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Wann sind die Wechseljahre am schlimmsten? Phasen und Dauer

21. Oktober 2026ca. 15 Minutenvon mybody®x Redaktions- & Fachteam

Das Wichtigste in Kürze

Am wahrscheinlichsten sind Hitzewallungen in den ersten Jahren nach der letzten Periode, wahrscheinlich sind sie schon in der späten Übergangsphase davor (Harlow u. a., 2012). Das beschreibt Wahrscheinlichkeiten in Gruppen, nicht die Stärke bei dir. Bei Frauen mit häufigen Hitzewallungen hielten diese im Median noch 4,5 Jahre nach der letzten Periode an (Avis u. a., 2015).

Die Menopause, also die letzte Periode, haben Frauen im Durchschnitt mit 51 Jahren (IQWiG, 2023).

Hitzewallungen und Schweißausbrüche sind laut IQWiG (2023) die häufigsten Wechseljahresbeschwerden.

Ab 45 werden die Wechseljahre laut Leitlinie anhand der Beschwerden festgestellt, Hormonmessungen sind dafür meist nicht nötig (DGGG, 2020).

In diesem Artikel

Wann sind die Wechseljahre am schlimmsten?

Belegt ist die Antwort nur für Hitzewallungen, und auch für sie nur als Wahrscheinlichkeit: Am wahrscheinlichsten treten sie in den ersten Jahren nach der letzten Periode auf (Harlow u. a., 2012).

Kernaussage

In der späten Übergangsphase sind Hitzewallungen wahrscheinlich, in den ersten Jahren nach der letzten Periode am wahrscheinlichsten (Harlow u. a., 2012). Wie stark sie bei einer einzelnen Frau ausfallen, sagt diese Einteilung nicht.

Wer nachts schweißnass aufwacht und tagsüber mitten im Gespräch eine Hitzewelle spürt, will vor allem eines wissen: Kommt das Schlimmste noch, oder ist es schon vorbei? Die Antwort hat zwei Teile, den Zeitpunkt und die Dauer. Beide hängen an einem Ereignis, an der letzten Periode.

Diese letzte Periode heißt Menopause. Im Durchschnitt haben Frauen sie mit 51 Jahren (IQWiG, 2023), meist liegt sie zwischen 45 und 55 Jahren (MedlinePlus, 2025). Die Wechseljahre umfassen die Jahre vor diesem Ereignis und die Jahre danach.

Für diese Zeit gibt es eine Einteilung in Stufen, die Forschung und Klinik gemeinsam nutzen: STRAW+10 (Harlow u. a., 2012). In der späten Übergangsphase setzen die Zyklen 60 Tage oder länger aus (Harlow u. a., 2012). Beschwerden sind dort laut Harlow u. a. (2012) wahrscheinlich, vor allem Hitzewallungen. Danach folgt die frühe Postmenopause, also die Jahre nach der letzten Periode. Für ihren ersten Abschnitt formuliert die Arbeitsgruppe den Satz, auf den es bei deiner Frage ankommt.

Belegte Fundstelle

„Symptoms, most notably vasomotor symptoms, are most likely to occur during this stage.“

Harlow S. D. u. a. (STRAW + 10)
Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism, 2012

Sinngemäß nach Harlow u. a. (2012): In den Stufen +1a und +1b treten Beschwerden am wahrscheinlichsten auf, allen voran vasomotorische. Gemeint sind damit die ersten Jahre nach der letzten Periode. Vasomotorisch nennt die ärztliche Leitlinie zu den Wechseljahren Hitzewallungen und Nachtschweiß (DGGG, 2020).

Das Wort „wahrscheinlich“ trägt dabei die ganze Aussage. Es beschreibt, in welcher Stufe Hitzewallungen in einer Gruppe von Frauen am ehesten auftreten. Dass sie dort bei jeder einzelnen Frau am stärksten sind, folgt daraus nicht.

