Katzenallergie-Symptome: woran du eine Allergie gegen Katzen erkennst
7. Oktober 2026ca. 16 Minutenvon mybody®x Redaktions- & Fachteam
Das Wichtigste in Kürze
Für die Katzenallergie gilt, was für Tierallergien beschrieben ist: „Die meisten Menschen mit Tierallergie entwickeln sofort nach dem Kontakt mit dem Allergieauslöser typische Symptome“ (gesund.bund.de, 2024). Dazu gehören Schnupfen und Niesen. Auch die Augen können jucken und tränen. Quaddeln und Hautausschlag kommen nur in seltenen Fällen vor (gesund.bund.de, 2024). Ob die Katze dahintersteckt, klärt die ärztliche Praxis.
Nicht die Haare lösen die Allergie aus, sondern Eiweiße der Katze, sogenannte Allergene, mit Fel d 1 als Hauptallergen (gesund.bund.de, 2024; Bonnet u. a., 2018).
Katzenallergene sind sehr langlebig und gelangen über Kleidung auch in Räume ohne Katze (gesund.bund.de, 2024; Almqvist u. a., 1999).
Ein IgE-Wert, also die Menge bestimmter Allergie-Antikörper im Blut, zeigt eine Sensibilisierung, keine Diagnose, denn solche Antikörper können auch ohne Beschwerden bestehen (IQWiG, 2024; RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016).
In diesem Artikel
Was löst eine Katzenallergie aus?
Eine Katzenallergie lösen nicht die Haare aus, sondern Eiweiße der Katze (gesund.bund.de, 2024). Das wichtigste davon heißt Fel d 1 (Bonnet u. a., 2018).
Bei Freunden auf dem Sofa musst du niesen, obwohl die Katze im Nebenzimmer schläft. Der Blick fällt auf die Decke voller feiner Haare, und die Sache scheint klar. Ganz so einfach ist es nicht. Wer die Haare für den Auslöser hält, sucht an der falschen Stelle und wundert sich später über Beschwerden in Räumen, in denen nie ein Tier war.
Allergene, also die Auslöser einer Allergie, sind laut gesund.bund.de (2024) Eiweiße, die sich in Hautschuppen und Speichel finden, aber auch in Schweiß und Talg der Tiere. Für Katzen führt gesund.bund.de (2024) „Fell, Speichel“ auf. Aufgenommen werden die Allergene über die Atemwege oder durch direkten Körperkontakt (gesund.bund.de, 2024).
Bis 2018 waren zehn Katzenallergene identifiziert (Bonnet u. a., 2018). Als Hauptallergen, das für die Beschwerden verantwortlich ist, beschreibt dieselbe Übersichtsarbeit das Eiweiß Fel d 1 (Bonnet u. a., 2018). Der Name wirkt technisch, gemeint ist ein einzelnes Eiweiß der Katze.
Auch die Rangfolge der Allergenquellen im Haus ist beschrieben. Nach den Hausstaubmilben sind Katzen die wichtigste Quelle von Allergenen, die in Innenräumen eingeatmet werden (Bonnet u. a., 2018). Wer in der Wohnung niest, hat mit der Katze also einen naheliegenden Verdacht, aber noch keinen bewiesenen.
Bei Hunden führt gesund.bund.de (2024) ebenfalls „Fell, Speichel“ auf, und die Beschwerden einer Tierallergie beschreibt die Quelle für beide Tierarten gemeinsam. Wie sich eine Allergie gegen Hunde zeigt, steht im Artikel über Symptome einer Hundehaarallergie.
Eine Eigenschaft der Katzenallergene hebt gesund.bund.de (2024) eigens hervor. Sie erklärt, warum Beschwerden auch dort auftreten können, wo gar keine Katze ist.
Belegte Fundstelle
„Besonders Katzenallergene sind sehr langlebig und können auch nach Monaten oder Jahren noch zu Beschwerden führen.“
Nationales Gesundheitsportal des Bundesministeriums für Gesundheit
Tierallergie, in Zusammenarbeit mit dem IQWiG, gesund.bund.de (2024)
Welche Symptome zeigt eine Katzenallergie?
