Wie viel Blut wird abgenommen? Mengen je Röhrchen und insgesamt
29. September 2026ca. 13 Minutenvon mybody®x Redaktions- & Fachteam
Das Wichtigste in Kürze
Bei einer Blutabnahme aus der Vene für Laboruntersuchungen werden etwa 4 bis 20 ml Blut entnommen, je nach Zahl der Röhrchen (Yoshimoto u. a., 2020). Bei einer Vollblutspende, der klassischen Blutspende, sind es etwa 500 ml (BIÖG, 2026). Selbst das obere Ende dieser Spanne entspricht damit rechnerisch einem Fünfundzwanzigstel einer Spende.
In einer Klinikstudie fassten die Röhrchen für Blutabnahmen aus der Vene je nach Typ und Größe zwischen 1,8 ml und 10,0 ml (Neef u. a., 2024).
Ein erwachsener Mensch hat ca. fünf bis sechs Liter Blut (BIÖG, 2026), und 20 ml, die obere Angabe für Laborabnahmen (Yoshimoto u. a., 2020), sind davon rechnerisch weniger als ein Zweihundertstel.
Echte Ohnmacht trat in einer Auswertung von 677.956 Blutabnahmen an der Universitätsklinik Tokio bei 0,004 % auf (Yoshimoto u. a., 2020).
In diesem Artikel
Wie viel Blut wird bei einer Blutabnahme abgenommen?
Für Laboruntersuchungen werden bei einer Blutabnahme aus der Vene etwa 4 bis 20 ml Blut abgenommen, für eine Blutspende dagegen etwa 500 ml (Yoshimoto u. a., 2020). Wie viel es bei dir genau ist, hängt vor allem an der Zahl der Röhrchen, die gefüllt werden.
Venös heißt, dass das Blut mit einer Nadel aus einer Vene entnommen wird, also aus einem der Blutgefäße, die das Blut zum Herzen zurückführen. Die Praxis füllt es in kleine Röhrchen. Jedes Röhrchen ist für eine bestimmte Art von Probe vorgesehen, und es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen und Größen (Neef u. a., 2024).
Die Szene ist schnell erzählt. Der Arm liegt auf der Lehne, die Nadel sitzt, und dann füllt sich ein Röhrchen nach dem anderen, bis eine kleine Reihe auf dem Tablett liegt. Wer zusieht, schätzt die Menge nach dieser Reihe ab. Die Reihe wirkt größer, als die Milliliter sind, und genau diese Lücke zwischen Eindruck und Messwert lässt sich schließen.
Die Spanne von 4 bis 20 ml stammt aus einer Auswertung der Universitätsklinik Tokio, die 677.956 Blutabnahmen bei ambulanten Patientinnen und Patienten aus den Jahren 2015 bis 2017 untersucht hat (Yoshimoto u. a., 2020). Ambulant heißt hier: Die Menschen kamen zur Blutabnahme und gingen danach wieder nach Hause. Das Team hielt fest, dass die Blutmenge für Laboruntersuchungen kleiner war als die 500 ml einer Spende (Yoshimoto u. a., 2020).
Wenn die Praxis dich für die Abnahme nüchtern bestellt, findest du im Beitrag nüchtern zur Blutabnahme: was erlaubt ist, was vor dem Termin trotzdem geht. Für die Menge selbst spielt das keine Rolle, sie ergibt sich aus den Röhrchen.
Zahlen auf einen Blick
4,1 ml
im Mittel bei einem Röhrchen (Yoshimoto u. a., 2020)
8,6 ml
im Mittel bei drei Röhrchen (Yoshimoto u. a., 2020)
19,9 ml
im Mittel bei mehr als sechs Röhrchen (Yoshimoto u. a., 2020)
etwa 500 ml
bei einer Vollblutspende (BIÖG, 2026)
ca. 5 bis 6 Liter
Blut hat ein erwachsener Mensch, je nach Körpergewicht und Größe (BIÖG, 2026)
Quelle: Yoshimoto u. a., Scientific Reports, 2020 · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), blutspenden.de, 2026
Zwei Größen bestimmen also die Menge: das Fassungsvermögen des einzelnen Röhrchens und die Zahl der Röhrchen. Das Fassungsvermögen hängt am Röhrchentyp, die Summe an der Zahl. Beides lässt sich einzeln ansehen, zuerst das Röhrchen selbst.
Wie viel Blut fasst ein Röhrchen bei der Blutabnahme?
