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Magnesium im Serum und im Vollblut: zwei Aussagen

Das Wichtigste in Kürze

Beim Magnesium ist eine Sache eindeutig belegt: Der Serumwert bildet den Bestand im Körper nur schlecht ab. Die Fachliteratur schreibt das mit ungewöhnlicher Deutlichkeit.

Daraus wird häufig ein zweiter Satz gemacht, nämlich dass eine Messung im Vollblut die bessere Aussage liefere. Dieser zweite Satz steht in den geprüften Quellen nicht, und dieser Artikel sagt das offen.

Du liest die zitierte Fundstelle im Wortlaut, drei belegte Angaben zur Verteilung im Körper, drei verbreitete Sätze im Faktencheck, einen Vergleich beider Messwege und einen Hinweis, wie die Fachliteratur mit dem Problem tatsächlich umgeht.

Das erwartet dich in diesem Artikel

1. Zwei Wege, denselben Stoff zu messen
2. Die belegte Fundstelle
3. Wo das Magnesium im Körper sitzt
4. Drei Angaben zur Verteilung
5. Was ein Serumwert leistet
6. Drei Sätze im Faktencheck
7. Der Kern in einem Satz
8. Was zum Vollblut in den Quellen steht
9. Die beiden Messwege im Vergleich
10. Wie die Fachliteratur mit dem Problem umgeht
11. Für wen ein Magnesiumwert Sinn ergibt
12. Was ein Test aus Kapillarblut hier zeigen kann
13. Grenzen: was beide Wege offenlassen
14. Worauf es bei diesem Wert ankommt
Häufige Fragen
Quellen

Zwei Wege, denselben Stoff zu messen

Kaum ein Laborwert wird so oft mit einem Vorbehalt genannt wie Magnesium. Wer sich damit befasst, stößt schnell auf den Satz, dass der übliche Wert wenig aussagt.

Der übliche Wert ist das Serum-Magnesium, bestimmt aus dem flüssigen Anteil des Blutes ohne Zellen. Als Alternative wird die Messung im Vollblut genannt, also einschließlich der Blutzellen.

Der Gedanke dahinter ist plausibel: Wenn Magnesium überwiegend in den Zellen sitzt, dann müsste eine Messung mitsamt den Zellen mehr zeigen.

Dieser Artikel prüft beide Hälften dieser Überlegung getrennt. Die erste Hälfte ist gut belegt. Die zweite steht in den geprüften Quellen nicht, und genau das ist der Punkt, an dem wir nicht mitschreiben, was überall zu lesen ist.

Die belegte Fundstelle

Der Satz, der das Thema trägt, steht in der Übersicht eines Fachwerks und ist bemerkenswert unmissverständlich.

Belegte Fundstelle

„Die Serummagnesiumkonzentration hängt sowohl mit dem Gesamtkörpermagnesiumgehalt als auch mit der intrazellulären Magnesiumkonzentration nicht eng zusammen.“

MSD Manual, Ausgabe für Fachkreise
Übersicht zu Störungen der Magnesiumkonzentration, Lewis JL III, Stand Juni 2025

Zwei Bezugsgrößen werden in diesem Satz ausgeschlossen. Der Gesamtbestand im Körper und die Konzentration in den Zellen.

Dieselbe Quelle wird an anderer Stelle noch deutlicher. Dort heißt es, die Serummagnesiumkonzentration könne normal sein, auch wenn die Konzentration an freiem Magnesium bestimmt wird, obwohl die Reserven an intrazellulärem oder im Knochen gespeichertem Magnesium reduziert sind (Stand Juni 2025).

Das ist keine vorsichtige Formulierung, sondern eine klare Aussage über die Grenzen eines Werts. Und sie stammt aus derselben Quelle, die diesen Wert für die Diagnostik heranzieht.

Wo das Magnesium im Körper sitzt

Die Erklärung für diese Grenze steht in der Verteilung, und die ist in beiden Quellen beschrieben.