„Am häufigsten sind Atemwegsbeschwerden“, schreibt gesund.bund.de (2024) über Tierallergien. Dazu können juckende und tränende Augen kommen, in seltenen Fällen auch Quaddeln oder Hautausschlag (gesund.bund.de, 2024).
Wer die eigenen Beschwerden einordnen will, beginnt am besten bei den Atemwegen und arbeitet sich von der Nase bis zur Haut vor. Danach kommt die Frage, wann die Beschwerden einsetzen. Auch sie gehört zur Einordnung.
Wie zeigt sich eine Katzenallergie an Nase und Atemwegen?
An Nase und Atemwegen zeigt sich eine Tierallergie mit Schnupfen und Niesen (gesund.bund.de, 2024). Die Nase läuft oder ist verstopft.
Aus einem allergischen Schnupfen kann sich nach einigen Jahren Asthma entwickeln (gesund.bund.de, 2024). Der Satz beschreibt eine Möglichkeit, keine Vorhersage für dich. Er ist aber ein guter Grund, einen Schnupfen, der in der Nähe von Katzen wiederkehrt, in der Praxis anzusprechen, statt ihn über Jahre hinzunehmen.
Wie zeigt sich eine Katzenallergie an den Augen?
Eine Tierallergie kann Augenjucken und Augentränen verursachen (gesund.bund.de, 2024). Ist dabei die Bindehaut entzündet, spricht man von einer allergischen Bindehautentzündung: einer Entzündung der Bindehaut durch eine Allergie, die nicht ansteckend ist (gesund.bund.de, 2026).
Bei dieser Form sind stets beide Augen betroffen (gesund.bund.de, 2026). Juckende Augen allein zeigen allerdings noch nicht, ob die Katze der Auslöser ist. Was sonst hinter dem Jucken stecken kann, ordnet der Artikel Juckende Augen: Allergie oder etwas anderes? ein.
Wie zeigt sich eine Katzenallergie an der Haut?
An der Haut zeigt sich eine Tierallergie nur in seltenen Fällen, dann als Quaddeln (Nesselsucht) oder als Hautausschlag (gesund.bund.de, 2024). Ein Ausschlag nach dem Streicheln einer Katze kann also zu einer Katzenallergie passen. Im Vordergrund stehen laut gesund.bund.de (2024) aber die Atemwege.
Für die Einordnung zählt deshalb, ob noch etwas dazukommt. Ein Ausschlag zusammen mit Niesen nach demselben Besuch ist eine andere Beobachtung als ein Ausschlag allein. Wie allergische Hautreaktionen aussehen können, beschreibt der Artikel über allergischen Ausschlag.
Wann kommen die Beschwerden bei einer Katzenallergie?
„Die meisten Menschen mit Tierallergie entwickeln sofort nach dem Kontakt mit dem Allergieauslöser typische Symptome“, schreibt gesund.bund.de (2024). Für deine Einordnung ist das die nützlichste Angabe, weil du sie selbst beobachten kannst.
Notiere nach einem Besuch, wo du warst und was du bemerkt hast. Eine solche Notiz ist im Arztgespräch mehr wert als eine Erinnerung, die Wochen alt ist.
Zusammengefasst nach Körperbereich, jeweils mit Quelle und Jahr:
Katzenallergie: Beschwerden nach Bereich
| Bereich | Beschwerden | Quelle, Jahr |
|---|---|---|
| Nase | Schnupfen und Niesen; die Nase läuft oder ist verstopft | gesund.bund.de (2024) |
| Augen | Jucken und Tränen; Juckreiz gilt als typischer Hinweis auf eine Allergie | gesund.bund.de (2024); gesund.bund.de (2026) |
| Haut | in seltenen Fällen Quaddeln (Nesselsucht) und Hautausschlag | gesund.bund.de (2024) |
| Lunge | aus einem allergischen Schnupfen kann sich nach einigen Jahren Asthma entwickeln | gesund.bund.de (2024) |
Warum gibt es Katzenallergie-Symptome ohne Katze im Raum?