Ein einzelnes Röhrchen fasst je nach Typ zum Beispiel zwischen 1,8 ml und 10,0 ml, so die Werte der Röhrchen am Universitätsklinikum Frankfurt (Neef u. a., 2024). Andere Praxen und Labore verwenden andere Größen.
Warum lohnt der genaue Blick auf das einzelne Röhrchen? Weil die Röhrchen das sind, was man bei der Abnahme sieht. Die Forschungsgruppe aus Tokio hat diesen Zusammenhang in ihrer Auswertung ausdrücklich angesprochen.
Belegte Fundstelle
„Die Zahl der Röhrchen entspricht vermutlich dem gefühlten Blutverlust.“
Yoshimoto u. a., Universitätsklinik Tokio
Scientific Reports, 2020, aus dem Englischen übertragen
Wer fünf Röhrchen sieht, denkt an fünf Portionen Blut. Wie groß eine solche Portion ist, zeigt eine Klinikstudie aus Frankfurt, die Röhrchen in zwei Größen verglichen hat: Standardröhrchen und kleinvolumige Röhrchen, also Ausführungen mit geringerem Fassungsvermögen (Neef u. a., 2024).
Die Röhrchen unterscheiden sich danach, was später daraus bestimmt wird. Für Serum darf das Blut im Röhrchen gerinnen; Serum ist der flüssige Anteil, der danach übrig bleibt. Ein EDTA-Röhrchen enthält dagegen einen Zusatz, der das Gerinnen verhindert.
Auch das Citrat-Röhrchen enthält einen Zusatz gegen das Gerinnen, hier Natriumcitrat; in der Frankfurter Studie diente es den Gerinnungswerten (Neef u. a., 2024). Eine Blutkultur ist eine Probe, in der das Labor prüft, ob Keime im Blut wachsen.
Ein Standardröhrchen für Serum fasste in dieser Studie 4,7 ml, die kleinvolumige Ausführung 2,6 ml (Neef u. a., 2024). Beim EDTA-Röhrchen lagen die Werte bei 2,7 ml und 1,8 ml (Neef u. a., 2024). Mit 10,0 ml war das Röhrchen für die Blutkultur das größte in der Aufstellung (Neef u. a., 2024).
Der Einwand liegt nahe: Warum dann nicht ein großes Röhrchen statt mehrerer kleiner? Die Antwort steht schon oben: Jedes Röhrchen ist für eine bestimmte Art von Probe vorgesehen (Neef u. a., 2024). Deshalb stehen am Ende mehrere Röhrchen auf dem Tablett, auch wenn jedes für sich klein ist.
Zur Einordnung: Die Größen gelten für die Röhrchen einer einzelnen Klinik (Neef u. a., 2024). Deine Praxis oder dein Labor kann andere Größen verwenden. Die Werte taugen deshalb als Beispiel, nicht als Norm.
Die Tabelle stellt die Röhrchen aus der Frankfurter Studie nebeneinander, in der mittleren Spalte die Standardgröße, rechts die kleinvolumige Ausführung (Neef u. a., 2024).
Fassungsvermögen je Röhrchen in einer Klinikstudie (Neef u. a., 2024)
| Röhrchen | Standard | kleinvolumig |
|---|---|---|
| Serum | 4,7 ml | 2,6 ml |
| EDTA | 2,7 ml | 1,8 ml |
| Citrat (Gerinnung) | 3,0 ml | 1,8 ml |
| Blutkultur | 10,0 ml | – |
Wie viel Blut wird insgesamt abgenommen?
Insgesamt hängt die Menge an der Zahl der Röhrchen: Im Mittel waren es 4,1 ml bei einem Röhrchen und 19,9 ml bei mehr als sechs Röhrchen (Yoshimoto u. a., 2020). Im Mittel heißt, dass einzelne Abnahmen darüber oder darunter lagen.

Die Tokioter Auswertung hat die Menge für jede Zahl von Röhrchen getrennt angegeben (Yoshimoto u. a., 2020). Bei zwei Röhrchen kamen im Mittel 6,6 ml zusammen, bei drei Röhrchen 8,6 ml (Yoshimoto u. a., 2020). Vier Röhrchen ergaben 11,3 ml, fünf Röhrchen 14,3 ml (Yoshimoto u. a., 2020).
