Wie viel kann man in einem Monat abnehmen? Das realistische Tempo
Aktualisiert am 23.09.2026 · Geprüft vom mybody®x Redaktions- & Fachteam
Das Wichtigste in Kürze
Etwa 2 Kilo in vier Wochen: So viel ergibt sich rechnerisch aus der ärztlichen Leitlinie der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) zu Adipositas, also starkem Übergewicht, von 2024. Sie erwartet ca. 0,5 kg pro Woche, wenn du täglich etwa 500 bis 600 Kilokalorien weniger aufnimmst, als du verbrauchst, und das für höchstens drei Monate. Was die Waage anfangs mehr zeigt, ist zum Teil Wasser.
„Meist stellt sich nach 3 bis 6 Monaten ein neues Energiegleichgewicht ein“, schreibt die Leitlinie, gemeint ist ein Ausgleich von Aufnahme und Verbrauch; dann steht das Halten im Vordergrund.
1 kg pro Woche ist das Doppelte des Leitlinienwerts: Wer mehr einspart, verliert mehr, löst aber ähnliche Anpassungen im Körper aus.
Als Ziel nennt die Leitlinie keine Monatszahl, sondern einen Anteil am Ausgangsgewicht, zu erreichen in sechs bis zwölf Monaten.
Wie viel kann man laut Leitlinie im Monat abnehmen?
Ca. 2 kg in vier Wochen, wenn man den Wochenwert der Leitlinie hochrechnet. Das ist eine Rechnung, keine Vorhersage für dich.
Die Zahl stammt aus der S3-Leitlinie Adipositas der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) von 2024; S3 ist die höchste Entwicklungsstufe einer Leitlinie. Eine Leitlinie ist eine ärztliche Handlungsempfehlung, die eine Fachgesellschaft aus der Studienlage und dem abgestimmten Urteil ihrer Fachleute ableitet. Die Empfehlung zum Energiedefizit ist ein solcher Expertenkonsens, dem 94 Prozent der Beteiligten zugestimmt haben.
Sie rechnet mit einem Energiedefizit, also mit täglich weniger Energie, als der Körper verbraucht. Gemessen wird diese Energie in Kilokalorien (kcal), der Einheit für den Brennwert von Essen und Trinken. Wörtlich heißt es: „Üblicherweise wird ein Energiedefizit von ca. 500 bis 600 kcal/Tag angestrebt. Damit ist ein Gewichtsverlust von ca. 0,5 kg pro Woche über einen Zeitraum von maximal drei Monaten zu erwarten.“ Die Leitlinie lässt ausdrücklich auch ein individuell ermitteltes Defizit zu. Wie du deinen eigenen Bedarf abschätzt, steht im Artikel Kalorien am Tag zum Abnehmen: so schätzt du deinen Bedarf.
Rechnet man den Wochenwert hoch, ergeben drei Wochen ca. 1,5 kg und vier Wochen ca. 2 kg. Die Rechnung ist sauber, solange man ihre Grenze mitliest: Die Leitlinie gibt den Wochenwert nur für die ersten drei Monate an. Danach schwächt sich der Verlust ab, und zwar laut Leitlinie rasch.
Vier Zahlen aus der S3-Leitlinie Adipositas
ca. 500–600 kcal
Energiedefizit pro Tag, das die Leitlinie üblicherweise anstrebt
ca. 0,5 kg
erwarteter Gewichtsverlust pro Woche, über maximal drei Monate
5–6 kg
erwarteter Gewichtsverlust nach zwölf Monaten, unabhängig von der Art der Ernährungstherapie
≥ 5 %
des Ausgangsgewichts als Ziel für sechs bis zwölf Monate bei einem Body-Mass-Index (BMI, Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße) von 25 bis 34,9
Quelle: Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG), S3-Leitlinie Adipositas, Empfehlungen 5.3 und 5.11, 2024
Die dritte Zahl im Streifen ist die aufschlussreichste. Nach zwölf Monaten erwartet die Leitlinie 5 bis 6 kg, und zwar unabhängig davon, welche Ernährungsform jemand wählt. Der Wochenwert lässt sich also nicht aufs Jahr hochrechnen.