Katzenallergene sind sehr langlebig und können noch nach Monaten oder Jahren Beschwerden auslösen (gesund.bund.de, 2024). Außerdem gelangen sie über Kleidung in Räume ohne Katze (Almqvist u. a., 1999).

„So haben manche Menschen eine Katzenallergie, obwohl sie nie eine Katze hatten“, schreibt gesund.bund.de (2024). Für alle, die an sich zweifeln, weil im eigenen Haushalt nie eine Katze lebte, ist das der wichtigste Satz dieses Kapitels. Symptome einer Allergie können laut gesund.bund.de (2024) auch auftreten, wenn gar kein Tier in der Nähe ist.
Der erste Grund ist die Haltbarkeit. Katzenallergene halten sich über Monate oder Jahre (gesund.bund.de, 2024). Wer in eine Wohnung zieht, in der vorher eine Katze lebte, zieht unter Umständen mit ihren Allergenen ein.
Der zweite Grund ist die Kleidung. Eine Studie in Schulklassen hat Katzenallergen in der Raumluft und auf Kleidung gemessen (Almqvist u. a., 1999). In Klassen mit über 25 Prozent Katzenbesitzern lag der Median des Katzenallergens in der Luft 5-fach höher als in Klassen mit unter 10 Prozent, nämlich bei 2,94 gegen 0,59 Nanogramm je Kubikmeter (Almqvist u. a., 1999). Der Median ist der Wert, der in der Mitte aller Messungen liegt.
Nach einem Schultag war auch auf der Kleidung von Kindern ohne Katze mehr Allergen messbar (Almqvist u. a., 1999). Die Autoren beschreiben auch den Weg (Almqvist u. a., 1999). Das Allergen gelangt mit der Kleidung aus Haushalten mit Katze in die Klassenräume. Dort verteilt es sich in der Luft und landet auf der Kleidung von Kindern ohne Katze (Almqvist u. a., 1999).
Katzenallergen reist also als blinder Passagier auf der Kleidung mit. Die Grenze der Studie gehört dazu: Gemessen wurde das Allergen, nicht die Beschwerden der Kinder (Almqvist u. a., 1999).
Ein Konsensdokument zur Hunde- und Katzenallergie, also eine abgestimmte Einschätzung einer Fachgruppe, kommt zum selben Punkt: Tierallergenen ist man auch indirekt ausgesetzt, in Umgebungen, in denen keine Tiere sind (Dávila u. a., 2018). Warum Allergiebeschwerden auch im Winter auftreten können, beschreibt der Artikel über Allergie im Winter.
Zwei verbreitete Irrtümer zur Katzenallergie
Verbreitet
„Es sind die Katzenhaare.“
Belegt
Nicht die Haare lösen die Reaktion aus, sondern Eiweiße, etwa aus Hautschuppen und Speichel der Tiere (gesund.bund.de, 2024).
Verbreitet
„Ohne eigene Katze kann es keine Katzenallergie sein.“
Belegt
Manche Menschen haben eine Katzenallergie, obwohl sie nie eine Katze hatten (gesund.bund.de, 2024). Katzenallergen gelangt über Kleidung auch in Klassenräume ohne Katze (Almqvist u. a., 1999).
Ist es eine Katzenallergie oder etwas anderes?
Für eine Allergie sprechen Beschwerden, die sofort nach dem Kontakt kommen, und Juckreiz an beiden Augen (gesund.bund.de, 2024; gesund.bund.de, 2026). Den Auslöser sicher klären kann nur die ärztliche Praxis.
Ein einzelnes Niesen sagt wenig. Aussagekräftiger ist ein Muster aus Zeichen, die die Quellen ausdrücklich mit einer Allergie verbinden. Vier davon lassen sich ohne Messung beobachten.
Was eher für eine Allergie spricht
Sofort nach dem Kontakt Die Beschwerden setzen unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Auslöser ein; so beschreibt gesund.bund.de (2024) den typischen Verlauf einer Tierallergie.
Juckreiz Er gilt als typischer Hinweis auf eine Allergie (gesund.bund.de, 2026).
