Falten unter den Augen: Ursachen und was belegt ist
21. Oktober 2026ca. 15 Minutenvon mybody®x Redaktions- & Fachteam
Das Wichtigste in Kürze
Falten unter den Augen gehören zur Hautalterung, und als deren größter einzelner Einfluss gilt die Sonne (MedlinePlus, 2024). In einer Zwillingsstudie wirkten Gesichter umso älter, je länger geraucht wurde (Guyuron u. a., 2009). Die Veranlagung spielt mit (MedlinePlus, 2024), ist aber keine Festlegung. Am besten belegt ist täglicher Sonnenschutz (Hughes u. a., 2013).
In einer randomisierten Studie (die Gruppen wurden ausgelost) mit 903 Erwachsenen unter 55 war die Hautalterung bei täglichem Sonnenschutz nach 4,5 Jahren um 24 % geringer als bei Sonnenschutz nach Belieben (Hughes u. a., 2013).
Zu Kollagen als Nahrungsergänzung widersprechen sich zwei Auswertungen: Über alle Studien hinweg zeigten sich bessere Messwerte (Pu u. a., 2023), in den Studien ohne Geld von Pharmafirmen kein Effekt (Myung & Park, 2025).
Nach 31 Stunden ohne Schlaf wirkten Falten und Augenringe auf Fotos deutlicher, ein Eindruck aus einer kleinen Studie und kein Beleg für bleibende Falten (Sundelin u. a., 2013).
In diesem Artikel
Woher kommen Falten unter den Augen?
Falten unter den Augen sind ein Teil der Hautalterung, und als deren größter einzelner Einfluss gilt laut MedlinePlus (2024) die Sonne. Hinzu kommt, dass alternde Haut weniger Kollagen bildet (Varani u. a., 2006).
Kernaussage
Der größte einzelne Einfluss auf die Hautalterung ist die Sonne, und genau dort setzt Vorbeugung an (MedlinePlus, 2024).
Wer neue Fältchen unter den Augen entdeckt, fragt zuerst nach dem Warum. Die Antwort beginnt bei der Haut im Ganzen: Hautveränderungen hängen mit äußeren Einflüssen und mit der Veranlagung zusammen (MedlinePlus, 2024). Als weiteren Einfluss nennt MedlinePlus (2024) die Ernährung. Einen Einfluss hebt sie dabei als den größten hervor.
Belegte Fundstelle
„The greatest single factor, though, is sun exposure.“
MedlinePlus (U.S. National Library of Medicine)
Aging changes in skin, 2024
Auf Deutsch heißt das: Der größte einzelne Faktor ist allerdings die Sonne (sinngemäß nach MedlinePlus, 2024). Das lässt sich am eigenen Körper nachprüfen, wenn man Hautstellen, die der Sonne ausgesetzt sind, mit Stellen vergleicht, die vor Sonnenlicht geschützt bleiben (MedlinePlus, 2024). Wie Hautalterung im Ganzen abläuft, beschreibt der Beitrag zur Hautalterung. Hier geht es um die Stelle unter den Augen und um die Frage, was sich davon beeinflussen lässt.
Kollagen und Elastose: Was verändert sich in alternder Haut?
Alternde Haut bildet weniger Kollagen (Varani u. a., 2006). Zugleich verliert ihr Bindegewebe an Festigkeit und Elastizität (MedlinePlus, 2024).
Kollagen ist das Gerüsteiweiß der Haut. Eine geringere Bildung der Kollagentypen I und III gilt als kennzeichnend für Haut, die mit den Lebensjahren gealtert ist (Varani u. a., 2006). Im Labor bildeten Bindegewebszellen der Haut von 18- bis 29-Jährigen 82 ± 16 Nanogramm je Milliliter einer Kollagenvorstufe, die Zellen von über 80-Jährigen dagegen 56 ± 8 Nanogramm je Milliliter (Varani u. a., 2006). Das ist ein Laborbefund an Zellen. Er zeigt die Richtung, nicht das Maß für ein einzelnes Gesicht.
Das zweite Stichwort heißt Elastose: Veränderungen im Bindegewebe mindern die Festigkeit und Elastizität der Haut (MedlinePlus, 2024). An Stellen, die der Sonne ausgesetzt sind, fällt das deutlicher auf, dann sprechen Fachleute von solarer Elastose (MedlinePlus, 2024). Damit schließt sich der Kreis zur Sonne als größtem einzelnen Einfluss.