Etwas anderes folgt sehr wohl: Die letzte Periode ist kein Schlusspunkt. Wer erwartet, dass die Hitzewallungen mit ihr enden, liegt nach dieser Einteilung falsch, denn die wahrscheinlichste Zeit beginnt erst danach (Harlow u. a., 2012).

Einen breiteren Überblick über die Wechseljahre bei Frauen gibt ein eigener Artikel. Hier geht es nur um die Frage nach dem Schlimmsten und um die Dauer.

In welcher Phase der Wechseljahre sind die Beschwerden am stärksten?

Die Phasen beschreiben, wann Hitzewallungen wahrscheinlich sind, nicht, wie stark sie im Einzelfall werden. Am wahrscheinlichsten sind sie in den Stufen +1a und +1b, die zusammen im Mittel etwa 2 Jahre dauern (Harlow u. a., 2012).

Die Einteilung STRAW+10 ordnet die Jahre rund um die letzte Periode in nummerierte Stufen (Harlow u. a., 2012). Die Stufe −1 liegt vor der letzten Periode, die Stufen +1a bis +1c folgen danach (Harlow u. a., 2012). Für die Frage, wann Hitzewallungen am wahrscheinlichsten sind, reichen diese Stufen aus.

Wie lange dauert die späte Übergangsphase der Wechseljahre?

Im Mittel 1 bis 3 Jahre (Harlow u. a., 2012).

Die späte Übergangsphase ist die Stufe −1, gekennzeichnet dadurch, dass die Zyklen 60 Tage oder länger aussetzen (Harlow u. a., 2012). Ihre Dauer hat die Arbeitsgruppe aus Menstruationskalendern und Hormonverläufen geschätzt (Harlow u. a., 2012). Beschwerden, vor allem Hitzewallungen, sind in dieser Stufe laut Harlow u. a. (2012) wahrscheinlich, aber noch nicht am wahrscheinlichsten.

Frühe Postmenopause: Wie lange dauert dieser Abschnitt der Wechseljahre?

Insgesamt etwa 5 bis 8 Jahre, davon entfallen auf die Stufen +1a und +1b zusammen im Mittel etwa 2 Jahre (Harlow u. a., 2012).

Die frühe Postmenopause umfasst die Jahre nach der letzten Periode, eingeteilt in die Stufen +1a bis +1c (Harlow u. a., 2012). In den Stufen +1a und +1b sind Hitzewallungen am wahrscheinlichsten, ihre Dauer hat die Arbeitsgruppe aus Studien zu Hormonveränderungen geschätzt (Harlow u. a., 2012). Die anschließende Stufe +1c dauert 3 bis 6 Jahre (Harlow u. a., 2012).

Wie sich die Hormone in der Übergangszeit verändern, beschreibt ein eigener Artikel über Hormonwerte in der Übergangszeit. Für die Frage nach dem Schlimmsten zählt vor allem die Reihenfolge der Stufen, die die Tabelle zusammenfasst. Ihre letzte Zeile ergänzt eine Dauerangabe aus einer Auswertung der US-Studie SWAN, die nur Frauen mit häufigen Hitzewallungen einbezog (Avis u. a., 2015).

Phasen der Wechseljahre und Hitzewallungen

Phase Dauer im Mittel (Harlow u. a., 2012) Hitzewallungen
Späte Übergangsphase, Stufe −1: Zyklen setzen 60 Tage oder länger aus (Harlow u. a., 2012) 1 bis 3 Jahre (Harlow u. a., 2012) wahrscheinlich (Harlow u. a., 2012)
Erste Jahre nach der letzten Periode, Stufen +1a und +1b (Harlow u. a., 2012) zusammen etwa 2 Jahre (Harlow u. a., 2012) am wahrscheinlichsten (Harlow u. a., 2012)
Danach, Stufe +1c (Harlow u. a., 2012) 3 bis 6 Jahre (Harlow u. a., 2012) können anhalten, im Median 4,5 Jahre nach der letzten Periode (Avis u. a., 2015)

Wie lange dauern die stärksten Wechseljahresbeschwerden?

