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Zink und Vitamin D zusammen einnehmen: Stören sie sich?

28. September 2026ca. 17 Minutenvon mybody®x Redaktions- & Fachteam

Das Wichtigste in Kürze

Eine Studie, die prüft, ob sich Zink und Vitamin D bei der Aufnahme gegenseitig stören, haben wir nicht gefunden. Belegt ist, was die Zinkaufnahme hemmt, etwa ein Calciumpräparat zur Mahlzeit (Wood & Zheng, 1997). Vitamin D wird mit Fett in der Mahlzeit besser aufgenommen (Dawson-Hughes u. a., 2015). Zur besten Mahlzeit für Zink haben wir keine Quelle gefunden.

Im Stoffwechsel arbeiten beide zusammen: Das Ablesen Vitamin-D-abhängiger Gene ist auf Zink angewiesen (Amos & Razzaque, 2022).

Phytat, ein Stoff, der natürlicherweise in Lebensmitteln enthalten ist, bindet Zink im Magen-Darm-Trakt, sodass der Körper es nicht aufnehmen kann (DGE, 2019; BfR, 2021).

Für Zink in Nahrungsergänzungsmitteln schlägt das BfR eine Höchstmenge von 6,5 mg vor, gemeint ist der Höchstwert je Tagesmenge laut Packung (BfR, 2021).

In diesem Artikel

Wie hängen Zink und Vitamin D im Körper zusammen?

Im Stoffwechsel arbeiten Zink und Vitamin D zusammen: Zink wirkt als Kofaktor, also als Helfer, auf den Vitamin D bei seinen Aufgaben angewiesen ist (Amos & Razzaque, 2022). Über die Einnahme sagt dieser Zusammenhang allerdings nichts.

Du nimmst Vitamin D, etwa im Winter, und dazu Zink, und fragst dich, ob beide in denselben Moment des Tages passen. Zuerst zu dem, was die beiden im Körper verbindet.

Eine Übersichtsarbeit von Amos und Razzaque beschreibt die Verbindung so: Das Ablesen Vitamin-D-abhängiger Gene ist auf Zink angewiesen, damit Vitamin D seine Aufgaben erfüllen kann, darunter die Regelung von Mineralstoffen im Körper (Amos & Razzaque, 2022). Umgekehrt könnte Vitamin D sogenannte Zinktransporter anregen, also die Transportwege für Zink, und so den Zinkhaushalt mitregeln (Amos & Razzaque, 2022). Im Bild gesprochen: Vitamin D schreibt den Auftrag, und Zink hält das Werkzeug, ohne das der Auftrag liegen bleibt.

Das Wort „könnte“ steht so in der Quelle: Die Autoren halten den zweiten Teil für möglich, nicht für bewiesen. Die Arbeit ist eine kurze erzählende Übersicht, keine neue Studie mit eigenen Messungen. Ob sich Zink und Vitamin D bei der Aufnahme aus dem Darm gegenseitig stören oder zu welcher Mahlzeit sie genommen werden, behandelt sie nicht.

Für die Versorgung selbst gibt es Richtwerte. Die DGE gibt für Erwachsene ab 19 Jahren Referenzwerte an, also Richtwerte für die tägliche Zinkzufuhr, und diese hängen von der Phytatzufuhr ab (DGE, 2019). Phytat ist ein Stoff, der natürlicherweise in Lebensmitteln enthalten ist und Zink im Magen-Darm-Trakt bindet (DGE, 2019; BfR, 2021). Je mehr Phytat auf dem Teller liegt, desto höher fällt der Referenzwert aus; bei mittlerer Phytatzufuhr sind es 8 mg pro Tag für Frauen und 14 mg für Männer (DGE, 2019).