Für Frauen kommt eine weitere Veränderung hinzu. Nach der Menopause bilden sie nach und nach weniger Hautfett (MedlinePlus, 2024). Die Haut lässt sich dadurch schwerer feucht halten und wird trockener (MedlinePlus, 2024). Wie die Wechseljahre insgesamt verlaufen und wann die Beschwerden am stärksten sind, ordnet der Beitrag Wechseljahre: wann am schlimmsten? ein.
Warum bekommt man schon jung Falten unter den Augen?
Weil das Kalenderalter nur einen Teil erklärt: Eineiige Zwillinge sind gleich alt und haben dieselben Gene, und trotzdem wirkten bei 186 Paaren diejenigen älter, die mehr Sonne abbekommen oder länger geraucht hatten (Guyuron u. a., 2009).
Die Studie lief beim Twins Day Festival in Twinsburg im US-Bundesstaat Ohio, wo 186 Paare eineiiger Zwillinge einen ausführlichen Fragebogen ausfüllten (Guyuron u. a., 2009). Von allen wurden digitale Fotos gemacht. Eine Gruppe von Bewertenden sah sich die Bilder unabhängig voneinander an und notierte, wie alt die Geschwister wirkten und worin sich ihre Gesichtszüge unterschieden.
Der Aufbau ist das Besondere an dieser Studie. Weil eineiige Zwillinge dasselbe Erbgut und dasselbe Alter haben, fällt bei ihnen auf, was das Leben dazwischen verändert hat. Für die Frage, warum Falten schon früh auftauchen, ist das der passende Blick: Er hält das Angelegte gleich und zeigt, was dazukommt.
Sonne: Warum wirkt Haut mit mehr Sonne früher älter?
Mehr Sonne ging bei den Zwillingen mit einem älteren Aussehen einher, und dieser Zusammenhang wurde mit dem Alter stärker (Guyuron u. a., 2009). Dasselbe Muster zeigte sich bei Aktivitäten im Freien und bei fehlendem Sonnenschutz (Guyuron u. a., 2009).
Die Sonnenschutzstudie, um die es im nächsten Kapitel geht, lief mit Erwachsenen unter 55 und fand nach 4,5 Jahren messbare Unterschiede zwischen den Gruppen (Hughes u. a., 2013).
Rauchen: Warum wirkt die Haut von Rauchenden älter?
Je länger die Zwillinge geraucht hatten, desto älter wirkten sie (Guyuron u. a., 2009). Auch Falten im Gesicht waren bei denjenigen deutlicher zu sehen, die geraucht hatten (Guyuron u. a., 2009).
Das ist für die Frage nach frühen Falten besonders aufschlussreich, weil der Vergleich innerhalb eines Paares mit gleichen Genen läuft. Wer raucht, hat damit einen Einfluss in der Hand, der in dieser Studie deutlich sichtbar wurde. Wir schreiben dir nichts vor. Die Befunde ordnen nur ein, wo die Stellschrauben liegen.
Falten unter den Augen vorbeugen: Was ist belegt?
Am besten belegt ist täglicher Sonnenschutz: In einer randomisierten Studie war die Hautalterung damit nach 4,5 Jahren um 24 % geringer als bei Sonnenschutz nach Belieben (Hughes u. a., 2013). Zu Kollagen als Nahrungsergänzung widersprechen sich die Auswertungen.
Die naheliegende Hoffnung ist ein Mittel, das Falten aufhält. Die Studienlage setzt den Schwerpunkt bei der Sonne. Die Sonnenschutzstudie lief in Nambour in Australien, und aus 1.621 zufällig aus einem Gemeinderegister ausgewählten Erwachsenen nahmen 903 Personen unter 55 Jahren teil (Hughes u. a., 2013). Randomisiert heißt: Das Los entschied, wer täglich Sonnenschutz verwendete und wer ihn nach eigenem Ermessen nutzte.
Die Gruppe mit täglichem Sonnenschutz zeigte nach 4,5 Jahren keine messbare Zunahme der Hautalterung (Hughes u. a., 2013). Vom Beginn bis zum Ende der Studie alterte die Haut in dieser Gruppe um 24 % weniger als in der Vergleichsgruppe (Hughes u. a., 2013). Die Forschenden folgern, dass beständig verwendeter Sonnenschutz die Hautalterung bei gesunden Männern und Frauen mittleren Alters bremst (sinngemäß nach Hughes u. a., 2013).
