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Katzenallergie: was tun gegen das Allergen und was eine Hyposensibilisierung kann

7. Oktober 2026ca. 16 Minutenvon mybody®x Redaktions- & Fachteam

Das Wichtigste in Kürze

Bei Katzenallergie steht die ärztliche Klärung am Anfang: Ist die Katze der Auslöser? Danach gilt bei Tierallergie das Meiden des Kontakts als Maßnahme der Wahl (DGAKI u. a., 2022). Baden senkt das Katzenallergen in der Luft, doch der Effekt hält keine Woche (Avner u. a., 1997); ein Luftreiniger samt Bezügen senkte es, ohne die Beschwerden zu verändern (Wood u. a., 1998).

Ein IgE-Wert zeigt eine Sensibilisierung, keine Diagnose (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016).

Nach der Abgabe der Katze erreichten 8 von 15 Wohnungen erst nach 20 bis 24 Wochen Allergenwerte wie Wohnungen ohne Katze (Wood u. a., 1989).

Eine Hyposensibilisierung dauert mindestens 3 bis 5 Jahre (IQWiG, 2023) und kommt bei Katzenallergie laut Leitlinie nur im Einzelfall infrage (DGAKI u. a., 2022).

In diesem Artikel

Katzenallergie: Warum zuerst klären, ob es die Katze ist?

Weil jede Maßnahme im Alltag Kraft kostet und nur dann trägt, wenn die Katze tatsächlich der Auslöser ist. Die Suche nach dem Auslöser beginnt laut IQWiG (2024) mit dem Gespräch in der ärztlichen Praxis.

Umgangssprachlich heißt sie Katzenhaarallergie, doch es sind nicht die Haare, die eine allergische Reaktion auslösen (gesund.bund.de, 2024). Allergene, also die Auslöser einer Allergie, sind bei Tieren Eiweiße; sie finden sich in Hautschuppen und Speichel, ebenso in Schweiß und Talg (gesund.bund.de, 2024). Bei Katzen nennt das Nationale Gesundheitsportal Fell und Speichel als Quelle (gesund.bund.de, 2024).

Der Verdacht liegt nahe, wenn es beim Besuch bei Freunden mit Katze in der Nase kribbelt. Ein Verdacht ist aber noch kein Befund. Die Suche nach dem Auslöser folgt einem abgestuften Verfahren: Nach dem Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt wird in der Regel zuerst ein Hauttest gemacht, eine Blutuntersuchung kommt dazu, wenn ein Hauttest schwierig oder zu riskant ist (IQWiG, 2024).

Ein Provokationstest ist erst dann sinnvoll, wenn Hauttest oder Blutuntersuchung kein eindeutiges Ergebnis gezeigt haben (IQWiG, 2024). Er findet unter ärztlicher Aufsicht statt, da es dabei auch zu sehr starken allergischen Reaktionen kommen kann (IQWiG, 2024). Für Tierallergien beschreibt gesund.bund.de (2024) denselben Weg: Haut- und Bluttests, in manchen Fällen zusätzlich ein Provokationstest unter ärztlicher Aufsicht.

Woran sich eine Katzenallergie zeigt und was eher für eine Erkältung spricht, steht im Beitrag Katzenallergie erkennen. Hier geht es um den nächsten Schritt: was du tust, wenn der Verdacht im Raum steht. Wie die einzelnen Allergietests ablaufen, erklärt der Beitrag Allergietest machen.

Für jeden Bluttest gilt ein Satz, der diesen Artikel trägt: Ein IgE-Wert zeigt eine Sensibilisierung, keine Diagnose. IgE-Antikörper sind bestimmte Antikörper im Blut, deren Menge bei einer Allergie erhöht sein kann (IQWiG, 2024). Wer spezifische IgE-Antikörper gegen ein Allergen hat, gilt als sensibilisiert; das ist die Voraussetzung für eine Allergie, kann aber auch bestehen, ohne dass beim Kontakt Beschwerden auftreten (RKI-Kommission Umweltmedizin, 2016).

Die Diagnose stellt die ärztliche Praxis, indem sie das Testergebnis mit deinen Beschwerden und deiner Vorgeschichte abgleicht. Das IQWiG formuliert die Grenze des Bluttests unmissverständlich.

