis, verwendetes Öl, Form D2 oder D3 Öl als Träger ist plausibel, weil Vitamin D fettlöslich ist (BfR, 2025). Ein Vergleichsbeleg zur Aufnahme gegenüber anderen Formen liegt nicht vor
Weichkapseln Fest je Kapsel, Zwischenschritte gibt es nicht Schnell und ohne Geschmack; muss geschluckt werden Menge je Kapsel, Kapselhülle (Gelatine oder pflanzlich), Form D2 oder D3 Kein Vergleichsbeleg zur Aufnahme gegenüber Tropfen oder Tabletten
Tabletten Fest je Tablette; teilbar nur, wenn eine Bruchrille vorhanden ist Am unempfindlichsten unterwegs und bei Wärme Menge je Tablette, Presshilfsstoffe und Trennmittel, Form D2 oder D3 Kein Vergleichsbeleg zur Aufnahme gegenüber Tropfen oder Kapseln
Kombination D3 mit K2 Beide Mengen sind aneinander gekoppelt und lassen sich nur gemeinsam verändern Ein Produkt statt zwei; dafür weniger Spielraum Beide Mengen je Tagesdosis getrennt; K2 steht für Menachinon, eine Form von Vitamin K Für Vitamin K ist der Beitrag zur normalen Blutgerinnung und zur Erhaltung normaler Knochen zugelassen (Verordnung (EU) Nr. 432/2012, ABl. L 136 vom 25.05.2012)
Mizellen-Drops Über die Zahl der Tropfen wie bei Öltropfen Mischt sich in Wasser, statt oben aufzuschwimmen Menge je Tagesdosis, Emulgator, Form D2 oder D3 Mizellen sind winzige Tröpfchen, in denen ein fettlöslicher Stoff in Wasser verteilt vorliegt. Ein Beleg für eine bessere Aufnahme liegt hier nicht vor

Die praktische Folge dieser Tabelle ist unspektakulär: Nimm die Form, die du im Alltag tatsächlich durchhältst. Wer Tabletten schlecht schluckt, wird sie irgendwann liegen lassen, und ein liegen gelassenes Präparat hat keine Eigenschaften mehr, über die sich streiten ließe.

Was „hochdosiert“ auf einer Packung meint

„Hochdosiert“ ist kein geschützter Begriff. Es gibt keine Schwelle, ab der ein Hersteller das Wort verwenden darf, und keine, ab der er es lassen müsste. Als Bezugsgröße taugt deshalb nur der Höchstwert einer Behörde.

Die EFSA nennt in ihrer Bewertung von 2023 für Erwachsene 100 µg Vitamin-D-Äquivalente je Tag, das entspricht 4.000 I.E. Gemeint ist die Summe aus allen Quellen, also Essen und Präparate zusammen. Sinngemäß nach derselben Bewertung ist es unwahrscheinlich, dass europäische Bevölkerungen diesen Wert überschreiten – mit einer Ausnahme, und das sind Menschen, die regelmäßig hoch dosierte Präparate anwenden.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung setzt für Präparate eine deutlich niedrigere Marke an und hält 2025 bis zu 20 µg je Tag, also 800 I.E., für vertretbar. Dieselbe Größenordnung nennt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung als Schätzwert für den Fall, dass keine körpereigene Bildung stattfindet (DGE, 2012). Beide Zahlen sind Bezugspunkte, keine Anweisung an dich.

Auf einen Blick: hochdosiert oder nicht

Der tolerierbare Höchstwert liegt laut EFSA (2023) bei 100 µg je Tag aus allen Quellen zusammen. Erreicht wird er praktisch nur über regelmäßig angewendete hoch dosierte Präparate, nicht über das Essen. Wie viel in deinem Produkt steckt, sagt dir keine Werbezeile, sondern die Angabe je Tagesdosis auf dem Etikett. Wie viel davon für dich sinnvoll ist, klärst du in der ärztlichen Praxis.

Wenn dich die Mengenfrage jetzt trotzdem umtreibt, ist das der richtige Reflex – nur der falsche Text. Zahlen, Einnahmezeitpunkt und Anwendung stehen im Ratgeber zur Dosierung von Vitamin-D3-Tropfen.

