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fT3 und fT4 neben dem TSH: was sie ergänzen

Das Wichtigste in Kürze

Der TSH misst das Signal an die Schilddrüse. fT3 und fT4 messen, was die Schilddrüse daraufhin liefert. Das sind zwei verschiedene Seiten derselben Regelung.

Der Buchstabe f davor ist dabei der wichtigste Teil des Namens. Die Schilddrüsenhormone sind im Blut größtenteils an Eiweiß gebunden, und nur der freie Anteil ist aktiv (IQWiG, Stand 20.03.2025).

Du liest zuerst, was die beiden Werte beschreiben. Danach folgen der Vergleich mit dem TSH, der Unterschied zwischen frei und gesamt, die Referenzwerte aus den Leitquellen und die Frage, wann die Hormonwerte überhaupt bestimmt werden.

Das erwartet dich in diesem Artikel

1. Was fT3 und fT4 beschreiben
2. Signal und Lieferung: zwei Seiten
3. Die drei Werte im Vergleich
4. Frei und gesamt sind zwei Werte
5. Der Satz zum Verhältnis der beiden Hormone
6. Warum heute der freie Anteil gemessen wird
7. Die Referenzwerte aus den Leitquellen
8. Warum die Reihenfolge zählt
9. Wann die Hormonwerte bestimmt werden
10. Drei Sätze im Faktencheck
11. Ein dokumentierter Sonderfall
12. Für wen sich eine Messung lohnt
13. Was ein Test aus Kapillarblut hier zeigen kann
14. Grenzen: was drei Werte offenlassen
15. Worauf es bei den Hormonwerten ankommt
Häufige Fragen
Quellen

Was fT3 und fT4 beschreiben

Beide Werte sind Schilddrüsenhormone, und beide beschreiben etwas anderes als der TSH.

Das IQWiG definiert das eine so: Freies Thyroxin ist ein Schilddrüsenhormon, und nur der ungebundene Anteil kann seine Wirkung im Körper entfalten und verschiedene Stoffwechselvorgänge steuern (Stand 20.03.2025).

Und das andere so: Freies Trijodthyronin ist ein Schilddrüsenhormon, das verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper beeinflusst, zum Beispiel den Herzschlag (Stand 20.03.2025).

Woher die Zahlen im Namen kommen

Die 3 und die 4 sind keine Rangfolge. Sie beziehen sich auf die Zahl der Jodatome im Molekül: Trijodthyronin trägt drei, Thyroxin trägt vier.

Das erklärt die Abkürzungen T3 und T4 und damit auch die Schreibweisen auf einem Befund. Ein f davor steht für frei.

Signal und Lieferung: zwei Seiten

Der Unterschied zum TSH ist grundsätzlicher Natur und wird selten deutlich gemacht.

Der TSH stammt nach Beschreibung des IQWiG aus der Hirnanhangdrüse und regt die Schilddrüse an, Schilddrüsenhormone zu bilden (Stand 20.03.2025). Er ist damit die Aufforderung.

fT3 und fT4 sind das, was daraufhin ankommt. Sie sind die Antwort auf diese Aufforderung.

Deshalb laufen die beiden Seiten in entgegengesetzte Richtungen. Das IQWiG hält für die Hormonwerte fest: Erhöhte Werte der freien Schilddrüsenhormone im Blut können auf eine Überfunktion hindeuten, sind sie zu niedrig, kann dies ein Zeichen für eine Unterfunktion sein (Stand 24.04.2024). Beim TSH ist es genau umgekehrt.

Die drei Werte im Vergleich

Die Tabelle stellt die drei Werte entlang derselben vier Fragen gegenüber. Sie ordnet ein und stellt keine Diagnose.

Wert Woher er stammt Was ein hoher Wert andeutet Referenzbereich für Erwachsene
TSH Aus der Hirnanhangdrüse – das Signal an die Schilddrüse In der Regel eine Unterfunktion 0,3 bis 3,5 mU/l; ab dem 50. Lebensjahr 0,3 bis 4,5 mU/l
fT4 Aus der Schilddrüse – der freie, aktive Anteil des Thyroxins Kann auf eine Überfunktion hindeuten 10 bis 23 pmol/l, entsprechend 0,8 bis 2,0 ng/dl
fT3 Aus der Schilddrüse – der freie Anteil des Trijodthyronins, wirksamer als fT4 Kann auf eine Überfunktion hindeuten 3,9 bis 6,7 pmol/l, entsprechend 0,2 bis 0,52 ng/dl
Gesamtes T4 Die Summe aus freiem und an Protein gebundenem Thyroxin Wird heute zur Beurteilung üblicherweise nicht mehr herangezogen 5 bis 12 µg/dl