Belegte Fundstelle

„Der Test ist jedoch nur ein Hinweis auf eine Allergie, kein Nachweis.“

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
gesundheitsinformation.de, „Welche Allergietests gibt es?“ · IQWiG (2024)

Der Grund für die Reihenfolge ist praktisch. Wer die Katze für den Auslöser hält, ohne es zu wissen, richtet womöglich den ganzen Alltag gegen das falsche Allergen aus. Und wer später über eine Hyposensibilisierung nachdenkt, also eine ärztliche Behandlung mit niedrigen Allergendosen über Jahre (IQWiG, 2023), braucht laut Leitlinie ohnehin den Nachweis einer klinisch relevanten Sensibilisierung (DGAKI u. a., 2022).

Katzenallergene: Warum bleiben sie so lange in der Wohnung?

Katzenallergene sind sehr langlebig und können laut gesund.bund.de (2024) auch nach Monaten oder Jahren noch Beschwerden auslösen. Dazu kommt, dass sie mit der Kleidung wandern.

Kernaussage

Katzenallergen hält sich nicht an Zimmergrenzen: Es wandert mit der Kleidung (Almqvist u. a., 1999) und bleibt über Monate im Hausstaub (Wood u. a., 1989).

Wer versteht, wie sich das Allergen verhält, kann Maßnahmen besser einschätzen. Bei Hunden stecken die Allergene ebenfalls in Fell und Speichel (gesund.bund.de, 2024); welche Schritte dort im Alltag infrage kommen, beschreibt der Beitrag Hundehaarallergie: Symptome und was du tun kannst. Für die Katze zeichnen die folgenden Befunde ein klares Bild.

Katzenallergen hält sich über Monate

Katzenallergene können auch nach Monaten oder Jahren noch zu Beschwerden führen (gesund.bund.de, 2024). Sie werden über die Atemwege aufgenommen und ebenso durch direkten Körperkontakt (gesund.bund.de, 2024). Ein Tier muss dafür nicht im Raum sein.

Katzenallergen reist mit der Kleidung

Katzenallergen gelangt über die Kleidung von Katzenhaltern in fremde Räume und von dort auf die Kleidung anderer (Almqvist u. a., 1999). In einer Studie an Schulklassen lag das Katzenallergen in der Luft im mittleren Messwert 5-fach höher in Klassen mit über 25 Prozent Katzenbesitzern als in Klassen mit unter 10 Prozent, 2,94 gegen 0,59 Nanogramm je Kubikmeter (Almqvist u. a., 1999). Auf der Kleidung von Kindern ohne Katze stieg das Allergen nach einem Schultag an (Almqvist u. a., 1999).

Gemessen wurde das Allergen in Luft und Kleidung, nicht die Beschwerden der Kinder. Für den Alltag zeigt die Studie trotzdem, warum Allergen auch in Räumen ohne Katze ankommt.

Katzenallergen bleibt nach dem Auszug der Katze

Auch wenn die Katze die Wohnung verlassen hat, sinkt ihr Allergen im Hausstaub nur allmählich (Wood u. a., 1989). Gemessen wurde dabei Fel d 1, so heißt das Katzenallergen, das die Studien zu diesem Thema im Hausstaub und in der Luft bestimmen (Wood u. a., 1989; Avner u. a., 1997).

In einer Studie mit 15 Wohnungen erreichten 8 nach 20 bis 24 Wochen Werte wie Wohnungen ohne Katze; in den übrigen 7 sank das Allergen deutlich langsamer (Wood u. a., 1989). Die Forschenden schlossen daraus, dass es äußerst schwierig ist, ein Allergen aus Innenräumen zu entfernen, selbst wenn seine Quelle bekannt ist und entfernt wurde (Wood u. a., 1989).

Katzenallergie ohne eigene Katze

Manche Menschen haben eine Katzenallergie, obwohl sie nie eine Katze hatten (gesund.bund.de, 2024). Das passt zu den Befunden davor: Ein Allergen, das lange hält und mit der Kleidung reist, begegnet dir auch dort, wo keine Katze lebt. Für den Alltag heißt das: Eine einzelne Maßnahme in der eigenen Wohnung erreicht das Allergen nur dort.