Mit oder ohne K2

Im Regal steht auch die Kombination aus. Vitamin K2, chemisch Menachinon, wird dabei als Partner von D3 beworben. Was sich rechtlich sagen lässt, ist knapper als die Werbung: Für Vitamin K sind der Beitrag zur normalen Blutgerinnung und zur Erhaltung normaler Knochen zugelassen, für Vitamin D unter anderem der Beitrag zur normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor (Verordnung (EU) Nr. 432/2012, ABl. L 136 vom 25.05.2012).

Die Form entscheidet, wie du es nimmst. Das Etikett entscheidet, wie viel.

Praktisch bedeutet die Kombination vor allem eines: weniger Spielraum. Zwei Nährstoffe in einem Produkt lassen sich nur gemeinsam verändern. Wer beides ohnehin nehmen will, spart eine Packung. Wer nur bei einem der beiden etwas anpassen möchte, ist mit Einzelprodukten flexibler.

Was über die Kombination inhaltlich gesagt werden kann, steht ausführlicher im Text zur Kombination von D3 und K2. Die Mengenfrage für diese Kombination behandelt der Ratgeber zur Dosierung von D3 mit K2.

Das Etikett lesen

Die Vorderseite einer Packung ist Werbung. Die Rückseite ist die Auskunft. Vier Angaben dort beantworten, was auf der Vorderseite offenbleibt.

Vier Angaben, die auf der Rückseite stehen sollten

Menge je Tagesdosis

Nicht je 100 Gramm, nicht je Portion mit unklarer Größe. Steht die Menge nur je Tropfen da, rechne auf die auf der Packung angegebene Tagesdosis um. Beide Einheiten sind üblich, Mikrogramm und I.E.

Welche Form drin ist

Cholecalciferol steht für D3, Ergocalciferol für D2. Bei veganen Produkten steht die Herkunft als Flechtenextrakt dabei, und das ist eine Herstellerangabe.

Was sonst noch enthalten ist

Träger und Kapselhülle, Süßungsmittel, Aromen. Für Tropfen heißt das: welches Öl. Für Kapseln: Gelatine oder pflanzliche Hülle.

Was zusätzlich noch dazukommt

Ein Multipräparat, ein Kombiprodukt und ein Einzelpräparat addieren sich. Der Höchstwert der EFSA von 2023 bezieht sich auf alles zusammen, nicht auf eine Packung.

Zur Frage Apotheke oder Onlinehandel: Was die Apotheke bietet, ist ein Gegenüber, das dich fragen kann, was du sonst noch einnimmst. Ein Präparate-Test mit Rangliste ersetzt dieses Gespräch nicht, und einen solchen Test wirst du hier nicht finden.

Für wen ein Präparat passt

Die ehrlichste Antwort auf die Frage, ob ein Präparat zu dir passt, hängt weniger am Produkt als an deiner Situation. Die folgende Gegenüberstellung ist eine Sortierhilfe, keine Empfehlung für ein bestimmtes Produkt.

Ein Präparat passt, wenn …

… du deinen Blutwert kennst und weißt, worauf du dich beziehst.

… du im Winterhalbjahr weniger Sonnenlicht auf der Haut hast als im Sommer.

… dein Alltag drinnen stattfindet und Zeit im Freien die Ausnahme ist.

… du die Einnahme ärztlich besprochen hast.

Erst klären, wenn …

… eine Nierenerkrankung bekannt ist.

… du regelmäßig Medikamente einnimmst.

… du schwanger bist oder stillst.

… mehrere Präparate nebeneinander laufen und sich die Mengen addieren.

… es um Kinder geht. Dann gehört die Frage in die kinderärztliche Praxis, und die EFSA nennt für Kinder von 1 bis 10 Jahren ohnehin einen eigenen Höchstwert (EFSA, 2023).

Was für den Vitamin D3 K2 Komplex Shield gilt

Jetzt der Teil, bei dem du zu Recht misstrauisch wirst: mybody®x (MYBODY Lab GmbH) verkauft selbst ein Vitamin-D-Präparat, und zwar als Mizellen-Drops. Deshalb gilt hier dieselbe Regel wie in den Kapiteln davor. Die Darreichungsform ist eine Frage der Handhabung, kein Wirkversprechen, und die verbindliche Mengenangabe steht auf dem Etikett des Produkts.