Das IQWiG hält fest: Im Körper befindet sich Magnesium zum größten Teil in Sehnen, Zähnen und Knochen, etwa zwei Drittel sind allein in den Knochen gebunden, und nur 1 bis 2 Prozent des gesamten Magnesiums befinden sich im Blut (Stand 20.03.2025).

Das MSD Manual rechnet in anderen Einheiten und kommt zu einem verwandten Bild. Ein 70 Kilogramm schwerer Erwachsener enthält dort etwa 1000 mmol Magnesium, ungefähr 50 Prozent davon sind im Knochen eingebaut und stehen für den Austausch mit anderen Bereichen nicht einfach zur Verfügung, und die Extrazellularflüssigkeit enthält ungefähr 1 Prozent des Gesamtkörpermagnesiums (Stand Juni 2025).

Die beiden Quellen ziehen die Grenzen der Kompartimente unterschiedlich, und deshalb stehen hier beide Angaben nebeneinander statt einer gemittelten Zahl. In der entscheidenden Aussage stimmen sie überein: Der Anteil, den ein Serumwert erfasst, liegt im Bereich von etwa einem Prozent des Gesamtbestands.

Drei Angaben zur Verteilung

Drei Angaben aus den geprüften Quellen. Sie ordnen ein und stellen keine Diagnose.

Belegte Angaben

1–2 %

des gesamten Magnesiums befinden sich im Blut; etwa zwei Drittel sind allein in den Knochen gebunden (IQWiG, Stand 20.03.2025)

ca. 50 %

des Gesamtkörpermagnesiums sind im Knochen eingebaut und stehen für den Austausch mit anderen Bereichen nicht einfach zur Verfügung (MSD Manual, Ausgabe für Fachkreise, Stand Juni 2025)

0,70–1,05

mmol/l ist der genannte Referenzbereich für Erwachsene ab 18 Jahren, das entspricht 1,7–2,6 mg/dl (IQWiG, Stand 20.03.2025)

Die dritte Angabe zeigt, wie eng der Bereich ist. Zwischen unterer und oberer Grenze liegt rund die Hälfte des unteren Werts, und diese schmale Spanne beschreibt einen Anteil von ein bis zwei Prozent des Gesamtbestands.

Und wie bei jedem Laborwert gilt: Maßgeblich ist der Referenzbereich, der auf dem eigenen Befund angegeben ist, weil Referenzwerte von Labor zu Labor abweichen können (IQWiG, Stand 02.04.2025).

Was ein Serumwert leistet

Damit dieser Artikel nicht in die andere Richtung übertreibt: Der Serumwert ist kein wertloser Wert.

Das MSD Manual definiert über ihn eine Größe, die in der Praxis eine Rolle spielt: Hypomagnesiämie tritt bei Serummagnesiumkonzentrationen unter 1,8 mg/dl beziehungsweise unter 0,70 mmol/l auf, und eine schwere Form zeigt Konzentrationen unter 1,25 mg/dl beziehungsweise unter 0,50 mmol/l (Stand Juni 2025).

Diese Schwellen sind definiert, sie sind mit Zahlen versehen, und sie werden ärztlich verwendet. Ein Serumwert beantwortet also eine Frage sehr genau: die Frage, ob die Konzentration im Blut unterhalb einer definierten Grenze liegt.

Was er nicht beantwortet, ist die Frage nach dem Bestand. Das ist der Unterschied zwischen einem präzisen Wert und einem umfassenden Wert, und beim Magnesium fallen diese beiden Eigenschaften auseinander.

Drei Sätze im Faktencheck

Diese drei Sätze begegnen einem, sobald ein Magnesiumwert zur Sprache kommt.

Geprüft gegen die Beleglage

Verbreitet

„Mein Magnesiumwert ist normal, also ist alles in Ordnung.“

Belegt

Das MSD Manual schreibt, die Serummagnesiumkonzentration könne normal sein, obwohl die Reserven an intrazellulärem oder im Knochen gespeichertem Magnesium reduziert sind (Stand Juni 2025).