Bei Frauen mit häufigen Hitzewallungen hielten diese im Median insgesamt 7,4 Jahre an und nach der letzten Periode noch 4,5 Jahre (Avis u. a., 2015).

Der Median ist der Wert in der Mitte, wenn man alle gemessenen Dauern der Größe nach ordnet. Die Zahlen stammen aus der US-Beobachtungsstudie SWAN (Study of Women’s Health Across the Nation), die 3302 Frauen an 7 Standorten begleitete (Avis u. a., 2015). Ausgewertet wurden 1449 Frauen mit häufigen Hitzewallungen (Avis u. a., 2015). Die Dauer nach der letzten Periode stammt von 881 Frauen, bei denen die letzte Periode in der Studie beobachtet wurde (Avis u. a., 2015).

Wie lange dauern Hitzewallungen in den Wechseljahren bei frühem Beginn?

Am längsten: Wer häufige Hitzewallungen schon vor oder früh in der Übergangsphase bekam, hatte sie im Median mehr als 11,8 Jahre (Avis u. a., 2015).

Nach der letzten Periode hielten sie bei diesen Frauen im Median noch 9,4 Jahre an (Avis u. a., 2015). Am kürzesten war die Gesamtdauer bei Frauen, die erst nach der Menopause damit begannen, mit 3,4 Jahren im Median (Avis u. a., 2015). Der Zeitpunkt des Beginns gibt in dieser Studie also einen Hinweis darauf, wie lange die Beschwerden in einer Gruppe anhielten (Avis u. a., 2015). Eine Vorhersage für dich ist er nicht.

Wie lange dauern Hitzewallungen in den Wechseljahren laut IQWiG (2023)?

Laut IQWiG (2023) gilt: „Meistens lassen Hitzewallungen nach etwa 4 bis 5 Jahren von selbst wieder nach.“

Das passt zur Dauer nach der letzten Periode, die in der SWAN-Studie im Median 4,5 Jahre betrug (Avis u. a., 2015). Zur Gesamtdauer von 7,4 Jahren im Median passt es nicht, weil dort auch die Jahre vor der letzten Periode mitzählen (Avis u. a., 2015). Wer die beiden Zahlen vergleicht, muss also auf den Startpunkt achten. Die US-Gesundheitsenzyklopädie MedlinePlus hält fest, dass die Beschwerden 5 Jahre oder länger dauern können (MedlinePlus, 2025).

Wenn Hitzewallungen auch lange nach der Menopause noch auftreten, findest du mehr dazu im Artikel über späte Hitzewallungen.

Welche Symptome sind in den Wechseljahren am häufigsten?

Hitzewallungen und Schweißausbrüche sind laut IQWiG (2023) die häufigsten Beschwerden der Wechseljahre, und sie können auch den Nachtschlaf stören.

Frau gibt Linsen und Kichererbsen in eine Salatschüssel

Die Leitlinie sieht es ebenso: Hitzewallungen und Nachtschweiß sind dort die häufigsten Beschwerden bei Frauen rund um die Menopause und danach (DGGG, 2020). Als Grund nennt das IQWiG (2023) den sinkenden Östrogenspiegel, der „bei den meisten Frauen eine Zeit lang zu Hitzewallungen“ führt.

Daneben können laut IQWiG (2023) diese Beschwerden auftreten:

  • Probleme beim Ein- oder Durchschlafen
  • Stimmungsschwankungen oder depressive Verstimmungen
  • eine Gewichtszunahme

Ob diese Beschwerden von den Hormonen kommen, lässt die Leitlinie der DGGG (2020) zum Teil offen. Für Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen ist dort nicht klar, ob sie hormonell bedingt sind (DGGG, 2020). Dasselbe gilt dort für Angst und sexuelle Beschwerden (DGGG, 2020). Bei den Hitzewallungen ist das laut DGGG (2020) anders. Wie Schlaf und Wechseljahre zusammenhängen, vertieft der Artikel über Schlafstörungen in den Wechseljahren.