Für den Alltag fasst MedlinePlus (2024) den Schutz vor der Sonne so zusammen:
- Sonnenbrand möglichst vermeiden.
- Draußen Sonnenschutz verwenden, auch im Winter.
- Bei Bedarf schützende Kleidung und einen Hut tragen.
Bleibt Kollagen zum Einnehmen. Hier stehen sich zwei Auswertungen gegenüber, und beide gehören auf den Tisch. Eine Auswertung von 26 randomisierten Studien mit 1.721 Teilnehmenden fand unter Kollagen eine bessere gemessene Hautfeuchtigkeit und Elastizität als unter Placebo, also einem Scheinpräparat (Pu u. a., 2023). Die Einnahme dauerte in diesen Studien 2 bis 12 Wochen, und die Autorinnen und Autoren halten größere Studien zur Bestätigung für nötig (Pu u. a., 2023).
Eine zweite Auswertung von 23 Studien mit 1.474 Teilnehmenden kam über alle Studien hinweg zunächst zu einem ähnlichen Bild (Myung & Park, 2025). Getrennt nach Geldgebern sah es anders aus: Die Studien ohne Geld von Pharmafirmen zeigten keinen Effekt, ebenso wenig die hochwertigen Studien (Myung & Park, 2025). Die Autoren folgern, dass es derzeit keine klinischen Belege dafür gibt, Hautalterung mit Kollagen als Nahrungsergänzung vorzubeugen oder sie damit zu behandeln (sinngemäß nach Myung & Park, 2025).
Wie Kollagen als Nahrungsergänzung im Einzelnen einzuordnen ist, steht im Beitrag Kollagen einnehmen. Dieser Artikel bleibt bei den Ursachen und beim Schutz.
Was die Studien zeigen
| Einfluss | Befund | Quelle |
|---|---|---|
| Täglicher Sonnenschutz | 24 % weniger Hautalterung nach 4,5 Jahren als bei Sonnenschutz nach Belieben (Hughes u. a., 2013) | Hughes u. a., 2013, randomisierte Studie |
| Rauchen | Je länger geraucht wurde, desto älter wirkte das Gesicht (Guyuron u. a., 2009) | Guyuron u. a., 2009, Zwillingsstudie |
| Kollagen, alle Studien | Gemessene Feuchtigkeit und Elastizität besser als unter Placebo (Pu u. a., 2023) | Pu u. a., 2023, Auswertung von 26 Studien |
| Kollagen, unabhängige und hochwertige Studien | Kein Effekt (Myung & Park, 2025) | Myung & Park, 2025, Auswertung von 23 Studien |
Sonne und Schlaf: Was beeinflusst Falten unter den Augen?
Die Sonne ist der größte einzelne Einfluss auf die Hautalterung (MedlinePlus, 2024). Nach einer durchwachten Nacht wirkten in einer kleinen Studie die Augen auf Fotos geschwollener, und Falten im Gesicht fielen stärker auf (Sundelin u. a., 2013).

Beide Einflüsse stehen in diesem Kapitel nebeneinander, obwohl sich ihre Beweislage deutlich unterscheidet. Zur Sonne gibt es Daten über Jahre. Zum Schlaf gibt es eine kleine Studie über eine durchwachte Nacht, und genau so ist sie zu lesen.
Sonne: Warum ist Vorbeugung eine lebenslange Sache?
Weil die meisten Hautveränderungen mit der Sonne zusammenhängen, ist Vorbeugung eine lebenslange Sache (MedlinePlus, 2024). Praktisch heißt das: Vorbeugung beginnt nicht erst, wenn die ersten Fältchen unter den Augen da sind. Sie gehört in den Sommerurlaub genauso wie in den Winterspaziergang, denn MedlinePlus (2024) rät zu Sonnenschutz draußen auch im Winter.
Schlaf: Wie wirkt eine durchwachte Nacht auf die Augenpartie?
Nach 31 Stunden ohne Schlaf wirkten die Augen auf Fotos geschwollener und die Augenringe dunkler (Sundelin u. a., 2013). Bewertet wurde dabei der Eindruck auf Fotos.