Verbreitet

„Die Vollblutmessung ist der bessere Test.“

Belegt

In den für diesen Artikel geprüften Quellen steht dazu nichts. Weder das IQWiG (Stand 20.03.2025) noch das MSD Manual (Stand Juni 2025) nennen eine Vollblutmessung, einen Referenzbereich dafür oder eine Aussage zu ihrer Aussagekraft.

Verbreitet

„Der Serumwert ist deshalb nutzlos.“

Belegt

Dieselbe Quelle definiert über den Serumwert die Hypomagnesiämie bei Konzentrationen unter 0,70 mmol/l und die schwere Form unter 0,50 mmol/l (MSD Manual, Stand Juni 2025). Für diese Frage ist er der maßgebliche Wert.

Der Kern in einem Satz

An dieser Stelle lässt sich das Thema zusammenziehen.


Dass ein Wert eine Frage offenlässt, heißt noch nicht, dass ein anderer Wert sie beantwortet.

Genau diese Lücke wird beim Magnesium regelmäßig übersprungen. Aus der belegten Schwäche des einen Werts wird die unbelegte Stärke eines anderen.

Das ist ein logischer Schritt, den keine der geprüften Quellen mitgeht, und deshalb geht dieser Artikel ihn auch nicht mit.

Was zum Vollblut in den Quellen steht

An dieser Stelle gehört ein Satz hin, den ein Ratgebertext selten enthält, und der Überschrift dieses Artikels widerspricht er in Teilen.

Zur Messung im Vollblut steht in den für diesen Artikel geprüften Quellen nichts. Weder das IQWiG in seinem Beitrag zum Laborwert Magnesium (Stand 20.03.2025) noch das MSD Manual in der Übersicht und im Kapitel zur Hypomagnesiämie (Stand Juni 2025) erwähnen sie.

Was belegt ist: Der Serumwert hängt mit dem Gesamtbestand und mit der Konzentration in den Zellen nicht eng zusammen (MSD Manual, Stand Juni 2025). Was daraus nicht folgt: dass eine andere Messmethode diesen Zusammenhang herstellt.

Wir legen beide Fassungen offen, statt eine davon zu übernehmen. Die eine Fassung lautet, Serum und Vollblut seien zwei Aussagen. Die andere lautet, dass die geprüften Quellen nur zur ersten der beiden etwas sagen. Sollte sich das ändern, bekommt dieser Artikel ein neues Datum und einen neuen Absatz an dieser Stelle.

Die beiden Messwege im Vergleich

Die Tabelle stellt gegenüber, was zu jedem der beiden Wege in den geprüften Quellen steht. Sie ordnet ein und stellt keine Diagnose.

Messweg Was gemessen wird Was die Quellen dazu sagen Was offen bleibt
Serum-Magnesium Die Konzentration im flüssigen Anteil des Blutes, ohne Zellen Referenzbereich 0,70–1,05 mmol/l (IQWiG, Stand 20.03.2025); Hypomagnesiämie unter 0,70 mmol/l (MSD Manual, Stand Juni 2025) Der Bestand – der Wert hängt mit dem Gesamtkörpermagnesium nicht eng zusammen
Vollblut-Magnesium Die Konzentration im Blut einschließlich der Blutzellen In den geprüften Quellen nicht erwähnt: kein Referenzbereich, keine Aussage zur Aussagekraft Alles – ohne Quellenaussage lässt sich hier weder etwas empfehlen noch etwas ausschließen
Klinischer Verdacht Kein Messwert, sondern eine ärztliche Einschätzung aus mehreren Werten Bei unerklärlicher Hypokalzämie oder refraktärer Hypokaliämie sollte ein Magnesiummangel vermutet werden, selbst wenn die Serumkonzentration normal ist (MSD Manual, Stand Juni 2025) Die Zahl – dieser Weg liefert keinen eigenen Messwert
Gar nicht messen Nichts Ein einzelner Laborwert ist stets nur ein Baustein einer Gesamtdiagnose (IQWiG, Stand 02.04.2025) – ohne Wert fehlt dieser Baustein ganz Auch die Frage nach der Konzentration im Blut, für die der Serumwert maßgeblich ist

Die dritte Zeile ist die überraschendste. Die Fachliteratur löst das Problem nicht über eine bessere Messmethode, sondern über andere Werte auf demselben Befund.