Abnehmen pro Woche und Monat: Welche Zahl gilt wann?
Für die ersten drei Monate gilt der Wochenwert von ca. 0,5 kg. Für die Zeit bis zu einem Jahr nennt die Leitlinie Zielmarken in Prozent und eine erwartete Jahreszahl.
Die erste Woche läuft gut, die Waage zeigt deutlich weniger. In der zweiten Woche bewegt sich wenig, in der dritten wieder etwas. Wer dann eine Zahl aus einer App oder einer Zeitschrift danebenlegt, ist verunsichert, weil diese Zahlen sich widersprechen. Sie widersprechen sich, weil sie verschiedene Zeiträume meinen.
Die Übersicht trennt deshalb zwei Arten von Angaben. Die eine steht wörtlich in der Leitlinie. Die andere ist eine Rechnung aus dem Wochenwert und gilt nur so lange, wie der Wochenwert selbst gilt, also für höchstens drei Monate. Wer ein festes Ziel vor Augen hat, etwa fünf Kilo bis zu einem bestimmten Termin, findet einen passenden Zeitplan im Artikel 5 Kilo abnehmen: ein realistischer Zeitplan.
Lies die Tabelle von oben nach unten wie eine Kurve. Oben stehen kleine Zeiträume mit einem festen Wochenwert, unten die lange Strecke, für die die Leitlinie in Prozent denkt.
Abnehmen nach Zeitraum
| Zeitraum | Leitlinie | Herkunft |
|---|---|---|
| Eine Woche | ca. 0,5 kg bei einem Energiedefizit, also einem täglichen Minus an Energie, von etwa 500 bis 600 kcal | wörtlich aus der S3-Leitlinie, DAG 2024 |
| Drei Wochen | ca. 1,5 kg | Rechnung aus dem Wochenwert, gilt nur in den ersten drei Monaten |
| Ein Monat (vier Wochen) | ca. 2 kg | Rechnung aus dem Wochenwert, gilt nur in den ersten drei Monaten |
| Drei Monate | Ende des Zeitraums, für den der Wochenwert gilt; danach schwächt sich der Verlust rasch ab | S3-Leitlinie, DAG 2024 |
| Sechs bis zwölf Monate | Ziel mindestens 5 % des Ausgangsgewichts bei einem Body-Mass-Index (BMI) von 25 bis 34,9, mindestens 10 % ab einem BMI von 35; nach zwölf Monaten sind 5 bis 6 kg zu erwarten | S3-Leitlinie, DAG 2024 |
Welches Abnehmziel nennt die Leitlinie statt einer Monatszahl?
Mindestens 5 Prozent des Ausgangsgewichts bei einem BMI von 25 bis 34,9 und mindestens 10 Prozent ab einem BMI von 35, jeweils in sechs bis zwölf Monaten (DAG, 2024).
Diese Marke ist tragfähiger als jede Monatszahl, weil sie nicht in Wochen rechnet, sondern im Verhältnis zu dem, womit du startest. Die Leitlinie setzt dabei keine Spanne, sondern zwei Schwellen, je nachdem, wie hoch der BMI zu Beginn ist. Beide sind als Mindestwerte formuliert, nicht als Obergrenzen.
Warum die S3-Leitlinie (DAG, 2024) gerade bei 5 Prozent ansetzt, erklärt ihr Hintergrundtext: Eine Gewichtsabnahme von ca. 5 Prozent führt laut DAG 2024 bereits zu einer signifikanten, also statistisch gesicherten Besserung kardiometabolischer Risikofaktoren. Gemeint sind Risikofaktoren für Herz-Kreislauf und Stoffwechsel. Das erklärt, warum die Leitlinie eine vergleichsweise bescheidene Marke setzt und sie trotzdem für bedeutsam hält.
Wie erreichbar sind diese Ziele? Dazu steht in der Leitlinie ein Satz, der mehr Gewicht hat als jede Wochenzahl.