Katzenallergie: Was tun im Alltag, und was bringt es?

Bei Tierallergie ist das Meiden des Allergens laut Leitlinie die Maßnahme der Wahl (DGAKI u. a., 2022). Die Maßnahmen mit Messdaten senken das Allergen; eine Wirkung auf die Beschwerden fand die Studie zum Luftreiniger nicht (Wood u. a., 1998).

Dunkler Nachttisch mit Wasserglas neben Leinenbettwäsche

Für Tierallergien nennt gesund.bund.de (2024) als ersten Schritt, den Kontakt zu den Tieren zu meiden. Sinnvoll kann es dabei auch sein, Kleidungs- und Einrichtungsgegenstände gründlich zu reinigen oder zu entfernen (gesund.bund.de, 2024). Beim eigenen Haustier ist laut derselben Quelle zu erwägen, das Tier abzugeben (gesund.bund.de, 2024). Das klingt hart, und es ist eine Möglichkeit, keine Pflicht.

Die Katze zu baden wirkt wie eine einfache Lösung. In einer Studie mit acht Katzen senkte wöchentliches Waschen von drei Katzen durch Untertauchen über einen Monat das Fel d 1 in der Luft im Mittel um 79 Prozent (Avner u. a., 1997). Vor dem nächsten Bad lagen die Werte aber nicht durchgehend niedriger; der Rückgang hielt keine Woche (Avner u. a., 1997). Beim Waschen in einer Tierarztpraxis, wöchentlich über fünf Wochen, sank das Allergen in der Luft um 44 Prozent (Avner u. a., 1997).

Ein HEPA-Luftreiniger wurde in einer placebokontrollierten Studie geprüft: Eine Gruppe bekam ein Gerät mit aktivem Filter, die Vergleichsgruppe ein Scheingerät (Wood u. a., 1998). Teilgenommen haben 35 Menschen mit Katzenallergie und Katze im Haushalt, das Gerät lief 3 Monate, zusammen mit Bezügen für Matratze und Kissen (Wood u. a., 1998). Die Katze durfte in dieser Zeit nicht ins Schlafzimmer.

Das Ergebnis ist ernüchternd. Das Allergen in der Luft sank in der Gruppe mit aktivem Filter stärker als in der Vergleichsgruppe, eine Wirkung auf die Beschwerden wurde aber für keinen der untersuchten Messwerte festgestellt (sinngemäß nach Wood u. a., 1998).

Kleidung ist der Weg, auf dem Allergen auch in Räume ohne Katze gelangt, wie die Studie an Schulklassen zeigt (Almqvist u. a., 1999). Wer Beschwerden in Innenräumen auch ohne Katzenkontakt bemerkt, findet im Beitrag Allergie im Winter: was dahintersteckt die Einordnung zu Innenräumen und Milben.

Maßnahmen gegen Katzenallergen · Avner u. a. (1997) · Wood u. a. (1998) · Wood u. a. (1989) · gesund.bund.de (2024)

Maßnahme Gemessen Grenze
Katze baden Fel d 1 in der Luft im Mittel um 79 Prozent gesenkt, Waschen wöchentlich über einen Monat (Avner u. a., 1997). Drei gewaschene Katzen, nur Allergen gemessen; der Effekt hielt keine Woche (Avner u. a., 1997).
Luftreiniger mit Bezügen, Katze nicht im Schlafzimmer Weniger Allergen in der Luft als mit Scheingerät, 35 Teilnehmende über 3 Monate (Wood u. a., 1998). Keine festgestellte Wirkung auf die Beschwerden (Wood u. a., 1998).
Katze abgeben In 8 von 15 Wohnungen nach 20 bis 24 Wochen Werte wie ohne Katze (Wood u. a., 1989). In den übrigen 7 sank das Allergen deutlich langsamer; gemessen im Staub, nicht an Beschwerden (Wood u. a., 1989).
Kleidung und Einrichtung reinigen Empfehlung bei Tierallergie: gründlich reinigen oder entfernen (gesund.bund.de, 2024). Empfehlung aus einer Gesundheitsinformation für Laien (gesund.bund.de, 2024).