Wie die Fachliteratur mit dem Problem umgeht

Dieser Punkt verdient ein eigenes Kapitel, weil er die eigentliche Antwort auf die Ausgangsfrage enthält.

Das MSD Manual schreibt: Bei Patienten mit unerklärlicher Hypokalzämie oder refraktärer Hypokaliämie sollte ein Magnesiummangel vermutet werden, selbst wenn die Serum-Magnesiumkonzentration normal ist (Stand Juni 2025).

Übersetzt heißt das: Der Verdacht entsteht nicht aus dem Magnesiumwert, sondern aus dem Verhalten anderer Werte. Ein Calciumwert, der ohne erkennbaren Grund niedrig ist, oder ein Kaliumwert, der sich nicht wie erwartet verhält, führen zu der Frage nach dem Magnesium.

Damit ist die Lücke des Serumwerts in der Praxis nicht durch eine andere Messung geschlossen, sondern durch den Zusammenhang mehrerer Werte. Das ist unspektakulärer als eine neue Methode und aus den Quellen belegbar.

Für einen Befund folgt daraus etwas Praktisches: Ein Magnesiumwert gewinnt an Aussagekraft, wenn Calcium und weitere Werte aus derselben Probe danebenstehen. Die Beurteilung dieses Zusammenspiels ist eine ärztliche Aufgabe.

Für wen ein Magnesiumwert Sinn ergibt

Die Gegenüberstellung bezieht sich auf die Frage, ob ein dokumentierter Magnesiumwert dir weiterhilft.

Sinnvoll für dich, wenn …

Du Magnesium zusammen mit Calcium und weiteren Werten aus einer Probe sehen willst.

Du für ein Gespräch in der Praxis Zahlen mit Datum mitbringen willst.

Du seit Längerem etwas einnimmst und nie einen Ausgangswert erhoben hast.

Du weißt, dass dieser Wert eine begrenzte Frage beantwortet, und genau diese Frage stellst.

Eher nicht, wenn …

Du eine Aussage über deinen Gesamtbestand erwartest. Die gibt der Serumwert nicht.

Du eine Vollblutmessung suchst. Die ist in unseren Tests nicht enthalten.

Du bereits in Abklärung bist. Dann führt die Praxis, die sie begonnen hat.

Du eine Diagnose erwartest. Die stellt eine ärztliche Praxis und kein Selbsttest.

Was ein Test aus Kapillarblut hier zeigen kann

Ein Selbsttest aus Kapillarblut stellt keine Diagnose und ersetzt keine ärztliche Abklärung. Was er kann, ist mehrere Werte aus derselben Probe nebeneinanderstellen, und beim Magnesium ist genau das der belegbare Nutzen.

Der VitalCheck von mybody®x (MYBODY Lab GmbH) führt Magnesium zusammen mit Calcium, Phosphat und Albumin. Eine Vollblutmessung ist nicht darunter, und dieser Artikel behauptet an keiner Stelle, dass sie mehr zeigen würde.

VitalCheck | Nährstoff & Mineralstoff-Test Complete

Bluttest aus Kapillarblut

VitalCheck | Nährstoff & Mineralstoff-Test Complete

Führt 18 Werte aus derselben Probe, darunter Magnesium, Calcium, Phosphat, Albumin, 25-OH-Vitamin-D3, Ferritin, Eisen, Transferrin, Vitamin B12, Folsäure, Selen, Zink, CRP, den Langzeitblutzucker sowie Gesamtcholesterin, HDL, LDL und Triglyceride. Was der Test nicht leistet: keine Vollblutmessung, keine Aussage über den Gesamtbestand im Körper, keine Diagnose und kein Ersatz für eine ärztliche Untersuchung.