Für Vitamin D beschreibt das BfR den Versorgungsstand über 25(OH)D, kurz für 25-Hydroxy-Vitamin-D, den Langzeitwert im Blut. Nach der Einteilung, die das BfR wiedergibt, gilt ein Wert ab 50 nmol/l als ausreichend für die Knochengesundheit (BfR, 2023).

Zink und Vitamin D in Zahlen

7–10 mg

Referenzwert Zink für Frauen ab 19 Jahren pro Tag, von niedriger bis hoher Phytatzufuhr (DGE, 2019)

11–16 mg

Referenzwert Zink für Männer ab 19 Jahren pro Tag, von niedriger bis hoher Phytatzufuhr (DGE, 2019)

50 nmol/l

25(OH)D ab diesem Wert, das sind 20 ng/ml, gilt als ausreichend für die Knochengesundheit (BfR, 2023)

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Referenzwerte Zink, 2019 · Bundesinstitut für Risikobewertung, Stellungnahme 055/2023, 2023

Stören sich Zink und Vitamin D bei der Aufnahme?

Eine Studie, die genau das untersucht, haben wir nicht gefunden. Was sich belegen lässt, sind allgemeine Grundsätze dazu, wann sich Nährstoffe bei der Aufnahme in die Quere kommen.

Gesucht haben wir nach Untersuchungen, in denen Menschen Zink und Vitamin D gemeinsam einnehmen und die Aufnahme beider Stoffe gemessen wird. Deshalb steht hier weder „die beiden stören sich“ noch „die beiden vertragen sich“, sondern eine Einordnung.

Den Rahmen liefert eine Übersicht von Sandström zu Wechselwirkungen von Mikronährstoffen, also von Vitaminen und Mineralstoffen, die der Körper in kleinen Mengen braucht (Sandström, 2001). Ihr Kernsatz betrifft die Mengen, die in Lebensmitteln vorkommen.

Belegte Fundstelle

„At levels of essential micronutrients present in foods, most micronutrients appear to utilise specific absorptive mechanisms and not be vulnerable to interactions.“

Deutsch: In den Mengen, die in Lebensmitteln vorkommen, nutzen die meisten Mikronährstoffe offenbar eigene Aufnahmewege und sind für Wechselwirkungen wenig anfällig (Sandström, 2001).

B. Sandström, British Journal of Nutrition
„Micronutrient interactions: effects on absorption and bioavailability“, 2001

Gleich danach nennt Sandström die Ausnahme: In wässriger Lösung und bei höheren Mengen können chemisch ähnliche Elemente um die Aufnahme konkurrieren (Sandström, 2001). Berichtet wurden etwa nachteilige Wirkungen von Eisengaben auf Kennwerte des Zinkstatus, also der Versorgungslage mit Zink (Sandström, 2001). Das Wort „berichtet“ ist Absicht: Die Übersicht hält fest, dass solche Befunde vorliegen, nicht, dass sie gesichert sind.

Vitamin D gehört nicht zu diesen chemisch ähnlichen Elementen. Es ist ein Vitamin, und zwar ein fettlösliches: Es löst sich in Fett statt in Wasser und kann deshalb im Körper sehr gut gespeichert werden (BfR, 2025). Zink dagegen ist eines der Elemente, für die Sandström solche Wechselwirkungen beschreibt, etwa mit Eisen (Sandström, 2001). Das ist eine Einordnung über belegte Grundsätze, kein Beleg dafür, dass sich Zink und Vitamin D nicht stören.

Bleibt der Stoffwechsel, in dem beide zusammenwirken (Amos & Razzaque, 2022). Daraus folgt weder, dass die gemeinsame Einnahme die Aufnahme verbessert, noch das Gegenteil.

Heißt das, die Kombination ist unbedenklich? Das lässt sich daraus nicht ableiten. Die Frage bleibt offen, und für die Einnahme zählt, was belegt ist: was die Zinkaufnahme hemmt und was die Aufnahme von Vitamin D steigert. Welche Präparate sich bei gleichzeitiger Einnahme stören können und welche sich ergänzen, zeigt die Übersicht aller Paare im Artikel Vitamine, die man nicht zusammen einnehmen sollte.