Aus der Tabelle folgt keine Rangliste, sondern ein Muster: Jede gemessene Maßnahme senkt das Allergen, keine räumt es schnell aus. Wer mit Katze leben will, kombiniert deshalb sinnvollerweise mehrere Schritte und misst den Erfolg an den eigenen Beschwerden, nicht am Gerät.

Katzenallergie-Impfung: Was kann eine Hyposensibilisierung?

Eine Hyposensibilisierung ist eine ärztliche Behandlung über mindestens 3 bis 5 Jahre (IQWiG, 2023). Bei Katzenallergie kommt sie laut Leitlinie in einzelnen Fällen infrage, wenn sich der Kontakt nicht vermeiden lässt (DGAKI u. a., 2022).

Wer nach einer Impfung gegen Katzenallergie sucht, landet bei der Hyposensibilisierung, die Fachleute Allergen-Immuntherapie nennen, kurz AIT (DGAKI u. a., 2022). Das IQWiG beschreibt das Verfahren so: Es werden „ähnlich wie bei einer Impfung regelmäßig niedrige Dosen des Allergens unter die Haut gespritzt oder unter die Zunge gegeben“ (IQWiG, 2023). Der Vergleich mit der Impfung betrifft also die Gabe kleiner Allergenmengen, nicht die Dauer: Eine spezifische Immuntherapie dauert mindestens 3 bis 5 Jahre (IQWiG, 2023).

Das Nationale Gesundheitsportal nennt die Katzenallergie ausdrücklich als Tierallergie, bei der eine spezifische Immuntherapie möglich ist (gesund.bund.de, 2024). Sie kommt infrage, wenn die Beschwerden sehr stark sind und sich der Kontakt mit dem Tier nicht vermeiden lässt (gesund.bund.de, 2024).

Die ärztliche Fachleitlinie ordnet zurückhaltender ein. Bei Tierallergien ist das Meiden des Allergens, die sogenannte Allergenkarenz, die Maßnahme der Wahl; lässt es sich nicht gewährleisten, kommt in einzelnen Fällen, etwa bei beruflichem Kontakt, eine gespritzte AIT mit Tierallergenextrakten infrage (DGAKI u. a., 2022). Die größte Erfahrung gibt es dabei mit der AIT bei Katzenallergien (DGAKI u. a., 2022).

Zur Wirksamkeit hält die Leitlinie fest, dass „wenige Studien“ eine „gewisse klinische Wirksamkeit“ bei Katzen- und Hundeallergie belegen konnten; wegen der eingeschränkten Evidenz verlangt eine AIT gegen Katzenallergene eine kritische Risiko- und Kosten-Nutzen-Beurteilung im Einzelfall (DGAKI u. a., 2022).

Eine Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Die Entwicklung einer gespritzten Therapie mit synthetischen, also künstlich hergestellten Fel-d-1-Peptiden scheiterte nach vielversprechenden frühen Studien in der späten Prüfphase III und wird nicht als zugelassenes Präparat zur Verfügung stehen (DGAKI u. a., 2022).

Voraussetzung für jede AIT ist laut Leitlinie der „Nachweis einer korrespondierenden klinisch relevanten Sensibilisierung“ (DGAKI u. a., 2022). Gemeint ist eine Sensibilisierung, die zu den Beschwerden passt. Ein Laborwert allein reicht dafür nicht.

Kapitel auf einen Blick

Die „Impfung“ gegen Katzenallergie ist eine Hyposensibilisierung, bei der das Allergen über mindestens 3 bis 5 Jahre in niedrigen Dosen gegeben wird (IQWiG, 2023). Bei Tierallergie ist das Meiden des Allergens laut Leitlinie die Maßnahme der Wahl (DGAKI u. a., 2022). Eine AIT kommt bei Katzenallergie in einzelnen Fällen infrage, die Belege dafür sind eingeschränkt (DGAKI u. a., 2022). Voraussetzung ist eine klinisch relevante Sensibilisierung, kein Laborwert allein (DGAKI u. a., 2022).

Katzenallergie: Welcher Schritt passt zu deiner Lage?

Das hängt davon ab, ob die Allergie gesichert ist und ob die Katze bleiben soll. Die Entscheidungshilfe unten ordnet jeder Lage den Schritt zu, den Studien und Leitlinie stützen.