Preis 169,00 € Stand 17.08.2026, Änderungen möglich
Probenart Kapillarblut
Bearbeitungszeit Kit-Versand 1–3 Werktage
Laborauswertung 3–5 Werktage nach Probeneingang
Labor zertifiziertes medizinisches Fachlabor
Angabe der Produktseite, abgerufen 17.08.2026
Zum VitalCheck

Kapitel auf einen Blick

Ein Test aus Kapillarblut liefert den Serumwert im Zusammenhang mit Calcium, Phosphat und Albumin aus derselben Probe. Er liefert keine Vollblutmessung und keine Aussage über den Gesamtbestand, und die Einordnung des Zusammenspiels gehört in eine ärztliche Praxis.

Grenzen: was beide Wege offenlassen

Die erste Grenze ist der Bestand. Die Serummagnesiumkonzentration hängt mit dem Gesamtkörpermagnesiumgehalt und mit der intrazellulären Konzentration nicht eng zusammen (MSD Manual, Stand Juni 2025). Ein normaler Wert schließt reduzierte Reserven nicht aus.

Die zweite Grenze ist die Alternative. Zur Vollblutmessung sagen die geprüften Quellen nichts, und deshalb sagt dieser Artikel dazu ebenfalls nichts Bewertendes. Das ist eine offene Frage und keine beantwortete.

Die dritte Grenze ist der Zusammenhang. Der in der Fachliteratur beschriebene Weg führt über andere Werte, etwa über eine unerklärliche Hypokalzämie oder eine refraktäre Hypokaliämie (MSD Manual, Stand Juni 2025). Diese Beurteilung ist eine ärztliche Aufgabe.

Die vierte Grenze ist die Diagnose. Von einem Laborwert allein lässt sich meist nicht auf eine Krankheit schließen; erst im Zusammenhang mit anderen Werten, Symptomen und Untersuchungen ergibt sich ein klares Bild (IQWiG, Stand 20.03.2025).

Worauf es bei diesem Wert ankommt

Wenn du aus diesem Artikel eine einzige Sache mitnimmst, dann diese: Die Schwäche des Serumwerts ist belegt, die Stärke der Alternative ist es in den geprüften Quellen nicht.

Belegt ist die Verteilung: Nur 1 bis 2 Prozent des gesamten Magnesiums befinden sich im Blut (IQWiG, Stand 20.03.2025), und die Serumkonzentration hängt mit dem Gesamtbestand nicht eng zusammen (MSD Manual, Stand Juni 2025). Belegt ist auch, wofür der Serumwert maßgeblich bleibt, nämlich für die Frage nach einer Hypomagnesiämie unterhalb definierter Schwellen.

Offen ist alles, was die Vollblutmessung angeht. Was die Fachliteratur an dieser Stelle anbietet, ist kein anderer Wert, sondern der Blick auf andere Werte daneben. Genau das lässt sich mit einem Befund vorbereiten, und die Einordnung gehört danach in eine ärztliche Praxis.

Häufige Fragen

Schließt ein normaler Magnesiumwert einen Mangel aus?

Nach der zitierten Quellenlage nicht sicher. Das MSD Manual schreibt, die Serummagnesiumkonzentration könne normal sein, obwohl die Reserven an intrazellulärem oder im Knochen gespeichertem Magnesium reduziert sind (Stand Juni 2025). Dieselbe Quelle hält fest, dass die Serumkonzentration mit dem Gesamtkörpermagnesiumgehalt nicht eng zusammenhängt.

Ist die Vollblutmessung besser als der Serumwert?

In den für diesen Artikel geprüften Quellen steht dazu nichts. Weder das IQWiG in seinem Beitrag zum Laborwert Magnesium (Stand 20.03.2025) noch das MSD Manual (Stand Juni 2025) nennen eine Vollblutmessung, einen Referenzbereich dafür oder eine Aussage zu ihrer Aussagekraft. Wir geben deshalb weder eine Empfehlung dafür noch dagegen ab.

Wie viel Magnesium steckt überhaupt im Blut?

Das IQWiG gibt an, dass sich nur 1 bis 2 Prozent des gesamten Magnesiums im Blut befinden und etwa zwei Drittel allein in den Knochen gebunden sind (Stand 20.03.2025). Das MSD Manual nennt für die Extrazellularflüssigkeit ungefähr 1 Prozent des Gesamtkörpermagnesiums und für den Knochen ungefähr 50 Prozent (Stand Juni 2025).