Für die Studie wurden 10 Personen, davon fünf Frauen, jeweils um 14:30 Uhr fotografiert: einmal nach normalem Schlaf und einmal nach 31 Stunden ohne Schlaf, denen eine Nacht mit nur 5 Stunden Schlaf vorausgegangen war (Sundelin u. a., 2013). Insgesamt 40 Personen bewerteten danach die Fotos (Sundelin u. a., 2013). Auf den Bildern nach dem Schlafentzug sahen die Bewertenden unter anderem diese Veränderungen (Sundelin u. a., 2013):
- geschwollenere Augen und dunklere Augenringe
- hängendere Lider und rötere Augen
- mehr Falten und feine Linien
- blassere Haut und hängende Mundwinkel
Das ist ein Eindruck nach einer durchwachten Nacht, kein Beleg dafür, dass dauerhaft wenig Schlaf Falten macht. Die Studie erklärt also, warum das Spiegelbild nach einer durchwachten Nacht faltiger wirken kann. Über die Haut auf lange Sicht sagt sie nichts.
Als weiteren Einfluss auf die Haut nennt MedlinePlus (2024) die Ernährung. Wer dazu weiterlesen möchte, findet im Beitrag über Vitamin C und Haut einen Einstieg in das Thema Ernährung und Haut.
Kapitel auf einen Blick
Die Sonne gilt als größter einzelner Einfluss auf die Hautalterung (MedlinePlus, 2024). Sonnenschutz draußen empfiehlt MedlinePlus (2024) auch im Winter. Nach 31 Stunden ohne Schlaf wirkten Falten und Augenringe auf Fotos deutlicher (Sundelin u. a., 2013). Dass dauerhaft wenig Schlaf Falten macht, belegt diese kleine Studie nicht.
Welche Rolle spielt die Veranlagung bei Falten unter den Augen?
Die Veranlagung spielt mit (MedlinePlus, 2024), aber sie legt nicht fest, wie die Haut mit den Jahren aussieht. Bei eineiigen Zwillingen mit gleichen Genen wurden äußere Einflüsse im Gesicht sichtbar (Guyuron u. a., 2009).
Mit Veranlagung ist gemeint, was die DNA anlegt, nicht der Zustand deiner Haut heute. Sie gehört zu den Einflüssen, die MedlinePlus (2024) für Hautveränderungen nennt. Die Zwillingsstudie zeigt die andere Seite: Wo die Gene gleich sind, bleiben trotzdem sichtbare Unterschiede, und sie hängen mit Sonne und Rauchen zusammen (Guyuron u. a., 2009). Die Anlage ist keine Festlegung.
Der Satz „Falten sind reine Veranlagung“ greift deshalb zu kurz. Er nimmt dir den Teil aus der Hand, der sich nachweislich verändern lässt: In der Sonnenschutzstudie war die Hautalterung bei täglichem Sonnenschutz um 24 % geringer als in der Vergleichsgruppe (Hughes u. a., 2013). Genauso wenig stimmt das Gegenteil, dass allein das richtige Mittel zählt.
Was du beeinflussen kannst
Sonnenschutz: Bei täglicher Verwendung war die Hautalterung nach 4,5 Jahren um 24 % geringer als bei Sonnenschutz nach Belieben (Hughes u. a., 2013).
Sonnenbrand: MedlinePlus (2024) rät, ihn möglichst zu vermeiden.
Rauchen: Je länger die Zwillinge geraucht hatten, desto älter wirkten sie (Guyuron u. a., 2009).
Was angelegt ist
Veranlagung: Sie gehört laut MedlinePlus (2024) zu den Einflüssen auf die Haut.
Alter der Haut: Gealterte Haut bildet weniger Kollagen (Varani u. a., 2006).
Wer wissen möchte, wie die eigene Haut in diesem Punkt angelegt ist, kann das mit einem DNA-Test aus Speichel nachsehen. Bei mybody®x (MYBODY Lab GmbH) gibt es dafür den Anti-Aging | SKINCARE DNA-Test. Er untersucht aus einer Speichelprobe, die du zu Hause selbst entnimmst, über 33 Genvariationen (mybody®x, Stand der Angaben: 20.10.2026). Sein Bericht zur Hautalterung beschreibt, wie dein Kollagenstoffwechsel angelegt ist.
Das ist eine Veranlagung, kein Zustand. Der Test misst weder Kollagen in der Haut noch die Wirkung eines Präparats. Ob Kollagen zum Einnehmen bei dir etwas bewirkt, lässt sich aus dem Bericht deshalb nicht ablesen.