Alle Referenzbereiche in dieser Tabelle stammen vom IQWiG und gelten für Erwachsene über 18 Jahren, die TSH-Bereiche nach Lebensalter (Stand 20.03.2025). Maßgeblich bleibt der Bereich auf dem eigenen Befund, weil Referenzwerte von Labor zu Labor abweichen können (IQWiG, Stand 02.04.2025).

Was ein normaler TSH bei bestehenden Beschwerden bedeutet, behandelt der Schwesterartikel Normaler TSH-Wert und trotzdem Beschwerden.

Frei und gesamt sind zwei Werte

Der Buchstabe f vor der Abkürzung ist der wichtigste Teil des Namens, und er wird beim Lesen eines Befunds oft überlesen.

Das IQWiG erklärt den Hintergrund: Die Schilddrüsenhormone sind im Blut größtenteils an Eiweiß gebunden, nur ein kleiner Anteil befindet sich ungebunden, also frei, im Blut (Stand 20.03.2025).

Und weiter: Diese freien Schilddrüsenhormone sind aktiv, das heißt, nur in diesem Zustand können sie ihre Wirkung im Körper entfalten (Stand 20.03.2025).

Was das für den Befund heißt

Gesamtes T4 ist nach derselben Quelle die Summe aus dem freien Thyroxin und dem T4, das an Protein gebunden ist (Stand 20.03.2025). Für gesamtes T3 gilt dasselbe Prinzip.

Ein Gesamtwert und ein freier Wert stehen deshalb in völlig verschiedenen Zahlenräumen. Gesamtes T4 wird in µg/dl angegeben, freies T4 in pmol/l oder ng/dl.

Beim Vergleich zweier Befunde beginnt die Prüfung deshalb bei der Bezeichnung und der Einheit, nicht bei der Zahl. T4 und fT4 sind zwei verschiedene Werte.

Der Satz zum Verhältnis der beiden Hormone

Zwischen fT3 und fT4 besteht ein Unterschied, den die Leitquelle in einem Halbsatz benennt.

Belegte Fundstelle

„Das freie Trijodthyronin (fT3) ist dabei wirksamer als das freie Thyroxin (fT4).“

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
IQWiG, gesundheitsinformation.de, Freies Trijodthyronin (fT3), Stand 20.03.2025

Wirksamer heißt hier nicht wichtiger. Es heißt, dass dieselbe Menge fT3 im Körper mehr bewirkt als dieselbe Menge fT4.

Das erklärt, warum die Referenzbereiche der beiden so weit auseinanderliegen. fT4 bewegt sich zwischen 10 und 23 pmol/l, fT3 zwischen 3,9 und 6,7 pmol/l (IQWiG, Stand 20.03.2025).

Ein Vergleich der beiden Zahlen untereinander ergibt deshalb keinen Sinn. Jeder der beiden Werte wird gegen seinen eigenen Bereich gelesen.

Warum heute der freie Anteil gemessen wird

Dass auf modernen Befunden fT4 statt T4 steht, ist eine Entwicklung mit einem nachvollziehbaren Grund.

Das IQWiG beschreibt sie so: Früher wurde das gesamte T4 zur Beurteilung der Schilddrüse bestimmt, heutzutage wird üblicherweise nur das frei im Blut vorhandene Thyroxin gemessen, denn damit lässt sich die Schilddrüsenfunktion genauer beurteilen als mit dem gesamten T4 (Stand 20.03.2025).

Das MSD Manual, Ausgabe für Fachkreise, nennt denselben Punkt aus fachlicher Sicht: Freies T4 im Serum kann direkt gemessen werden, womit man die Fallstricke bei der Interpretation der Gesamt-T4-Konzentration vermeiden kann (Stand Februar 2024).

Für das T3 hält das IQWiG dieselbe Praxis fest: In der Regel wird der freie Anteil bestimmt, um Störungen der Schilddrüsenfunktion festzustellen (Stand 20.03.2025).

Die Referenzwerte aus den Leitquellen

Drei Angaben für Erwachsene über 18 Jahren, jeweils mit Quelle und Stand. Sie ordnen ein und stellen keine Diagnose.