Zu den drei enthaltenen Nährstoffen sind in der Europäischen Union bestimmte Angaben zugelassen, jeweils unter der Bedingung, dass ein Erzeugnis mindestens „Quelle von“ dem Nährstoff ist, also mindestens 15 % der Referenzmenge liefert (EU-Verordnung 432/2012, Stand 2012): für Vitamin D der Beitrag zur Erhaltung normaler Knochen, zur normalen Funktion des Immunsystems und zur normalen Muskelfunktion, für Vitamin K der Beitrag zur normalen Blutgerinnung, für Selen der Beitrag zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress und zu einer normalen Schilddrüsenfunktion (Verordnung (EU) Nr. 432/2012, ABl. L 136 vom 25.05.2012). Das ist der Rahmen für Erzeugnisse dieser Art, keine Aussage darüber, was bei dir passiert.

Vitamin D3 K2 Komplex Shield von mybody®x (MYBODY Lab GmbH)

Nahrungsergänzungsmittel

Vitamin D3 K2 Komplex | Shield

D3, K2 und Selen als Mizellen-Drops, also als winzige Tröpfchen, die sich in Wasser verteilen lassen. Entwickelt und hergestellt in der Schweiz. Das Erzeugnis misst nichts und zeigt dir nicht, wie du versorgt bist; die Menge je Tagesdosis steht auf dem Etikett und ist dort maßgeblich.

Preis 39,99 € Stand 09.09.2026, Änderungen möglich
Probenart Keine, es ist kein Test
Bearbeitungszeit Keine Laborauswertung, es entsteht kein Befund
Labor Entwickelt und hergestellt in der Schweiz
Produktseite ansehen

Was dieses Erzeugnis nicht leistet, gehört genauso hierher: Es sagt dir nicht, ob du es brauchst. Diese Auskunft gibt nur ein Blutwert, und den liefert keine Packung.

Messen statt raten

Die ganze Auswahlfrage steht auf einem Bein, solange der Ausgangswert unbekannt ist. Gemessen wird im Blut nicht das Vitamin selbst, sondern seine Speicherform 25-OH-Vitamin-D, auch Calcidiol genannt. Dieser Wert ist die Grundlage, auf der eine ärztliche Praxis einordnet, und er ist auch der Bezugspunkt, wenn du nach einer Weile wissen willst, ob sich etwas verändert hat.

Wie lange es dauert, bis sich ein Wert bewegt, und was dabei realistisch ist, steht im Text zur Dauer bei Vitamin D. Die Zahlenstaffel, ab wann ein Wert als niedrig gilt, gehört auf den Befund und ins Gespräch mit deiner Praxis, nicht in einen Ratgebertext.

Was du jetzt tun kannst

Die Frage, mit der du in dieses Kapitel gekommen bist, lautete: Ist das nicht alles dasselbe, nur anders verpackt? Fast. Die Verpackung ist tatsächlich die kleinere Frage, und sie beantwortest du nach deinem Alltag. Die größere Frage steht auf der Rückseite, in Mikrogramm je Tagesdosis, und sie beantwortest du nicht allein.

Damit ist sortiert, was sich sortieren lässt: die Form nach Handhabung, die Herkunft nach D2 oder D3. Die Menge steht auf dem Etikett und gehört in die ärztliche Einordnung. Was danach kommt, ist keine Auswahlfrage mehr, sondern eine Messfrage. Und die beantwortet ein Blutwert schneller als jedes Regal.

Häufige Fragen

Werden Tropfen besser aufgenommen als Tabletten?

Dafür liegt in den hier verwendeten Belegen kein Vergleich vor. Belegt ist nur, dass Vitamin D fettlöslich ist und deshalb gut im Körper gespeichert werden kann (Bundesinstitut für Risikobewertung, 2025). Das erklärt, warum Tropfen üblicherweise in Öl angeboten werden, sagt aber nichts darüber, ob eine Form der anderen überlegen wäre. Wer einen solchen Vergleich in einer Werbung liest, sollte nach der Fundstelle fragen.

Ist ein Präparat aus der Apotheke besser als eines aus dem Onlinehandel?

Die Angaben auf der Rückseite liest du an beiden Orten. Was die Apotheke zusätzlich bietet, ist ein Gespräch, in dem jemand nachfragen kann, was du sonst noch einnimmst. Genau dort liegt der Unterschied, nicht in der Qualität der Packung. Eine Rangliste einzelner Erzeugnisse findest du in diesem Text bewusst nicht.

Ab wann gilt ein Präparat als hochdosiert?