Technisch ist das eine SNP-Genotypisierung: Ausgelesen werden einzelne Genvariationen, keine Sequenz des ganzen Erbguts. Ausgewertet wird die Probe in einem Fachlabor in Deutschland, den Bericht erhältst du als PDF. Der Test ersetzt keine ärztliche oder dermatologische Beratung. Er ist ein Ausgangspunkt, um die eigene Haut besser einzuordnen.
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Grenzen: Was bleibt bei Falten unter den Augen unsicher?
Am stärksten ist die randomisierte Sonnenschutzstudie (Hughes u. a., 2013). Die Zwillings- und die Schlafstudie beruhen auf Fotobewertungen, der Kollagenbefund von Varani u. a. (2006) auf Laborversuchen. Zum Kollagen widersprechen sich die Auswertungen.
Die Sonnenschutzstudie lief in Nambour in Australien, auf 26 Grad südlicher Breite und damit unter hoher UV-Belastung (Hughes u. a., 2013). Ihre Ergebnisse lassen sich deshalb nicht ohne Weiteres auf Deutschland übertragen. Gemessen wurde die Feinstruktur der Hautoberfläche (Hughes u. a., 2013). Teils fehlten Daten, und die Teststärke war gering, also die Fähigkeit der Studie, Unterschiede sicher zu erfassen (Hughes u. a., 2013).
Die Zwillingsstudie beruht auf dem geschätzten Alter auf Fotos und auf einem Fragebogen, erhoben bei einem Zwillingsfestival in den USA (Guyuron u. a., 2009). Bewertet wurde das Gesicht insgesamt (Guyuron u. a., 2009). Sie beschreibt Zusammenhänge, keine im Versuch geprüften Ursachen.
Die Schlafstudie ist sehr klein, mit 10 fotografierten Personen und 40 Bewertenden (Sundelin u. a., 2013). Sie prüfte akuten Schlafentzug und bewertete den Eindruck auf Fotos. Über Monate mit zu wenig Schlaf gibt sie keine Auskunft.
Der Befund zur sinkenden Kollagenbildung stammt aus dem Labor, gemessen an Zellen und Gewebeschnitten (Varani u. a., 2006). Die erste Auswertung zu Kollagen zum Einnehmen maß Hautfeuchtigkeit und Elastizität, sichtbare Falten waren nicht ihr Hauptziel (Pu u. a., 2023). In 21 der 26 Studien nahmen nur Frauen teil (Pu u. a., 2023). Von der zweiten Auswertung ist nur die Kurzfassung frei zugänglich, ohne Angaben dazu, wie groß die Effekte ausfielen (Myung & Park, 2025).
Und der SKINCARE DNA-Test beschreibt eine Veranlagung, keinen Zustand der Haut. Er ersetzt keine ärztliche oder dermatologische Beratung.
Falten unter den Augen: Wo fängst du am besten an?
Falten unter den Augen gehören zur Hautalterung, doch wie früh sie sich zeigen, liegt nicht allein in den Genen. Der größte einzelne Einfluss ist die Sonne (MedlinePlus, 2024), und täglicher Sonnenschutz ist der Schritt mit dem besten Beleg (Hughes u. a., 2013). Wer raucht, hat einen zweiten Hebel in der Hand. Die Anlage ist keine Festlegung.
Häufige Fragen
Braucht man auch im Winter Sonnenschutz?
Ja. MedlinePlus (2024) rät, draußen auch im Winter Sonnenschutz zu verwenden. Der Grund: Die meisten Hautveränderungen hängen laut MedlinePlus (2024) mit der Sonne zusammen, deshalb gilt Vorbeugung als lebenslange Sache. Zum Schutz zählt MedlinePlus (2024) auch, Sonnenbrand möglichst zu vermeiden und bei Bedarf schützende Kleidung und einen Hut zu tragen. Welcher Schutz zu deiner Haut passt, klärst du am besten in der hautärztlichen Praxis.
Warum wird die Haut nach den Wechseljahren trockener?
Nach der Menopause bilden Frauen nach und nach weniger Hautfett (MedlinePlus, 2024). Dadurch fällt es schwerer, die Haut feucht zu halten, und es können Trockenheit und Juckreiz folgen (MedlinePlus, 2024). Die Veränderung kommt schrittweise und gehört zu den Alterungsvorgängen der Haut. Wenn der Juckreiz stark ist oder dich beunruhigt, ist die hautärztliche oder gynäkologische Praxis die richtige Anlaufstelle.
Was ist Elastose?