Eine Katze, die zur Familie gehört, gibt niemand leichtfertig ab. Die Leitlinie zur Allergen-Immuntherapie benennt das offen: Bei etlichen Menschen, die gegen Haustiere sensibilisiert sind, besteht ein starker Wunsch nach einer AIT, statt das Tier abzugeben (DGAKI u. a., 2022). Dieser Wunsch ist verständlich. Er ändert nur nichts daran, dass das Allergen im Haushalt bleibt, solange die Katze dort lebt.

Wenn du am Anfang stehst …

Beschwerden bei Katzenkontakt, Ursache ungeklärt: dann zuerst ärztlich abklären lassen. Der Weg beginnt mit dem Gespräch, in der Regel folgt ein Hauttest (IQWiG, 2024).

Allergie gesichert, die Katze soll bleiben: dann Maßnahmen kombinieren und das Schlafzimmer katzenfrei halten. Große Erwartungen an ein einzelnes Gerät trägt die Studienlage nicht; ein Luftreiniger mit Bezügen senkte das Allergen, nicht die Beschwerden (Wood u. a., 1998), ein Bad wirkt keine Woche (Avner u. a., 1997).

Wenn es nicht reicht …

Beschwerden trotz Maßnahmen stark, Kontakt unvermeidbar: dann ärztlich über eine Allergen-Immuntherapie sprechen. Genau für diese Lage nennt gesund.bund.de (2024) die Hyposensibilisierung, die Leitlinie sieht sie im Einzelfall (DGAKI u. a., 2022).

Die Katze ist weg, die Beschwerden bleiben: dann Zeit einplanen. In 8 von 15 Wohnungen dauerte es 20 bis 24 Wochen, bis das Allergen im Staub das Niveau von Wohnungen ohne Katze erreichte, in den übrigen 7 länger (Wood u. a., 1989).

Die Entscheidung über die Katze triffst du, nicht ein Ratgeber. Das Gesundheitsportal formuliert die Abgabe als etwas, das zu erwägen ist (gesund.bund.de, 2024), und genau so ist sie hier gemeint.

Katzenallergie im Bluttest: Was zeigt der IgE-Wert?

Ein Bluttest misst IgE-Antikörper gegen Katzenallergene und gibt damit einen Hinweis auf eine Allergie, keinen Nachweis (IQWiG, 2024).

Im Labor wird die Menge der IgE-Antikörper in der Blutprobe gemessen; sie kann bei einer Allergie erhöht sein (IQWiG, 2024). Mehr IgE-Antikörper können auch ohne Allergie im Blut sein, etwa bei Menschen, die rauchen, oder bei einer Parasiten-Infektion (IQWiG, 2024). Die Menge hängt außerdem nicht unbedingt mit der Stärke der Beschwerden zusammen (IQWiG, 2024).

Wie ein IgE-Wert im Blut einzuordnen ist, erklärt der Beitrag Allergiewert im Blut. Für die Katzenallergie heißt das: Der Wert kann den Verdacht stützen, die Entscheidung über Maßnahmen oder eine Hyposensibilisierung trifft er nicht.

Bei mybody®x (MYBODY Lab GmbH) gibt es dafür den AllergoCheck. Er ist ein Bluttest, kein Hauttest: Du entnimmst zu Hause selbst Kapillarblut, also Blut per Fingerpieks, ausgewertet wird in einem Fachlabor in Deutschland. Der Test misst IgE gegen 54 Allergene aus den Gruppen Pollen, Hausstaub, Tierhaare und Nahrungsmittel; als Einzelallergen ist die Katze darunter.

Was er nicht kann, gehört dazu: Ein IgE-Wert zeigt eine Sensibilisierung, keine Diagnose. Ob aus einer Sensibilisierung eine Allergie wird, entscheidet sich am Symptom, und das gehört in ärztliche Hände. Das Ergebnis ist zur Vorbereitung auf das Arztgespräch gedacht und ersetzt keine ärztliche Abklärung.

AllergoCheck Nahrungsmittel- und Allergietest von mybody®x

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AllergoCheck | Nahrungsmittel- und Allergietest

Misst IgE gegen 54 Allergene aus Pollen, Hausstaub, Tierhaaren und Nahrungsmitteln; die Katze ist als Einzelallergen enthalten. Ein IgE-Wert zeigt eine Sensibilisierung, keine Diagnose. Das Ergebnis dient der Vorbereitung auf das Arztgespräch.