Was hemmt die Aufnahme von Zink?

Belegt ist die hemmende Wirkung von Phytat aus Lebensmitteln (DGE, 2019). Dazu kommen Befunde aus kleinen Studien zu Calcium- und Eisenpräparaten (Wood & Zheng, 1997; Sandström u. a., 1985).

Gegrillte Makrele auf Schiefer, ein Stück Hartkäse, Linsen in dunkler Schale und eine halbe Zitrone

Anders als bei der Kombinationsfrage gibt es hier Untersuchungen. Sie beschreiben, unter welchen Bedingungen die Zinkaufnahme sinkt.

Wie hemmt Phytat die Zinkaufnahme?

„Phytat bindet Zink im Magen-Darm-Trakt, sodass es nicht mehr vom Körper aufgenommen werden kann“, schreibt die DGE (DGE, 2019). Auch das BfR hält fest, dass Phytinsäure und Phytate natürlicherweise in Lebensmitteln enthalten sind und sich negativ auf die Bioverfügbarkeit von Zink auswirken (BfR, 2021). Bioverfügbarkeit meint den Anteil eines Nährstoffs, den der Körper tatsächlich aufnehmen und nutzen kann.

Passend dazu staffelt die DGE ihre Referenzwerte nach der Phytatzufuhr: für Frauen 7 mg bei niedriger und 10 mg bei hoher Phytatzufuhr, für Männer 11 mg und 16 mg (DGE, 2019). Allgemein wird Zink nach Angabe der DGE besser aus tierischen als aus pflanzlichen Lebensmitteln aufgenommen (DGE, 2019).

Senkt Calcium die Zinkaufnahme?

In einer kleinen Studie sank die Zinkaufnahme um 50 %, wenn ein Calciumpräparat zur Testmahlzeit gegeben wurde (Wood & Zheng, 1997). Das Präparat enthielt Calciumcarbonat, eine Verbindung des Calciums, und die Teilnehmenden waren Männer und Frauen zwischen 21 und 69 Jahren (Wood & Zheng, 1997).

Eine erste Studie derselben Arbeit untersuchte 18 Frauen nach der Menopause im Alter von 59 bis 86 Jahren: Bei hoher Calciumzufuhr lagen Nettoaufnahme und Bilanz von Zink um etwa 2 mg pro Tag niedriger (Wood & Zheng, 1997). Die Bilanz vergleicht, wie viel Zink der Körper aufnimmt, mit dem, was er wieder abgibt. Die Autoren schreiben, ihre Befunde deuteten darauf hin, dass eine sehr calciumreiche Ernährung die Nettoaufnahme von Zink senken und den Zinkbedarf Erwachsener erhöhen kann (Wood & Zheng, 1997).

Zwei Grenzen gehören dazu. Die Studien sind klein und umfassen zum Teil nur ältere Frauen. Und einen Abstand in Stunden zwischen Calcium und Zink haben Wood und Zheng nicht untersucht.

Hemmt Eisen die Zinkaufnahme?

In einer Studie nur bei sehr hohem Eisenüberschuss auf leeren Magen: Bei einem Verhältnis von 25 Teilen Eisen zu 1 Teil Zink sank die Zinkaufnahme aus Wasser auf 34 % (Sandström u. a., 1985). Bei den Verhältnissen 1 zu 1 und 2,5 zu 1 lag sie nüchtern bei 59 und 58 % (Sandström u. a., 1985).

Wurde das Eisen im selben Verhältnis mit einer Mahlzeit gegeben, zeigte sich keine Hemmung (Sandström u. a., 1985). Ein Argument dafür, dass Zink zur Mahlzeit besser ankommt, ist das allerdings nicht: Aus der Mahlzeit wurde insgesamt weniger Zink aufgenommen als aus Wasser, zwischen 22 und 25 % (Sandström u. a., 1985).