Daraus lässt sich eine einfache Rechenhilfe ableiten. Rechnerisch kamen in dieser Auswertung mit jedem weiteren Röhrchen zwischen 2,0 ml und 3,0 ml dazu, solange es um ein bis fünf Röhrchen ging (eigene Rechnung nach Yoshimoto u. a., 2020). Kennst du die Zahl der geplanten Röhrchen, kannst du die Menge damit grob überschlagen. Das gilt für Röhrchen, wie sie in Tokio verwendet wurden.
Kernaussage
Die Menge folgt der Zahl der Röhrchen: Selbst bei mehr als sechs Röhrchen lag sie im Mittel bei 19,9 ml (Yoshimoto u. a., 2020).
Warum wird mehr Blut abgenommen, als die Messung braucht?
Ein Röhrchen enthält deutlich mehr Blut, als das Messgerät selbst verbraucht; das zeigte eine Erhebung in 140 Einrichtungen in den USA (Dale & Ruby, 2003). Der Grundsatz ist älter als die Frage, die dich gerade beschäftigt.
Für ein Blutbild, also die Zählung der Blutzellen, nahmen die Labore dort im Median 2,76 ml (8,5-mal) mehr ab, als das Messgerät braucht (Dale & Ruby, 2003). Median bedeutet: Die Hälfte der Labore lag darunter, die andere Hälfte darüber. Bei Elektrolyten, also gelösten Mineralsalzen im Blut, waren es im Median 1,75 ml (zwölfmal) mehr (Dale & Ruby, 2003).
Das ist kein Vorwurf an eine Praxis. Die Erhebung stammt von Intensivstationen in den USA und liegt mehr als zwei Jahrzehnte zurück. Für heutige Praxen in Deutschland sagt sie nur so viel: Ein Röhrchen enthält mehr Blut, als die Messung selbst verbraucht.
Bleibt die Sorge, dass die Menge zum Umkippen führt. In der Tokioter Auswertung trat eine echte Ohnmacht bei 0,004 % der Blutabnahmen auf (Yoshimoto u. a., 2020). Die Zahl gilt für echte Ohnmacht, über Schwindel oder Übelkeit sagt sie nichts. Wie du mit dem Unbehagen vor Nadel und Röhrchen umgehen kannst, steht im Beitrag Angst vor der Blutabnahme.
Wie viel Blut ist das im Vergleich zur Blutspende?
Bei einer Vollblutspende gibst du etwa 500 ml Blut ab (BIÖG, 2026). Rechnerisch ist das das 25-Fache von 20 ml, der oberen Angabe für Laborabnahmen in der Tokioter Studie (eigene Rechnung nach Yoshimoto u. a., 2020, und BIÖG, 2026).
Den Maßstab liefert das eigene Blut. Je nach Körpergewicht und Größe besitzt ein erwachsener Mensch ca. fünf bis sechs Liter Blut (BIÖG, 2026). Rechnerisch sind 20 ml weniger als ein Zweihundertstel von fünf Litern, also von der unteren Angabe (eigene Rechnung nach Yoshimoto u. a., 2020, und BIÖG, 2026).
Die Vollblutspende ist die klassische Blutspende, bei der circa ein halber Liter „vollständiges“ Blut entnommen wird (BIÖG, 2026). Rechnerisch ist das etwa ein Zehntel von fünf Litern (eigene Rechnung nach BIÖG, 2026). Hinzu kommen bei der Spende noch Blutproben für die Laboruntersuchung (BIÖG, 2026).
Für eine Blutspende ist laut BIÖG ein Mindestgewicht von 50 Kilogramm gefordert; die Anforderung dient dem Schutz der spendenden Person, denn bei einer Spende gibst du etwa 500 Milliliter Blut ab (BIÖG, 2026). Zwischen zwei Vollblutspenden muss der Abstand in der Regel mindestens acht Wochen betragen (BIÖG, 2026).
Eine Laborabnahme bewegt sich in einer anderen Größenordnung. Selbst mit mehr als sechs Röhrchen kamen im Mittel 19,9 ml zusammen, rechnerisch weniger als ein Zwanzigstel der 500 ml einer Spende (eigene Rechnung nach Yoshimoto u. a., 2020). Das erklärt, warum die Reihe auf dem Tablett eindrucksvoller aussieht, als sie in Millilitern ist.
