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Vitamin D auf die Haut auftragen: was Cremes leisten und was nicht

29. September 2026ca. 14 Minutenvon mybody®x Redaktions- & Fachteam

Das Wichtigste in Kürze

In zwei kleinen Vorstudien stieg der Vitamin-D-Blutwert, einmal unter einer Klinik-Creme (Sadat-Ali u. a., 2014), einmal unter einem Pflaster (Jefferson & Borges, 2022). Beides war keine Kosmetik. Einen Beleg gegen Falten liefert die Übersicht von Bocheva u. a. (2021) nicht, und in Anhang II der EU-Kosmetikverordnung sind Vitamin D2 und D3 bei den verbotenen Stoffen aufgeführt.

Der Körper bildet Vitamin D selbst, doch von Oktober bis März ist die Sonne in Deutschland dafür nicht stark genug (BfR, 2025).

Beide Studien haben den Blutwert gemessen, keine von ihnen das Hautbild oder Falten.

Ob dein Vitamin-D-Wert niedrig ist, zeigt eine Blutmessung, die du in der Hausarztpraxis besprechen kannst.

In diesem Artikel

Vitamin D in der Haut: was bildet der Körper selbst?

Der Körper bildet Vitamin D selbst, und weil es fettlöslich ist, kann er es gut speichern, schreibt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR, 2025). Von Oktober bis März ist die Sonnenbestrahlung in Deutschland allerdings nicht stark genug für eine ausreichende Vitamin-D-Bildung (BfR, 2025).

Daraus entsteht ein naheliegender Einwand: Die Haut bildet Vitamin D doch selbst, dann muss es aus der Creme auch gehen. Richtig ist, dass der Körper Vitamin D bildet, wenn die Sonne dafür reicht. Daraus folgt aber nicht, dass fertiges Vitamin D, von außen aufgetragen, im Blut ankommt. Das lässt sich nicht herleiten, sondern nur messen, und genau das haben die beiden Studien weiter unten getan.

Für diese Studien helfen ein paar Fachbegriffe. Cholecalciferol ist der Fachname für Vitamin D3, Ergocalciferol der für Vitamin D2. Gemessen haben beide Studien 25(OH)D, ausgeschrieben 25-Hydroxyvitamin D, das das BfR als eines der Stoffwechselprodukte von Vitamin D beschreibt (BfR, 2025).

Wann ein Wert niedrig ist, beschreibt das BfR über den Serumspiegel, also den im Blut gemessenen Wert: Erst unterhalb von 30 nmol/l (12 ng/ml) besteht das Risiko eines Vitamin-D-Mangels (BfR, 2025). Die beiden Einheiten, Nanomol je Liter und Nanogramm je Milliliter, drücken dieselbe Größe unterschiedlich aus, und die Studien weiter unten nutzen je eine davon.

Als Risikogruppe nennt das BfR unter anderem Menschen, „die sich kaum oder gar nicht im Freien aufhalten (können)“ (BfR, 2025). Dazu zählt es ältere Menschen, weil die Vitamin-D-Bildung im Alter deutlich abnimmt, und Menschen mit dunkler Hautfarbe (BfR, 2025).

Was Vitamin D in der Haut tut und wie ein Mangel die Haut betrifft, erklärt der Beitrag zu Vitamin-D-Mangel und Hautproblemen: dort geht es um das Vitamin im Körper, hier um das Auftragen von außen. Um die Hauterneuerung geht es im Beitrag zu Vitamin-D-Mangel und Akne.

Drei Zahlen zum Einordnen

unter 30 nmol/l (BfR, 2025)

Serumspiegel, unterhalb dessen laut BfR das Risiko eines Vitamin-D-Mangels besteht (BfR, 2025).

48 (Sadat-Ali u. a., 2014)

junge Frauen mit niedrigem Ausgangswert in der Creme-Studie, je 24 in zwei Gruppen (Sadat-Ali u. a., 2014).

+14 nmol/l (Jefferson & Borges, 2022)

im Mittel mehr 25(OH)D nach acht Wochen Pflaster, ohne Vergleichsgruppe mit Scheinpflaster (Jefferson & Borges, 2022).

Quelle: BfR, 2025 · Sadat-Ali u. a., 2014 · Jefferson & Borges, 2022

Vitamin D in Kosmetik: was sagt das Kosmetikrecht?