Wann spricht man von einer Hypomagnesiämie?

Das MSD Manual nennt Serummagnesiumkonzentrationen unter 1,8 mg/dl beziehungsweise unter 0,70 mmol/l, für die schwere Form unter 1,25 mg/dl beziehungsweise unter 0,50 mmol/l (Stand Juni 2025). Maßgeblich ist immer der Referenzbereich auf dem eigenen Befund, und die Einordnung gehört in eine ärztliche Praxis.

Woran erkennt eine Praxis einen Verdacht trotz normalem Wert?

Das MSD Manual beschreibt den Weg über andere Werte: Bei Patienten mit unerklärlicher Hypokalzämie oder refraktärer Hypokaliämie sollte ein Magnesiummangel vermutet werden, selbst wenn die Serum-Magnesiumkonzentration normal ist (Stand Juni 2025). Der Verdacht entsteht dort aus dem Zusammenspiel mehrerer Werte, nicht aus einer anderen Messmethode.

Nächster Schritt

Magnesium im Zusammenhang lesen

Der VitalCheck führt 18 Werte aus Kapillarblut, darunter Magnesium, Calcium, Phosphat und Albumin aus derselben Probe. Er liefert keine Vollblutmessung, keine Aussage über den Gesamtbestand, keine Diagnose und ersetzt keine ärztliche Abklärung.

Zum VitalCheck

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Quellen

  1. MSD Manual, Ausgabe für Fachkreise: Übersicht zu Störungen der Magnesiumkonzentration, Lewis JL III (Stand Juni 2025) – msdmanuals.com
  2. MSD Manual, Ausgabe für Fachkreise: Hypomagnesiämie, Lewis JL III (Stand Juni 2025) – msdmanuals.com
  3. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Magnesium, Stand 20.03.2025 – gesundheitsinformation.de
  4. IQWiG: Laborwerte richtig verstehen, Stand 02.04.2025 – gesundheitsinformation.de

Das wörtliche Zitat zum Zusammenhang zwischen Serumkonzentration, Gesamtkörpermagnesium und intrazellulärer Konzentration sowie die Angaben zu 1000 mmol, zu ungefähr 50 Prozent im Knochen und zu ungefähr 1 Prozent in der Extrazellularflüssigkeit stammen aus Quelle [1]. Die Aussage zu normalen Serumwerten trotz reduzierter Reserven, die Schwellen für die Hypomagnesiämie und die schwere Form sowie der Hinweis zu unerklärlicher Hypokalzämie und refraktärer Hypokaliämie stammen aus [2]. Die Angaben zu 1 bis 2 Prozent im Blut, zu zwei Dritteln in den Knochen, der Referenzbereich für Erwachsene ab 18 Jahren und der Satz zur Aussagekraft eines einzelnen Laborwerts stammen aus [3]. Die Erläuterung des Referenzbereichs und der Satz zum Baustein einer Gesamtdiagnose stammen aus [4]. Dass zur Vollblutmessung in keiner dieser Quellen etwas steht, ist eine Feststellung über die geprüften Quellen und keine Aussage über das Verfahren. Angaben zu Preis, Werten, Probenart und Labor stammen von der Produktseite von mybody®x, abgerufen am 17.08.2026; die Bearbeitungszeiten folgen der zentralen Vorgabe für Bluttests. Alle Quellen wurden am 17.08.2026 aufgerufen und geprüft.

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mybody®x Redaktions- & Fachteam

Labordiagnostik Blutanalyse-Interpretation Ernährungswissenschaft Nutrigenetik

Dieser Artikel entstand im Redaktions- und Fachteam von mybody®x. Das Team verbindet Labordiagnostik, Ernährungswissenschaft und die Interpretation von Blutanalysen. Wer daran mitarbeitet, steht auf der Autorenseite.

Veröffentlicht am 17.08.2026 · Zuletzt aktualisiert am 17.08.2026

Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Referenzbereiche sind labor-, methoden- und altersabhängig – maßgeblich sind immer die Angaben auf deinem Befund.

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