Bleibt der Einwand, dass sich kleine Mengen summieren, wenn in kurzer Zeit mehrmals Blut abgenommen wird. Das stimmt. Die Frankfurter Klinikstudie hat kleinere Röhrchen in einer besonderen Lage geprüft, bei Patientinnen und Patienten mit großen Herz- und Gefäßoperationen (Neef u. a., 2024); auf eine gewöhnliche Blutabnahme lässt sich das nicht übertragen. Wer in kurzer Folge mehrere Blutabnahmen vor sich hat, kann die Praxis fragen, welche Röhrchen geplant sind und wofür.
Kapitel auf einen Blick
Ein erwachsener Mensch hat ca. fünf bis sechs Liter Blut (BIÖG, 2026). Bei einer Vollblutspende gibst du etwa 500 ml ab, und zwischen zwei Spenden liegen in der Regel mindestens acht Wochen (BIÖG, 2026). Eine Laborabnahme mit etwa 4 bis 20 ml (Yoshimoto u. a., 2020) liegt rechnerisch weit unter einer Spende; das obere Ende der Spanne entspricht einem Fünfundzwanzigstel davon.
Blut abnehmen ohne Röhrchen: Geht das per Fingerpieks?
Für bestimmte Laborwerte ja: Kapillarblut, also Blut aus den feinsten Blutgefäßen, den Kapillaren, lässt sich per Fingerpieks zu Hause selbst entnehmen. Der Fingerpieks ist ein kurzer Stich in den Finger, eine Nadel in der Vene braucht es dafür nicht.
Wie sich die Entnahmewege als Verfahren unterscheiden, zeigt der Beitrag zum Methodenvergleich der Blutentnahme. Dort steht der Vergleich der Methoden, hier stehen die Mengen der Abnahme aus der Vene im Einzelnen.
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Statt einer Reihe von Röhrchen aus der Vene steht dann eine Probe aus dem Finger. Wie sich die Selbstentnahme anfühlt und ob die Probe reicht, sammelt der Beitrag Bluttest für zuhause: Erfahrungen. Wie viel Blut ein Heimtest aus dem Finger braucht, steht im Beitrag zum Unverträglichkeitstest mit Blut von zu Hause.
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Grenzen: Was sagt die Blutmenge bei der Abnahme nicht aus?
Die Milliliter sagen nichts darüber, welche Werte in deinem Befund stehen, und sie ersetzen keine ärztliche Einordnung. Sie beantworten nur die Frage, wie viel Blut dein Körper für die Untersuchung hergibt.
Die Zahlen hier stammen aus zwei Kliniken. Die Röhrchengrößen kommen aus Frankfurt (Neef u. a., 2024), die Gesamtmengen aus Tokio (Yoshimoto u. a., 2020). Röhrchen in Japan können sich von deutschen unterscheiden, und deine Praxis kann andere Größen verwenden.
Auch der Fingerpieks hat Grenzen. Der VitalCheck liefert eine Momentaufnahme, keine Diagnose. Ein auffälliger Wert bedeutet nicht automatisch eine Erkrankung – er bedeutet, dass sich ein zweiter Blick lohnt, am besten gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Kein Test von mybody®x enthält ein Blutbild. Ein Selbsttest ersetzt keine Diagnose. Ob ein Wert, den deine Praxis bestimmen möchte, auch aus Kapillarblut geht, klärst du am besten dort. Hast du Beschwerden oder Vorerkrankungen, ist die Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle.
Warum wirkt die Blutabnahme nach mehr Blut, als es ist?
Vermutlich, weil das Auge Röhrchen zählt und keine Milliliter; so deutet es die Tokioter Forschungsgruppe (Yoshimoto u. a., 2020). Eine Reihe auf dem Tablett wirkt nach einer Menge, die sich in Zahlen als überschaubar herausstellt.
Was vor dem Stich hilft, ist eine einzige Frage an die Praxis: Welche Röhrchen sind geplant, und wofür? Mit der Antwort kannst du die Menge selbst überschlagen, und die Praxis weiß, dass dich das Thema beschäftigt. So wird aus einem vagen Eindruck eine Zahl, die du einordnen kannst.
Die Reihe auf dem Tablett sieht nach mehr aus. In Millilitern waren es bei fünf Röhrchen im Mittel 14,3 ml (Yoshimoto u. a., 2020).
Häufige Fragen
Wie viel Blut hat ein Mensch?
Ein erwachsener Mensch besitzt je nach Körpergewicht und Größe ca. fünf bis sechs Liter Blut, so steht es im Blutspende-ABC des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, 2026). Rechnerisch sind die 4,1 ml, die im Mittel bei einem einzelnen Röhrchen zusammenkamen, weniger als ein Tausendstel von fünf Litern (eigene Rechnung nach Yoshimoto u. a., 2020, und BIÖG, 2026). Für die Einordnung einer Blutabnahme ist das Blutvolumen deshalb ein brauchbarer Maßstab.