In Anhang II der EU-Kosmetikverordnung, der Liste der in kosmetischen Mitteln verbotenen Stoffe, sind Ergocalciferol und Cholecalciferol unter der laufenden Nummer 335 aufgeführt (Verordnung (EG) Nr. 1223/2009). Für eine Creme aus der Kosmetik ist das die erste Antwort, noch bevor es um eine Wirkung geht.

Die EU-Kosmetikverordnung ist die Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über kosmetische Mittel, also das Regelwerk der EU für Cremes und andere Kosmetik. Anhang II ist darin die Liste der Stoffe, die in kosmetischen Mitteln verboten sind. Der Eintrag zu Vitamin D lautet im englischen Wortlaut so:

Belegte Fundstelle

„ANNEX II – LIST OF SUBSTANCES PROHIBITED IN COSMETIC PRODUCTS … Ergocalciferol (INN) and cholecalciferol (vitamins D2 and D3)“

Übersetzt: „Anhang II – Liste der in kosmetischen Mitteln verbotenen Stoffe … Ergocalciferol (INN) und Cholecalciferol (Vitamine D2 und D3)“

Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel
Anhang II, laufende Nummer 335, 2009

Was der Eintrag sagt, ist eng gefasst. INN steht darin für den internationalen Freinamen des Stoffs. Der Eintrag nennt zwei Stoffe mit ihren Kennnummern, aber keinen Grund für das Verbot. Er gilt für kosmetische Mittel; über Arzneimittel und über die Präparate der beiden Studien im nächsten Kapitel sagt er nichts.

Ist das ein Widerspruch zu den Studien, in denen Vitamin D auf die Haut kam? Nein, denn deren Präparate waren keine Kosmetik, sondern eine Creme aus einer Universitätsklinik und ein patentiertes Pflaster. Darum trennt dieser Artikel zwei Fragen, die im Alltag leicht verschwimmen. Die eine ist, was das Kosmetikrecht über Vitamin D in Kosmetik sagt. Die andere ist, was Studien mit Präparaten außerhalb der Kosmetik am Blutwert gemessen haben.

Hebt eine Vitamin-D-Creme den Blutwert?

In einer Pilotstudie mit 48 jungen Frauen stieg der 25(OH)D-Wert in der Cremegruppe nach drei Monaten im Mittel von 12,05 auf 37,95 ng/ml (Sadat-Ali u. a., 2014). Eine Pilotstudie ist eine kleine Vorstudie, die prüft, ob sich eine größere Untersuchung lohnt, und die Creme dieser Studie war kein Kosmetikprodukt.

Eine Frau sitzt auf einem weißen Holzsteg am Meer und cremt sich den Unterarm ein

Was zeigte die Studie mit der Vitamin-D-Creme?

Sadat-Ali u. a. (2014) schlossen 50 Medizinstudentinnen ein und nahmen zwei heraus, deren Ausgangswert über 30 ng/ml lag. Die übrigen 48 Frauen, im Mittel 22,58 Jahre alt, teilten sie per Zufall in zwei Gruppen zu je 24 auf (Sadat-Ali u. a., 2014); randomisiert heißt genau das.

Die eine Gruppe trug eine Creme auf Aloe-vera-Basis auf, die an der Universitätsklinik der Autoren entwickelt worden war; in der Studie lieferte jedes Gramm 5.000 IE, also Internationale Einheiten, Vitamin D3 (Sadat-Ali u. a., 2014). Die andere Gruppe bekam ein Aloe-vera-Gel ohne Vitamin D. In dieser Vergleichsgruppe lag der Mittelwert nach drei Monaten bei 10,58 statt 11,4 ng/ml und blieb damit niedrig (Sadat-Ali u. a., 2014).

Die Autoren folgern, Vitamin D3 lasse sich „safely“, also sicher, über die Haut zuführen. Das Ergebnis hat aber Grenzen, die schon das Abstract, also die Kurzfassung der Studie, erkennen lässt. In welcher Menge und in welchen Abständen die Creme aufgetragen wurde, nennt es nicht, und für das Wort „safely“ berichtet es keine Daten zu Nebenwirkungen.

Dazu kommt die Herkunft der Creme: Sie stammt aus der Klinik der Autoren, ein Patent war angemeldet. Das ist ein möglicher Interessenkonflikt, also ein Eigeninteresse am Ergebnis. Es macht die Studie nicht wertlos, gehört aber zu ihrer Lesart, ebenso wie die Tatsache, dass nur junge Frauen an einer einzigen Klinik teilnahmen.