Beide Augen Bei einer allergischen Bindehautentzündung sind stets beide Augen betroffen (gesund.bund.de, 2026).
Schnupfen dazu „Häufig sind auch Begleiterscheinungen wie ein allergischer Schnupfen“ (gesund.bund.de, 2026).
An den Augen gibt es außerdem andere Ursachen. Eine Bindehautentzündung können auch Viren oder Bakterien auslösen; „Recht häufig sind aber auch Allergien der Auslöser“, heißt es bei gesund.bund.de (2026). Sondert die Bindehaut eine weiße bis gelbe Flüssigkeit ab und sind die Lider morgens verklebt, beschreibt gesund.bund.de (2026) das als Zeichen der bakteriellen Form. Auch äußere Reize wie trockene Luft können die Bindehaut entzünden (gesund.bund.de, 2026).
Aus Beobachtungen allein lässt sich der Auslöser nicht sicher bestimmen. Eine ärztliche Untersuchung hilft, ihn zu identifizieren; dabei wird mit Haut- und Bluttests die Reaktion auf verschiedene Allergene getestet (gesund.bund.de, 2024).
Das Vorgehen ist abgestuft. Nach dem Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt wird in der Regel zuerst ein Hauttest gemacht (IQWiG, 2024). Eine Blutuntersuchung kommt zum Einsatz, wenn ein Hauttest schwierig oder zu riskant ist (IQWiG, 2024).
Ein Provokationstest, eine weitere Untersuchung, mit der die Praxis den Auslöser sucht, ist erst dann sinnvoll, wenn Hauttest oder Blutuntersuchung keine eindeutigen Ergebnisse gezeigt haben (IQWiG, 2024). Er findet in der Praxis unter ärztlicher Aufsicht statt, weil es dabei auch zu sehr starken allergischen Reaktionen kommen kann (IQWiG, 2024).
Deine Notizen sind für diesen Weg der Ausgangspunkt. Je genauer du sagen kannst, wann und wo die Beschwerden kamen, desto gezielter kann das Gespräch verlaufen.
Katzenallergie oder sensibilisiert: was ist der Unterschied?
Ein IgE-Wert zeigt eine Sensibilisierung, keine Diagnose. Sensibilisiert ist, wer IgE-Antikörper gegen ein Allergen hat, allergisch erst, wer beim Kontakt auch Symptome bekommt (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016).
IgE-Antikörper sind bestimmte Antikörper im Blut, deren Anzahl bei einer Allergie erhöht sein kann (IQWiG, 2024). Das Vorhandensein spezifischer IgE-Antikörper bezeichnet die RKI-Kommission Umweltmedizin (2016) als allergische Sensibilisierung.
Eine Sensibilisierung ist die Voraussetzung für eine Allergie. Sie kann aber auch bestehen, ohne dass beim Kontakt mit dem Allergen Symptome auftreten (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016). Die Kommission nennt das eine „klinisch stumme Sensibilisierung“ (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016).
Dazu kommen zwei Einschränkungen aus der Diagnostik. Mehr IgE-Antikörper im Blut kann es auch ohne Allergie geben, beispielsweise bei Menschen, die rauchen, oder bei einer Parasiten-Infektion (IQWiG, 2024). Und die Menge der Allergie-Antikörper hängt nicht unbedingt mit der Stärke der Beschwerden zusammen (IQWiG, 2024).
Wie weit Sensibilisierung und Allergie auseinanderliegen, zeigen Daten zu Erwachsenen in Deutschland. Mindestens eine Sensibilisierung wiesen 48,6 Prozent der Teilnehmenden auf (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016; Daten 2008–2011). Aktuell an mindestens einer Allergie litten dagegen fast 20 Prozent (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016; Daten 2008–2011).