Die Autoren folgern, dass sehr viel Eisen die Zinkaufnahme verschlechtern kann, wenn ein Mehrmineralpräparat, also ein Präparat mit mehreren Mineralstoffen, auf leeren Magen eingenommen wird; die Einnahme zu einer Mahlzeit kann diese Hemmung womöglich aufheben (Sandström u. a., 1985). Die Studie ist klein und arbeitet mit markiertem Zink, das sich im Versuch nachverfolgen lässt. Eine Teilnehmerzahl nennt die Zusammenfassung nicht. Die Verhältnisse beschreiben den Versuchsaufbau, sie sind kein Dosierhinweis.

Braucht Vitamin D Fett in der Mahlzeit?

Fett in der Mahlzeit steigert die Aufnahme eines Vitamin-D3-Präparats deutlich (Dawson-Hughes u. a., 2015). In der Studie lag der Spitzenwert im Blut um 32 % höher als nach einer fettfreien Mahlzeit (Dawson-Hughes u. a., 2015).

„Da Vitamin D fettlöslich ist, kann es sehr gut im Körper gespeichert werden“, schreibt das BfR (BfR, 2025). Zur Einnahme mit einer Mahlzeit oder mit Fett äußert sich diese Auskunft des BfR nicht. Was Fett in der Mahlzeit ausmacht, haben zwei Studien untersucht.

Dawson-Hughes und Kollegen gaben 50 gesunden älteren Erwachsenen ein Vitamin-D3-Präparat und verglichen eine Mahlzeit, deren Energie zu 30 % aus Fett stammte, mit einer fettfreien Mahlzeit (Dawson-Hughes u. a., 2015). Nach 12 Stunden lag der Spitzenwert von Vitamin D3 im Plasma, dem flüssigen Teil des Blutes, mit Fett um 32 % höher (Dawson-Hughes u. a., 2015). Die Spanne, in der der wahre Unterschied mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt, reichte von 11 bis 52 % (Dawson-Hughes u. a., 2015).

Ob das Fett in der Mahlzeit eher aus einfach oder aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren bestand, spielte für die Aufnahme keine Rolle (Dawson-Hughes u. a., 2015). Die Grenzen sind ebenso klar. Es war eine Einmalgabe an einem Tag, und gemessen wurde Vitamin D3 im Plasma, nicht der Langzeitwert 25(OH)D.

Kernaussage

Fett in der Mahlzeit steigert die Aufnahme eines Vitamin-D3-Präparats deutlich, das Verhältnis von einfach zu mehrfach ungesättigten Fettsäuren änderte daran nichts (Dawson-Hughes u. a., 2015).

Die zweite Arbeit ist deutlich kleiner. Mulligan und Licata beobachteten 17 Patienten einer Knochenambulanz mit einem mittleren Alter von 64,5 Jahren, die auf die bisherige Behandlung nicht angesprochen hatten (Mulligan & Licata, 2010). Nachdem sie Vitamin D mit der größten Mahlzeit des Tages nahmen, stieg 25(OH)D nach 2 bis 3 Monaten von 30,5 auf 47,2 ng/ml, im Mittel um 56,7 % (Mulligan & Licata, 2010). Die Autoren fassen das als etwa 50 % höheren 25(OH)D-Spiegel zusammen (Mulligan & Licata, 2010).

Hier wiegen die Grenzen schwerer. Es ist eine kleine Kohorte, also eine beobachtete Gruppe, und es fehlt eine Kontrollgruppe, die zum Vergleich ohne diese Änderung geblieben wäre. Der Befund passt in die Richtung der Studie von Dawson-Hughes, er ersetzt sie aber nicht.

Die Darreichungsformen, also ob Vitamin D als Tropfen oder Kapsel kommt, vergleicht der Artikel Vitamin-D-Präparate im Vergleich.