Was zeigte die Studie mit dem Vitamin-D-Pflaster?

Jefferson und Borges (2022) untersuchten 30 gesunde Erwachsene zwischen 20 und 68 Jahren. Im Mittel waren sie 36 Jahre alt, 63 Prozent waren Frauen (Jefferson & Borges, 2022). Per Zufall bekamen sie ein großes oder ein kleines Pflaster mit Cholecalciferol, das sie acht Wochen lang täglich trugen.

Der 25(OH)D-Wert stieg im Mittel um 14 nmol/l, mit einer Spanne von −4 bis 40 nmol/l, und zwischen großem und kleinem Pflaster gab es keinen statistisch bedeutsamen Unterschied (Jefferson & Borges, 2022). Im Mittel heißt: Das ist der Durchschnitt der Gruppe, und die Spanne zeigt, wie weit die einzelnen Werte auseinanderlagen. Der Anteil mit Werten unter 30 nmol/l sank von 23 auf 0 Prozent, der Anteil über 50 nmol/l stieg von 37 auf 70 Prozent (Jefferson & Borges, 2022). Fünf Teilnehmende mit großem Pflaster bekamen Hautreizungen.

Eine Placebogruppe hatte die Studie nicht, also keine Gruppe, die ein Pflaster ohne Wirkstoff trug; verglichen wurden nur große und kleine Pflaster. Ob Sonne und Jahreszeit zum Anstieg beitrugen, lässt sich deshalb nicht sicher abgrenzen, obwohl die Sonnenexposition protokolliert wurde. Auch das Pflaster ist patentiert und kein Kosmetikprodukt.

Die beiden Studien berichten in verschiedenen Einheiten, die Creme-Studie in ng/ml, die Pflaster-Studie in nmol/l. Deshalb stehen die Zahlen hier so, wie die Autoren sie angeben, ohne Umrechnung und ohne Vergleich der beiden Ergebnisse. Eine Studie mit einer handelsüblichen Kosmetikcreme und dem Blutwert lag nicht vor. Was ein niedriger Blutwert bedeutet, ordnet der Beitrag zum Vitamin-D-Mangel ein.

Zwei Pilotstudien und eine Lücke (Sadat-Ali u. a., 2014; Jefferson & Borges, 2022)

Studie Was aufgetragen wurde und wie lange Ergebnis und Grenze
Sadat-Ali u. a. (2014) Aloe-vera-Creme mit Vitamin D3 aus der Klinik der Autoren, Patent angemeldet; drei Monate 25(OH)D im Mittel von 12,05 auf 37,95 ng/ml, Vergleichsgel von 11,4 auf 10,58 ng/ml (Sadat-Ali u. a., 2014). Nur junge Frauen; wie viel und in welchen Abständen aufgetragen wurde, nennt das Abstract nicht
Jefferson & Borges (2022) Großes oder kleines Pflaster mit Cholecalciferol, täglich über acht Wochen Im Mittel +14 nmol/l (Jefferson & Borges, 2022); keine Placebogruppe, Hautreizungen bei fünf Teilnehmenden
Handelsübliche Kosmetikcreme Eine Studie lag nicht vor Kein Messwert, also keine Aussage zum Blutwert

Hilft Vitamin D gegen Falten?

Belegt ist das nicht. Eine Übersichtsarbeit von Bocheva u. a. (2021) nennt aktive Vitamin-D-Formen, also Stoffwechselprodukte, die aus Vitamin D3 hervorgehen, im Zusammenhang mit vorzeitiger Hautalterung „promising“, zu Deutsch vielversprechend.

Eine Übersichtsarbeit fasst bereits veröffentlichte Forschung zusammen. Sie ist keine klinische Studie, also keine Untersuchung, in der Menschen etwas anwenden und das Ergebnis gemessen wird. Nach der Übersicht wirken aktive Stoffwechselprodukte von Vitamin D3 alterungs- und lichtschützend auf die Haut (sinngemäß nach Bocheva u. a., 2021); gemeint ist die Forschung zu Wirkmechanismen, nicht ein Nachweis gegen Falten.