Allergien bei Erwachsenen in Deutschland
48,6 %
mit mindestens einer Sensibilisierung (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016)
fast 20 %
aktuell mit mindestens einer Allergie (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016)
14,8 %
mit Heuschnupfen, der nach eigener Angabe jemals ärztlich festgestellt wurde (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016)
Quelle: RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016 (Bergmann u. a.); Erwachsene, Daten 2008–2011
Katzenschuppen waren in dieser Untersuchung Teil einer Mischung aus Inhalationsallergenen, also Allergenen, die eingeatmet werden (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016). Speziell zu Katzen liegt eine Schätzung für Klinikpatienten vor: Unter europäischen Erwachsenen, die wegen des Verdachts auf eine Allergie gegen eingeatmete Allergene in eine Klinik kommen, sind schätzungsweise 26 Prozent gegen Katzen sensibilisiert (Dávila u. a., 2018).
Die Zahl gilt für diese Klinikpatienten, nicht für die Bevölkerung. Und sie beschreibt eine Sensibilisierung, keine Allergie. Für die Frage nach der Katze heißt das: Ein Wert allein beantwortet sie nicht, erst zusammen mit deinen Beschwerden wird er aussagekräftig.
Kapitel auf einen Blick
Sensibilisiert ist, wer IgE-Antikörper gegen ein Allergen hat; eine Allergie zeigt sich erst an Beschwerden (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016). Mehr IgE kann es auch bei Menschen geben, die rauchen, oder bei einer Parasiten-Infektion (IQWiG, 2024). Mindestens eine Sensibilisierung hatten 48,6 Prozent der Erwachsenen, aktuell allergisch waren fast 20 Prozent (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016; Daten 2008–2011). Ein IgE-Wert zeigt deshalb eine Sensibilisierung, keine Diagnose.
Was zeigt ein Bluttest bei Verdacht auf Katzenallergie?
Ein Bluttest misst IgE-Antikörper und ist damit ein Hinweis auf eine Allergie, kein Nachweis (IQWiG, 2024). Die Diagnose stellt die ärztliche Praxis.
Im Labor wird die Anzahl der IgE-Antikörper in der Blutprobe gemessen; sie kann bei einer Allergie erhöht sein (IQWiG, 2024). Die Diagnose einer Hunde- oder Katzenallergie beruht auf Vorgeschichte und körperlicher Untersuchung, die zueinander passen, und wird mit positiven Hauttests auf spezifisches IgE bestätigt (Dávila u. a., 2018). Wie IgE-Werte im Blut einzuordnen sind, erklärt der Artikel zum Allergiewert im Blut.
Ein Bluttest für zu Hause ersetzt diesen Weg nicht. Er ist ein Datenpunkt für das Arztgespräch und ersetzt keine ärztliche Abklärung. Wer mit notierten Beobachtungen und einem IgE-Wert in die Praxis kommt, bringt mehr mit als eine vage Erinnerung.
Einen solchen Datenpunkt liefert der AllergoCheck von mybody®x (MYBODY Lab GmbH). Er ist ein Bluttest, kein Hauttest, und misst IgE gegen 54 Allergene aus den Gruppen Pollen und Hausstaub sowie Tierhaare und Nahrungsmittel. Die Katze ist darin als Einzelallergen enthalten.
Die Probe ist Kapillarblut, das du per Fingerpieks zu Hause selbst entnimmst; ausgewertet wird in einem Fachlabor in Deutschland. Das Ergebnis kommt als digitaler Auswertungsbericht, als PDF im Kundenportal.
Auch hier gilt: Ein IgE-Wert zeigt eine Sensibilisierung, keine Diagnose. Ob daraus eine Allergie wird, entscheidet sich am Symptom, und das gehört in ärztliche Hände.
Aus dem mybody®x-Sortiment · Bluttest
AllergoCheck | Nahrungsmittel- und Allergietest
Bluttest, kein Hauttest: misst IgE gegen 54 Allergene aus den Gruppen Pollen und Hausstaub sowie Tierhaare und Nahrungsmittel; die Katze ist als Einzelallergen enthalten. Ein IgE-Wert zeigt eine Sensibilisierung, keine Diagnose. Der Test dient der Vorbereitung auf das Arztgespräch.
Laborauswertung 3–5 Werktage nach Probeneingang
Stand der Angaben: 07.10.2026
Wie belastbar sind die Angaben zur Katzenallergie?
Belastbar genug für eine Einordnung, aber keine Diagnose für dich. Jede Quelle hat ihre eigene Grenze.