Elastose nennt man Veränderungen im Bindegewebe der Haut, die ihre Festigkeit und Elastizität mindern (MedlinePlus, 2024). An Stellen, die der Sonne ausgesetzt sind, fällt sie deutlicher auf, dann sprechen Fachleute von solarer Elastose (MedlinePlus, 2024). Der Begriff beschreibt also einen Teil dessen, was beim Altern der Haut im Bindegewebe passiert. Bei Fragen zu Veränderungen an deiner eigenen Haut ist die hautärztliche Praxis die richtige Anlaufstelle.
Nimmt die Kollagenbildung mit dem Alter ab?
Ja, eine geringere Bildung der Kollagentypen I und III gilt als typisch für Haut, die mit den Lebensjahren gealtert ist (Varani u. a., 2006). Die Forschenden führen das auf mindestens zwei Ursachen zurück: Die Bindegewebszellen der Haut altern selbst, und sie werden mechanisch weniger angeregt (Varani u. a., 2006). Im Labor bildeten Zellen von über 80-Jährigen weniger einer Kollagenvorstufe als Zellen von 18- bis 29-Jährigen (Varani u. a., 2006). Das ist ein Befund an Zellen, kein Messwert für deine Haut.
Sehen Raucher älter aus?
In einer Studie mit 186 Paaren eineiiger Zwillinge wirkten die Geschwister umso älter, je länger sie geraucht hatten (Guyuron u. a., 2009). Auch Falten im Gesicht waren bei denen deutlicher, die geraucht hatten (Guyuron u. a., 2009). Weil eineiige Zwillinge dieselben Gene haben, fällt der Unterschied hier besonders ins Auge. Bewertet wurde allerdings das geschätzte Alter auf Fotos, nicht die Haut unter dem Mikroskop.
Nächster Schritt
Wie ist deine Haut angelegt?
Der Anti-Aging | SKINCARE DNA-Test beschreibt, wie dein Kollagenstoffwechsel angelegt ist. Er zeigt eine Veranlagung und ersetzt keine hautärztliche Beratung.
Zum SKINCARE DNA-Test Wie Hautalterung entsteht Die Hintergründe zur Hautalterung im ÜberblickWeiterlesen
Quellen
- MedlinePlus (U.S. National Library of Medicine): Aging changes in skin (Stand 2024) – medlineplus.gov · Varani J. u. a.: Decreased collagen production in chronologically aged skin, American Journal of Pathology (2006) – europepmc.org
- Hughes M. C. u. a.: Sunscreen and prevention of skin aging, Annals of Internal Medicine (2013) – europepmc.org · Guyuron B. u. a.: Factors contributing to the facial aging of identical twins, Plastic and Reconstructive Surgery (2009) – europepmc.org
- Sundelin T. u. a.: Cues of fatigue: effects of sleep deprivation on facial appearance, Sleep (2013) – europepmc.org
- Pu S. Y. u. a.: Effects of Oral Collagen for Skin Anti-Aging, Nutrients (2023) – europepmc.org · Myung S. K. & Park Y.: Effects of Collagen Supplements on Skin Aging, The American Journal of Medicine (2025) – europepmc.org
Die Aussagen zur Hautalterung im Ganzen und zur Elastose stützen sich auf MedlinePlus [1], ebenso die Angaben zu den Wechseljahren. Die Kollagenbildung im Labor stammt aus Varani u. a. [1]. Sonnenschutz und Rauchen beruhen auf [2], der Schlafentzug auf [3] und Kollagen als Nahrungsergänzung auf [4]. Die Produktangaben zum Anti-Aging | SKINCARE DNA-Test stammen von mybody®x. Stand der Angaben: 20.10.2026.
mybody®x Redaktions- & Fachteam
Hautalterung DNA-Tests
Das mybody®x Redaktions- & Fachteam ordnet Studien zu Haut und Genetik ein und prüft jede Zahl an ihrer Quelle. Mehr über das Team steht auf der Autorenseite.
Veröffentlicht am 21.10.2026 · Zuletzt aktualisiert am 21.10.2026
Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
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Die DNA-Analyse dient der Ernährungs- und Lebensstilberatung. Sie ist kein diagnostisches Verfahren, stellt keine Krankheitsvorhersage dar und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Beratung. Genetische Varianten beschreiben Wahrscheinlichkeiten in Bevölkerungsgruppen, keine Festlegung für einzelne Personen.
Die Bilder in diesem Artikel sind mit KI erstellt, die abgebildeten Personen sind nicht real.






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