Schmerzen sind ein eigenes Thema. In einer Auswertung der SWAN-Studie mit 2218 Frauen berichtete jede sechste Frau von täglichen Schmerzen (Dugan u. a., 2006). Frauen nach der Menopause gaben dort mehr Schmerzen an als Frauen vor der Menopause, auch nachdem andere Einflussfaktoren herausgerechnet waren (Dugan u. a., 2006). Eine Ursache belegt diese Auswertung nicht. Mehr zu einem einzelnen Beschwerdebild steht im Artikel über Rückenschmerzen in den Wechseljahren.

Das Wichtigste in Zahlen und Fakten

51 Jahre sind Frauen im Durchschnitt bei der Menopause (IQWiG, 2023).

14 bis 51 % der Frauen haben schon vor der Menopause Hitzewallungen (DGGG, 2020).

etwa 50 % der Frauen haben sie während der Menopause (DGGG, 2020).

30 bis 80 % der Frauen haben sie nach der Menopause (DGGG, 2020).

Jede sechste Frau berichtete in der SWAN-Studie von täglichen Schmerzen (Dugan u. a., 2006).

Quelle: IQWiG (2023) und DGGG (2020); Schmerzbefund nach Dugan u. a. (2006)

Warum erleben Frauen die Wechseljahre so unterschiedlich?

Weil Häufigkeit und Dauer der Beschwerden stark schwanken (DGGG, 2020) und die Dauer der Hitzewallungen in einer großen US-Studie mit persönlichen Umständen zusammenhing, etwa mit mehr wahrgenommenem Stress (Avis u. a., 2015).

Schon der Zeitpunkt ist verschieden. Im Durchschnitt haben Frauen ihre Menopause mit 51 Jahren, „einige schon deutlich früher, andere erst später“ (IQWiG, 2023). Auch die Beschwerden selbst unterscheiden sich von Frau zu Frau (MedlinePlus, 2025).

Die Leitlinie hält fest, dass Häufigkeit und Dauer aller Wechseljahresbeschwerden stark schwanken (DGGG, 2020). Als mögliche Einflüsse nennt sie unter anderem (DGGG, 2020):

  • die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden
  • den sozialen und wirtschaftlichen Status
  • kulturelle Einflüsse

Genauer wird die SWAN-Studie. Mit einer längeren Dauer der Hitzewallungen gingen dort diese Merkmale einher (Avis u. a., 2015):

  • ein jüngeres Alter
  • eine niedrigere Bildung
  • mehr wahrgenommener Stress und eine höhere Empfindlichkeit für Beschwerden
  • mehr depressive Symptome und Angst beim ersten Auftreten der Hitzewallungen

Das sind Zusammenhänge in einer Gruppe von Frauen. Sie bedeuten nicht, dass Stress die Hitzewallungen auslöst, und sie sind keine Diagnose. Sie machen aber verständlich, warum Frauen im selben Alter ganz verschiedene Jahre erleben können.

Kapitel auf einen Blick

Wann die Menopause kommt, ist verschieden: im Durchschnitt mit 51 Jahren (IQWiG, 2023), meist zwischen 45 und 55 Jahren (MedlinePlus, 2025). Wie lange Hitzewallungen anhielten, hing in der SWAN-Studie mit ihrem Beginn zusammen, mit 3,4 Jahren im Median bei Beginn nach der Menopause und mehr als 11,8 Jahren bei frühem Beginn (Avis u. a., 2015). Mehr wahrgenommener Stress ging dort mit längeren Hitzewallungen einher, ebenso mehr depressive Symptome beim ersten Auftreten (Avis u. a., 2015). Das sind Zusammenhänge in Gruppen, keine Vorhersage für dich.