Belegte Fundstelle
„Die genannten Ziele sind realistisch und auch mit konservativen Therapieprogrammen von bis zu 70 % der Patient:innen zu erreichen.“
Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) e.V.
S3-Leitlinie Adipositas – Prävention und Therapie, Version 5.0, Empfehlung 5.3, 2024
Konservativ meint in der Medizin eine Behandlung ohne Operation. Der Satz enthält zwei Botschaften. Die Ziele sind ohne Eingriff erreichbar. Und umgekehrt gelesen erreicht selbst in begleiteten Programmen ein Teil der Menschen das Ziel nicht. Wer das Ziel in sechs bis zwölf Monaten nicht erreicht, ist damit keine Ausnahme.
Warum täuscht der erste Monat beim Abnehmen?
Weil ein Teil des frühen Verlusts Wasser ist. Glykogen, die Speicherform der Kohlenhydrate, wird mit drei bis vier Teilen Wasser eingelagert (Kreitzman und Kollegen, 1992).
Man kann sich das Glykogen als Vorratslager vorstellen, in dem jede Kiste Kohlenhydrate mit drei bis vier Kisten Wasser verpackt im Regal steht, unter anderem in Leber und Muskeln. Was das Lager hergibt, nimmt seine Verpackung mit. Kreitzman und Kollegen beschreiben im American Journal of Clinical Nutrition, wie dieses wasserbeladene Glykogen das Gewicht während einer Diät schwanken lässt. Ihr Aufsatz trägt die „Illusionen eines leichten Gewichtsverlusts“ schon im Titel.
Wie viel Kilo Wasser das ausmacht, lässt sich nicht seriös beziffern. Die Untersuchung hat 11 Personen über 4 Tage mit einer sehr kalorienarmen Diät beobachtet und nennt keinen Wert in Kilogramm. Sie beschreibt aber auch den umgekehrten Fall: eine übersteigerte Wiederzunahme, wenn die Kohlenhydratspeicher wieder aufgefüllt werden. Ein Sprung nach oben nach kohlenhydratreichen Tagen muss deshalb kein neues Fett sein.
Die ersten Wochen taugen damit wenig als Maßstab für die ganze Kurve. Warum einzelne schnelle Wochen wenig über das Fett sagen, vertieft der Artikel schnell abnehmen in einer Woche. Die vier Phasen im Überblick:
Der Verlauf in vier Phasen
01
Erste Wochen: Wasser und Glykogen
Glykogen, die Speicherform der Kohlenhydrate, wird mit drei bis vier Teilen Wasser gespeichert. Ein Teil des schnellen Starts ist deshalb Wasser. Kreitzman und Kollegen, American Journal of Clinical Nutrition, 1992.
02
Bis drei Monate: ca. 0,5 kg pro Woche
Bei einem Defizit von etwa 500 bis 600 kcal am Tag erwartet die Leitlinie diesen Wert, für maximal drei Monate. DAG, S3-Leitlinie Adipositas, 2024.
03
Nach drei bis sechs Monaten: neues Gleichgewicht
Die Leitlinie schreibt: „Meist stellt sich nach 3 bis 6 Monaten ein neues Energiegleichgewicht ein.“ Aufnahme und Verbrauch gleichen sich dann an. DAG, S3-Leitlinie Adipositas, 2024.
04
Danach: Halten
Jetzt steht laut Leitlinie die Gewichtserhaltung im Vordergrund, also das Halten des Erreichten. DAG, S3-Leitlinie Adipositas, 2024.
Warum sinkt das Abnehmtempo nach drei Monaten?
Weil der Körper Energiesparmechanismen aktiviert und mit dem Gewicht auch Muskelmasse verliert, die in Ruhe Energie verbraucht. So beschreibt es die S3-Leitlinie Adipositas (DAG, 2024).
Die Leitlinie nennt zwei Vorgänge, die gleichzeitig laufen. Der Organismus aktiviert Energiesparmechanismen, sodass sich der Gewichtsverlust rasch abschwächt. Außerdem geht mit dem Gewicht auch fettfreie Körpermasse verloren, also alles, was nicht Fett ist, insbesondere Muskelgewebe. Das verringert den Ruheenergieverbrauch, die Energie, die der Körper ohne jede Aktivität braucht.