In welchem Abstand darf man Blut spenden?
Zwischen zwei Vollblutspenden muss der Abstand in der Regel mindestens acht Wochen betragen (BIÖG, 2026). Durch eine Plasmaspende, bei der der flüssige Anteil des Blutes gespendet wird, kann sich dieser Abstand verlängern (BIÖG, 2026). Für eine Blut- oder Plasmaspende nennt das Institut außerdem ein Mindestgewicht von 50 Kilogramm, das dem Schutz der spendenden Person dient (BIÖG, 2026).
Warum gibt es kleinere Röhrchen?
Kleinere Röhrchen sollen weniger Blut verbrauchen: In einer Frankfurter Klinikstudie fasste ein kleinvolumiges Serumröhrchen 2,6 ml statt 4,7 ml (Neef u. a., 2024). Zusammen mit geschlossenen Entnahmesystemen verringerten die kleineren Röhrchen dort die abgenommene Blutmenge (Neef u. a., 2024). Schon eine Erhebung aus den USA hielt fest, dass kleinere Röhrchen helfen können, weniger Blut zu verschwenden (Dale & Ruby, 2003). Welche Größe deine Praxis verwendet, kannst du dort erfragen.
Wird man bei mehr Röhrchen eher ohnmächtig?
In der Tokioter Auswertung gingen mehr als fünf Röhrchen mit einem höheren Risiko für eine Ohnmacht einher, insgesamt trat sie aber nur bei 0,004 % der Blutabnahmen auf (Yoshimoto u. a., 2020). Ein höheres Risiko in einer Gruppe heißt nicht, dass es dich trifft. Wenn dir bei einer früheren Abnahme schwindelig wurde, sag es vorher der Person, die dir Blut abnimmt. Bei Beschwerden danach ist die Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle, im Notfall der Notruf 112.
Braucht die Blutkultur mehr Blut?
Ja, in der Frankfurter Klinikstudie war das Röhrchen für die Blutkultur mit 10,0 ml das größte, ein Standardröhrchen für Serum fasste 4,7 ml (Neef u. a., 2024). Rechnerisch entspricht ein Blutkultur-Röhrchen damit etwas mehr als zwei Serumröhrchen der Standardgröße (eigene Rechnung nach Neef u. a., 2024). Die Größen sind Werte einer Klinik, andere Labore verwenden andere Röhrchen. Ob eine Blutkultur nötig ist, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.
Nächster Schritt
Nährstoffwerte ohne Röhrchen aus der Vene
Der VitalCheck bestimmt deine Nährstoffversorgung aus Kapillarblut, das du per Fingerpieks zu Hause selbst entnimmst.
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Quellen
- Yoshimoto u. a.: Analysis of vasovagal syncope in the blood collection room in patients undergoing phlebotomy, Scientific Reports (2020) – europepmc.org
- Neef u. a.: Effect of using smaller blood volume tubes and closed blood collection devices on total blood loss, Canadian Journal of Anaesthesia (2024) – europepmc.org
- Dale & Ruby: Specimen collection volumes for laboratory tests, Archives of Pathology & Laboratory Medicine (2003) – europepmc.org
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG): Blutspende-ABC, blutspenden.de (2026) – blutspenden.de
Die Mengen nach Zahl der Röhrchen und die Angaben zur Ohnmacht stützen sich auf [1], die Röhrchengrößen auf [2]. Der Grundsatz, dass ein Röhrchen mehr Blut enthält, als die Messung braucht, stützt sich auf [3]. Blutvolumen und Spenderegeln stammen aus [4], den Abstand zwischen zwei Vollblutspenden nennt dasselbe Institut in seinen FAQ zur Blut- und Plasmaspende. Alle Quellen abgerufen am 29.09.2026; Produktangaben mit Stand 29.09.2026, Änderungen möglich.
mybody®x Redaktions- & Fachteam
Blutabnahme Laborwerte
Dieser Beitrag wurde vom mybody®x Redaktions- & Fachteam erstellt und anhand der genannten Quellen geprüft. Mehr über das Team steht auf der Autorenseite.
Veröffentlicht am 29.09.2026 · Zuletzt aktualisiert am 29.09.2026
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