Welche Hormonwerte zeigen, in welcher Phase der Wechseljahre man ist?

Ab 45 braucht es dafür laut Leitlinie keinen Hormonwert: Die Wechseljahre werden anhand der Beschwerden festgestellt, und Hormonmessungen sind meist nicht nötig (DGGG, 2020).

Naheliegend ist der Gedanke, ein Bluttest könne die Phase einfach ablesen. Für das Hormon FSH, dessen Wert in dieser Zeit schwankt, sieht die Leitlinie aber nur Ausnahmefälle vor (DGGG, 2020):

  • Frauen zwischen 40 und 45 Jahren mit Wechseljahresbeschwerden (DGGG, 2020)
  • Frauen unter 40 mit Verdacht auf eine vorzeitige Ovarialinsuffizienz, bei der die Eierstöcke vorzeitig in ihrer Funktion nachlassen (DGGG, 2020)

Dazu passt ein Befund zur späten Übergangsphase. Dort liegt FSH mal im Bereich der Menopause und mal im Bereich früherer Jahre, vor allem bei hohem Estradiol (Harlow u. a., 2012). Ein einzelner Messwert kann in dieser Stufe also in beide Richtungen fallen.

Auch das IQWiG sieht im Hormonspiegel keinen Wegweiser: Das Ergebnis sagt laut IQWiG (2023) nichts darüber aus, ob eine Behandlung sinnvoll ist. Etwas anders ordnet MedlinePlus (2025), eine US-Gesundheitsenzyklopädie, Bluttests ein. Sie können der Ärztin oder dem Arzt helfen einzuschätzen, ob die Menopause nahe ist, wobei die Werte bei noch vorhandener Periode teils mehrfach gemessen werden müssen (MedlinePlus, 2025).

Was zeigt ein Hormontest in den Wechseljahren, und was nicht?

Er zeigt den Stand deiner Hormonwerte zum Zeitpunkt der Probe, nicht die Phase der Wechseljahre, in der du bist.

Der Menopause Check von mybody®x (MYBODY Lab GmbH) misst aus Kapillarblut acht Hormonwerte, darunter Estradiol und FSH. Die Probe nimmst du per Fingerpieks zu Hause selbst ab. Ausgewertet wird sie in einem Fachlabor in Deutschland, den Befund bekommst du als PDF im Kundenportal. Solange du noch einen Zyklus hast, notiere den Zyklustag – ohne ihn lässt sich der Befund kaum einordnen.

Was du damit in der Hand hast, ist der Stand deiner Werte jetzt. In welcher Phase der Wechseljahre du bist, stellt der Test nicht fest, und ein auffälliger Wert bedeutet nicht automatisch Krankheit. Seine Rolle ist die Vorbereitung auf das Arztgespräch, in dem du deine Beschwerden zusammen mit konkreten Werten besprechen kannst. Eine ärztliche Abklärung ersetzt er nicht.

Menopause Check | Wechseljahre Hormon-Test von mybody®x

Aus dem mybody®x-Sortiment · Bluttest

Menopause Check | Wechseljahre Hormon-Test

Acht Hormonwerte aus Kapillarblut als Stand zum Zeitpunkt der Probe:

  • Estradiol
  • Progesteron
  • FSH
  • LH
  • Testosteron
  • DHEA-S
  • SHBG
  • TSH

Solange du noch einen Zyklus hast, notiere den Zyklustag. Der Test stellt nicht fest, in welcher Phase der Wechseljahre du bist, und ersetzt keine ärztliche Abklärung.

Preis 159,00 € Stand 20.10.2026, Änderungen möglich
Probenart Kapillarblut per Fingerpieks, zu Hause selbst entnommen
Bearbeitungszeit Kit-Versand 1–3 Werktage
Laborauswertung 3–5 Werktage nach Probeneingang
Zum Menopause Check

Stand der Angaben: 20.10.2026

Grenzen: Was Phasen und Zahlen zu den Wechseljahren nicht zeigen

Die Zahlen beschreiben Gruppen von Frauen, keine einzelne Frau. Wie deine Wechseljahre verlaufen, sagen sie nicht voraus.