Eine verbindliche Schwelle für dieses Werbewort gibt es nicht. Als Bezugsgröße dient der tolerierbare Höchstwert der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit: 100 µg Vitamin-D-Äquivalente je Tag für Erwachsene aus allen Quellen zusammen, das sind 4.000 I.E. (EFSA, 2023). Das Bundesinstitut für Risikobewertung hält für Präparate bis zu 20 µg je Tag für vertretbar (BfR, 2025). Was für dich sinnvoll ist, klärt die ärztliche Praxis.

Kann ich Vitamin D über Sonnenbank oder Solarium abdecken?

Nein. Das Bundesamt für Strahlenschutz schreibt in seiner konsentierten Empfehlung, Stand 2026: „Von starken, nicht ärztlich kontrollierten UV-Bestrahlungen (Sonne oder Solarium) zum Zweck der Vitamin-D-Bildung, der Selbsttherapie eines Vitamin-D-Mangels oder der Bräunung wird dringend abgeraten.“ Das Solarium ist damit keine Darreichungsform, über die dieser Text spricht, und auch keine Alternative zu einer der genannten.

Woran erkenne ich auf der Packung, ob D2 oder D3 enthalten ist?

An der Zutatenliste. Cholecalciferol steht für D3, Ergocalciferol für D2. Die Herkunft hängt daran: Ergocalciferol entsteht in Pilzen und Hefen unter UV-Bestrahlung, Cholecalciferol in tierischen Quellen und in UV-bestrahlter Milch (Bundesinstitut für Risikobewertung, 2025). Bei veganen Erzeugnissen wird D3 aus Flechten angegeben, was eine Herstellerangabe ist. Für den Höchstwert behandelt die EFSA beide Formen gleich.

Nächster Schritt

Erst die Menge klären, dann die Form

Wenn du die Auswahl geklärt hast, bleibt die Mengenfrage. Sie gehört in die ärztliche Praxis und in den Ratgeber, der sich nur damit beschäftigt.

Zur Dosierung von D3-Tropfen Vitamin D3 K2 Komplex Shield

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Quellen

  1. EFSA NDA Panel: Scientific opinion on the tolerable upper intake level for vitamin D, EFSA Journal 2023;21(8):e08145 (Stand 2023) – pmc.ncbi.nlm.nih.gov
  2. Bundesinstitut für Risikobewertung: Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin D (Stand 2025) – bfr.bund.de
  3. Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte Vitamin D (Ableitung 2012) – dge.de
  4. Robert Koch-Institut, Rabenberg/Mensink: Vitamin-D-Status in Deutschland, Journal of Health Monitoring 1(2) (Stand 2016) – rki.de
  5. Bundesamt für Strahlenschutz: Konsentierte Empfehlung zu UV-Strahlung und Vitamin D (Stand 2026) – bfs.de
  6. Europäische Kommission: Verordnung (EU) Nr. 432/2012, Anhang; ABl. L 136 vom 25.05.2012 (Stand 2012), ohne Link

Der Höchstwert von 100 µg je Tag, die Gleichbehandlung von D2 und D3 sowie der Umrechnungsfaktor für Calcidiol-Monohydrat stützen sich auf [1]. Fettlöslichkeit, Speicherung, Herkunft der beiden Formen und die vertretbare Menge in Präparaten auf [2], der Schätzwert von 20 µg auf [3]. Die Anteile zur körpereigenen Bildung und der Anteil unter 30 nmol/l stammen aus [4], die Aussage zum Solarium aus [5], die zugelassenen Angaben zu Vitamin D, Vitamin K und Selen aus [6]. Der Hinweis auf Flechten-D3 ist eine Herstellerangabe; Vitamin D führt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung in ihrem Positionspapier zur veganen Ernährung von 2024 als kritischen Nährstoff. Angaben zum Erzeugnis auf den Produktseiten von mybody®x, live geprüft am 09.09.2026.

mybody®x (MYBODY Lab GmbH) Zertifikat / Qualitätssiegel

mybody®x Redaktions- & Fachteam

Vitamin D Nahrungsergänzung Blutwerte

Dieser Text entsteht im Fachteam von mybody®x aus behördlichen Fundstellen und wird bei neuen Bewertungen nachgezogen. Wer daran arbeitet, steht auf der Autorenseite.

Veröffentlicht am 09.09.2026 · Zuletzt aktualisiert am 09.09.2026

Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Referenzbereiche sind labor-, methoden- und altersabhängig – maßgeblich sind immer die Angaben auf deinem Befund. Unsere Produkte sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder zu verhindern.

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