Belegte Referenzbereiche

10–23

pmol/l freies Thyroxin, entsprechend 0,8 bis 2,0 ng/dl, für Frauen und Männer über 18 (IQWiG, Stand 20.03.2025)

3,9–6,7

pmol/l freies Trijodthyronin, entsprechend 0,2 bis 0,52 ng/dl, für Frauen und Männer über 18 (IQWiG, Stand 20.03.2025)

5–12

µg/dl gesamtes Thyroxin – ein anderer Wert in einer anderen Einheit (IQWiG, Stand 20.03.2025)

Die dritte Angabe steht hier bewusst neben den ersten beiden. Sie zeigt, wie weit ein Gesamtwert und ein freier Wert auseinanderliegen und warum eine Verwechslung teuer wird.

Das IQWiG ergänzt für beide freien Werte denselben Grundsatz: Von einem Laborwert allein lässt sich meist nicht auf eine Krankheit schließen. Und: Auch gesunde Menschen haben manchmal Werte außerhalb des Referenzbereichs (Stand 20.03.2025).

Warum die Reihenfolge zählt

An dieser Stelle lässt sich das Verhältnis der drei Werte in einen Satz fassen.


Der TSH beantwortet, ob eine Frage besteht. fT3 und fT4 beantworten, worin sie besteht.

Diese Arbeitsteilung erklärt die übliche Reihenfolge in der Diagnostik. Der TSH reagiert früh und empfindlich, die Hormonwerte beschreiben die Lage genauer.

Das MSD Manual, Ausgabe für Fachkreise, formuliert die Rolle des TSH deutlich: Er ist der empfindlichste Parameter zur Abklärung der Schilddrüsenfunktion (Stand Februar 2024).

Daraus folgt aber nicht, dass die Hormonwerte überflüssig wären. Sie beantworten eine andere Frage, und sie beantworten sie erst dann, wenn sie gestellt wird.

Wann die Hormonwerte bestimmt werden

Hier gehört ein Punkt genannt, der einer verbreiteten Erwartung widerspricht.

Das IQWiG beschreibt die übliche Praxis so: Störungen der Schilddrüsenfunktion sind besonders früh an einer Veränderung des TSH-Wertes erkennbar, daher wird oft zunächst nur TSH gemessen, und ist dieser Wert auffällig, werden auch die Schilddrüsenhormone T3 und T4 bestimmt (Stand 24.04.2024).

Die beiden Hormonwerte sind damit in der Regel ein zweiter Schritt und kein erster. Wer sie ohne auffälligen TSH bestimmen lässt, erhält Zahlen, die in der üblichen Reihenfolge gar nicht angefordert worden wären.

Warum sie trotzdem nützlich sein können

Aus der Reihenfolge folgt nicht, dass die Werte im ersten Schritt wertlos wären. Sie folgt aus der Frage, die gestellt wird.

Liegen alle drei Werte vom selben Tag vor, entfällt der zweite Termin, falls der TSH auffällig ausfällt. Und sie stammen aus derselben Probe, sind also unter denselben Bedingungen entstanden.

Was sich daraus im Einzelfall ableiten lässt, entscheidet eine ärztliche Praxis. Was sich hier festhalten lässt, ist der praktische Vorteil eines vollständigen Satzes von Zahlen mit einem Datum.

Drei Sätze im Faktencheck

Diese drei Sätze begegnen einem regelmäßig, wenn Schilddrüsenwerte besprochen werden.

Geprüft gegen die Beleglage

Verbreitet

„T4 und fT4 sind dasselbe.“

Belegt

Das gesamte Thyroxin ist die Summe aus dem freien Thyroxin und dem T4, das an Protein gebunden ist (IQWiG, Stand 20.03.2025). Die Referenzbereiche liegen entsprechend weit auseinander: 5 bis 12 µg/dl gegenüber 10 bis 23 pmol/l.

Verbreitet

„Wenn fT3 höher ist als der Bereich von fT4, stimmt etwas nicht.“

Belegt

Die beiden Werte haben eigene Referenzbereiche: fT4 10 bis 23 pmol/l, fT3 3,9 bis 6,7 pmol/l (IQWiG, Stand 20.03.2025). Jeder wird gegen seinen eigenen Bereich gelesen, ein Vergleich der Zahlen untereinander ergibt keine Aussage.