Preis 129,00 € Stand 07.10.2026, Änderungen möglich
Probenart Kapillarblut per Fingerpieks, zu Hause selbst entnommen
Bearbeitungszeit Kit-Versand 1–3 Werktage
Laborauswertung 3–5 Werktage nach Probeneingang
Zum AllergoCheck

Grenzen: Was die Studien zur Katzenallergie nicht zeigen

Die Studien zu den Alltagsmaßnahmen sind klein und stammen aus den Jahren 1989 bis 1998 (Wood u. a., 1989; Wood u. a., 1998). Gemessen haben sie vor allem das Allergen, nicht die Beschwerden.

Die Studie zur Abgabe der Katze umfasste 15 Wohnungen und maß das Allergen im Staub (Wood u. a., 1989), die Bade-Studie acht Katzen und das Allergen in der Luft (Avner u. a., 1997). Von diesen Studien hat einzig die zum Luftreiniger mit 35 Teilnehmenden neben dem Allergen auch die Beschwerden erfasst, über 3 Monate und für eine Kombination mehrerer Maßnahmen (Wood u. a., 1998). Die Schulklassen-Studie maß Allergen in Luft und Kleidung, ebenfalls ohne Beschwerden (Almqvist u. a., 1999).

Die Leitlinie zur Allergen-Immuntherapie ist eine Fachleitlinie für Ärztinnen und Ärzte mit Stand 2022 und gültig bis 29.06.2027 (DGAKI u. a., 2022). Die Beschreibung der Behandlung als „ähnlich wie bei einer Impfung“ samt der Dauer stammt aus der IQWiG-Information zur Hausstauballergie (IQWiG, 2023).

Der Bluttest hat ebenfalls eine klare Grenze. Er zeigt eine Sensibilisierung gegen Katze, er zeigt nicht, ob die Katze deine Beschwerden auslöst. Diese Frage beantwortet die ärztliche Praxis aus Befund und Beschwerden zusammen.

Katzenallergie: Was zählt, wenn die Katze bleiben soll?

Kein einzelner Handgriff räumt das Katzenallergen aus der Wohnung. Das ist eher eine Planungsgrundlage als eine schlechte Nachricht. Wer zuerst klärt, ob die Katze der Auslöser ist, und danach Maßnahmen kombiniert, erwartet von keiner allein zu viel. Bleiben die Beschwerden trotzdem stark, ist die Hyposensibilisierung ein Thema für die Praxis, mit ehrlichem Blick auf Dauer und Belege. Was du mit deiner Katze entscheidest, bleibt deine Entscheidung.

Häufige Fragen

Gibt es Hausmittel gegen Katzenallergie?

Belegt sind bei Katzenallergie die Schritte, zu denen es Messungen oder eine Empfehlung des Nationalen Gesundheitsportals gibt. Dazu gehört, Kleidungs- und Einrichtungsgegenstände gründlich zu reinigen oder zu entfernen (gesund.bund.de, 2024). Das Baden der Katze senkte das Allergen in der Luft, der Effekt hielt aber keine Woche (Avner u. a., 1997). Ein HEPA-Luftreiniger mit Bezügen senkte das Allergen, ohne dass sich die Beschwerden messbar änderten (Wood u. a., 1998).

Wie lange dauert eine Hyposensibilisierung bei Katzenallergie?

Eine spezifische Immuntherapie dauert mindestens 3 bis 5 Jahre (IQWiG, 2023). In dieser Zeit wird das Allergen in niedrigen Dosen wiederholt unter die Haut gespritzt oder unter die Zunge gegeben (IQWiG, 2023). Diese Beschreibung bezieht sich beim IQWiG auf die Hausstauballergie. Bei Tierallergie kommt eine gespritzte Behandlung mit Tierallergenextrakten laut Leitlinie in einzelnen Fällen infrage (DGAKI u. a., 2022); ob das für dich gilt, klärt die ärztliche Praxis.

Katzenhaarallergie: Senkt wöchentliches Baden der Katze das Allergen?