Dasselbe Muster zeigt eine Auswertung von 80 Studien, die Franz und Kollegen 2007 im Journal of the American Dietetic Association veröffentlicht haben. In Programmen mit verringerter Energiezufuhr, teils ergänzt durch Medikamente, erreichte der Gewichtsverlust bei etwa sechs Monaten ein Plateau, also eine Phase, in der das Gewicht nicht weiter sinkt. In Studien über bis zu 48 Monate kehrte im Mittel keine der Gruppen auf ihr Ausgangsgewicht zurück.
Für die Monatsfrage heißt das: Wer im vierten Monat weniger verliert als im zweiten, erlebt den Verlauf, den die Leitlinie beschreibt.
Welche Rolle Hormone und Gene bei dieser Anpassung spielen, ist eine eigene Frage. Dieser Artikel bleibt beim Tempo. Den Mechanismus dahinter erklärt warum Abnehmen so schwer ist. Steht das Gewicht nach Monaten ganz still, ist das wiederum ein anderes Thema als ein langsamer werdendes Tempo: Stillstand beim Abnehmen und wie man das Plateau überwindet.
Was die Kurve flacher macht
Beim Abnehmen schaltet der Körper auf Energiesparen. Mit dem Gewicht geht auch Muskelmasse verloren, und der Verbrauch in Ruhe sinkt. „Meist stellt sich nach 3 bis 6 Monaten ein neues Energiegleichgewicht ein“, schreibt die S3-Leitlinie Adipositas (DAG, 2024). Eine Auswertung von 80 Studien sah das Plateau bei etwa sechs Monaten (Franz und Kollegen, 2007).
Stimmen zwei verbreitete Sätze übers schnelle Abnehmen?
Nein. Der schnelle Start ist zum Teil Wasser, und wer mehr einspart, verliert zwar mehr, löst aber ähnliche Anpassungen im Körper aus.
Beide Sätze klingen plausibel, weil sie an eine echte Erfahrung anknüpfen. Die ersten Wochen laufen schnell, und wer stärker verzichtet, sieht kurzfristig mehr auf der Waage. Die Quellen zeigen, warum beides nicht als Regel taugt.
Zwei Sätze im Abgleich mit der Quelle
Verbreitet
„Was im ersten Monat schnell geht, ist alles Fett.“
Belegt
Glykogen wird mit drei bis vier Teilen Wasser gespeichert, ein Teil des schnellen Starts ist deshalb Wasser. Die Studie spricht schon im Titel von Illusionen eines leichten Gewichtsverlusts (Kreitzman und Kollegen, American Journal of Clinical Nutrition, 1992).
Verbreitet
„Mit mehr Verzicht geht es dauerhaft schneller.“
Belegt
Bei höherem Energiedefizit ist ein größerer Gewichtsverlust möglich, es kommt aber zu ähnlichen Anpassungen im Körper. Meist steht nach drei bis sechs Monaten auch dann das Halten im Vordergrund (S3-Leitlinie Adipositas, DAG, 2024).
Auch die Wahl der Diätform verändert das Tempo weniger, als ihr Ruf vermuten lässt. Sacks und Kollegen haben 811 Erwachsene mit Übergewicht auf vier kalorienreduzierte Diäten verteilt, die sich deutlich darin unterschieden, wie viel Energie aus Fett und wie viel aus Kohlenhydraten stammte (New England Journal of Medicine, 2009). Nach sechs Monaten hatten die Teilnehmenden in jeder Gruppe im Mittel 6 kg verloren, das waren 7 Prozent ihres Ausgangsgewichts.
Der Schluss der Autoren: Kalorienreduzierte Diäten führen zu einem bedeutsamen Gewichtsverlust, unabhängig davon, welche Makronährstoffe sie betonen, also welche der energieliefernden Hauptbestandteile der Nahrung. Für das Tempo zählt demnach das Defizit mehr als das Etikett der Diät.
1 kg pro Woche abnehmen: Was spricht dagegen?