Der Einwand liegt nahe: Wenn aktive Formen in der Forschung vielversprechend sind, warum dann nicht gleich eine Creme? Genauer gesagt liegt der Unterschied im Stoff. In den beiden Studien zum Blutwert wurde Vitamin D3 aufgetragen, also Cholecalciferol, nicht eine seiner aktiven Formen. Und die Übersicht zieht die Grenze selbst: Ob auf die Haut aufgetragene Abkömmlinge von Vitamin D3 wirken, muss erst in klinischen Studien geprüft werden (sinngemäß nach Bocheva u. a., 2021).

Kernaussage

Eine Übersicht, die aktive Vitamin-D-Formen „vielversprechend“ nennt, ist kein Beleg dafür, dass eine Vitamin-D-Creme Falten glättet.

Auch die beiden Pilotstudien helfen hier nicht weiter, denn sie haben nur den Blutwert gemessen und nichts zu Falten oder zum Hautbild berichtet. Wie es um Vitamin A steht, das als Retinol von außen aufgetragen wird, erklärt der Beitrag Vitamin A für die Haut. Was zur Hautalterung insgesamt gehört, ordnet der Beitrag zur Hautalterung ein.

Vitamin-D-Creme: welche Annahmen halten nicht?

Zwei Annahmen halten den Quellen dieses Artikels nicht stand: dass eine Vitamin-D-Creme Sonne oder Präparat ersetzt, und dass Vitamin D auf der Haut Falten glättet.

Beide haben einen wahren Kern. Die erste stützt sich darauf, dass der Körper Vitamin D selbst bildet; die zweite auf Forschung, die aktive Vitamin-D-Formen im Zusammenhang mit der Haut untersucht. Was jeweils fehlt, ist der Schritt vom Befund zur Creme im Badezimmer.

Zwei Annahmen im Abgleich mit den Quellen

Verbreitet

„Eine Vitamin-D-Creme ersetzt Sonne oder Präparat.“

Belegt

In zwei kleinen Pilotstudien stieg der Blutwert unter einer Klinik-Creme (Sadat-Ali u. a., 2014) und unter einem Pflaster (Jefferson & Borges, 2022); einen Vergleich mit Sonne oder Präparat zog keine der beiden. In Anhang II der EU-Kosmetikverordnung sind Vitamin D2 und D3 bei den verbotenen Stoffen aufgeführt (Verordnung (EG) Nr. 1223/2009).

Verbreitet

„Vitamin D auf der Haut glättet Falten.“

Belegt

Eine Übersicht nennt aktive Vitamin-D-Formen „promising“ und verlangt klinische Studien zu aufgetragenen Abkömmlingen von Vitamin D3 (Bocheva u. a., 2021). Ein Beleg gegen Falten ist das nicht.

Zur ersten Annahme gehört die Jahreszeit. Von Oktober bis März ist die Sonnenbestrahlung in Deutschland laut BfR nicht stark genug für eine ausreichende Vitamin-D-Bildung (BfR, 2025). Ob eine Creme diese Lücke füllen kann, hat keine der beiden Pilotstudien untersucht; die eine verglich mit einem Gel ohne Vitamin D, die andere zwei Pflastergrößen.

Was trägt ein DNA-Test zu Vitamin D und Haut bei?

Zum Vitamin-D-Wert trägt er nichts bei: Den misst nur ein Bluttest, und der Anti-Aging SKINCARE DNA-Test von mybody®x (MYBODY Lab GmbH) enthält keinen Vitamin-D-Bericht. Er liefert Analyseberichte zur Veranlagung bei Hauttyp und Hautalterung.

Grundlage ist eine Speichelprobe, ausgewertet in einem Fachlabor in Deutschland. Untersucht werden ausgewählte SNPs, also einzelne vererbbare Abschnitte der DNA; laut Produktdaten (Stand 29.09.2026) sind es über 33 Genvariationen, und das Ergebnis umfasst 18 Analyseberichte in 4 Kapiteln auf 40 Seiten.

Für die Frage dieses Artikels ist das ein Nebenweg, und so steht es hier auch. Einen Blutwert misst der Test nicht. Laut Produktdaten deckt er bewusst weniger Themen ab als die anderen DNA-Tests von mybody®x, und eine Bewertung von Lebensmitteln gehört nicht dazu.

Die Anlage ist keine Festlegung. Eine genetische Veranlagung ist ein Faktor unter mehreren, und kein einzelnes Gen legt fest, wie deine Haut altert. Was der Test liefert, ist ein Ausgangspunkt für Fragen zu deiner Haut, die du mit Fachleuten besprechen kannst.