Die Stufen von STRAW+10 sind eine Einteilung für Forschung und Klinik (Harlow u. a., 2012). Ihre Aussagen beschreiben, wo Hitzewallungen wahrscheinlich und am wahrscheinlichsten sind (Harlow u. a., 2012), nicht, wie stark sie bei dir ausfallen.

Die Dauerzahlen stammen aus einer Beobachtungsstudie in den USA mit 3302 Frauen an 7 Standorten (Avis u. a., 2015). Gezählt wurden nur häufige Hitzewallungen, also solche an mindestens 6 Tagen in den vorangegangenen 2 Wochen (Avis u. a., 2015).

Der Schmerzbefund kommt aus einer Querschnittsanalyse, also einer Auswertung zu einem einzigen Zeitpunkt, mit 2218 Frauen derselben US-Studie (Dugan u. a., 2006). Sie zeigt einen Unterschied zwischen Gruppen, keine Ursache.

Die Aussagen der Leitlinie geben wir sinngemäß nach ihrer veröffentlichten englischen Kurzfassung mit Stand 2020 wieder (DGGG, 2020).

Der Menopause Check zeigt Hormonwerte zum Zeitpunkt der Probe. Welche Phase der Wechseljahre das ist, stellt er nicht fest.

Was heißt „am schlimmsten“ in den Wechseljahren für dich?

„Am schlimmsten“ bedeutet in den Wechseljahren keine feste Phase, sondern eine Wahrscheinlichkeit, und belegt ist sie nur für Hitzewallungen. Am wahrscheinlichsten sind sie in den ersten Jahren nach der letzten Periode (Harlow u. a., 2012), und wie lange sie anhielten, hing in der SWAN-Studie mit ihrem Beginn zusammen (Avis u. a., 2015). Für die Feststellung der Wechseljahre zählen laut Leitlinie in erster Linie deine Beschwerden (DGGG, 2020), deshalb lohnt es sich, sie vor dem Termin in der Praxis aufzuschreiben. Die letzte Periode ist kein Schlusspunkt, sie ist ein Orientierungspunkt.

Häufige Fragen

Mit welchem Alter kommen Frauen in die Wechseljahre?

Der Östrogenspiegel beginnt laut IQWiG (2023) ab etwa Mitte vierzig zu sinken, und die Menopause, also die letzte Periode, haben Frauen im Durchschnitt mit 51 Jahren (IQWiG, 2023). Meist liegt sie laut MedlinePlus (2025) zwischen 45 und 55 Jahren. Das IQWiG (2023) betont zugleich, dass einige Frauen ihre Menopause schon deutlich früher haben und andere erst später.

Können Hitzewallungen schon vor der letzten Periode beginnen?

Ja. Laut Leitlinie haben 14 bis 51 % der Frauen schon vor der Menopause Hitzewallungen (DGGG, 2020). Ein früher Beginn ging in der SWAN-Studie mit der längsten Dauer einher: Frauen, die häufige Hitzewallungen schon vor oder früh in der Übergangsphase bekamen, hatten sie im Median mehr als 11,8 Jahre (Avis u. a., 2015). Für dich persönlich lässt sich daraus keine Dauer ablesen, denn die Zahlen beschreiben eine Gruppe von Frauen in den USA.

Nimmt man in den Wechseljahren zu?

Eine leichte Zunahme ist möglich. Das IQWiG (2023) schreibt: „Viele nehmen während der Wechseljahre etwas an Gewicht zu.“ Es nennt das im selben Zusammenhang wie Schlafprobleme und Stimmungsschwankungen, die als Folge der hormonellen Umstellung auftreten können (IQWiG, 2023). Beschäftigt dich eine Zunahme, gehört sie zusammen mit deinen anderen Beschwerden in das Gespräch in der frauenärztlichen Praxis, denn dort lässt sie sich im Zusammenhang einordnen.