1 kg pro Woche ist das Doppelte dessen, was die Leitlinie für die ersten drei Monate erwartet. Mehr Verlust ist bei größerem Defizit möglich, der Körper passt sich aber ähnlich an (DAG, 2024).
Die Zahl ist rund und greifbar, und sie taucht in Suchanfragen auf. In der Leitlinie steht sie nicht. Dort steht nur, dass bei höherem Energiedefizit ein größerer Gewichtsverlust möglich ist, es aber zu ähnlichen physiologischen Anpassungsmechanismen kommt, also zu ähnlichen Sparreaktionen des Körpers, die das Tempo auch beim moderaten Defizit bremsen.
Dazu kommt eine Rechnung, die leicht untergeht. Selbst wenn eine Woche mit einem Kilo gelingt, sagt sie über die folgenden Monate wenig. Für das übliche Defizit erwartet die Leitlinie nach zwölf Monaten 5 bis 6 kg (DAG, 2024), gleich welche Ernährungstherapie jemand wählt. Eine schnelle Woche ist also noch kein schnelles Jahr.
Das heißt nicht, dass ein anderes Tempo verboten wäre. Die Leitlinie sieht ein individuell ermitteltes Defizit ausdrücklich vor. Wer schneller abnehmen möchte oder muss, legt dieses Defizit am besten gemeinsam mit der Hausarztpraxis fest, statt es aus einer App-Rechnung abzuleiten.
Kernaussage
Die S3-Leitlinie Adipositas misst Erfolg nicht in Kilo pro Woche, sondern in Prozent vom Ausgangsgewicht über sechs bis zwölf Monate (DAG, 2024).
Was kann ein DNA-Test beim Abnehmen leisten, was nicht?
Einen Abnehmerfolg sagt ein DNA-Test nicht voraus. Tragfähig bleibt die Zielmarke der S3-Leitlinie (DAG, 2024): mindestens 5 Prozent des Ausgangsgewichts bei einem BMI von 25 bis 34,9, mindestens 10 Prozent ab einem BMI von 35, jeweils in sechs bis zwölf Monaten.
Ein DNA-Test untersucht Genvariationen, also kleine Unterschiede im Erbgut, die von Mensch zu Mensch verschieden sind. Er misst nicht, wie schnell du abnimmst. Er stellt auch keine Diagnose und ersetzt keine ärztliche Untersuchung.
Ein Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) hielt 2022 fest, dass Belege für den Erfolg genbasierter Ernährungsempfehlungen noch weitgehend fehlen (sinngemäß nach Holzapfel u. a., 2022). Den Nutzen eines DNA-Tests sehen wir deshalb in Struktur und Einordnung, nicht in einer Diagnose. Übertragen auf das Tempo heißt das: Ein DNA-Test ändert nichts an den ca. 0,5 kg pro Woche, die die Leitlinie erwartet. Die Anlage ist keine Festlegung.
Wer einen solchen Ausgangspunkt für das eigene Vorgehen sucht, findet im Sortiment von mybody®x (MYBODY Lab GmbH) den WeightLoss | SLIM DNA-Test. Er wertet aus einer Speichelprobe über 80 Genvariationen aus und fasst sie in 24 Analyseberichten zusammen. Das Testintervall ist einmal im Leben. Eine Bewertung einzelner Lebensmittel enthält der SLIM nicht.
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Der Test wertet über 80 Genvariationen aus, also kleine Unterschiede im Erbgut, und fasst sie in 24 Analyseberichten zum Abnehmen zusammen. Er nimmt dir nichts ab und sagt keinen Abnehmerfolg voraus. Die Anlage ist keine Festlegung, sondern ein Ausgangspunkt.
Grenzen: Was verrät die Monatszahl beim Abnehmen nicht?
Sie verrät nicht, wie viel vom Verlust Fett ist. Und sie ist kein Versprechen für einen einzelnen Menschen.