Zink und Vitamin D: zu welcher Mahlzeit einnehmen?

Für Vitamin D zeigt eine Studie eine bessere Aufnahme, wenn die Mahlzeit Fett enthält (Dawson-Hughes u. a., 2015). Für Zink haben wir keine Quelle gefunden, die eine bestimmte Mahlzeit als beste ausweist; belegt ist nur, was die Aufnahme hemmt.

Aus diesen Befunden folgt keine Regel für deinen Tag, sondern eine Übersicht für das Gespräch in der Hausarztpraxis oder Apotheke. Bei Vitamin D ist die Richtung beschrieben, bei Zink weisen die Befunde in zwei Richtungen.

Einerseits zeigte sich in der Studie von Sandström und Kollegen mit einer Mahlzeit keine Hemmung durch sehr viel Eisen, andererseits wurde aus der Mahlzeit insgesamt weniger Zink aufgenommen als aus Wasser (Sandström u. a., 1985). Dazu kommt, dass ein Calciumpräparat zur Mahlzeit die Zinkaufnahme in einer kleinen Studie um 50 % senkte (Wood & Zheng, 1997). Eine Mahlzeit ist für Zink also weder eindeutig günstig noch eindeutig ungünstig. Es kommt darauf an, was sonst auf dem Teller liegt.

Ob Zink auf leeren Magen besser ankommt, ist eine eigene Frage; sie steht im Artikel Zink auf leeren Magen einnehmen. Nüchtern heißt dabei: ohne Mahlzeit im Magen, so wie im Versuch mit Zink in Wasser.

Die Tabelle legt die belegten Aussagen nebeneinander, ohne Einnahmeempfehlung.

Zink und Vitamin D im Vergleich

Frage Zink Vitamin D
Stoffart Mineralstoff; Helfer beim Ablesen Vitamin-D-abhängiger Gene (Amos & Razzaque, 2022) fettlösliches Vitamin, wird im Körper gespeichert (BfR, 2025)
Was die Aufnahme hemmt Phytat (DGE, 2019); in kleinen Studien ein Calciumpräparat zur Mahlzeit und hoher Eisenüberschuss nüchtern (Wood & Zheng, 1997; Sandström u. a., 1985) im Vergleich schwächer: Einnahme zu einer fettfreien Mahlzeit (Dawson-Hughes u. a., 2015)
Was die Aufnahme verbessert Abbau von Phytat, etwa durch Einweichen (sinngemäß nach DGE, 2019); aus tierischen Lebensmitteln besser aufgenommen als aus pflanzlichen (DGE, 2019) Fett in der Mahlzeit, unabhängig vom Verhältnis einfach zu mehrfach ungesättigter Fettsäuren (Dawson-Hughes u. a., 2015)
Belegte Aussage zur Mahlzeit Mit Mahlzeit keine Hemmung durch Eisen, aber insgesamt weniger Zink aufgenommen als aus Wasser (Sandström u. a., 1985). Eine Quelle zur besten Mahlzeit haben wir nicht gefunden. Spitzenwert nach einer Mahlzeit mit 30 % der Energie aus Fett um 32 % höher als nach einer fettfreien (Dawson-Hughes u. a., 2015)

Quelle und Jahr stehen in jeder Zelle der Tabelle.

Nimmst du Medikamente oder hast du eine Vorerkrankung, ist die Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle für die Frage, wie Präparate in deinen Tag passen. Abstände zu Arzneimitteln klärt die Praxis oder die Apotheke, nicht dieser Text.

Wie viel Zink ist zu viel?

Für Zink in Nahrungsergänzungsmitteln schlägt das BfR eine Höchstmenge von 6,5 mg je Tagesverzehrempfehlung vor (BfR, 2021). Als tolerierbare Obergrenze der täglichen Zufuhr für Erwachsene nennt es 25 mg pro Tag (BfR, 2021).