Für kurze Zeit. Wöchentliches Waschen durch Untertauchen über einen Monat senkte das Katzenallergen in der Luft im Mittel um 79 Prozent (Avner u. a., 1997). Vor dem nächsten Bad lagen die Werte aber nicht durchgehend niedriger, der Rückgang hielt keine Woche (Avner u. a., 1997). Die Studie umfasste acht Katzen und maß das Allergen in der Luft, nicht die Beschwerden der Menschen (Avner u. a., 1997).

Darf die Katze bei Katzenallergie im Schlafzimmer schlafen?

In der Studie zum HEPA-Luftreiniger gehörte ein katzenfreies Schlafzimmer zur Kombination der Maßnahmen, zusammen mit dem Gerät und Bezügen für Matratze und Kissen (Wood u. a., 1998). Die Kombination senkte das Allergen in der Luft, eine Wirkung auf die Beschwerden wurde nicht festgestellt (Wood u. a., 1998). Die Katze aus dem Schlafzimmer zu halten, ist damit ein Baustein für weniger Allergen in der Luft, aber kein Versprechen für ruhigere Nächte.

Wie lange bleiben Katzenallergene nach einem Umzug in der Wohnung?

Katzenallergene sind sehr langlebig und können auch nach Monaten oder Jahren noch Beschwerden auslösen (gesund.bund.de, 2024). In einer Studie erreichten 8 von 15 Wohnungen nach der Abgabe der Katze erst nach 20 bis 24 Wochen Allergenwerte wie Wohnungen ohne Katze, in den übrigen 7 sank das Allergen deutlich langsamer (Wood u. a., 1989). Wer in eine Wohnung zieht, in der eine Katze gelebt hat, kann Kleidungs- und Einrichtungsgegenstände gründlich reinigen oder entfernen, wie es gesund.bund.de (2024) bei Tierallergie empfiehlt.

Nächster Schritt

IgE gegen Katze vor dem Arzttermin messen

Der AllergoCheck misst IgE gegen Katze und weitere Allergene. Das Ergebnis ist ein Hinweis für das Gespräch in der Praxis, keine Diagnose.

Zum AllergoCheck Woran du eine Katzenallergie erkennst Die Zeichen im Überblick und die Abgrenzung zur Erkältung

Weiterlesen

Quellen

  1. DGAKI u. a. (Pfaar O. u. a.): S2k-Leitlinie zur Allergen-Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen (Stand 2022) – register.awmf.org
  2. gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit, in Zusammenarbeit mit dem IQWiG): Tierallergie (Stand 2024) – gesund.bund.de
  3. Wood R. A. u. a.: A placebo-controlled trial of a HEPA air cleaner in the treatment of cat allergy, American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine (Stand 1998) – europepmc.org
  4. IQWiG, gesundheitsinformation.de: Hausstauballergie (Stand 2023) – gesundheitsinformation.de

Die Einordnung der Hyposensibilisierung stützt sich auf [1] und [4], Diagnoseweg und Empfehlungen bei Tierallergie auf [2], die Wirkung von Luftreiniger und Bezügen auf [3]. Außerdem zitiert: IQWiG, „Welche Allergietests gibt es?“ (2024) auf gesundheitsinformation.de; RKI-Kommission Umweltmedizin (Bergmann u. a., 2016) im Allergo Journal International; Wood u. a. (1989) und Avner u. a. (1997) zu Abgabe und Baden der Katze; Almqvist u. a. (1999) zu Katzenallergen in Schulklassen, abgerufen über Europe PMC. Die Angaben zum AllergoCheck stammen aus dem mybody®x-Sortiment. Stand der Angaben: 07.10.2026.

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Katzenallergie Allergie im Alltag

Dieser Beitrag stammt vom mybody®x Redaktions- & Fachteam. Er stützt sich auf die Leitlinie und die Studien aus dem Quellenkapitel; mehr über das Team auf der Autorenseite.

Veröffentlicht am 07.10.2026 · Zuletzt aktualisiert am 07.10.2026

Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Referenzbereiche sind labor-, methoden- und altersabhängig – maßgeblich sind immer die Angaben auf deinem Befund.

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Die Bilder in diesem Artikel sind mit KI erstellt, die abgebildeten Personen sind nicht real.

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