Anti-Aging SKINCARE DNA-Test von mybody®x

Aus dem mybody®x-Sortiment · DNA-Test

Anti-Aging SKINCARE DNA-Test

Analysiert über 33 Genvariationen, also Unterschiede in einzelnen DNA-Abschnitten, aus einer Speichelprobe und liefert Berichte zur Veranlagung bei Hauttyp und Hautalterung (Produktdaten, Stand 29.09.2026). Einen Vitamin-D-Bericht enthält der Test nicht, einen Blutwert misst er nicht.

Preis 197,00 € Stand 29.09.2026, Änderungen möglich
Probenart Speichelprobe
Bearbeitungszeit Kit-Versand 1–3 Werktage
Laborauswertung 15–25 Werktage nach Probeneingang
Zum SKINCARE DNA-Test

Grenzen: Was zeigen die Studien zu Vitamin D auf der Haut nicht?

Sie zeigen keine Wirkung einer Kosmetikcreme, denn keine der beiden Pilotstudien prüfte ein Kosmetikprodukt: Die Creme-Studie umfasste 48 junge Frauen (Sadat-Ali u. a., 2014), die Pflaster-Studie 30 Erwachsene ohne Placebogruppe (Jefferson & Borges, 2022).

Beide Ergebnisse beschreiben den Blutwert nach Wochen oder Monaten, nicht die Haut. Für die Zeit über acht Wochen hinaus halten die Autoren der Pflaster-Studie größere Studien für nötig (Jefferson & Borges, 2022).

Auch der rechtliche Teil hat eine Grenze. Der Eintrag in Anhang II ist ein Wortlaut aus der Verordnung, keine Prüfung einzelner Produkte im Handel.

Für den Test gilt dasselbe Maß. Der SKINCARE DNA-Test beschreibt Veranlagungen, einen Vitamin-D-Wert misst er nicht. Und auch ein Bluttest liefert eine Momentaufnahme, keine Diagnose.

Bemerkst du Hautveränderungen, die bleiben, oder nimmst du Medikamente, ist die Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle.

Vitamin D auf die Haut auftragen: was bleibt davon?

Der Körper bildet Vitamin D selbst, nur trägt dieser Satz nicht bis zur Creme. Zum Blutwert zeigen zwei kleine Pilotstudien ohne Kosmetikprodukt einen Anstieg (Sadat-Ali u. a., 2014; Jefferson & Borges, 2022), zu Falten fehlt ein Beleg.

Vier Fragen an eine Studie zu Vitamin D auf der Haut

Was wurde aufgetragen? Eine Kosmetikcreme oder ein Präparat, das eigens für die Studie hergestellt wurde.

Gab es eine Vergleichsgruppe? Mit einem Mittel ohne Vitamin D oder nur zwischen zwei Varianten desselben Präparats.

Was wurde gemessen? Der Blutwert oder das Hautbild; die beiden Studien in diesem Artikel haben nur den Blutwert gemessen.

Wer steht hinter der Studie? Ein Patent oder ein anderes Eigeninteresse gehört zur Lesart dazu.

Wenn dich dein Vitamin-D-Wert beschäftigt, beantwortet eine Blutmessung die Frage, und in der Hausarztpraxis lässt sich einordnen, ob sie in deiner Lage sinnvoll ist. Eine Creme beantwortet diese Frage nicht. Ein DNA-Test auch nicht.

Häufige Fragen

Hilft Vitamin D für Haut, Haare und Nägel?

Eine eindeutige Ursache-Wirkungs-Beziehung ist dafür nicht belegt. Das BfR nennt Haarausfall unter den Symptomen, die bei niedrigen Vitamin-D-Spiegeln auftreten können, und hält fest, dass ein ursächlicher Zusammenhang bei diesen unspezifischen Symptomen nicht belegt ist (BfR, 2025). Die beiden Pilotstudien zum Auftragen haben nur den Blutwert gemessen, nicht das Hautbild. Bleiben Veränderungen bestehen, ist die Hausarztpraxis der richtige Ort, um sie anzusehen.

Hat ein Vitamin-D-Pflaster Nebenwirkungen?