Die beiden Zahlen meinen Verschiedenes. Die Höchstmenge ist die Menge Zink, die ein einzelnes Nahrungsergänzungsmittel nach dem Vorschlag des BfR in seiner Tagesverzehrempfehlung, also der Tagesmenge laut Packung, höchstens enthalten sollte (BfR, 2021). Die tolerierbare Obergrenze, abgekürzt UL, bezieht sich dagegen auf die Zufuhr pro Tag; abgeleitet hat sie 2003 der frühere Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU-Kommission (BfR, 2021).

Beide Werte sind Grenzwerte, kein Ziel; die 6,5 mg sind ein Vorschlag des BfR für den Zusatz von Zink zu Nahrungsergänzungsmitteln (BfR, 2021). Wie sich die Referenzwerte nach Alter und Lebenslage unterscheiden, steht im Artikel Wie viel Zink am Tag?

In hohen Dosen kann Zink einen Kupfermangel verursachen, schreiben Duncan und Kollegen (Duncan u. a., 2015). Sie werteten rückblickend die Krankenakten von 70 Patienten aus, denen Zink verordnet worden war; 62 % von ihnen erhielten Zinkdosen, die ausreichen, um einen Kupfermangel auszulösen (Duncan u. a., 2015).

Die Arbeit betrifft Kranke und hat keine Kontrollgruppe; Kupfer wurde nur bei zwei Patienten gemessen (Duncan u. a., 2015). Eine Zinkmenge, ab der das Risiko beginnt, nennt die Zusammenfassung nicht. Für Zink insgesamt bleibt die tolerierbare Obergrenze des BfR der Grenzwert einer Behörde: 25 mg pro Tag für Erwachsene (BfR, 2021).

Wenn du Zink in höheren Mengen nimmst oder Beschwerden an dir bemerkst, ist die Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle für diese Frage.

Kapitel auf einen Blick

Das BfR schlägt für Nahrungsergänzungsmittel höchstens 6,5 mg Zink je Tagesverzehrempfehlung vor (BfR, 2021). Die tolerierbare Obergrenze für Erwachsene: 25 mg pro Tag (BfR, 2021). Hohe Zinkdosen können laut einer Auswertung von Krankenakten einen Kupfermangel verursachen (Duncan u. a., 2015). Das sind Grenzwerte und Befunde, keine Einnahmeempfehlung.

Was zeigt ein Bluttest zu Zink und Vitamin D?

Ein Bluttest zeigt, ob Zink und Vitamin D im Blut auffällig sind, und zwar als Momentaufnahme, nicht als Diagnose. Über die richtige Tageszeit oder Mahlzeit für eine Einnahme sagt er nichts.

Wer Zink und Vitamin D nimmt, weiß ohne Messung nicht, ob eine Einnahme überhaupt nötig ist oder ob sie ankommt. Dafür ist ein Bluttest ein Ausgangspunkt.

Für Vitamin D wird im Blut 25(OH)D gemessen. Nach der Einteilung des Institute of Medicine (USA), die das BfR wiedergibt, gilt ein Wert ab 50 nmol/l, das sind 20 ng/ml, als ausreichend für die Knochengesundheit (BfR, 2023). Werte von 30 bis unter 50 nmol/l, also 12 bis unter 20 ng/ml, gelten danach als suboptimal, liegen also unter dem Bereich, der als ausreichend gilt (BfR, 2023). Unter 30 nmol/l, das sind 12 ng/ml, spricht die Einteilung von Mangel (BfR, 2023).

Die Einheiten nmol/l und ng/ml sind zwei Schreibweisen, in denen Labore denselben Wert angeben. Wie deine eigenen Werte einzuordnen sind, hängt vom Labor ab; maßgeblich sind die Angaben auf deinem Befund. Ein Wert unterhalb einer Grenze ist kein Urteil über dich, sondern ein Anlass, ihn in der Hausarztpraxis einzuordnen.