Verbreitet

„Wer die Schilddrüse prüfen will, braucht immer alle drei Werte.“

Belegt

Die übliche Reihenfolge ist eine andere: zunächst oft nur TSH, und ist dieser Wert auffällig, werden auch T3 und T4 bestimmt (IQWiG, Stand 24.04.2024). Der praktische Vorteil aller drei Werte liegt darin, dass sie aus derselben Probe stammen.

Ein dokumentierter Sonderfall

Es gibt eine Konstellation, in der die drei Werte nicht zusammenpassen, und sie hat einen eigenen Namen.

Das MSD Manual, Ausgabe für Fachkreise, führt sie als Low-T3-/Low-T4-Syndrom, auch Euthyroid-Sick-Syndrom genannt. Der TSH kann dabei normal, niedrig oder hoch sein (Stand Februar 2024).

Diese Konstellation betrifft schwer erkrankte Menschen und ist damit kein Alltagsfall für einen Selbsttest. Sie steht hier, weil sie zeigt, dass auch drei Werte gemeinsam nicht jede Frage beantworten.

Dieselbe Quelle nennt daneben Umstände, unter denen der TSH bei sehr kranken Menschen falsch-niedrig sein kann, insbesondere unter Glukokortikoiden oder Dopamin (Stand Februar 2024). Eine laufende Behandlung gehört deshalb in jedes Gespräch über einen Befund.

Für wen sich eine Messung lohnt

Die Gegenüberstellung bezieht sich auf die gemeinsame Bestimmung von TSH, fT3 und fT4 aus einer Probe.

Sinnvoll für dich, wenn …

Du bisher nur einen TSH kennst und die beiden Hormonwerte dazu fehlen.

Auf deinem alten Befund T4 statt fT4 steht und du den heute üblichen Wert sehen willst.

Du alle drei Werte aus derselben Probe und mit einem Datum haben willst.

Du für ein Gespräch in der Praxis einen vollständigen Satz Zahlen mitbringen willst.

Eher nicht, wenn …

Du eine bestehende Schilddrüsenbehandlung überwachen willst. Das gehört in die Praxis, die sie führt.

Du aus dem Verhältnis der Zahlen untereinander etwas ablesen willst. Jeder Wert hat seinen eigenen Bereich.

Du gerade schwer erkrankt bist. Dann ist die Deutung aller drei Werte eingeschränkt.

Du eine Diagnose erwartest. Die stellt eine ärztliche Praxis und kein Selbsttest.

Was ein Test aus Kapillarblut hier zeigen kann

Ein Selbsttest aus Kapillarblut stellt keine Diagnose und ersetzt keine Abklärung. Was er kann, ist die drei Werte gemeinsam liefern, statt sie über zwei Termine zu verteilen.

Der Women's Wellness Check von mybody®x (MYBODY Lab GmbH) führt TSH, fT3 und fT4 aus derselben Probe. Damit liegen Signal und Lieferung vom selben Tag vor.

Women's Wellness Check | Frauen-Gesundheits-Test von mybody®x (MYBODY Lab GmbH)

Bluttest aus Kapillarblut

Women’s Wellness Check | Frauen-Gesundheits-Test

Führt 18 Werte und darunter TSH, fT3 und fT4 aus derselben Probe. Dazu Cortisol, Prolaktin, SHBG, Ferritin, Vitamin B12, Vitamin D, Gamma-GT, GPT, Cystatin C, den Langzeitblutzucker, CRP sowie Gesamtcholesterin, HDL, LDL und Triglyceride. Was der Test nicht leistet: Er bestimmt weder gesamtes T3 noch gesamtes T4, prüft keine Schilddrüsen-Antikörper, stellt keine Diagnose und ersetzt keine ärztliche Untersuchung.

Preis 169,00 € Stand 15.08.2026, Änderungen möglich
Probenart Kapillarblut
Bearbeitungszeit Kit-Versand 1–3 Werktage
Laborauswertung 3–5 Werktage nach Probeneingang
Labor zertifiziertes medizinisches Fachlabor
Angabe der Produktseite, abgerufen 15.08.2026
Zum Women’s Wellness Check

Vier Punkte entscheiden darüber, ob aus drei Werten eine brauchbare Information wird.

Punkt 1

Auf das f achten

T4 und fT4 sind zwei verschiedene Werte in zwei Einheiten.

Punkt 2

Jeden Wert einzeln lesen

fT3 und fT4 haben eigene Referenzbereiche und werden nicht verglichen.