Die Werte der Leitlinie beschreiben, was bei einem bestimmten Defizit zu erwarten ist. Sie sagen nicht, was bei dir passiert. Die Waage unterscheidet nicht zwischen Wasser und Fett, und gerade im ersten Monat mischt sich beides (Kreitzman und Kollegen, 1992). Mit dem Gewicht geht zudem fettfreie Masse verloren (DAG, 2024). Eine Zahl auf der Waage ist deshalb ein grobes Signal, kein Befund.
Auch der Test hat Grenzen. Sie gehören hierher statt ans Ende. Ein DNA-Test ist kein diagnostisches Verfahren und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Wie viel du in einem Monat abnimmst, sagt er nicht voraus, und genetische Varianten beschreiben Wahrscheinlichkeiten in Bevölkerungsgruppen, keine Festlegung für dich.
Die Leitlinie ist für die ärztliche Begleitung geschrieben, nicht als Selbsttest. Wenn Essen und Gewicht deinen Alltag bestimmen, ist die Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle, nicht eine Tabelle.
Wie liest du dein eigenes Abnehmtempo richtig?
Über Monate statt über Tage, und gemessen am Anteil deines Ausgangsgewichts statt an einer festen Kilozahl pro Monat.
Drei Wochen mit ca. 1,5 kg und vier Wochen mit ca. 2 kg sind Rechenwerte aus der Leitlinie, keine Messlatte, an der du scheitern kannst. Nützlicher ist die Frage, die die Leitlinie selbst stellt: Wie viel Prozent deines Ausgangsgewichts sind nach sechs bis zwölf Monaten erreicht?
Ein Rechenbeispiel zeigt, wie ruhig diese Marke ist. Wer mit 90 kg und einem BMI zwischen 25 und 34,9 startet, für den liegt die Leitlinienmarke von 5 Prozent (DAG, 2024) bei 4,5 kg, zu erreichen in sechs bis zwölf Monaten. Über ein halbes Jahr oder länger verteilt, ist das eine ruhige Marke.
Lies deine Kurve deshalb in Abschnitten. Die ersten Wochen enthalten Wasser, nach dem dritten Monat wird die Kurve flacher, und irgendwann geht es ums Halten. Wer die erste Woche zum Maßstab macht, misst sich an der Illusion, die Kreitzman und Kollegen schon 1992 beschrieben haben.
Rechnerisch ca. 2 kg im Monat, und das nur in den ersten drei Monaten (DAG, 2024): Das ist kein Urteil über dich, sondern eine Orientierung. Und die gibt dir die Waage allein nicht.
Häufige Fragen
Wie viel kann man in 3 Wochen abnehmen?
Rechnerisch ca. 1,5 kg, wenn man den Wochenwert der S3-Leitlinie Adipositas von ca. 0,5 kg zugrunde legt (DAG, 2024). Die Leitlinie erwartet diesen Wert bei einem täglichen Energiedefizit von etwa 500 bis 600 kcal und für maximal drei Monate. Zeigt deine Waage nach drei Wochen mehr, ist ein Teil davon Wasser: Glykogen, der Kohlenhydratspeicher des Körpers, wird mit drei bis vier Teilen Wasser eingelagert (Kreitzman und Kollegen, 1992).
Wie viel Kilo pro Woche abnehmen ist realistisch?
Die S3-Leitlinie Adipositas nennt ca. 0,5 kg pro Woche bei einem Defizit von etwa 500 bis 600 kcal am Tag (DAG, 2024). Dieser Wert gilt für die ersten drei Monate. Danach schwächt sich der Verlust laut Leitlinie rasch ab, weil der Körper Energie spart und Muskelmasse verliert. Nach zwölf Monaten sind 5 bis 6 kg zu erwarten, gleich welche Ernährungstherapie jemand wählt. Die Wochenzahl lässt sich also nicht aufs Jahr hochrechnen.
Wie schnell abnehmen ist gesund?
Eine feste Kilozahl, ab der Abnehmen gesund oder ungesund wird, nennt die Leitlinie nicht. Sie empfiehlt ein tägliches Energiedefizit von etwa 500 bis 600 kcal oder ein individuell ermitteltes Defizit (DAG, 2024). Ein höheres Defizit bringt mehr Verlust, löst aber ähnliche Anpassungen im Körper aus. Wer ein anderes Tempo anstrebt oder Vorerkrankungen hat, bespricht das am besten mit der Hausarztpraxis.