Wie sich die Werte von Vitamin D und Zink gemeinsam lesen lassen, erklärt der Artikel Vitamin D und Zink zusammen im Befund: Dort geht es um die Messwerte, hier um die Einnahme.

Einen solchen Bluttest bietet mybody®x (MYBODY Lab GmbH) mit dem VitalCheck Nährstoff & Mineralstoff-Test Complete an. Du entnimmst die Blutprobe zu Hause selbst, ausgewertet wird sie in einem Fachlabor in Deutschland. Zu den Werten gehören Zink und Vitamin D3.

Was der Test nicht kann: Er liefert eine Momentaufnahme, keine Diagnose. Ein auffälliger Wert bedeutet nicht automatisch eine Erkrankung, sondern dass sich ein zweiter Blick lohnt, am besten gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

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Preis 169,00 € Stand 28.09.2026, Änderungen möglich
Probenart Blutprobe, selbst entnommen
Bearbeitungszeit Kit-Versand 1–3 Werktage
Laborauswertung 3–5 Werktage nach Probeneingang
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Zink und Vitamin D: Was die Quellen tragen und was nicht

Eine Studie dazu, ob sich Zink und Vitamin D bei der Aufnahme stören, haben wir nicht gefunden. Belegt ist, was bei jedem der beiden Stoffe die Aufnahme beeinflusst.

Daraus lässt sich etwas Praktisches machen, ohne eine Regel zu erfinden. Schreib auf, welche Präparate du nimmst, mit der Menge laut Packung und der Mahlzeit dazu, und nimm die Liste mit in die Hausarztpraxis oder Apotheke. Steht ein Calciumpräparat oder ein Mehrmineralpräparat mit Eisen darauf, ist das der Punkt, über den sich das Gespräch lohnt, denn dazu gibt es Befunde (Wood & Zheng, 1997; Sandström u. a., 1985).

Liegt dazu ein Messwert vor, lässt sich das Gespräch an deinem Befund führen statt an einer Vermutung.

Stören sie sich? Die Antwort bleibt offen. Offen heißt aber nicht leer: Für jeden der beiden Stoffe weißt du jetzt, was seine Aufnahme bremst und was sie stützt.

Häufige Fragen

Kann man Zink und Vitamin D abends nehmen?

Eine Studie, die Morgen und Abend für Zink und Vitamin D vergleicht, haben wir nicht gefunden. Belegt ist für Vitamin D die Rolle der Mahlzeit, nicht die der Uhrzeit: Bei 50 gesunden älteren Erwachsenen lag der Spitzenwert von Vitamin D3 im Plasma nach einer Mahlzeit mit Fett um 32 % höher als nach einer fettfreien (Dawson-Hughes u. a., 2015). Zur Tageszeit macht diese Studie keine Aussage. Für Zink sind hemmende Stoffe beschrieben, eine Quelle zur Tageszeit haben wir nicht gefunden.

Wo speichert der Körper Vitamin D?

„Hauptspeicherorte für Vitamin D sind das Fett- und Muskelgewebe des menschlichen Körpers; geringere Mengen finden sich auch in der Leber“, schreibt das BfR (BfR, 2025). Dass Vitamin D so gut gespeichert werden kann, führt das BfR darauf zurück, dass es fettlöslich ist. Wie gut die Versorgung ist, lässt sich im Blut über den Langzeitwert 25(OH)D einordnen, ab 50 nmol/l gilt er als ausreichend für die Knochengesundheit (BfR, 2023).

Welcher Vitamin-D-Wert gilt als ausreichend?