Punkt 3

Richtung beachten

Beim TSH und bei den Hormonwerten zeigt hoch in verschiedene Richtungen.

Punkt 4

Umstände nennen

Schwere Erkrankung und bestimmte Medikamente verändern alle drei Werte.

Kapitel auf einen Blick

Ein Selbsttest aus Kapillarblut liefert TSH, fT3 und fT4 aus derselben Probe und stellt keine Diagnose. Sein Nutzen liegt darin, dass Signal und Lieferung vom selben Tag stammen. Entscheidend sind vier Punkte: auf das f achten, jeden Wert einzeln lesen, die Richtung beachten und Umstände nennen.

Grenzen: was drei Werte offenlassen

Die erste Grenze ist die Ursache. Die drei Werte beschreiben eine Funktionslage und sagen nichts darüber, woher sie kommt. Für die Frage nach einer Autoimmunreaktion nennt das IQWiG eigene Untersuchungen, nämlich Schilddrüsen-Antikörper (Stand 24.04.2024).

Die zweite Grenze ist die Bandbreite gesunder Menschen. Das IQWiG hält fest, dass auch gesunde Menschen manchmal Werte außerhalb des Referenzbereichs haben (Stand 20.03.2025).

Die dritte Grenze ist der Sonderfall. Beim Low-T3-/Low-T4-Syndrom kann der TSH normal, niedrig oder hoch sein (MSD Manual, Ausgabe für Fachkreise, Stand Februar 2024). Dann trägt auch ein vollständiger Satz Werte nicht ohne Weiteres.

Die vierte Grenze ist die Diagnose. Alle Einordnungen in diesem Artikel ordnen ein und stellen keine Diagnose. Diese entsteht in einer ärztlichen Praxis aus mehreren Bausteinen, und kein Selbsttest nimmt sie vorweg.

Worauf es bei den Hormonwerten ankommt

Wenn du aus diesem Artikel eine einzige Sache mitnimmst, dann diese: Der TSH und die beiden Hormonwerte stehen auf zwei verschiedenen Seiten derselben Regelung.

Der eine ist die Aufforderung aus der Hirnanhangdrüse, die beiden anderen sind das, was daraufhin ankommt. Deshalb zeigt hoch bei ihnen in entgegengesetzte Richtungen, und deshalb ergänzen sie sich.

Am Anfang stand die Frage, was fT3 und fT4 ergänzen. Die Antwort lautet: Der TSH beantwortet, ob eine Frage besteht, die Hormonwerte beantworten, worin sie besteht. Und das kleine f davor entscheidet darüber, welchen Wert du überhaupt vor dir hast.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen fT4 und T4?

Das gesamte Thyroxin ist die Summe aus dem freien Thyroxin und dem T4, das an Protein gebunden ist (IQWiG, Stand 20.03.2025). Nur der freie Anteil ist aktiv. Heute wird üblicherweise das freie Thyroxin gemessen, weil sich damit die Schilddrüsenfunktion genauer beurteilen lässt als mit dem gesamten T4. Die Referenzbereiche unterscheiden sich entsprechend: 5 bis 12 µg/dl gegenüber 10 bis 23 pmol/l.

Welche Referenzwerte gelten für fT3 und fT4?

Das IQWiG nennt für Frauen und Männer über 18 Jahren: freies Thyroxin 10 bis 23 pmol/l, entsprechend 0,8 bis 2,0 ng/dl, und freies Trijodthyronin 3,9 bis 6,7 pmol/l, entsprechend 0,2 bis 0,52 ng/dl (Stand 20.03.2025). Maßgeblich bleibt der Referenzbereich auf dem eigenen Befund.

Wann werden fT3 und fT4 überhaupt bestimmt?

Das IQWiG beschreibt die übliche Reihenfolge: Störungen der Schilddrüsenfunktion sind besonders früh an einer Veränderung des TSH-Wertes erkennbar, daher wird oft zunächst nur TSH gemessen, und ist dieser Wert auffällig, werden auch die Schilddrüsenhormone T3 und T4 bestimmt (Stand 24.04.2024). Liegen alle drei aus derselben Probe vor, entfällt ein zweiter Termin.

Ist fT3 wichtiger als fT4?