In der Pflaster-Studie bekamen fünf Teilnehmende mit großem Pflaster Hautreizungen, bei drei leicht und gelegentlich, bei zwei dauerhaft, sodass sie das Pflaster absetzten (Jefferson & Borges, 2022). Die Studie umfasste 30 gesunde Erwachsene über acht Wochen (Jefferson & Borges, 2022). Ob dein Vitamin-D-Wert überhaupt eine Frage ist, klärst du am besten in der Hausarztpraxis.

Ab welchem Wert spricht man von einem Vitamin-D-Mangel?

Das BfR sieht erst bei einem Serumspiegel unterhalb von 30 nmol/l, das sind 12 ng/ml, das Risiko eines Vitamin-D-Mangels (BfR, 2025). Langfristig ist ein solcher Mangel laut BfR mit einem erhöhten Risiko für Osteomalazie verbunden, also Knochenerweichung; bei Erwachsenen kommt es nicht mehr zur Rachitis, die das BfR als Wachstumsstörung beschreibt (BfR, 2025). Welcher Bereich für dich gilt, steht auf deinem Befund.

Kann man Vitamin D überdosieren?

Über die körpereigene Bildung nicht, schreibt das BfR; Überdosierungen und damit unerwünschte Wirkungen sind nur durch eine überhöhte Zufuhr über den Mund möglich, langfristig mehr als 100 Mikrogramm pro Tag, etwa durch Präparate (BfR, 2025). Als mögliche Folgen nennt das BfR unter anderem eine Abnahme der Knochendichte bei älteren Frauen und ein erhöhtes Sturzrisiko (BfR, 2025). Wer Präparate nimmt oder nehmen möchte, bespricht das am besten in der Hausarztpraxis.

Wo speichert der Körper Vitamin D?

Hauptspeicherorte sind laut BfR das Fett- und Muskelgewebe, geringere Mengen finden sich auch in der Leber (BfR, 2025). Dass der Körper Vitamin D gut speichern kann, begründet das BfR mit seiner Fettlöslichkeit. Für 25-Hydroxyvitamin D, das die Studien in diesem Artikel im Blut gemessen haben, nennt das BfR im Vergleich zu anderen Vitamin-D-Stoffwechselprodukten eine lange Halbwertszeit, also eine lange Zeit, bis die Hälfte abgebaut ist (BfR, 2025).

Nächster Schritt

Die Veranlagung deiner Haut einordnen

Der Anti-Aging SKINCARE DNA-Test liefert Analyseberichte zur Veranlagung bei Hauttyp und Hautalterung. Einen Vitamin-D-Bericht enthält er nicht.

Zum SKINCARE DNA-Test Hautprobleme verstehen: was ein DNA-Test beitragen kann Einordnung im Gesundheitsportal

Weiterlesen

Quellen

  1. Sadat-Ali u. a.: Vitamin-D3-Creme, randomisierte Pilotstudie (2014) – europepmc.org
  2. Jefferson und Borges: Vitamin-D-Pflaster über acht Wochen, randomisierte Pilotstudie (2022) – europepmc.org
  3. Bocheva u. a.: Vitamin D und Hautalterung, Übersicht (2021) – europepmc.org
  4. Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel, Anhang II, laufende Nummer 335 (2009)

Die beiden Studien zum Blutwert sind [1] und [2], die Einordnung zu Falten stützt sich auf [3], das Kosmetikrecht auf den Wortlaut von Anhang II [4]. Die Angaben zu Vitamin D im Körper und zum Mangelrisiko stammen aus den Fragen und Antworten des Bundesinstituts für Risikobewertung vom 30. Dezember 2025 (BfR, 2025). Die Produktangaben stammen aus den Produktdaten von mybody®x, der Preis ist geprüft am 29.09.2026.

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Vitamin D Hautpflege

Das Redaktions- & Fachteam von mybody®x wertet Studien und Rechtstexte zu Nährstoffen aus und schreibt dazu, was sie tragen und wo sie enden. Mehr zum Team auf der Autorenseite.

Veröffentlicht am 29.09.2026 · Zuletzt aktualisiert am 29.09.2026

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Unsere Produkte sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder zu verhindern.

Die DNA-Analyse dient der Ernährungs- und Lebensstilberatung. Sie ist kein diagnostisches Verfahren, stellt keine Krankheitsvorhersage dar und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Beratung. Genetische Varianten beschreiben Wahrscheinlichkeiten in Bevölkerungsgruppen, keine Festlegung für einzelne Personen.

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