Nach der Einteilung, die das BfR wiedergibt, gilt 25(OH)D ab 50 nmol/l, das entspricht 20 ng/ml, als ausreichend für die Knochengesundheit (BfR, 2023). Die Einteilung stammt vom Institute of Medicine in den USA und ist auf die Knochen bezogen. Auf deinem Befund können andere Grenzen stehen, weil Referenzbereiche vom Labor und von der Methode abhängen. Maßgeblich sind die Angaben dort, und ein Wert darunter ist ein Anlass für das Gespräch in der Hausarztpraxis, keine Diagnose.

Verbessert Einweichen von Hülsenfrüchten die Zinkaufnahme?

Einweichen baut Phytat ab und verbessert so die Aufnahme von Zink (sinngemäß nach DGE, 2019). Phytat ist der Stoff, der Zink im Magen-Darm-Trakt bindet, sodass der Körper es nicht mehr aufnehmen kann. Hülsenfrüchte nennt die DGE neben Vollkornprodukten unter den guten Zinklieferanten (DGE, 2019). Dieselbe Wirkung auf Phytat beschreibt die DGE sinngemäß für das Keimen. Auch die Gärung mit Sauerteig zählt sie dazu (sinngemäß nach DGE, 2019).

Kann zu viel Zink einen Kupfermangel auslösen?

In hohen Dosen kann das passieren, schreiben Duncan und Kollegen nach einer Auswertung von Krankenakten (Duncan u. a., 2015). Sie halten es für wahrscheinlich, dass eine nennenswerte Minderheit der Patienten, denen hoch dosiertes Zink verordnet wird, einen behandlungsbedingten Kupfermangel entwickelt (Duncan u. a., 2015). Die Arbeit betrifft Kranke und hat keine Kontrollgruppe. Den Grenzwert einer Behörde liefert das BfR mit 25 mg Zink pro Tag für Erwachsene (BfR, 2021).

Nächster Schritt

Zink und Vitamin D im Blut messen lassen

Ob Zink oder Vitamin D im Blut auffällig sind, zeigt eine Messung als Momentaufnahme. Die Frage nach der Mahlzeit beantwortet sie nicht, den Ausgangspunkt für das Gespräch in der Praxis schon.

Zum VitalCheck Und wie hängen Vitamin D und Eisen zusammen? Vitamin-D-Mangel und Eisenmangel im Überblick

Weiterlesen

Quellen

  1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Zink (Stand 2019) – dge.de
  2. Amos A., Razzaque M. S.: Zinc and its role in vitamin D function (2022) – europepmc.org
  3. Dawson-Hughes B. u. a.: Dietary fat increases vitamin D-3 absorption (2015) – europepmc.org
  4. Wood R. J., Zheng J. J.: High dietary calcium intakes reduce zinc absorption and balance in humans (1997) – europepmc.org

Die Referenzwerte für Zink und die Wirkung von Phytat stützen sich auf [1], das Zusammenspiel im Stoffwechsel auf [2]. Die Aufnahme von Vitamin D mit Fett belegt [3], den Befund zu Calcium [4]. Weitere Angaben tragen Quelle und Jahr an der Fundstelle im Text, darunter die Vorschläge des Bundesinstituts für Risikobewertung zu Zink (BfR, 2021) und zur Einteilung des Vitamin-D-Werts (BfR, 2023). Die Angaben zum VitalCheck haben wir am 28.09.2026 geprüft.

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Mikronährstoffe Bluttest

Das Redaktions- & Fachteam von mybody®x prüft jede Aussage an Quellen von Behörden und aus Fachzeitschriften und nennt sie mit Jahr an der Stelle, an der sie gebraucht wird. Wer hinter dem Team steht, zeigt die Autorenseite.

Veröffentlicht am 28.09.2026 · Zuletzt aktualisiert am 28.09.2026

Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Referenzbereiche sind labor-, methoden- und altersabhängig – maßgeblich sind immer die Angaben auf deinem Befund.

Unsere Produkte sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder zu verhindern.

Die Bilder in diesem Artikel sind mit KI erstellt, die abgebildeten Personen sind nicht real.

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