Das IQWiG formuliert: Das freie Trijodthyronin ist dabei wirksamer als das freie Thyroxin (Stand 20.03.2025). Wirksamer heißt, dass dieselbe Menge mehr bewirkt, und nicht, dass der Wert aussagekräftiger wäre. Jeder der beiden wird gegen seinen eigenen Referenzbereich gelesen.

Warum zeigen TSH und Hormonwerte in verschiedene Richtungen?

Weil sie zwei Seiten derselben Regelung beschreiben. Erhöhte TSH-Werte weisen in der Regel auf eine Unterfunktion hin, erniedrigte auf eine Überfunktion (IQWiG, Stand 20.03.2025). Bei den freien Hormonen ist es umgekehrt: Erhöhte Werte können auf eine Überfunktion hindeuten, zu niedrige auf eine Unterfunktion (IQWiG, Stand 24.04.2024).

Nächster Schritt

Signal und Lieferung vom selben Tag

Ein TSH allein zeigt die eine Seite. Erst die beiden Hormonwerte daneben zeigen, was die Schilddrüse tatsächlich liefert. Der Women’s Wellness Check führt alle drei gemeinsam mit 15 weiteren Werten aus Kapillarblut. Er stellt keine Diagnose und ersetzt keine ärztliche Abklärung.

Zum Women’s Wellness Check

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Quellen

  1. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Freies Trijodthyronin (fT3), Stand 20.03.2025 – gesundheitsinformation.de
  2. IQWiG: Freies Thyroxin (fT4), Stand 20.03.2025 – gesundheitsinformation.de
  3. IQWiG: Gesamtes Thyroxin (T4), Stand 20.03.2025 – gesundheitsinformation.de
  4. IQWiG: Gesamtes Trijodthyronin (T3), Stand 20.03.2025 – gesundheitsinformation.de
  5. IQWiG: Thyreoidea-stimulierendes Hormon (TSH), Stand 20.03.2025 – gesundheitsinformation.de
  6. IQWiG: Schilddrüsenuntersuchungen verstehen, Stand 24.04.2024 – gesundheitsinformation.de
  7. MSD Manual, Ausgabe für Fachkreise: Darstellung der Schilddrüsenfunktion, Boucai L (vollständige Überprüfung Februar 2024) – msdmanuals.com
  8. IQWiG: Laborwerte richtig verstehen, Stand 02.04.2025 – gesundheitsinformation.de

Das wörtliche Zitat zur Wirksamkeit des fT3, dessen Definition, der Referenzbereich 3,9 bis 6,7 pmol/l und der Hinweis, dass in der Regel der freie Anteil bestimmt wird, stammen aus Quelle [1]. Die Definition des fT4, der Referenzbereich 10 bis 23 pmol/l und der Hinweis auf Werte außerhalb des Referenzbereichs bei gesunden Menschen stammen aus [2]. Die Definition des gesamten Thyroxins, der Referenzbereich 5 bis 12 µg/dl, die Erläuterung zur Eiweißbindung und die Angabe zum Wechsel von T4 auf fT4 stammen aus [3]. Die Definition des gesamten Trijodthyronins stammt aus [4]. Die Definition des TSH, die Referenzbereiche nach Alter und die Richtungsangabe stammen aus [5]. Die Reihenfolge TSH zuerst, dann T3 und T4, die Richtungsangabe für die freien Hormone und der Hinweis auf Schilddrüsen-Antikörper stammen aus [6]. Die Aussagen zum empfindlichsten Parameter, zur direkten Messung des freien T4 und zum Low-T3-/Low-T4-Syndrom stammen aus [7]. Die Erläuterung des Referenzbereichs stammt aus [8]. Angaben zu Preis, Werten, Probenart und Labor stammen von der Produktseite von mybody®x, abgerufen am 15.08.2026; die Bearbeitungszeiten folgen der zentralen Vorgabe für Bluttests. Alle Quellen wurden am 15.08.2026 aufgerufen und geprüft.

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Labordiagnostik Blutanalyse-Interpretation Ernährungswissenschaft Nutrigenetik

Dieser Artikel entstand im Redaktions- und Fachteam von mybody®x. Das Team verbindet Labordiagnostik, Ernährungswissenschaft und die Interpretation von Blutanalysen. Wer daran mitarbeitet, steht auf der Autorenseite.

Veröffentlicht am 15.08.2026 · Zuletzt aktualisiert am 15.08.2026

Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Referenzbereiche sind labor-, methoden- und altersabhängig – maßgeblich sind immer die Angaben auf deinem Befund.

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