Wie viel kann man in einem Monat abnehmen, wenn man sehr viel wiegt?
Einen eigenen Wochenwert für ein hohes Startgewicht nennt die Leitlinie nicht; ihr allgemeiner Richtwert liegt bei ca. 0,5 kg pro Woche bei einem Defizit von etwa 500 bis 600 kcal am Tag. Anders ist das Ziel: Ab einem BMI von 35 nennt die S3-Leitlinie Adipositas mindestens 10 Prozent des Ausgangsgewichts in sechs bis zwölf Monaten, bei einem BMI von 25 bis 34,9 mindestens 5 Prozent (DAG, 2024). Bei höherem Startgewicht ist die Zielmarke in Kilo also größer, der Zeitraum bleibt gleich.
Warum steht die Waage in der zweiten Woche fast still?
Weil der schnelle Start zum Teil Wasser war. Glykogen, die Speicherform der Kohlenhydrate, wird mit drei bis vier Teilen Wasser gespeichert. Kreitzman und Kollegen beschreiben, wie dieses wasserbeladene Glykogen das Gewicht während einer Diät schwanken lässt (American Journal of Clinical Nutrition, 1992). Wie viel Kilo Wasser das sind, nennt die Studie nicht. Für die Wochen danach nennt die S3-Leitlinie Adipositas (DAG, 2024) ca. 0,5 kg pro Woche als Richtwert, für maximal drei Monate.
Nächster Schritt
Abnehmen mit einem Ausgangspunkt, der zu dir passt
Der WeightLoss SLIM DNA-Test sagt kein Tempo voraus. Er gibt dir einen Ausgangspunkt, um dein Vorgehen zu ordnen.
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Quellen
- Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) e.V.: S3-Leitlinie Adipositas – Prävention und Therapie, Version 5.0, AWMF 050-001 (Stand 2024) – register.awmf.org
- Kreitzman SN, Coxon AY, Szaz KF: Glycogen storage: illusions of easy weight loss, excessive weight regain, and distortions in estimates of body composition. American Journal of Clinical Nutrition (1992) – europepmc.org
- Franz MJ et al.: Weight-loss outcomes: a systematic review and meta-analysis of weight-loss clinical trials with a minimum 1-year follow-up. Journal of the American Dietetic Association (2007) – europepmc.org
- Sacks FM et al.: Studie mit 811 Erwachsenen zu vier kalorienreduzierten Diäten, New England Journal of Medicine (2009), PMID 19246357 – europepmc.org
Abnehmtempo, Energiedefizit, Zielmarken und das Zitat zur Erreichbarkeit stützen sich auf [1]. Die Wasserbindung des Glykogens stützt sich auf [2], das Plateau bei etwa sechs Monaten auf [3], der Vergleich der Diätformen auf [4]. Die DGE-Position folgt sinngemäß dem Positionspapier von Holzapfel u. a., Molecular Nutrition and Food Research 2022, DOI 10.1002/mnfr.202200077. Produktangaben laut der Produktseite von mybody®x, Preis geprüft am 23.09.2026.
mybody®x Redaktions- & Fachteam
Abnehmtempo Leitlinien DNA-Tests
Das mybody®x Redaktions- & Fachteam ordnet Leitlinien und Studien für Menschen ein, die ihren eigenen Verlauf verstehen wollen. Wer hinter den Texten steht, zeigt die Autorenseite.
Veröffentlicht am 23.09.2026 · Zuletzt aktualisiert am 23.09.2026
Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Unsere Produkte sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder zu verhindern. Die DNA-Analyse dient der Ernährungs- und Lebensstilberatung. Sie ist kein diagnostisches Verfahren, stellt keine Krankheitsvorhersage dar und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Beratung. Genetische Varianten beschreiben Wahrscheinlichkeiten in Bevölkerungsgruppen, keine Festlegung für einzelne Personen.
Die Bilder in diesem Artikel sind mit KI erstellt, die abgebildeten Personen sind nicht real.




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