Stören die Wechseljahre den Schlaf?

Sie können es. Hitzewallungen und Schweißausbrüche können laut IQWiG (2023) auch den Nachtschlaf stören. Dazu kommen Probleme beim Ein- oder Durchschlafen, die die hormonelle Umstellung mit sich bringen kann (IQWiG, 2023). Die Leitlinie ist an dieser Stelle vorsichtiger: Bei Schlafstörungen ist laut DGGG (2020) nicht klar, ob sie hormonell bedingt sind. Halten die Schlafprobleme lange an, sind sie ein Thema für die ärztliche Praxis.

Haben Frauen nach der Menopause mehr Schmerzen?

In einer Auswertung der US-Studie SWAN berichteten Frauen nach der Menopause über mehr Schmerzen als Frauen vor der Menopause, auch nachdem andere Einflussfaktoren herausgerechnet waren (Dugan u. a., 2006). Untersucht wurden 2218 Frauen, und jede sechste von ihnen hatte täglich Beschwerden (Dugan u. a., 2006). Die Analyse betrachtet einen einzigen Zeitpunkt, sie zeigt deshalb einen Unterschied zwischen Gruppen und keine Ursache. Anhaltende Schmerzen gehören in die ärztliche Praxis.

Nächster Schritt

Deine Hormonwerte in den Wechseljahren als Gesprächsgrundlage

Der Menopause Check zeigt den Stand von acht Hormonwerten zum Zeitpunkt der Probe, nicht deine Phase der Wechseljahre. Den Befund kannst du in die frauenärztliche Praxis mitnehmen.

Zum Menopause Check Welche Hormonwerte sich zuerst ändern Zum Artikel über die Übergangszeit

Weiterlesen

Quellen

  1. IQWiG: Wechseljahrsbeschwerden, gesundheitsinformation.de (Stand 2023) – gesundheitsinformation.de; MedlinePlus (U.S. National Library of Medicine): Menopause (Stand 2025) – medlineplus.gov
  2. Harlow S. D. u. a. (STRAW + 10): Executive summary of the Stages of Reproductive Aging Workshop + 10, Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism (Stand 2012) – europepmc.org
  3. Avis N. E. u. a. (SWAN): Duration of menopausal vasomotor symptoms over the menopause transition, JAMA Internal Medicine (Stand 2015) – europepmc.org; Dugan S. A. u. a. (SWAN): Musculoskeletal pain and menopausal status, The Clinical Journal of Pain (Stand 2006) – europepmc.org
  4. DGGG u. a.: S3-Leitlinie Peri- und Postmenopause, Kurzfassung (Ortmann u. a.), Archives of Gynecology and Obstetrics (Stand 2020) – europepmc.org

Alter bei der Menopause und Beschwerdebild stützen sich auf [1] und [4]. Die Stufen und ihre Dauer stammen aus [2]. Dauer der Hitzewallungen und Schmerzbefund stammen aus [3], die Einordnung der Dauer ergänzt [1]. Feststellung der Wechseljahre und Rolle von FSH stützen sich auf [4] und [2]. Die Angaben zum Menopause Check von mybody®x haben den Stand vom 20.10.2026.

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Wechseljahre Hormonwerte

Das mybody®x Redaktions- & Fachteam schreibt über Frauengesundheit und Labordiagnostik und stützt sich dabei auf Leitlinien und Studien. Mehr über uns steht auf der Autorenseite.

Veröffentlicht am 21.10.2026 · Zuletzt aktualisiert am 21.10.2026

Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Referenzbereiche sind labor-, methoden- und altersabhängig – maßgeblich sind immer die Angaben auf deinem Befund.

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