Die Beschreibungen der Symptome stammen aus Laieninformationen des Nationalen Gesundheitsportals (gesund.bund.de, 2024; gesund.bund.de, 2026). Sie beschreiben die Symptome ohne Zahlenangaben. Wörter wie „selten“ stehen deshalb auch hier ohne Zahl.
Die Schätzung von 26 Prozent stammt aus einem Konsensdokument einer spanischen Fachgruppe und gilt nur für europäische Erwachsene, die wegen des Verdachts auf eine Allergie gegen eingeatmete Allergene in eine Klinik kommen (Dávila u. a., 2018). Sie beschreibt eine Sensibilisierung, keine Allergie.
Die Messungen in Schulklassen stammen aus einer Studie von 1999 (Almqvist u. a., 1999). Erfasst wurde Allergen in Luft und Kleidung, nicht die Beschwerden der Kinder.
Die Zahlen zu Sensibilisierung und Allergie beruhen auf Daten von 2008 bis 2011, die Angabe zum Heuschnupfen auf der Selbstangabe einer ärztlichen Diagnose (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016). Das Positionspapier selbst stammt von 2016.
Für den Bluttest gilt: Er zeigt eine Sensibilisierung. Die IQWiG-Seite beschreibt die ärztliche Blutuntersuchung mit Blut aus der Armvene und bezieht sich nicht auf Selbsttests mit Kapillarblut (IQWiG, 2024). Ein Selbsttest ersetzt keine Diagnose, und ein auffälliger Wert bedeutet nicht automatisch Krankheit.
Was heißt das für deinen Verdacht auf Katzenallergie?
Die Katze im Nebenzimmer war beim Niesen auf dem Sofa vielleicht beteiligt, ihre Haare waren es nicht. Belastbar wird ein Verdacht, wenn sich ein Muster zeigt: Die Beschwerden kommen direkt nach dem Kontakt, und die Augen jucken auf beiden Seiten. Mit diesen Notizen und, wenn du willst, einem IgE-Wert gehst du gut vorbereitet in die Praxis. Was du danach im Alltag tun kannst und was eine Hyposensibilisierung, also eine spezifische Immuntherapie, leisten kann, steht im Ratgeber Katzenallergie: was tun gegen das Allergen.
Häufige Fragen
Kann man plötzlich eine Katzenallergie bekommen?
Eine Katzenallergie kann auch Menschen betreffen, die nie mit einer Katze gelebt haben: Laut gesund.bund.de (2024) haben manche Menschen eine Katzenallergie, obwohl sie nie eine Katze hatten. Wie sich das Zusammenleben mit Tieren langfristig auf das Allergierisiko auswirkt, konnte die Forschung bisher nicht eindeutig klären (gesund.bund.de, 2024). Voraussetzung für eine Allergie ist eine Sensibilisierung, also IgE-Antikörper gegen das Allergen (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016). Bemerkst du neue Beschwerden in der Nähe von Katzen, sprich sie in der Praxis an.
Wie lange bleiben Katzenallergene in der Wohnung?
Katzenallergene können sich über Monate oder Jahre halten und dann noch Beschwerden auslösen (gesund.bund.de, 2024). Eine Wohnung, in der früher eine Katze lebte, kann deshalb auch ohne Tier Beschwerden machen. Hinzu kommt der Weg über die Kleidung: In einer Studie nahm die Kleidung von Schulkindern ohne Katze im Lauf eines Schultags Katzenallergen auf (Almqvist u. a., 1999). Wer nach einem Umzug Beschwerden bemerkt, erwähnt die frühere Tierhaltung in der Wohnung am besten im Arztgespräch.
Kann eine Katzenallergie Ausschlag auf der Haut machen?
Ja, aber nur in seltenen Fällen: Eine Tierallergie kann laut gesund.bund.de (2024) zu Quaddeln (Nesselsucht) und Hautausschlag führen. Im Vordergrund stehen bei Tierallergien die Atemwege: „Am häufigsten sind Atemwegsbeschwerden“ (gesund.bund.de, 2024). Ein Ausschlag nach dem Kontakt mit einer Katze passt also zu einer Katzenallergie, gehört aber nicht zu ihren Hauptzeichen. Kommen Niesen oder juckende Augen nach demselben Kontakt dazu, ist das eine Beobachtung, die du in der Praxis erwähnen solltest.
Ist jeder, der IgE gegen Katzen hat, allergisch?
Nein. IgE-Antikörper gegen Katzenallergene zeigen eine Sensibilisierung, und die kann bestehen, ohne dass beim Kontakt Symptome auftreten (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016). Mehr IgE im Blut kann es außerdem bei Menschen geben, die rauchen (IQWiG, 2024). Unter europäischen Erwachsenen, die wegen des Verdachts auf eine Allergie gegen eingeatmete Allergene in eine Klinik kommen, sind schätzungsweise 26 Prozent gegen Katzen sensibilisiert (Dávila u. a., 2018). Ob sie allergisch sind, sagt diese Zahl nicht; das klärt erst der Abgleich mit den Beschwerden in der Praxis.
Was ist Fel d 1 bei Katzen?
Fel d 1 ist das Hauptallergen der Katze, also das Eiweiß, das für die Beschwerden vor allem verantwortlich ist (Bonnet u. a., 2018). Insgesamt waren bis 2018 zehn Katzenallergene identifiziert (Bonnet u. a., 2018). Nach den Hausstaubmilben sind Katzen laut derselben Übersichtsarbeit die wichtigste Quelle von Allergenen, die in Innenräumen eingeatmet werden (Bonnet u. a., 2018). Ausgelöst wird die Reaktion nicht von den Haaren selbst, sondern von solchen Eiweißen (gesund.bund.de, 2024).
Nächster Schritt
Verdacht auf Katzenallergie: vorbereitet ins Arztgespräch
Der AllergoCheck misst IgE gegen Katze als Einzelallergen und gibt dir einen Datenpunkt für das Gespräch in der Praxis. Er zeigt eine Sensibilisierung, keine Diagnose.
AllergoCheck ansehen Was im Alltag gegen Katzenallergene hilft Ratgeber zum Leben mit KatzenallergieWeiterlesen
Quellen
- gesund.bund.de, Bundesministerium für Gesundheit in Zusammenarbeit mit dem IQWiG: Tierallergie (Stand 2024) – gesund.bund.de
- Bonnet B. u. a.: An update on molecular cat allergens: Fel d 1 and what else?, Allergy, Asthma & Clinical Immunology (Stand 2018) – europepmc.org
- IQWiG, gesundheitsinformation.de: Welche Allergietests gibt es? (Stand 2024) – gesundheitsinformation.de
- Bergmann K.-C. u. a.: Aktueller Stand zur Verbreitung von Allergien in Deutschland, Positionspapier der Kommission Umweltmedizin am RKI (Stand 2016) – rki.de
Auslöser und Symptome der Tierallergie stützen sich auf [1], Fel d 1 und die Rolle der Katze in Innenräumen auf [2]. Der Weg der ärztlichen Diagnostik und die Aussagekraft von IgE-Werten folgen [3], Sensibilisierung und Verbreitung von Allergien [4]. Die Angaben zur Bindehautentzündung stammen von gesund.bund.de (2026). Die Schätzung zu Klinikpatienten stammt aus Dávila u. a. (2018), Allergy, die Messungen in Schulklassen aus Almqvist u. a. (1999), Journal of Allergy and Clinical Immunology. Stand der Angaben zum AllergoCheck: 07.10.2026; Quellen abgerufen am 07.10.2026.
mybody®x Redaktions- & Fachteam
Allergien Bluttests
Das Redaktions- und Fachteam von mybody®x ordnet Gesundheitsthemen auf Grundlage öffentlich zugänglicher Quellen ein und nennt diese vollständig. Mehr über das Team auf der Autorenseite.
Veröffentlicht am 07.10.2026 · Zuletzt aktualisiert am 07.10.2026
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Die Bilder in diesem Artikel sind mit KI erstellt, die abgebildeten Personen sind nicht real.






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